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Full text of "Grammatik des BiblischAramäischen Mit einer Kritischen Erörterung der aramäischen Wörter im Neuen Testament"

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GRAMMATIK 

DES 

BIBLISCH-ARAMÄISCHEN. 



MIT EINER KUITiSCHEIS' EEÖETERÜNG 
DER ARAMÄISCHEN WÖRTER D£ NEUEN TESTAMENT 

« 

TON 

eT KAUTZSCH, 



LEIPZIG, 

VERLAG VON F. C. W. VOttEL. 

1884 



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Grad. R. R. l 

5112. 



Dtt Üebersetxangsrecht ist TorbehftLteii. 



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VORWOHT. 

Das Bedürfiiira nach einem brauchbaren Hül&mittel bei Vorlesungen 
über die biblisch- aruniiuschen Texte ist von dem Unterzeichneten, wie 
sicher aucli von anderen Fachgenossen, seit Jahren empfinden worden. 
Doch schien mit E.echt jeder Versuch auf Abhülfe so lange verfrüht, als 
man auf die landlänfigenif Boliaaderhaft verwahrlosten Ausgaben des Daniel- 
und Esrsteztee angewiesen war. Durch die In texikiitisoher Hinsicht 
höchst TerdiensfHdhe Ausgabe der yjibri DanieHs Esrae et Kehemiae^ vcm 
iSw ßaer (com prae&tione Franc» Mitssseh et glossis Babylonicis Friäer, 
DetUtseh, Lips. 1882) ist nun eine Grundlage die grammatlsehe Bearbei- 
timg des Bibliscil-Aramiiischen geschaffen worden, welche den Unterzeich- 
neten zur endlichen Ausfiihrung semes lauge gehegten Planes ermuthigte. 
Dabei schien der geringe Umfang der Texte eine solche Lösung der Auf- 
gabe zu fordern, welche auf eine erschöpfende Vorführung des grammati- 
schen Uaterials ansging. Demgemüss smd in der vorliegenden Grammatik 
aüe wirkUob vorkommenden Pormen mindestens mit einem Be}^ (die 
VerbalfbraMn sogar fiwt dordnrog mit yoüstlndigen Belagen) an^esiUt. 
Kach dem Ornndsatee, nur den Thatbestand vonofOhren, ist von voll- 
ständigen Paradigmen abgesehen und statt derselben (wie z. B. S. 73) eine 
Zusammenstellung von wirklich vorkommenden Foi-men gegeben. In den 
wenigen Fällen, wo für den EinbHck in den Bau der Sprache ausführ- 
lichere Uebersichten unerlässlich schienen (S. 48 f., 90, 120)» ist wenigstens 
deutlich zwischen belegbaren nnd nicht belegbaren Formen unterschieden. 

Von der in der Einleitang gegebenen TTebersicht ftber die literatar 
des WestaiamSischen flberhaupt nnd die Aramaiea im N. Test insbesondere 
hoffen wir^ dass sie Vielen eine willkommene Zugabe sdn werde» Bei&g- 
Ueh der 8]rntaz rechnen wir wenigstens bei denen auf eine wohlwollende 
Beurtheilung, welche die nicht geringen Schwierigkeiten eines derartigen 



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IV 



Vorwort. 



yersadw «ob eigener Erfobntng kennen. Dorch die «iBfiUirliclien Sach- 
imd Stellenregister hoffen wir ermöglicht zu haben, dass die grammatlBchen 

und syntaktischen Sch-\vierigkeiten von dem Lemeiidoii zum grössten Theile 
selbständig überwunden werden können, bo dass die in der Regel knapp 
bemessene Zeit in den Vorlesungen über den aramäischen Daniel und 
£zra auch fUr andere Dinge Raum behält. 

Meinem verehrten Freund und CoUegen Fro£ 8ocin sei für maaig^ 
&Ghe BeOifilfe durch Bath und That auch an dieeer Stelle der wSxnute 
Bank gesagt. 

TUbingeni den 9. Juni 1884. 

K KXVTZBCR, 



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INHALT. 



Emleituag. 

§ 1. yerbSltnim de> BibÜMli-AmnfiiNilMB su den tlbrigen MmitbieliMii 

Dialekten 1 

§ 2. Allxnäblige Verbreitung des westaramäiscben Dialekts 1 

I 3. Gleichzeitiger Gebrauch des Aramäischen und Hebräisdien .... 3 
g 4. Verdrängung dM HetnUiflohflii als YeKkefanspracbA durch dM 

Aramäische 4 

§ 5. Die Ueberreste des westaramäischen Dialekts. 1. Die araui. Stücke 
des A. Teet 2. Die Beste im K. T. und bei Josephus. 3. Die 
Targfumiin. 4. Reste in Mischna und Talmuil. 5. Samaritaiii^^i-hp«^ 
Targom. 6. Aegj'ptisch-Aramäisches. 7. Falm^Teuische Denk- 
mftler. 6. Kabatäisolie Inaehriften. 9. Ohiisilioli-palSatimsoher 



Dialekt. 10. Dialekt von Malula $ 

8 6. Ueber die richtige Benennung des im A. Test, vorliegenden aram. 

Dialekts 17 

§ 7. Allgemeines über die BibÜM^AxunlUMlimi Texte 21 

§ 8. leztkritisohe Ueberlieferung und grammatische Bearbeitung des 

Biblisch-Aram. • '^'^ 



Erster HaapttheiL Schrift- und Lautlehre. 

§ 9. Die Sehrift 24 

I 10, Die Möglichkeiten eines Lautwechsels im ^1>llsdk*Aram. yecgIiolMii 

mit dem Uebr, und Arabischen 26 

§ 11. Terftuderungen im Oonaonantenbeatand der Wörter • 28 

§ 12. Die Verdoppelung der Consonanten 30 

§ 13. EigenthuTnlichkeiten der Gutturale und des Be5 31 

§ 14. Verändei uijgen der ßchwachen Buchstaben !«,%•' 33 

- § 15. Veränderungen der Yoeele 34 

i 16. Von der Sylbenbüdung imd dem Einfloaa derselben auf die Quantität 

der Vocale 36 

I 17, Vom Ton and von der Paosa 38 

Zweiter Haupttbeil. Formenlehre oder Lehre von 

den Bedetheilen. 

Brstes Capiteh Vom Pronomen. 

§ IS. Vom Personalpronomen. Prcmomen separatum 41 

I Id. Pronomina personalia suffixa 42 

I 80. Pronomina demopstgattra 43 



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VI Inhalt. 

Beita 

§ 21. Fronomen relativum . ..».■■. 43 

§ 22. Pronomen inten^ogati^nlm und indefinitmn 44 

Zweites Capitel. Vom Verbum. 

§ 23. Alliyemeine Uebersicht. Abgeleitete Stämme. Classen der schwachen 

verba 45 

§ 24. Paradigma des starken Verbum 47 

A. Das starke Yerbum. 1. Ohne Einfluss von Gutturalen und Be§. 



§ 25. 




50 


§ 26. 






S 27. 






§ 28. 






§ 29. 


Die Participia Qal. Conjugation dea P^il 


53 


5 30. 






§ 31. 






§ 32. 






§ 33. 




57 


§ 34. 






§ 36. 






1 36. 




59 


S 37. 


Das starke Verbum mit Pronominalsuffixen 


60 



2. Starke Bildungen unter dem Einfluss von Gutturalen und Bei. 

§ 38. Verba primae gutturalia 62 

§ 39. Verba mediae gutturalis und Res 64 

§ 40. Verba tertiae gutturalis und Re§ 65 

B. Das Bchwache VarhiiT». 

§ 41. Verba K'P • 65 

§ 42. Verba ]'t 67 

§ 43. Verba - c und "ti ........... SB 

§ 44. Abnonne Bildungen von Verbis b'9 {r[br, und p^e) 7Ö 

§ 45. Verba "y und ••'9 7T 

" 46. Verba v y . . 74 

47. Verba s ? (n'^) . 76 

48. Doppelt schwache Verba ?2 

Drittes CapiteL Vom Nomen. 

§ 49. Allgemeines 82 

I 50. Die Genera des üToinea 83 

6 51. Die Xomeri 84 

§ 52. Haupt- und Verbindungsform. Status emphaticus 86 

§ 53. Die yominalsuffixe . 88 

Uebersicht über die Bildung der Nomina mit vollständiger Auf» 

Zählung der in den biblisch-aram. Texten vorkonmienden Fonnen 91 

T. NnmirtA vnn ftinfachpm Stamme. 

§ 54. Kürzeste Bildungen : Nomina mit einem ursprünglich kurzen Vocal 

von starkem Stamme 91 

§ 55. Nomina mit einem Vocal von schwachem Stamme 96 

I 56. Nomina von einfachem Stamm mit kurzem Vocal in beiden Sylben 101 
§ 57. Nomina von einfachem Stanmi mit ursprünghch kurzem Vocal in 

erster und langem Vocal in zweiter Sylbe 
§ 58. Nomina von einfachem Starnm mit langem Vocal in erster und 

kurzem Vocal in zweiter Sylbe 106 

n. Nomina von gesteigertem Stamm. 

§ 59. Uebersicht 108 



Inhalt. 



VII 



Beite 

III. Nomina mit Zusatzconsonapten. 

§ 60. Nomina mit Praeformativen 110 

§ 61« Nomina mit Afformativeu 113 

§ 62. Quadrilitera und Composita 116 

§ 63. Nomina von eigenthümlicher Bildung 117 

§64. Fremdwörter . 118 



rV. Numeralia. 

8 65. Caidinalia 4^ 

§ 66. Ordinalia mid sonstige Zahlbegriffe 122 



Viertes CapiteL Die Partikeln. 

§ 67. Adverbia 123 

§ 68. Präpositionen 126 

§ 69. Conjunctiüneu 129 

§ 70. Interjectioneu K-il 



Dritter Haupttheil. Syntax. 

Enstes Capitel. Die einzelnen Redetheile. 

I. S>Tatax des Verbum (Tempora und Modi). 

§ 71. Das Perfect 132 

§ 72. Bin Foi-m P'^'tl als AequivalenT eines Perfecti Paasi\i Qal .... 184 

§ 73. Das Imperfect f53 

§ 74. per Imperativ 137 

§ 75. per lutinitiv 137 

S 76. Das Paitit ii)ium fSB 



II. Snitax des Nomen. 

§ 77. Das Ge.schlecht 142 

§78. Die Numeri 143 

§ 79. per Status emphaticus . . . . . • . . • • ■ ■ • • ■ ^43 

8 80. Die Darstellung des Genetivverhältnisses durch den sogen. Status 

constructus 145 

§ 81. Umschreibung des GeuetivverhHltpisse.s durch '~ 146 

§ 82. Das Nomen im Ausruf 148 

I 83. Das Nomen in Apposition 149 

§ 84. Das Nomon unter Verl »alrection 150 

I 85. pas Adiecti\'um als Attribut imd die Umschreibung desselben . . Iö3 

§86. Die Numeralia 154 



Ilf. S3'ntax des Pronomen. 

8 87. Das Pronomen separatum 154 

§ 88. Pronomina suffixa am Nomen 155 

§89. Pi'onomina sut'tixa am Verbum 1^'6 

§ 90. Pronomina demonstrativa 156 



rV. Syntax der Adverbia und Präpositionen. 

§91. Adverbia und adverbielle Bestimmungen 157 

§ 92. Präpositionen 158 



Zweites Capitel. Der Satz. 

§ 93. Uebersicht 158 



I. Der Satz im Allgemeinen. 

§ 94. Unterschied des Nominal- und Verbalsatzes 195 

§ 95. Der einfctche Nominalsatz 159 

§ 96. Der Verbalsatz 160 

§ 97. Der zusannnengesetzte Nominalsatz 162 



Yin Inhalt. 

§ 98. üeberemstimmnng der Satzglieder, insbes. des Subjects und Prädicats, 



binaichtlich des Genus und Numerus 163 

TT. "RAgorKlftrA ArfcAn vnn fifttzan. 

§ 99. Uebergicht ■ 166 

§ 100. 1. Isolirte Sätze. Unabhängige Fragesätze 166 

§ 101. Verneinungssätze . . . . . . • ■ ■_ • • • • • • 1^ 

§ 102. 2. Mit anderen verbundene Sätze. Darch "Waw angereihte Sätze 167 

i 103. Relativsätze 168 

I 104. Subject- ujid Ob^'ectsätze ................... 170 

§ 105. Causal-, Conditional- , Concessiv-, Comparativ-, Temporal- und 

Finalsätze 170 

§ 106. Periodenbau. Apoaiopese 172 

Nachträge und Berichtigungen 173 

Sachregister 176 

Stellenregister 180 



EINLEITUNG. 



§ 1. 

Yeriialtmss des Biblisdi-Aiamäisühea zu den übrigen semitiscliatt 

Dialekteu. 

Der in einigen Abschnitten des Alten Testaments (Daniel 
2, 4&~7, 28. Ezra 4, 8 — 6, 18. 7, 12 — 26. Jer. 10, 11, sowie in 
sswei Worten Gen, 31, 47) vorliegende aramäische Dialekt ist ein 
Glied der we st aramäischen Dialektgruppe, welche zusammen 
mit der nahe yerwandten ostaramäischen Gruppe den aramäi- 
schen Zweig des semitischen, genauer des nordsemitischen Sprach- 
stammes bildet. 

Yei'gl. über die Verzweigung ded semitiäclieii Bpraclistammes überliaupt; 
E, BmoMt luBtf^ gto^nJe dei iHignes sämiti^ttos. 4. Aasg. Paris 1864; 
GeaeniiU'Emigteht hebr. OiamiiiaUk $ 1, 2 und dielilteratar daselbBt No. 6 a. E.; 
B» Sfade, Lehrbuch der liebr. Oiamin., Lpz. 1879, § 2—11 (mit eingehoider 

Berücksichtigung der neueren tiiteratur); E. König, lüstor.-krit. Lehrgebäude 
d. hebr. Sprache, Lpz. 1881, § 3. — Ueber das Aramüisclie insbesondere: Th. Nöl- 
deke, „Aram" in ScJicnkel's Bibeliexikon I, 229 ff., sowie im „Ausland*', Jahrg. 
1867, 8. 778 fP. („Namen und Wohnsitze der Aramäer") und in Ztschr. der 
deataehen^morgeiilaad. Gesellaohaffc, Bd.XXy (1871), S. 118 ff. („Die Namen der 
aram* Kation u. Spraohe"}; St^ader, „Axtm" in Bkkm^a Hdvörterb. des BibL 
Alterthuim, 8. 78 ff. ; Vok^ „Ajam** ia Sergog'HUfB Proiwatant. Bealen^Uo- 
pädie, 2. Aufl., I, 601 ff. (mi' u.sführlichen Literaturnachweisen); H. Strackf 
Einleitung ins A. Test, in Zöckler'8 Handb. der theolog. Wissenschaften I, 
191 f. (nachzutragen ist dort noch: David, grammaire de la langue arameenne 
[in syr. Sprache], Paris 1880 ; R. Diival, traite de grammaire syriaqne. Paris 1881). 

Obige Dehnitiou folgt der Eintheiluug der semitischen Dialekte, welche 
den axabiach-41ihiopu<»hen Zweig ab daa Bädsemitisohe den drei anderm 
Kuiptaweigen (dem kanaanitiaeheii, aramSiachen imd asayriBCh-babylonisohai) 
als dem N o r dsemi tii ob en g^genübentdlt. 

§2. 

AUmählicbe Verbreitung des westaramäisclieii Dialekts. 

Als die Heimath der westaram. Dialekte dürfte das Gebiet 
zwischen dem oberen £uplirat und dem Mittelmeer (abgesehen 

£»ata»6li, »vamÜMli« QnmaMSk. ■ 1 



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2 



Emieitung. 



natürlicli yon dem phönizischen Kfistenstrioh) bis in die Gegen- 
den südlich und südwestlich von Damaskus , d. h. bis unmittel- 
bar an die Grenzen des Reiches Israel, zu betrachten sein (vergl. 
1 Sam. 10, 6 über den Kampf Davids mit den Aramäern von 
Beth llochob, die nach Rieht. 18, 28 m nächster Nähe von 
Dan wohnten). Aber schon frühzeitig begann das Aramäische 
weiter nach Süden vorzudringen und die kanaanitischen Dialekte 
(inclus. des Hebräischen) zu verdrängen, bis es schliesslich — 
etwa um die Mitte des 2. Jahrh. vor Chr. — zur allgemeinen Lan- 
dessprache in Syrien, Palästina und den östlich angrenzenden 
Ländern geworden war. 

Vprf inzelte Berührungen mit dem Aramäischen (die in<less keiueswegs alle 
auf direkter Entlehnung heruheu müssen) lassen sich hereits in denjenigen 
Büchern des A. Test, constatiren, welche in den vorexilischen Jahrhunderten 
auf dem Boden de« Zehxutämmereiohs entatendai «ind, sicher z. B. im Hohen- 
lied und in gewissen Theilen de« Biehterbueba. Bin dirckter Binflon des Axa- 
müeohen wurde olme Zweilbt angebahnt duob die 2 Kön. 15, 29 und 17, 9 
herichteten Deportationen der Israeliten (7S4 und 722 v. Chr.). Denn nach 
2 Kün. 17, 24 (vergl. auch Ezra 4, 2. 10) wurde darnach das stark entvölkerte 
Tmnd dnrrh Colonisten besetzt, welcTie zum Theü anoh AUS amnäisohem Spraoh- 
getiiRte (z. B. Hamath) gekommen waren. 

Wenn »icü die hebr. Schriftsprache iii Juda, soweit wir noch über dieselbe 
ortheilen können, bis Bnd« de« 7. Jahrh. fett gani yon anunftieohen BinflüMen 
frei erhielt, ao wagt doeh 2 Kön. 18, 26 (vergl. Jes. 36, 11), wie gegen Bnde 
dee 8. Jnhrh. — der betreffende Yorgang AUt ine Jahr 701 ~ das AramSiaohe 
wenigstens von den Vornehmen in Juda verstanden wurde und somit schon 
<!ftmftls die Bedeutung einer internationalen Verkehrs- oder doch Diplomaten- 
sprache in Vorderasien gehabt hat. Eine Bestätigung dieser Thatsache ist auch 
in den aramäischen Legenden zu erbUoken, welche sich auf Thontäfelchen 
(neben assyrischem Text), sowie auf Scherben und Gewichtstücken aus den 
Enintti der assgnriichen nnd babylonischen FaUete (naehmals auch anf alt^ 
peKtiaeheu Kfinsen) erhalten haben; yergl» dardber «SSeftroilBr, ZDMG. 1872, 
8. 167, und die Literatur daselbst; femer Levy, Gesch. der jüd. Münzen, Lpz. 
1882, S. 147 flf.; de Vogüe, m61anges d'archeologie Orientale, Paris 1868, p. 193 ff. ' 
Bine direkte Beeinflussung der hebr. Sobiiftsprache durch das Aramäische 

1 AJQerdings wird man ans diesen as^yriadi-aramiUschBn BDingnen nicht mit 

CMHhmd (Nrae BeitriKge zur Gesch. des alten Orients, Lpz. 1876, S. 18 f.) 
folgern dürfen, dass damals die Geschäftswelt in Niniveh aramäisch redete und die 
im officiellen Gebrauch gebliebene [assjTischc] Si)rarlio nicht mehr verstand (wie «ich 
nach V, Gutschmid auch aus 2 Kön. 18, '2t3 ergeben soll, dass ein Dialekt dfs 
Aramäischen schon im 8. Jahrhundert im Euphrat- und Tigri^gebiet Volkssprache 
gewesen sei). Verg^ dagegen ffdlrmier, KeÜinssbtlften nnd GesohiflhisfiQnehung 
(GiesMn 1878), S. 62 ff. — Am aUerwmigsten aber datf man aus oUgen Thatsadien 
adJicieen, dass das in den Istiten Jahrhunderten vor Olir. In Fallatina eingebürgerte 
anm« Idiom nnr ans Bab^onien habe impoiCirt sein können; T«gl. datillMr n. 9 6, 2. 



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g 3, Gleiohzeitiger Gebrauch des Aramäischen und des Hebräischen. 3 

dürfte zuerst^ bei Jeremia (vergl. Zimtner, Aramaismi Jeremiani I, Halle 188Ö), 
noch richerw und xwar bemita aneli in gnnimatiaoher Hiniioht bei EseebM 
zn behaupten sein, wXhreind sieh die fiehxillisteller ans der letaten Zeit des 
Szlh (Jes. Oap. 10 f. 34. 35. 40—06) und knra nach damietben (Haggai, Baohaija» 

ja selbst noch ivraleachi \ind die in das Buch Nehemia verarbeiteten Memoiren 
Nehemia's) durcli ein vprhrtltnissmässig reines Hebräisch auszeichnen. In den 
exilischen nnd nachexilischen Partien des Pentateuch und des Buches Josua, 
die mau früher als die Grundschrift oder den älteren Elohiaten (jetzt als 
Priestercodex oder Q) zu bezeichnen pflegte, zeigt sich der Einfloss des Ara- 
mfiisohen mehr auf dem lezikalisehan, als dttn grammatisohen Qebiet (vergl. 
darüber bes. .BteAm in den theolog. Studio u. Kritiken 1872, S. 283 ff., und 
y. Biywtelf de Elohistae Pentatenchiei sermone, Lips. 1878, beide unter Fest- 
haltong der vorexilischen Abfassung des Friestercodex, obschon bes. Ryssel 
durch seine sorgfaltip^en und gründlichen Untersmchimwen solir vieles Bcweis- 
niaterial für die gegentheüige Ansiclit beigebracht hat); gegen i^/ysse^ wendet 
sich Oiesebrecht C^Zor Hexateuchkritik'', in der Ztschr. f. die alttest. Wissensch. 
1881, S. 177 ff.X dessen Besnltate «iedonun in einigen Punkten modifleirt War- 
den durch Drinfer, „on some alleged lingoistio alfinities of the Elohist'' (im 
Journal of Fhflology, Oet 1882, p. 201 ft). Kooh weit stib-ker ist die aramSisoihe 
Färbung verschiedener nachexilischer Bücher, insbesondere der Chronik, des 
Buches Esther und vor aUem des Q/jholoth, so^vie gewisser Psalmen (vergl. 
über Qohelelh die Coiumentare von Franz Delitzsch, Lpz. 1875, ö. 197 If., und 
C. H. Wright, the hook of Koheleth, London 1883, p. 488 ff.; über Buch II— V 
der Psalmen vergl. Giesebrecht, „über die Abfassungszeit der Psalmen^ in Ztschr. 
f. die alttest. Wissensehaft 1881, 8. 278 £). 

Gleichzeitiger Gebranch des Aramäischen und des Hebräischen. 

Dass das Aramäische aucli unter der persischen Oberherr- 
schaft für den diplomatischen Verkehr mit Yorderasien verwendet 
wurde, ist die Voraussetzung der Urkunden Ezra 4, 8 — 22. 5,6 — 17. 
6, 6 — 12. 7, 11 — 26. Wenn aber der Verfasser des jetzigen Ezra- 
baches (gegen Ende des 4. Jahrh. yor Chr.) nach der Mittheilung 
der aramäischen Urkunde 4, 8 ff. aucb seine eigene Erzählung 
aramäisch fortsetzt und der Verfasser des Danielbuches (um 167 
T. Chr.) nach dem Gespräch zwischen Nebukadnezar und den Ghal- 
däem (2, 4 — 11) noch bis zum Schluss des 7. Gapitels in aramäi- 
scher Sprache fortfahrt, so zeigen diese Beispiele zur Genüge, 
dass in jener Zeit sowolil den Sclirii'tsteliern, wie den Lesern beide 
Dialekte gleich geläufig sein mussten. 

1 Wir sehen hierbei geflissentlich ab von dem sprachlich s^anz eigenartigen Buche 
Hiob; nebeu zweifellosen Aramatsmen (wie dem häufigen "t'-? uiid Q*^^^ statt des 
habr. fi'^'^^'n) finden sich dort nicht minder häufige Berührungen mit dem Wortsdiats 

1* 



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4 



BSnleitimg. 



Ollig« HoMnaafolggnmg vfiMe aaoh daan in EMft tileibeii, wenn man mit 
Strack (Eiuleitnog ins A. T., S. 165) wenigstens seit Alezander d. G. ein aia- 

mäisches Bucli von 'DaniRlg'e^cliicliten vorauszTisetzeii hätte, welches dann zur 
Zeit dps Antiochr.s Eplphanes mit dem ad hoc neunfeschriebenen Buch der 
Visionen zusammengearbeitet worden sei. Abhiiliciiea statuirt v. OrelH, die 
alttest. Weissagung von der Vollendung des Gottesreicbes (Wien 18S2), B. 515 f. 
Dagegen soll sioli nach Merx (»Cor in libro BanieLlis jnzta Hebiaeam Aramaea 
adUbita sit dialeotusf Hai. 1865) die Zweispraehigkeit dannis erldäien, dass 
der aram. Test IQr das Volk, der hebriisohe fOr die Oelebrtan bestammt geweien 
seL Dann müsste aber derselbe Grund auch für Ezra statuirt werden und dies 
ist im Hinblick auf die hebräischen Capitel dieses Buches immöglich. — Bei 
dieser Gelegenheit gedenken wir noch des ingeniösen Einfalls, den der socken. 
Graecu3 Venetus (ed. O. Gebhardt, Lpa. X87ö) in seiner Danielübersetzung ver- 
wirklicht hat, indem er die bebr. Stücke in attisohem, die aramäischen in dori- 
schem Dialekte wiedergiebt. 

§4. 

Verdräogimg des Hebräischen als Verkeliissprache durcli das 

Aramäisolie. 

Die thatsächliche Verdrängung des Hebräischen als Umgangs- 
sprache durch das Aramäische dürfte erst yom finde des dritten 
Torchristlichen Jahrhunderts zu datiren sein; vorher war durch 
die Herrschaft der Ptolemäer und der ersten Seleuciden eher ein 
Eiufluss zu Gunsten des Griechischen als des Aramäischen aus- 
geübt Vörden. Eine Zeit lang mag, wie noch heute auf den Grenzen 
Yersohiedener Sprachgebiete, auch im Yerkehr Zweisprachigkeit 
geherrscht haben, bis sich endlich das Hebräische nur als Sprache 
der Schule und zuletzt — etwa seit dem letzten vorchristlichen 
Jahrhundert — nur noch als Cultussprache behauptete. Dass es 
aber als solche auch im ersten Jahrhundert nach Christus wenig- 
stens in Palästina selbst von dem Volke noch verstanden worden 
ist, lehren Stellen, wie Luk. 4, 17 ff. 

Dass sich die Bekanntschaft mit d«n AramSischen in der nachexiliscbm 
Odonie Jerosalem gleichsam von selbst einstellen mnntei lehrt dn Bück anf 
die Oonfiguration des Gebietes dieser Ck>lonie. Die Nachbarschaft einer axa^ 
■ xaiisoh redenden Bevölkerung erstreckte sich im Norden bis ziemlich nahe an 
die Thore Jerusalems; an einigen Orten waren die neuen jüdischen Ansiedler 
offenbar ganz von aramäiscli redenden Naclibam umgeben. Dazu kam, dass 
die Juden für die meisten Bedürfnisse aui auswärtige Händler angewiesen 
waren, mit wslohen schwwlidi anders, als in der allgemeinen Iiandess{nache 
des ttbrigen Falttstina verkehrt wurde; vergL Neh. 18, 16. 20, nach welchen 
Stellen damals in Jerosalem selbst l^er aniisslg waren, andere Blndler Toa 
auswärts nach der Stadt zu k numen pflegten. Dass in einem Iiandstrich durch- 
gttagige Yertrantheit aller Bewohner mit swei (sogar gans Tersohiedenen) 



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§ 4. VerdränguDg des E.ebr, als Yerkehrsspradie durch das Aram. 5 



Sprachen mögücii sei, läast sich noch, heute in gewissen Gegenden der Schweiz, 
Belgiens (so "bmooAim In BrfiBsel) imd aaderwftrte beobaehten. 

Daw sich aber das YerstftndniBS des Hebräischen anob nachdem endgOMgen 
fliege des Aramäisehen als Umgangssiiniohe noob lange Zeit erbieüfc, dafBr sorgte 

einerseits der Eifer der Gelebrteili «nderseita die Bedentnng des Hebräischen 
als der heiligen Sprache für das ofesamrate Volk. Für ersteren spricht die That- 
sache, dass in das nachbiblische Hebräisch mancherlei zweifellos althebräisches 
Sprachgnt hinübergerettet worden ist, für den anspcliliesslichen Gehi-auch des 
Hebräischen bei der Yorlesuikg des Gesetzes und des Alten Testamentes über- 
haupt spricht die tinstimmige jadlsohe Edition, dass bei der gottesdienst- 
Heben Terwendimg der hl. Bebxilt sehr lange Zeit höchstens nur die mlbidliehe 
yerdobaetBObiuig defselbea ins AxamSisohe gestattet war. Ans letaterer 
würde sieh erklären, dass die Hörer aUmählich anch mit der aramäischen Ge- 
stalt gewisser Theile des göttlichen Wortes vertraut worden, wie dies aus Matth. 
27, 46 und Mark, 15, 34 hervorzugehen scheint (vergl. hierzu auch TfnisSj 
Gesch. der hl. Schriften des A. T., S. 723); aber die Beweiskraft von Stellen, 
wie Luk. 4, 17 fl'., wo sich auch nicht die geringste Andeutung einer zur Vor- 
lesung hinzukommenden Verdohnetschung findet, wird dadurch nicht aufge- 
hoben.' Allerdings scheint in der llfischna die PraxiB einer durchgängigen T«r- 



t Voigl. die sehr beachtenswsrthe Ansfölimng tber diese Frage vmIiwutDtiiit$9di 

in „The Hebrew New Testament of the British and Foreign Bible Society" (Leipxjg 
1883), deren theilweise Mittheilimg (in Uebersetzung) auch nach anderen Seiten interes- 
Biren dürfte. Es heisst da 8. 30 f. : „Einer meiner Freunde lässt nicht ab mit der 
Bitte, ich möchte das N. T. in das aramäische Idiom üHpr^Ptzen. welches in den 
Tagen Cliristi und seiner Apostel in Palästina gesprochen ward, d. u. in die Sprache 
des Tahnnd nnd der Palästinensisehen Tsigttma. Ab«r dieser Wunsch beruht auf 
einer Hhtsiom. Dts HebiSische blieb andi nach dem Exfl die Sprache der jüdischen 
ükcvstar. Ber Eeolesiasttcns des Jesus Siiaeh mr, vie sich ans den Fimgmenten 
im Talmud ergiebt, hebräisch geschrieben. Das Original des 1. Buchs der Makkabäer 
nnd des sogen. Psalters Salomo's war hebräisch. Die Inschriften auf Münzen und 
Grabsteinen, die liturgischen Gebete waren hebräisch; die Gesetze wurden, wie aus 
ihrer Codification in der Mischna erhellt, hebräisch abgefasst. Auch das Buch, in 
welchem Matthäus, wie Papias sagt, die Herrenreden gesammelt hat, war ißpotSt 
StoXixTü) geschrieben. Es ist vafari dass in diesor Zeit ippa'M nnd ^^^^lowcC 
[? vergl. daittber unten § 6, 1, Anm.] nicht genau unterschieden wurden; trotsdem 
ist es gana unwehrsoheinlicb, dass MstthSos anunltiseh schrieb. Dom dw palästinen- 
sisch-aramäische Dialekt, der im Talmud ''p^lb heisst, . . . war die Sprache des tilg* 
heben Lebens, die Vulgärsprache, in welcher das Volk ttnd die Gebildeten zu ver- 
kehren und Streitfira<Ten zu verhandeln pflegten; aber r; ißpot« oidXexTOC, in welcher 
Paulus Act. 26, 14 von dem erhöhten Heiland angeredet wird [vergl. u. S. 20] und 
in welcher er sich selbst Act. 21, 40. 22, 2 an das Volk Jerusalems wendet [vergl. 
u. S. 19], war die heilige Sprache, die Sprache des Tenpelcnltas, des synagogalen 
• und hünsliidien Gebets, aller Begensformeln, sowie der QesetiesÜberlieferung. Nieht 
iqlnder sind auch die Parabeln, die Tfaierfiibeln, die IjeicbenlclAgBn in den Talmnden 
md TXTMwrttthi'i« gtSsstentheOs hebriiseb. Die heilige Sprache fShoA iad, die Sprache 
der höheren Bede weise zu sein; selbst die Volkssprüchwörter waren nur zum Theü 
aramäisch. "Wenn Josephus in der Vorrede au seinem Werke über den jüdischen 



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6 



EinleituQg. 



dolmetsohung des GelMenen TomusgeMtst wa trarden, wenn MegiU» 4, 4 
beitimxnt wird, dass der Tonivorleser dem Metaigeman nicht mehr all einen 
Vers vorlesen dürfe, während bei der Frophetenvorlesnng drei gestattet seien 
(vergl. auch 4, 6 über Vorlesung und Dolmetschung Oespfzes durch Minder- 
jährige, und 4, 10 über die Stucke, welche zwar vorgelesen, aber nicht über- 
setzt werden dürieu;. Aber eine andere Frage ist es, ob diese Praxis bereits 
zur SSeit Jesu beetaadtti bat. Ein» afcbera Xntieliaidnng Hesse siob nur dann 
fiUen, wenn wir über das Wesen der hier gemeinten j^Yeise" (b'vpiiDB) und die 
Zeit ihrer SinfvUming genauer untMiiehtet wären. Ebensowenig kann aus der 
vom Talmud behaupteten Existenz eines sebiifUildien Hiobtar^nns um die 
Mitte des I.Jahrhunderts und noch älterer Targume zu Esther und den Psalmen 
mit Ztmz (gottesdienstliche Vorträge der Juden, 8. 61 f.) gefolgert v.-erden, 
dass damals auch das Toratargum bereits aufgezeichnet war. Veigi. inerzu 
Bleek'WelUl. Einleitung im A. Test., S. ti06 und das Citat daselbst aus dem 
jerusaL Talmud, in wetohon das Voiles«a der Yerdolmetsdiung aus ^em 
Buch als unanllterig beieiebnet wird. — lieber die (seltenen) Gebete in aram. 
BiHcaehe» wie z. B. das sog. QaddtS, ursprünglich „8chlus«gebet nach haggadi- 
schen Yortri(gen im Tcauerhause", ret^ DdÜBBch, Gesoh* der jüd. Poesie, 
8. 136, Note. 

§ 5- 

Die Ueberreste des westanun&igoheii Dialekts. 

Ob jemals eine heidnisdie Profanliteratur in westaramäischer 

(oder überhaupt in aramäischer) Sprache existirt habe,' muss da- 
hingestellt bleiben. Die noch erhalteneu Ueberreste des Westara- 
mäischen gehören in der Hauptsache dem Bereich der jüdischen 
(resp. samaritanischen) religiösen Schrit'tstellerei an. Und zwar 
gehören hierher: 

1. Die aramäischen Stücke des alten Testaments (vergL o. § 1 
und u. § 7). 

Ob irjjend eines der mgen. Apokryphen des Alten Testaments ursprünglich 
in westaramtiischer Spracue veifa:^at war, lässt sich zum mindesten nicht be- 
weisen. Wenn Hieronymus (s. die Beiegateiieu in Schür er' 8 Att. „Apokryphen 
des A. Test" in Menog's protesfe. Beal-Bnoykl. l', S. 491 1) die Bücher TMAt 
und Judith chaldaico sermone (d. h. eben westaramSisch) abgeflust nennt und 



Kliflg ssgfci dan seine Erzählung ursprünglich für ssins Tisndslenlie im inneren Asien 
in der gemeinsamen Muttersprache abgefasst war, so meint er damit sichecüch das 
Hebräische, nicht das Aramäische. Kenntnis? des Hebräischen war damals, wie jetzt, 
unter den Gebildet4?n der Nation allgeuieia veil ieiti t. Das Aramäische dage^jen wurde 
ntur von einem kiemen Theü der Diaspora verstanden. . . . 8om^ wäre es ein un- 
ntttass Beginnsn, dss N* T. in das palüstinensisciie Suisi au tbanseCmo, dsr ssmitlsehe 
WinsflMsg dss nentesfamenfliehsn HeUsoismus ist hebrllfeeh, nisht snndUsoh. Unser 
Hflir und ssine .Afoslsl dsehtsn und igwaciheupj grn s mmlhsiTs hsfariiish.* — 

1 Eman (Hiitoire gteMe, 359) UUt sine solche nindsstens ffir wshtsohebUch. 



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§ 5. Die TJeberreste des westaramuisciien Dialekts. 7 

■ie «am dieMm Idiom int Tiatointudha übenetKt hat» m ist damit keineswvgB aos- 
geatthloittti (bta. Judith aogar fut swdfUloii veigl. filsMwvr a. a. 0. 8. 505), 

dass das wirkliche Original beider Texte vielwehr hebräisch, der anmäiflohe 
Text ßomit selbst erst übersetzt war (die neueren Verhandlungen über diese 
Streitfrage, veranlasst durch Ad. Neubauer 8 Herausgabe eines aramäischen 
Textes des Tobiasbuches aus einer Bodlejanischen Handschrift, Oxford 1878, 
8. in meinem Bericht über die aittestamentlichen Studien von 1878 im „Wissen- 
aohafUichen JahrMberieht dar deatscheu KorgonUlad. OeaeUsoh." [Lpz. 1881], 
8* 28; für ein neahehrttiiches Orfgimd de« Tohitbaohee erklärt deh auch Qra$t» 
in 8^en Anfafttsen über „daa Bach Tohiae'* n. s. w. in „Monataeobr. für Geich. 
vu Wissensch. des Judenth.** 1879, p. 145 ff.). — Ebenso können die aramSi- 
schen Sirachsprüche, welche theils als Citate in den Talmuden, theils in eigener 
Zusammenstellung (als sogen, „kleiner birach" oder „Alphabet des Ben Sira" 
in Verbindung mit einem Alphabet hebräischer Sirachsprüche) auf uns gekom- 
men aind, nichts gegen ein hebräisches Original des gviechiseheu Siraohhiiohes 
bewdaen. Vielmehr sind diese Sprüche theils Uebersetanngen der hebräischen 
Vorlage, theils eigene Znthaten eines sp&teren OomialatorB; vergl. DeMhKhf 
zur Gesch. der jüd. Poesie (Lpz. 1836, S. 20 f.), L. DükeSf Babbinische Blumen» 
lese (Lpz. 1844), S. 31 f. und bes. S. 67 ff. (woselbst auch Näheres über die 
Literatur zu diesen Sprüchen); nach dem Text des Paul Fnfjbis (Isny 1542) 
werden hier von Dükes auch 23 aramäische öiraohsprüche (neben 42 hebräi- 
schen) mitgethoilt. 

2. Vereinzelte Wörter und Sätzchen im Neuea Testameat und 
den Schriften des Josephus. 

Die im Neuen Testament gelegentlich mitgetheilten Proben der damaligen 
Verkehrssprache in Palästina würden allein schon genügen, um die Fabeleien 
über das von Jesus und den Aposteln gesprochene Idiom zu widerlegen. Vergl. 
hierüber Reiskef de lingua vernacula Jesu Christi, Jeu. 1670, und besonders 
de Rossi, dissertaaioni della lingua propria di Cristo e degli Ebrei nasionali 
deUa Palestina da tempi de Uaccabd in disamina del sentimento di un recente 
sorittore Italiano, Parma 1772. 4. Mit letaterem ist gemeint der Neapolitaner 
Domtn. Diodati und sein Buch de Christo Graece loquente (Neap. 1767). — 
Ferner: JE?. F. Pfannkiiche „lieber die palästinische Landessprache in dem Zeit- 
alter Christi und der Apostel, ein Versuch, zum Theil nach de Ros»i entworfen" 
in Eichhorns AUgem. Bibliothek der bibl. Litter, Bd. VlU (1798) 3, S. 365 ff. — 
Jd, Jl. G. Faulus, verosimilia de Judaeis Palaestinensibus, Jesu etiam atque 
apostolis, non aramaiea dialecto sda» sed graeca quoque oramaiBante locntis. 
Jena 1803. — Winer, Gramm, des nentest. Bpraohidioms § 8 (Hebr.'aramfiischee 
Colorit derneutestsm.Djfition; mit vielen Verweisen anf die iItereLiteratDr).~ 
Wrang Delifzach^ „üeberdie palästinische Volkssprache, welche Jesus und seine 
Jünger geredet haben" im Jahrg. l!=*74, No. 27 des „Daheim" (auch in der Zeit- 
schrift ,;8aat auf Hoffnung''' 1874, H. 195 ff.); derselbe, „Traces of the vema- 
cular tongue in the gospels'^ im „Hebrew Student" (Chicago), Nov. 1882, p. 81 f.; 
Dec. p. 104 f.; Sept. 1883, p. 1 f. — Ueber die Matth. 26, 73. Marc. 14, 70 (A«t» 
S, 7) angedentete schlechte Anssprache d«r Galilfter,' dt« sieh namentlich in der 
volligen Ignorirang der Gutturalen insserte, veigl. die talmnd. Belege bei 
BUiMMk Nov. Test., au Matth. 26, 78; JI<M«ek«N, Nov. Test, ez Talmade etc. 



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8 



Jünleitimg. 



illoatratum (Lips. 1736) p. 119. Iiubesondere vwdA der Yorwnrf »ueh in Betreff 

galiläischen AiuspnMshe des Hebräischen erhoben. 

Nachstehend geben wir ein alphabetisches Verzeichniss ^ der im N. Test, 
vorliegenden Proben des palästinischen Aramäisch unter Beifügung der wich- 
tigsten Zeogen, und zwar des Codex Sinaiticus (S), Alexandrinas (A), Yatica- 
nus (B), Ephraemi Syri (C), Oantabrig. (D); WH bedeutet die Lesarten, welche 
fai der krititchen Aiügabe dee N. T. ▼on TMeeit und Bort (London 1881) anf- 
genonuiieii aind, Tiadi, die Lesertea der editio oetaT» critie» v^or Tit^mdorft, 

a) Einselne Appellativa und nomina propria. 

'ApßS (TUe^ dagegen WH ißßd; dasselbe Bohmken beiüglieh der Aecentoa- 
tion des auflUatend«! a des sogen. Status empbatieas findet sich auch 
anderwärts — vergl. u. Y*ßß'x^5, -j-oX^of^a, ji.ajxu)va — obschon eigentlich 
nur der Circumflex berechtigt ist 2 =^ xax 6 Tcarr^p, Marc. 14, 36 al. 

'AxeX6afxa/ (so WH mit B; dagegen Tisch. d^eXöajid^^ mit SA. Doch zeugt 
für ax. gegen a^^ auch das axeXdai|i.a}^ des Codex D und axeX§a{ji.a des 
Ood. St d. L Landianns Oxoniensis; vergL dieselbe IHfferens in der Tran- 
•cription des p unten bei aaßoex^aval *<^SI|79^ nnd bei ^<xa) » 
^(i)p(ov aT(iaTOC Act. l, 19. — Dabei erklärt sich axeX (für axaX) vohi 
einfach ans dem Einfluss des X auf den vorhergehenden Vokal, Sajia für 
öefAa aus der auch anderwärts constatirten Neigung, den Lautwerth des 
S'wäritoliil.e dem folLiPMd- u Vocal zn conformireuj vergl. Oesetiitis- Kautzsch, 
hebr. Üramm. § 10, 1, 2), Anm. und die Literatur in Note 3). — öaji.d)r 
stett 8a)Ui (so Cod. E) erinnert an ^sipa^r = m*iid. Wenn die Griechen hier 
inrklidi eine so starke Aspiration hörten, wamm nicht In ähnlichen F&U«ql? 
Odw soU man an ein Missverstehen der Bchreibnng tfOi, wo nicht 

gar an den Schreibfehler denken ? üeber die Anhängnng Ton x (z. B. 
2apa6ax, Num. 34, 8 ^ m*:!;), anderwärts von 5, 0, \i, v, <t an auslautende 
Vokale in den LXX vergl. Frankel, Vorstudien zu den LXX (Lpz. 1841), 
p. 97 f. 

1 Dieses kritisch gesichtete Vei'zeichniss schien nm so nöthigor, als sich in Betreff 
dieser Wörter bis heute nicht nur in den Commentaren zum N- T., sondern auch in 
der trefflichen Clavis novi test. von W. Qrimm mancherlei Irrthömer und Ungenaoig' 
keiteu fortgeschleppt haben. 

5 Vergl. de Lagarde, gesammelte Abhaadluiigeu (Lpz. 1866), S. a9, Note: „Ich 
Kndre die accente der fremdwjSrter stets nach m^ner «nsioht: auch Ckw. a 18, 22 
mnss man ft-apiv d8a schrsiben oder auf den rühm ein ▼entftndiger mann an sein 
verzicht^^n.'' — Wenn diese Aecentuation hei MSB^ imd in ähnb'c hen Fällen ohne 
Zweifel die wirkliche Betonimg bei Lebzeiten der Sprache wiedergiebt, so giebt es 
doch anderseits zu denken, dass da, wo die vorletzte S>'lbe geschlossen (nicht blos 
geschärft) ist, die Betonung als Parox^i;onon überliefert srhemt, vergl. rdoya, Aldpda; 
auch bei oixepa ist oiieubar ei^eutlich oixpa (i<'^3'Ö) gemeint. Beruhen diese Bei- 
spiele nur auf efaier Anbequemung an die den Griedien und BSmem natOrlicbe 
Bstoaung, oder darf man darans sin Geseta ableiten Betonung dar gesdilossmen 
Paenultima bei ofltaner Ultima), "walelies naohmals von der jüdischen Ueberliefening 
TftUig tgnonrt woiden wäre ? Zu bemerken ist übrigens, dass Jos. Antiq. 3, 7, 1 hn 
Gegensata an OMgem ^avaia« (K^'^i) und 3, 10, a doap8d überlieiert scheint. 



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§ 5. Die Ueberreste dee westaramäischen Dialekts. 9 

Bapaßßac, BapdoXotiaTo;, Ba^nr^jou;, ßapta>v^ Bapvdßa^, Bapaaßßa^, Bap- 
Tt|Aau»c» iSiiimtlioh nomiiia pro|«ia sqaaiameDg«B9tKt mit *14 fiallifi* 

BeeCsß<»&X («o WB. MatOi. 10, 26. IS, 24. Macc 8, 22. Lna IV 1«. 18 f. mit 
8 B während AOD ßCartt* 3, 22 aneli B] das TOn Tkdt, anfgenomm^e 

BseXCeßouX bieten; die Unterdrücicung dee X in der vulgären Aussprache 
irftre indesa kaum auffallend) = Vd| (nicht V^a, wie auch Orimm hat). 
Nim ist allerdings nicht = nenhebr. J/isf, sondern nur in der Be- 
deutung Wolmunff zu belegen. Trotzdem aber ist die Deutung des BeeXI^. 
als „Herr der Wohnutiff oder des Reichs'* (so z. B. Meyer zu 3Iattli. 10, 25, 
der eine Bestätigung dieser müssigen Benennung in dem vorangehMiden 
olxo$e9itÖTY)c findet) su verwerfen. Vielmehr iet ubÜt aieher eine Um- 
lautnng voa t^Üb (veigt. M) ^9 2 Eön. 1, 2 aL), wenn achon bei dieser 
Umlautung nicht blos die Kücksicht auf die Bequemlichkeit der Aassprache 
(so Baudissin, Art. „Beelzebub" in Herzogs PEE'), sondern auch der Ge- 
danke an Mist, b^ay das Düngen (aber auch das Darbringen von 
Odtzenopffrn!) mitgewirkt Imben mag. 

ßljOeJÖd (nchti?<^T wäre nacli dem zu dßSa bemerkten — oa) = K^CfJ H'^a, 
Harn der Gnade, i.st Job. 5, 2 die LA von AC; für X'jCh (statt des sonst 
üblichen K-it^) brauchte mau sich nicht auf syr. chesdä 7,\x berufen: es 
genügt die Verweieimg auf bibL-aram. Ki9^n 2Vv«m. Dagegen baben JXidh, 
und WH naeh Ood. Sin. ßijdCadd CWH am Band zo^eich j^Tjdvatda naoh 
B) anlgenommoi. Im Appendix p. 76 aprechen WH ihre Mfiwiwitg dahin 
ana, das.s beide LA (von B nnd B) vielleicht nnr aidileohte Modificationen 
desselben Namens seien, dessen correcte Form wohl prj&Caiöa [Hn*^? IT^J 
Oiivefihaufi] wäre; doch sei auch ßr^Ojctt^i = tn-^ n"»» (vexgL den Orte* 
namen Job. 1, 45) Ort der FiscJherei nicht unmöglich. 

|loav7jp7e<; (so Tisch, und WH mit SABC) wird Marc, 3, 17 durch olol ßpovr^; 
erklärt. J)as Wort bietet jedoch mehrfaclie Schwierigkeit. Dass ßoavTj un- 
reine Aussprache für sei, welches die ungebildeten Oaliläer für 
gesprochen h&tten (so a. B. Brt^Bdmeiäer in seinem Leileon novi testa^ 
menti), ist fone monstrOse Annahme; nioht yUü besser aber steht es xnit 
der Behauptung, die lAghtfütit unter Bemfiing tiatBronghltian in Onra geaetat 
hat (Horac hebr. an Marc. 3, 17), die Juden hätten allezeit das S"wä wie 
oa gc«pr (hrn^ 7. B. noabhf/im für C^iSf^a: daher auch Straho Moacrao^t 
für Masada [X'i:!«''] ^rb reibe. Ebenso wenig aber ist ttai) Donner, sondern 
eine lärmen(\€ Volksmenge nnä auch aram. üüa") und ist Ramchen, 

Lärm, nicht Donner. In sofern hat Hkron, Becht, wenn er für die Be- 
deutung „DonnersObne** Benereem (pT) "«la, gewohnUeh allerdhigs D^t) 
fordert, Eine andere I*rage abw ist es, ob JEßero». deshalb (au Dan. 1, B) 
behaupten durfte: „non ut plezique putant Boanesges, aed emendatius 
legitur Benereem'^ aumal er selbst zu Matth. 10, 4 den Namen boanerges 
„ex firmitate et magnitudine fidei" erklärt.*) Mir scheint nach alledem das 
wahrscheinlichste, dass nicht "is";, sondern vielmehr ts'n (T"^3i"i) Zorn, zorniger 
Ungestüm in dem Worte steckt, und es wäre denkbar, dass eben dies durch 



1 Hat Hieran, dabei vidleicht gar an ivcp7^$ gedacht? Man kann bei ihm vieles 
für möglich halten 1 



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10 



olol ßpovrSjc onggedrückt werden sollte. Oder soll man mit D^igeek (ßuA 
auf Hoffiinng 1874k &• '^^8) irgendeinen beMmderenProviaoiaUiDnttaoiieluiienf 

7aßp«fta {Tisch.; WH YaßßaOi, vergl. o. zu dßßa) Joh. 19, 13 = Änaa (stat. 
emph. zn Anhöhe, welches fem. zu 31). Ueber die Transoxipffeioii des 

B'^wä durch a vergl. o. axeX^otjxi)^. 

7oXYoi>d (so Tt«cÄ.j WH yoX'/oÖol) mit SABD Matth. 27, 33; zu der Elision 
des / vergl. o. unter ßeeX^eßouX ; nach Levi/, neuhebr. und chald. Wörter- 
buch wäre sonst die Aussprache KRb^^^ als stat. emphat. von K^&V^ üblich 
gewesen. Im syrischen gäguUä ist das erste / elidirt und durch Delmitiig 
des Yocals compensirt. 

e(p(pa&(i (WH und TisßA.) Kare 7, 31 mit den besten Zeugen (B^D et^fei^ac, 
velebes auf rtrjl(P» deuten würde) >» MCi|i;i$ öffine «litfA/ Allerdings Icönnte 
daa Pathaeh unter D eine Gonformirung des S'wä an den folgenden Yocal 
(s. o. bei axeX^afi.'zy) und die Form somit Ethp^'el sein; aber für EÜqm'al 
spricht, dass diese Form überhaupt als Passiv zu hrtß gebräuchlich ist, und 
nicht minder, dass der Targum Jes. 42, 7 das Oeffiien der Augen durch 
Pctil ausdrückt. In Betreff des d für dagessirtes n vergL 70X70 da. — Da 
sich ftbrigens äiwat Imperativ eigentlicli nur auf die Ohren beliehen kann, 
so ist SU ftagen, ob nicht uisprüngUch Wi^jQI^ (mit Unterdr&ehung des 
unbetonten Endvocalsnach syrischer Weise; Tgl. unten xouffc in l[sro»5t41) 
gemeint ist. 

xr)(pac Joh. 1, 48 aL tt^^« stat» emphat, zu tp3 Fek» 

XcifKuv Marc. 5, 9 mit SBCD, das lateinische i^iOf aber wohl Ott durdi Yer- 

mitteluug des furam. ^i"*^^. 
(jiBfKov'J (so Tisch.; WH [lafitovst, s. o. zu dßßa) = KJlan, stat. emph. von 

■jioö. Die Etymologie ist unsicher; denn die Schreibung i<3'"OMp (so Grimm) 
beruht auf der sehr zweifelhaften Auieitmig vou (— Gegenstand des 
Vertrauens). Der von Lev^ angenommene Stamm ym (= '^3^, rua zutheilen) 
exiatirt nicht. 

Mdipd« (Tcrgl. zur Betonung die Hote unter dßßoO Luc. 10, 38 al« » »rrra die 
Merrm, stat. emphat. yon vsy^ dem 7emin. au Herr. 

(AStfaCac Joh. 1, 42 aL » stat. emphat von tTB^ getaüt (hehr. ^T^h 

au der Transcription erinnert SfSIddee an Izaatd für 

itdwx« C^«^* <t>v Betonung die Kote u. Äßßa) Miatth. 26, 2 al. » V&iop stat. 
emphat. von welches dem hebr. h&fi entsprechen würde; die jüdische 
TJeberheferung dagegen fordert HlTÖE, welchem auch syr. peschä entspricht. 

faßßouvi (fo Tisch. Marc. 10, 51 und Joli. ?0, 16 mit SAG; dagegen WH paß- 
ßouvei mit B; weit sohlerhtor bezeugt ist die LA ^aßßovi', obschon Joh. 
20, 16 auch D paßßujvei bietet; mein Herr. Die Vocalisation ist befremd- 
lich, denn die sonstige üeberlieferung kennt nur die Formen 'J^'^ und 
Ist ^aßßottvC aiaxib. ein gaUIÜicher FrovinaialismusT 

^axa (so WH Matth. 5, 22 mit 8^ B, dagegen Xtgeh. ^cz^^ mit 8^ D; verg^ über 
dieses Schwanken hu der Transoription des p cbok bei axeX$a)Mi^; nach 
dem au äffS Beoaoerkten wttre flhrigens ^axd su accentniren)* Das Wort 
ist nicht Stat. emphat. yon p"^*;), sondern Abkürzung von vacuus, wie 
t^ttit (nomen propr*) von ')^n'i\ I>ie Vocalisation ist wiederum beficemdlieh. 



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§ 5. Die üeberreste des westaramäischen Dialekts. 



11 



vatavac Matth« 4, 10 al. = Vüx^t atat. emph. von die von <3i*hiiiii als 
textos receptOB 3 Cor, 12, 7 wi^atammm Eom tfatoEv iit nur dnroh 

» bezengt. 

oixepa (vergl. zur Betonung u. aßßa) Luc. 1, 15 ~ K'is^ä, stat. emphat. eines 
vorauszusetzenden "»Sü (nicht aber direkt für hebr. "iSü wie Grimm angiebt). 

xx^j£.ida (riclitiger wäre wieder —Od) so WH Act. 9,38 mit BC, dagegen Tisch. 
Tapii^Ä mit 8A (vergl. über das Behvanken zwitehen { und et o. bei ^aßßouvi) 
= Mtj'jaQ stat emphat. zn 8opxdc (vergl. hebr. *«^). Dass man für 
taU^'^Üa mit Auf lönrng^ des Conaonanten Jod geradeza ta&Attta Sprech, 
resp. für das griechische Ohr zu sprechen schien, ist nicht unwahrschein- 
licli; dagegen wäre die Form i<r"^3L% mit welcher Qrimm Tttßtdtt identiflcirti 
vielmehr syrisch (vergl. u. bei TaXiÖa).* 

Als ein Gharakteristioum der damaligen Volkssprache erwähnen wir noch 
die starken Verkürzungen mancher Namen, wie Jose für Joseph, TMzaros 
(iTjV) für '"I^^JJ^, "^PpQ (woraus Matihaio8, Matthäus) für n^fi^, Salome lür n'^abö 
u. a.i vergl. J>^iti9^ a. a. O. 8. 206 f. 

h) aramftisohe Sätze. 

Matth. 27, 46 dtirt Jesus PS. 32» 2 nach WH '£X(uC| (so S, dagegen B 

iXtaeif A 7]Xt, D r^kei, daher Tisch. ^Xet) Xefia (SB; richtiger wäre fibiigens 
wieder X£|J.d) c;aßa-/9av£( (SÄ; B hat aa^ctXTGtvst, vergl. oben zu axsX5. 
imd ^axä); wie oben auch TiScÄ., abgesehen von »jXe'!. Dies wäre also 'X "^ribn 
''jnpa^ 6^73^, wobei freilich das hebräische "^f^V» (statt aram. •'^'^i?) vor den 
gut aram. Worten sehr auffällig ist, da sich sonst die Aussprache des 
ä vrie d nicht beweisen ISsst; zn aap. lUr vergl. o. nnter aiuX6a(j.a^. 
Hehiftisch gieht das Oitat von den ältesten üncialcodices nmr D: yjXsi, 
vjXet, Xa(ta Ca<f davei (= '•IQa);^). Die LA ist von WH am Bande auljeenommen 
und wird im Appendix p. 21 als „western" (gr. lat.) betelehnet; wahr- 
scheinlich sei es ein Versuch, das hebräische als vesaobieden YOn den aram. 
Formen zu repmdnriren. In der Parallelstelle 
Marc, 15, 34 bieten SAüC eXdn (daher WH eXtot, Tisch, kkuji), dann SC XejAa 
(so anch Tiaeh., dagegen WH mit BD Xa|xa, obschou dieses aramäisch « 
»9^ nUMa vräre); endlich aaßa^ftotvef (so WH imd Titi^) mit 8*0; 
vaßaxTSvet, wie im Matthäus, dagegen D wieder («f ftavet, welches aueh 
in die contorte LA von B (J^aßa^Öavei) mit hineingerathen ist. 
Nach diesem Befund scheint die älteste Ueberlieferung die, dass der Vers von 
Jesus aramäisch, imd zwar mit an der Spitze, citirt wurde; füreXtoi spricht 
übrigens gerade der Umstand, da.s^ f s zu dein daran geknüpften Wortspiel mit Elias 
weit weniger stimmt, als r^K^ oder r^h^t. De Lagarde GGA 1882, 8. 329 findet in dem 
Ganzen einen Beweis fOr frühzeitige systonatinshe Correetnren im nentest. Text. 



Marc. 5, 41: xaXtda (richtiger wäre abermals —Od, so wie nachher xo^fx) Tisch, 
mit SAG (WH ToXti^A mit B) XOt&n (so WH imd gVse*. mit SBC; dagegen 

1 Imjß sehreibt im neahebr. WB KH'^IO und erklärt dies aus arab. sabbijjat 
Magd, pneUa (!), dabei eitirt er mushträglich FUigek^, der die Sache bereits in ehier 
Anmei^g zn ehaM. WB. über die Targuuim 436) ricfattg gestellt hatten 

mft dar Fonnel „nach FfaMar wäre u. a. w.<<l 



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12 Einleitung. 

AD xoottt). ~ ToXiM ist Jedoch -wiedranmi iiioht (veigL oben b«i T«ptAa) 

= «n"»^^ (so Orimm), welches viehnehr ijiiwh wäre, noch ^s eniger = 
8<ri''bo (Meyer), sondern eig. xn'^Via, fem. zu K^^ü juvenis. — Die best- 
bezeujüfte Lesart xüu[x deutet auf ünterdrüdLong des unbetonten Endvocals 

in der Aussprache, wie im Syrischen. 

1 Cor. 16, 22: jiapotv d&d (besser d&ö, vergl. o. zu Ä33a) "WH und Tisch, nach 
allen alten Zeugen: unser Herr kommtf d. i. nicht nnx xana {Grimrn)^ so 
daw die heiden a fai der seriptio continua ({xapavada) gmampieageflowon 
wSven, mndetn wabneheinlich wie die Vorm such im Sjndsohen 

lautet; dabei iat nicht ausgeschlosieni dasi man in Wahrheit vefm tchiieb 
(Tergl. bibl.-aram. MI-^; TieUeioht richtiger tt}-T*X ^ onbetoiLtea End- 
vooal aber in der Aunpraohe unterdrückte. 

TTeber die Spuren des Av-estaramäischen Dialekts bei Josephm vergl. B* de 
Itossi a. a. 0. p. 55 ff. ; Ffannkuche a. a. 0. p. 459 ff. (beide der Sichtung be- 

dürftifr); BleeJc, Einl. ins A. Test., 3. Aufl. S, 54f. — Upb^r den Einfluss, welchen 
das Westaramäische auf Josephus hei der Benutzung «ies A. lest, ausübte, ent- 
hält einiges ein Aufsatz iu Joh. J)av. Michaelis oriental. und exeget. Biblio* 
theh V (1773), p. «21 ff. 

3. Die sogenannten Targumim oder Verdolmetschungen des 
Alten Testaments. Die wichtigsten derselben sind: Das dem Onkeios 
zugeschriebene Targnm zum Pentateuch und das nach Jonathan ben 
üzziel benannte Targum zu den Propheten. Ausserdem existiren 
noch zwei Targume zum Pentateuch, Jernsohalmi I oder Targum 
des Pseudo-Z^wiaf^im und Jerusohalmi II genannt; letzteres ist nur 
in Bruchstücken erhalten oder Ton Haus aus nur eine Sammlung 
von einzelnen Glossen zu einem älteren Targum, Ton welchem uns 
noch eine Umarbeitung im Pseudctfanathan Yorliegt (so Geiger, Ur- 
schrift und Uebersetzungen der Bibel, Breslau 1857, S. 455). Auch 
zu den Hagiographa (ausser Ezra, Nehemiai Daniel) giebt es Tar- 
gume Ton Terschiedenen, z. Th. sehr späten, Händen. Zu den 
älteren Targumen (Onkeios^ Jonathan) mag der Grund noch im 
letzten vorchristlichen Jahrhundert gelegt worden sein, indem man 
bei der Schriftvorlesung in den Synagogen einzelne nicht mehr ver- 
standene Wörter und Wendungen (s. o. S. 5 f.) durch sogen. o'^:T25'^ric 
oder Dolmetscher mündlich interpretiren Hess. Doch hat der i'ru- 
cess der schriftlichen Fixirung und der immer weiteren Ausdeh- 
nung dieser Interpretationen auf ganze Bücher Jahrhunderte hin- 
durch gedauert und ist wohl erst im 4. Jalirhundert n.Chr. in den 
babylonischen Judenschulen zu einem relativen Abschluss gelangt. 
Dagegen fällt die Schlussredaction des Pseudojonathan früliestens 
in das 7. Jahrh., andere Targume noch später. Von dem Besitz 
eines kritisch gesichteten . Gonsonantentexta der Targume, ge- 



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g 5. Die üeberresie des weetaramiieelieii Dialekts» 



13 



schweige dem einer einbeitlichen und einigermassen plausiblen 
Yocalisation, sind wir noch heute weit entfernt. 

Veaig^. ober die Targam« überhaupt die Sinleitiuigen im A. Test., besonders 

Neek-Wenhauten, p. 287 ff. und Strack in Zddder^a Handbuch der tbeoL 
Wissenschaften I, 172ff. (mit reichhaltigen und sorg^fältigen Literatumacli- 
weisen); forner Volck, Art. „Thargnmira" in Herzog's PKE> 18rt2 Bfl. XV; 
Th. Nöldeke, die alttestam. Literatur (Lpz. 1868), S. 255 ff.; Schürer, neuit ^'am. 
Zeitgeschichte (Lpz. 1874), B. 47a/l. , gleichfalls mit reichhaltigen LiteiaLur- 
augahen; Webtr, System der altsynagogalen paläetiniiehen Theologie (Lpz. 
1880), p. XI— XLC Eine Uebersiclit über die Targamanagsben bietet aneli 
Bttemuumt porta ehaldaiea, ed. n (Berl. 1872), p. 82flC 3Bk»oliten8wirthe 
„Bemerkungen über die Yocalisation dw Targume" giebt Merx in den Ab- 
handlangen des Berliner Orientalistencongresses I, ! 42 ff. 

4. Einzelne Aussprüche der Hischna, die Gemaren des sogen. 
Jerusalemischen Talmud und Tereinzelte Spuren im Babylonischen 
Talmud und den Midraschim. 

Zur Qrientirang übesr Uiacbna mid Talmnde im AUgemMnen verweiMn wir 
liier nnr anf die treffliche Uebersioht in SMrer'B Nenteatam. Ztttgeaelumhte, 
8.87ft — Im babylonischen Talmud nähert sich besonders d«r Traotat iVetfarifM^ 

in gewissen Eigenthümlichkeiten auch der Tractat Nazir, dem westaramäischen 
Idiom; vergl. Luzzatto, Gramm, der bibl.-cliald. Sprache und de.s Idiom.«t des 
Thalmud Babli (deutsch von Krüger, Bresl. 1873), S. 54. — Aus der Midrasch- 
literatur gehört hierher die bereits in der Misclma. citirte Megiüath Taanith 
oder das Fastenbuch: vergl. Schürer a. a. O. 8. 54; Strack, Art. „Midraach" 
in Herzogs 3PBE> Bd.IX, 759; Brom, „Entstehung und "Werth der Meg. Taanith' 
in der Uonatsschr. f. Gesch. und Wissensch, des Jndenth. 1878 , 8. 375 ff., 
410ff., 445ff. 

5. Das samaritanische Targum zum Pentateuch. Dasselbe ist 
wohl in den ersten Jahrhunderten nach Christo YCrfasst, doch mag 
sich die Schlusaredaction, soweit überhaupt von einer solchen die 
Bede sein kann, bis ins 5. oder 6. Jahrh. verzögert haben. Ausser- 
dem haben sich von dorn samaritanischeu Aramüisch nur spärliche 
Keste in Liturgien und Liedern erlialtcn. 

Diese aram. TTp}>ersetzung des Pentateuch ist nicht zu verwechseln mit 
der samaritauisühen liecension des hebräischen Pentateuch. Zur liiteratur 
über den samavit. Targum und den sprachlichen Charakter desselben verg^. 
JTaiiAraeft, Art. „Samaxitaner*' in Herzog's PBE2, Bd. zm (1884), bes. 8. 848ff. 
— Anoh an dieser Stelle möge naclidrüeUich dann erinnert sein, dass jede 
fieortheilung des samarit-aram, Dialekts, welche sich auf die bisherigen Aus- 
gaben des Targums stützt, nothwendig in die schwersten Irrthümer verfallen 
muss. Dies gilt leider auch von dem ko5?tspieligen Pentateuchus Samaritanus 
von H. Fetet-matoi (Paso. I. Genesis, Berui. 1872; II. Exodus 1882; III. Leviticus 
1883, letzterer edirt von C. VoUers), nachdem Kohn („Zur Sprache, Litteratur 
und Dogmatik der Samaritaner", S. 103 Ö'. und 2Cujft.) überzeugend dargebhan, 
dasB die ftbliehe Annahme tigenth^icher (sogen. „knthSischer**) Vmaehi nnd 



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14 



Eilildiiing. 



W&rtar im flanunitauimhai AramüMili lediglich auf dar guw tuglanlillolMii 

Corrapfaon der Targumbandsolirifteil bercdit; von dem ursprünglicben Targtun 
besitzen wir nach Kohn vielleiclit nur noch wenige Fragmente (einen verhält- 
nissmässig reineren Text bieten nur die von Kohn a. a. O. S. 215ff. edirten 
Petersbarger Fragmente, sowie die Fr^^^ents of a Sarnnrican Targum, welche 
Nutt London 1874 aus einem Codex der Bibliotb. Bodlejanar^und einem solchen 
der Cambridger Stadfbibliothek herausgab, endlich die von Kohn a. a. O. 8. Iff. 
ans einem Codex .FVwur iMIteA'« edirte „Feasach-Haggadah")* ]>ai umprong- 
liebe Samatitanisch ist — 'vieUeioht abgesehen von einer etwas stärkeren B^« 
mischung von Ilebraismen, sowie von griechischen und lateinischen Wörtern — 
mit dem uns anderweit bekannten palästinenuschen Aramäisch so gut, wie 
identisch. 

6. Die aramäischen Schriftreste auf Stein und Papyrus, welche 
— wenigstens ihrer überwiegenden Mehrzahl nach — von Juden 
in Aegypten herrühren. 

Yergl, Gesenius, scriptnrae Hnguaeque Phoeniciae monumenta I, 226 flF.; 
III, tab. 4 (Alphabeth) nnd tab. 29—33. Ueber den Schriftcharakter vergl. 
Euting auf der grossen Schrifttafel zu Chrohon's Corpus inscriptionum Hebrai- 
carum (Petersb. 1882) Col. 10—16, nach Inschriften von 482 — ca. 100 a. Chr. 
— Die wiehtigeten Mommente dieaer Art idnd neuerdings publicirt von der 
Fa]a«ogiaphical Society, odeiit. eer. und swar: Part, n, Tafel XZY nnd XXVI, 
Bapjros CTI de« btit. Mneenin (ana dw froher dem Herzog von Blaeaa söge- 
hörigen Collection) mit einer Beschreibung von Wright und Nöldeke und. der 
Literatur bis 1877. Nach den Genannten stammt dieses Document ans der 
letzten Ptolemäcr- oder der früheren Römerzeit, entweder von einem licidnischen 
Aramäer oder (was wahrscheinlicher) von einem ägyptischeu Juden als eine 
Art Haggada za £xod. I. Das Aramäische ist atark versetzt mit phönizisch 
und hebrÜMh* — Pemer Part. Y, TafM TiXTTT| die 1877 in Sakkara gefundene, 
jetat im königliehen ICnaenm an Berlin b^ndliehe Btele» welche eine Xdbation 
TOT Oeiris danrtellt und eine l^üngoe (ftgyptiaoh-Bnm&ische) Inschrift tr8gt| 
datirt ans dem 4. Jahr des Xerxes (482 v. Chr.); vergl. Lepsius, über eine 
ägyptisch-aram. Btele, Ztschr. für ägypt. Sprache nnd Alterthumskunde XV 
(1877), p. 127 ff.; Laiith, ägypU-aram. Inschriften, Sitzungsber. der Münchner 
Akad. 1878. I, philos.-histor. Cl. II, p.97flf. und 148; Fraetorius, ZDMOXXXV, 
442 ff. — Tafel LXIV : der berühmte Stein mit Tierzeüiger Inschrift, welcher jetzt 
im Moaenm sa Oarpentraa in Südflraaknich aufbewahrt wird imd ftber der In- 
eohxift die Mumie einet Weibei, über dieier eine Anbetong vor CMria damleOt. 
Kaeh Xiepsius n. a. stammt der Stein aus der Ptolemäerzeit; nach Clertnont' 
Oanneau (s. u.) gehören diese ägyptlsch-aram. Denkmäler in die Zeit der 
persischen Herrschaft über Aegypten, d. i. 527 — 405 oder '^40 — 332, in welclier 
Zeit das Aramäische die officielle Sprache in Aegypten gewesen sei. Die auf 
dem Steine genannte Taua sei die Tochter eines persischen Beamten und ge- 
bomen Aramtten» der «ine Aegypterin geheirathet hatte. [Allerdinge harten 
dann Hebtalsmeii, wie Xäf^ nnd *<l7}p no«h der Srklirang]. Die Dieciuaion über 
den Stein wurde nenerdings wieder lebhaft, aelt MIoMmoNJi (2DU0 XXXn, 
187 ff. und 767 f.; XXXni, 252 ff ) ^Vlptrum und Beim auf derselben zu dnden 
giflanbt hatte; vergl. Battvy ibid. XXXU, 2061; de Lagarde, Kachriohten der 



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§ 5. Die Ueberreste des westaramäischen Dialekts. 15 

Gött. gel. Ges. 1878, p. 357 ff. (auch SyuuuicU II, ööff. und 7 9 f.). Von ander* 
-weitigen Dooumenten erw&hnen wir noch die Iniohrift auf einer Vaee dee 
Serapenm'fli jetst im Loavre (vevgL Xei^ ZDM0 ZI, 65 IT.; J£v» ibid. XXII, 
693ff. PraetoriM ZDMO ZXXY, 442; CSermont' ChmneoM, Bey. Grit 1883, 
Ko.21, p.415ff.)i zn den itgyptiach-aram. Inschriften überhaapt vergl. Clermoni' 
Oanneau, origine perse dos monumeTits arameens d'Hg\'pte, Bfiv, arch4olog« 
Bd. 36, p. 93 ff. und 37, p. 'üfL (auch separat Paris 1880). 

NiclitjüdisGlien Ursprungs sind: 

7. Die in den Ruinen von Tadmor (Palmyra) gefundenen grossen- 
theils bilinguen (aram.-gnecMschen) Palmyrenischen In- 
schrit ten. 

Facsimiles dieser Inschriften gab zuerst M. Wood, the rnins of Palmyra 
(London 1753^ s, die ältere Literatur bei de Wette- Schräder, £inl. ins A. Test., 
pw 79); in neuerer Zeit: Levy ZDMG XY, 615 ff. und XYIU, 65 fit., woselbst 19 
aas den Jahren 896—578 der selencidisohen Aera (85—267 n. Ohr.) datirte In> 
sdhiiften mitgetholt sind; Nachtrag dasn ibid. Bd. XIX, 314 und XXHL, 282 ff.; 
ferner in des Grafim de Yogü^ Syrie centrale (Paris 1868 ff.), sowie im Eztndt 5 
des Jonmel asiat. 1883; vor allem aber yott EuHng im Corpus inscriptionum 
Semiticamm II, Taf. 17—28 (Insc^.nfVpn von 9 a. Clir. 270 p. Chr.)- Blau 
ZDMG XXVIII, 73 ff, (über ein palüM . Kelief mit Inschrift) ; Mordfmann, Neue 
Beiträge zur Kunde Palmyras in den Sitzungsber. der pbilol. und hi.stor. Glasse 
der Münchener Akad. 1875, Bd. II, Suppl.-Heft III, 1— 88j Ed. SacIiaUt palmyr. 
Insohriflen, ZDHG XXXY, 728 ff., Bemerkungen daiu Ton NSlädtt XZXVl, 
664 ff. iknderes s. bei .Eh<wi^ im Jahresber. der JÜHLOe 1878, p. 63 mid in 
Soeben*« Bericht für 1880, ibid. p. 154. lieber den sprachlichen Charakter 
dieser Inschriften vergl. Jfcnr ZDMG XXII, 074 ff. und bes. Nöldeke ibid. XXIV, 
85 ff.; Sachau ibid. XXX VIT, 562 (ohne Notiznahme von Nöldeke^s Vorarbeit). — 
Ihrem Inhalte nach sind es theils heidniscbe Weiheinscbriften, theils Inschriften 
zu Ehren verdienter Persönlichkeiten, theils Grabschriften. 

8. Die zahlreichen Inschriften und Münzen der Nabatäer auf 

der Sinaihalbinsel, in Idumäa, dem Hanran und anderwärts, aus 

dem letzten Jahrhundert vor und dem ersten Jahrh. nach Christus. 

Verfahrt durch die aahbeichen arabischen Hamen, welche in diesen In- 
schriften vorkommen, ]iat man die letstaren lange Zelt selbst fOr arabiMhe 
gehalten. So bes. Tuch ZDMG II, 395 ff.; m, 129 ff. nnd so noch Mttcher, 
Ausführl. Lehrb. der Urhr. Sprache I, S. 6, wo diese Inschriften für nordwest- 
arabisch erklärt wurden (richtig gestellt von Mühlau im Nachtrag S. 644, wo- 
selbst auch die ältere Literatur). Ein riebt loreres Urtlieil über diese Frage be- 
gründeten Levi/, ZDMG XIV, 363ff.} XVH, 82tr.} XViil, 630; XXII, 261 ff.; 
ZZm, 435ff. nnd 652ff.; ZXT, 429ff. nnd 608; XXVII, 133; femer Blau ibid. 
ZVI, 331 ff., Jleier ibid. XVH, 575 ff., gaas hesondeit ansh NmOte iUd. XYU, 
703 ff. nnd XIX, 687 ff., sowie de Vcgüi in der Beyne areh6ol. 1864, p. 2§4ff. 
(Inschriften ans dem Hauran); der 8. in den MÖlanges d*aroh6ol. Orient., p. 149 ff, 
und Appendice p. 21 ff. (Münzen nabat. Könige von 95 a,— 104 p. Chr.; vergl. 
über zwei solche aus Petra auch ds Samlcjf in den JC^. de Kmnism. 1878, 193 £) 



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16 



Emlettimg. 



imdinSjrie centrale (1868), p. 89 ff., endlich Euting im Corpus inBcriptiornia 
semitieamm II (Paris 1883), tab. 29—35; und auf Tafel L&Y Ton Pari. Y d«r 

Orient. Ser. der Palaeograph. Society. 

9. Umfänglichere Reste des westaram. Dialekts und zwar gleich- 
falls nichtjüdischen Urapnings liegen endlich vor in einer Ueber- 
setzung der Bibel, welche sich in einer 1030 n. Chr. ToUendeten 
Eyangelienhandschrift des Yatican, sowie (in Yerbindxmg mit an* 
deren Fragmenten religiösen Inhalts) in Londoner und Petersburger 
Handschriften erhalten hat. 

Der Text der vatieanisclien Handadurift^ welche ea. s/, der Evaagelien um- 
fasst, wurde edirt von F. Miniscalchi Erizzo, 2 tomi, Verona 1861 und 64,- 
VergL über den „christlich -palästinischen" Dialekt dieser Version Nöldeke^ 
ZDMG XXII, 443 fr.; na- h ihm ist die üebersetzung zwischen dem 3. — 6. Jahrh. 
n. Chr. und zwar wahrsciieiniich auf dem Boden von Judäa entstanden (die in 
den Beischriften des vatican. Codex erwähnten Lücalitäten sucht Blau ibid. 
XZm, 266 fll In dar alten Deoapolie naohmweiseii). — Aadefweitige IVagmente 
dieser Yenioii (meiat Palimpeeste) befinden sich za London nnd Peterabnrg; 
letatere vnrden ytm Tiaekendorf auf aeiner cw^ken and dritten Beiae (59 und 
70 Blätter) gesammelt» Alle diese Fragnumte (anaaer dem vaticanifichen Codex) 
neb^t Fragmenten von Heiligenbiographien , Hymnen etc. edirte Land als 
„fragujenta syropalaestina" in Tom. IV seiner Anecdota S3'riaca (Lugd. Bat. 
Iä7ü) und zwar Fragmente aus den Psalmen (welche, wie schon die Bezifferung 
lehrt, aus den LXX übersetzt sind), aus den Londoner und Petersburger Evan- 
geUarien (von denen das Londoner aaoli Land einm iltcrai melkitiachen Bitoa 
xeigt» ala der r5miiohe Oodezi wilirend in dem Peterabnigw Lectionar ein 
älterer ganz eigenartiger ond ein jüngerer Codex zu unteradieiden aei), endlich 
Londoner Fragmente aus Deuter., Jes^jai Proverbia, nebst Petersburger Frag- 
menten aus den Evangelien, Deuter., Jesaja und Hiob. Der römische Codex ist 
nach Land jünger, als fast alle übrigen Fragmente (die Londoner setzt Wright 
im 8. — 13. Jahrh. an). Dass zur Zeit seiner Entstellung, also Anfiiug des 
11, JTahrh., das Aramäische nicht mehr Yerkehrsspraohe in den betreffsndm 
Ereiaeu -war, lehren die svabiaehen Ueberaehrüfeen« Die Sohtift iat nach Land' 
eine Abart der Edeaaeniacben H^nakel-Bfloheraehtift, wobei angleich die' 
griechischen Majuskeln dureh den groben und winkeligen Charakter der 
Schrifteüge nachgeahmt aeien, 

10. Lebende Ueberbleibsel dieses einst so weit verbreiteten 
Dialekts finden sich heute nur noch in Ma*lula und zwei benach- 
barten Dörfern am Ostabhang des Antilibanon, freilich in arger 
Verkttmmerung und, da die gesammte Bevölkerung gleichzeitig 
auch arabisch spricht, dem Aussterben nahe. 

Daa beifiglieh» ViMtom worde längat von Brown ond Vohteif oonatatirt 
(▼etgl. JSeikm, hiatoire gteöiale p. 368). HiLhere Mlttheilnngen Aber den Dialekt 
selbst machte zuerst der Missionar JtUes Ferrette im Jootnal ol tbe Boyal 
Asiatic Society XX, 431 ff.; dieselben erörtpi te Noldeke („über den noch lebenden 
aj^ohen Dialeict im Antilibanon") ZDMQ XXI, S. 183 £f. j vergl. die Bemeikmigea 



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§ 6. lieber die richtige Benemmng des imA.T. yorlieg. aram. Dialekte. 17 



dazu von Merx ibid. XXU, 271 fi^ — Eine weitere Liste von Wörtern des 
Ha'lola-Bialekta TeröfTentliohte sodann C?. Sumi^ welcher Ha lala im Herbst 
1877 betoeht hattet im Jornaal aeiatique, 8er. TII, Bd. zn, 478 ff. (Oet— Dee« 
M78; Teigl. aneh die DOtiee Ton J2. Dwoei ibid. XTTT, 465 ff. imd »L*iiiiiTeR 
Xnaäite" 1879, Fo« 16). — Genaue und umfassende Anfschlüsse ahid jedoeh 
noch zu erwarten von Socin und JVyi», welche sich im Spätsommer 1869 
mehrere "Wochen in Ma'lnia aTifhielten und ans dem Mund einer Christin» 
griechischer Contession eine Reihe von Erzählungen in sorgfältiger Transcrip- 
tion nebst arabischer Uebersetzung aufzeichneten. Yen dem Zustand dieses 
Aramäisch mag folgende Probe, die ich Prof. Socin verdanke, einen Begriff 
geben: «öl äha4 ithme firtSt käo ile hona, d, i etwa (M)nbMV maVK IHK m^) 
MS1R(K) (ri)*W «9 ef m einer, «ein Name Paradaeb allab, n ist (war) ibm 
ein Brfiderob«! u. t. w. 

§ 6. 

Ueber die helitige Benenniuig des im A. Test vorliegenden arftm. 

Dialekts. 

1. In der Bezeichnung der aramäischen Dialekte überhaupt und 
des biblischen Aramäisch insbesondere herrscht noch heute viel- 
fach eine solche Verwirrung, dass es nachträglich einer Begrün- 
dung der oben (§1) verwendeten Terminologie bedarf. Die aus 

Dan. 2, 4 abgeleitete Ansicht, dass der im Daniel und Ezra vor- 
liegende aramäische Dialekt die Sprache des Volkes der Chaldäer 
gewesen sei_, hatte erstlich den Missgriff zur Folge, dass man so- 
wohl diesen biblischen Dialekt, als auch die nächstverwandte Mund- 
art der Targume u. s. w. als „Chaldäisch" }>ezeichnete; zweitens 
aber floss daraus die verkehrte Unterschoiilnng dieses angeblichen 
Chaldäisch als des „Ostaramäischen' von dem Syrischen als dem 
„Westaramäischen", während vielmehr das Umgekehrte richtig 
ißt. — Die von Fürst^ vorgeschlagene Unterscheidung des. (sogen.) 
Chaldäischen und des Syrischen als des „Jüdisch- und Christlich- 
Aramäischen'' ist nach dem § 5 dargelegten gleichfalls nicht durch- 
aus zutreffend. Denn zu den ostaramäischen Mundarten gehört 
nicht nur der ron den christlichen Syrern gebrauchte Dialekt von 
Edessa, sondern auch die Sprache des Babylonischen Talmud; 

* £iDes der betreffenden Börfer itt zum Islam ubergetreten, spricht aber noch 
immer seinen aram. Dialekt. Uebrigens wird die Tradition der Sprache hauptsäch- 
lich dnrsh die iVinen wbalten; die Spreche der Männer ist benits stark dnnsh den 
Einflnsi das Aiabiseben eomnqiirt. 

3 Lshzgsbtade der anm. Idiome. Obald. Gteoim. (Lpa^ 1885), 8. 5; dabsi wiO 
aber Fürst -wiederum das jüdische Ostiramäisch (die Sprache des babylon. Tahnud) 
nls „babylonisch-aram.-hebriüscb'* Von ,ipaliMinisdi<«»UDa.phebriiachen% wie vom Syri- 
schen unterschieden ■wissen. 

Ksatssch, »ramälBche Orsiam*tik. 2 



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1^ 



£ialeitiuig. 



nicht minder ergiebt sich aus § 5, No. 7 — 10, dass sich aus dem 
Bereich der westaramäischen Dialektgruppe auch nichtjüdische 
Denkmäler erhalten haben. Eher zutreffend ist die Bezeichnung 
des Westaramäischen als des PalästiAisch-Ar amäischen^ 
sofern die nodh erhaltenen Beste dieser Mundart zum grössten 
Theil (ausgenommen die palmyrenischen, die ägyptischen und fast 
alle nabatäischen Inschriften) auf dem Boden von Palästina ent- 
•standen sind. In die Beihe dieser (Bäd)we8taramäi8chen oder 
palästinisch-aramäischen Mundarten gehört nun auch der im Daniel 
und Ezra vorliegende Dialekt, den vir am passendsten als den 
i^Biblisch-Aramäischen'^ bezeichnen. 

Daniel 2, 4-' wird berichtet, dass die von Nebukadaezar vorgef orderten 
Km^qi oder Ohaldäer Um anf arunftisoh (n'^Q'^K) angeredet hätten, und in der 
That vird dum ihr Gespriteh mit dem KOnig V. 4^ff. in sramäiBcher Bpiaohe 
mitgetheilt. Deraach war ea oflianbar die Meinmig des YOT&sBen de> Buches 
Bei^ iresp» der Capitel 1—7), dass dieser aramÜsche IMalekt die Umgangs* 
spräche am Hofe Nebukadnezar's und seiner Nachfolger gewesen sei, statt des 
ostsemi tischen Dialekts, dessen babylonische Form uns in zahlreichen Keii- 
inschriften — u, a. auch Nebukadnezar's selbst — vorliegt. Dieses wirkliche 
„Chaidäisch", welches Jer. 5, 15 als eine für die Juden unverständliche bprache 
erwibnt (vergl. das äholiohe Urtheü JesajVa 28, 11 und 33, 19 über das 
AssyrisoheX denkt sieh der Yerteer des Banielboohes wohl als die Gteheim' 
oder doch Gelehrtenspraohe der Magier, da er 1, 4 die jüdischen Enaben in der 
Literatur und Sprache der „Ohaldäer^ unterweisen lässt; C^n^ steht hier 
sicher in keinem andern Sinn, als sonst überall im Daniel (ausser 5, 30 in der 
Verbindung? '3 T\?^ und 9, 1 'S rwsVc), Dass aber der Dan. 2, 4 (auch Ezra 4, 7) 
richtig als l^''ö"J6!| bezeichnete Dialekt seit Hieronymus (zu Dan. 2, 4) der „chal- 
däische" genannt wurde, berulit eben auf dem Missverständui»» des Worteä 
D'^^iCS.) Der Verfasser des Daniel braucht das Wort als Amtename von den 
MiligUedein der babytonieohen FrieskergUde, ivie schon Herodot ol XaXSalot als 
Beseichnmig d«r Bdspriestw kennt und dex Harne nachmals für die Magier, 
Astrologen, Wahrsager etc. des Ostens allgemein öUich vnrde. Hieronymos 
aber und die ihm nachfolgenden verwechselten damit den Gebrauoh tod B'^iU9 
ais Yolksname^ und da nun Dan. 2, 4 die „Kasdlm" aramiisch reden, so galten 



1 Diese Terminologie seUigt bereils vor IfuMtkuch« in 2Siehhom» Allg* Bibl. 

VIII, 3, p. 469. 

2 Hifrbpi allerdings fraglich, ob dieses Missverständniss dem Hieronymtis selbst 
oder bereits seinen jüdischen Lehrmeistern zur Last fällt. Für letzteres könnte 
sprechen, dass in der Masora zum Targum des Onkelos (vergl. Berliner's Ausgabe 
dsisslbsn 8. XVIIX£) wiederholt das targumische Arsmaisoh (im Gegsnsate snm 
bibUsehea) sls mWl nem^ BpraeU der Chamtr beseiehnet nixd. Allerdings ge- 
hjjft die Abtamg diessr Uissoia nach SerUner (ib. 8. IX) sisl der SMt um 900 
kl. Chr. an, duch erinnci-t Berliner bei dieser Gel^^nheit auch an Oludlin 24 a, nach 
welcher Stelle unter O^'^s yvt^ Ben. 1, 4 die aramäische Spnclie m verstehen ist. 



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§ 6. Ueber die richtige Benennung des im A. T. Torlieg. aram. Dialekte. 1 9 



„chaldäisch" und „aramäisch" für identisch. Und ??o ist es trotz aller Proteste^ 
bei den „chaldäischen" Gramaiatiken und den „hubraiscUeu und chaldäischea 
Handwörterbüchern über das Ä. Test." geblieben bis auf den heutigen Tag. 

2. Mit der richtigen Terminologie fällt auch die (noch bis ia 
die neueste Zeit vorgetragene) Fabel, dass die Juden im babyloni- 
schen Exil ihr Hebräisch vergessen und statt desselben eben das 
^Chaldäische*' als Umgangssprache mit nach Palästina gebracht 
hätten (vergl. z. B. Zunz, die gottesdienstl. Vorträge der Juden, 
BerL 1832, S. 7 fif.; Herzfeld, Gesch. des Volkes Israel III. 44 £.; 
Böttcher, auBföhrliches Lehrb. der hebr. Sprache 18). Aber ab« 
gesehen davon, dass es nach Neh. 13, 24 um 430 v. Chr. in Jeru- 
salem das Normale war, TTiTiF^^ zu redend und dass sich das sehr 
langsame Unterliegen des Hebräischen gegenüber dem Aramu- 
schen durch triftige Grunde erweisen lässt (vergl. o. 8. 4ff.), konn- 
ten die Juden aus Babel nicht eine Uundart mitbringen, die dort 
gar nicht gesprochen wurde. 

3. Ueber die im Alter thum gebrauchten Bezeichnungen der 
westaramäischen Mundart ist noch folgendes nachzuholen. Im 
Neuen Testament wird diese Mundart als ippaVaT'' hebräisch be- 
zeichnet (so sicher Job. 5, 2. 19, 13. 17, vielleicht auch 19, 20 und 
bei dem räthselhaften apiAa^^Boiv Offenb. 16, 16), obscbon dasselbe 
Wort anderwärts (so sicher Offenb. 9, 11, vielleicht auch Joh. 19,20 
und Offenb. 16, 16; sicher übrigens auch bereits im Prolog des Jesus 
Sirach) zur Bezeichnung der althebräischen Sprache verwendet 
wird. Fraglich ist die Bedeutung des Ausdrucks ^ ißpaU ^tciXe- 
xToc (wie schon die ißf»aic ^(»vi^ 4 Makk. 12, 7 und 16, 15) Apostisl- 
gesch. 21, 40 und 22, 2, sowie 26, 14. In den beiden ersten Stellen 
spricht für die althebräische Sprache das 22, 2 berichtete tiefe 
Stillschweigen des Volkes, welclies weniger natürlich zu erklären 
ist, wenn der Apostel in der allen Zuhörern ringsam am meisten 
geläufigen Landessprache redete ; dagegen konnte er seine phari- 
säische Bildung und seinen einstigen Eifer für das Gesetz (vergl. 

» Vergl. schon SrhVözer in Eichhom'a Eepertorium VIII (1781!), S. 118f.; die 
rifhtigc Unterscheidung des Syrischen als des Ostar.^mäiscJien von dem bibl. Ara- 
111 lisch und der Sprache der Targumc als dem Westaramäischen lehrte ausdrücklich 
wieder <?ej>er ZDMO XVIU, 654 und Nöldeke, ibid. XXI, 183 ff. und ganz beson- 
der XXV, 113 ff. (die Namen der aram. Nation und Sprache). 

s OaiiB vecfiElilt ist dift Berafimg des Tahmid auf Heb. S, 8 als «ngabliehen 
Beleg, dMfl m damala oner nVMdobnetschiiiig*' d«r Tom für das Volk bedaxft habe; 

kann dort ao wenig, wie Esr. 4| 18 „verdolmetK^", Mmdeni nur „deoElloh, 
distinct** (Volg* maailiBata) bedeuten. 

2 ♦ 



20 



Einleitung. 



V. 3) nicht besser documentiren, als wenn er sich der heiligen 
Sprache bediente. Auch Apostelgesch. 26, 14 entspricht es der 
Wichtigkeit und Feierlichkeit des dort Berichteten mehr, dass man 
an das Althebräische und nicht an die aramäische Landessprache 
denke.^ Wie das N.T., so braucht auch Josephus hebräisch (yX^T-a 
TÄv 'EjSpaitbv) ebensowohl vom Althebräischen, wie von der ara- 
mäischen Landessprache seiner Zeit. 

4t. Weiterhin setzten sich in nachchristlicher Zeit für das Ge- 
sammtgebiet des Aramäischen die bei den Griechen schon längst 
fast ausschliesslich üblichen Bezeichnungen Syrer und tyrisch fest, 
ivie denn bereits von den LXX Ti^'^'y^ überall durch aupiaii wieder- 
gegeben worden war. ^ach mideke (ZDMG XXV, 116) wurde 
dieser Name auch von den christlichen Aramäern und zwar des- 
halb adoptirt, weil bei den Juden „Aramäer** identisch geworden 
war mit «Heide* und in derselben Bedeutung sogar in die syrische 
Uebersetzung des Neuen Testaments (z. B. Apostelg. 16, 1 und 
19,10fnr'£Ui]v; Oal.2, 14 TPmr», för idvtxioO übergegangen war. 
Ebenso nannten auch die palästinischen Juden alles Aramäische 
^n^n^, während sich bei den babylonischen Juden wenigstens 
für die Sprache die Bezeichnung m "fiV^ erhielt; s. die Belege 
bei miäeke a. a. 0. S. 116 i, sowie ebendas. S. 117 ff. den Nach- 
weis, dass als die ursprüngliche Bezeichnung der Nationalität die 
Form ' armäje anzusehen sei: „als sich aber mit dieser Form der Be- 
griff „Heiden" verband, unterschied man davon künstlich ^ arämaje 
als Volksname" — eine Unterscheidung, die sich auch aus den 
jüdischen Quellen belegen lässt (vergl. Levy, neuhebr. u. chald. 
W.B. unter "»^a*!« und '^»tt'i»). — Die aramäischen Stücke des A. Test, 
(incl. Jer. 10, 11 und der 2 Worte Gen. 31, 47) heissen in der 
Mischna und im Talmud kurzweg D'^^■^P) (s. die Belege bei Soläeke 
a. a. 0. S. 128), weil in der Sprache geschrieben, in welcher sonst 
die Verdolmetsrhung ftarerum) der Schrift stattfindet, im Gegen- 
satz zu der in der heiligen Sprache verfassten Schrift.^ — 

i 6o andi I^MweA, ilw Habraw K. TMt, 80 (TOgl. o. B. 5); in „Saat mf 
HoOnng*' 1874, 8. 810 hatte M. noch gaaithailt: „mit «inaii Zvnif in diaaar 
[palSat^amm.] Sprache Sthadl, Sehadl, Umä tt^ß ioUW tnachte dar SiliAlito dan 
SmUos vor Damask zur Besinnung." 

' Wenn im Midraich "RerpSith rabba zxi Gen. 31, 47 dem Samuel bar Nachmao 
der An?:spmch zu^^escbru bet^ wird, man Bolle die „persische" Sprache nicht gering 
schätzen, da ihr Gott in der Tora (eben Gkn. 31, 47), den Propheten (Jer. 10, 11) 
und dan Xadiablmii (Dan. 8, 4 ft Sv. 4» 8 ff.) Bhn anfaChan liaba^ ao kann hiar 
*<0-iB mu «in attar TaxtftUar aain tta 'W(^)0 \ 



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§ 7. Allgemeines über die Bibli8ch*aramäi8chen Texte. 21 



Die lange Zeit übliche (freilich recht unglückliche) Bezeichnung 
der Landessprache Palästinas zur Zeit Jesu als der „syrpclialdäi- 
schen" dürfte gleichfalls Hieronymus zurückzuführen sein ; vergl. 
J/ieron. adv. Pela^. TU, 1 : das Evangelium der Hebräer sei »chal- 
daico syroque »ermoae, sed hebraeis literis scriptum*'. 

8 7. 

AUgemeines über die bibliscli-aramäisolLeii Texte. 

Von den in § 1 anfgezälilten Ueberresten des westaramäisoben 
Idioms im Alten Testament könnten die beiden Gen* 31, 47 über- 
lieferten Worte bis etwa ins 9. Jabrb. t. Chr. zurückreichen, folls 
der betreffende Vers bereits einer der alten Pentateucbquellen an- 
gehörte. Aber selbst wenn dieser Yers als Zuthat des letzten (nach- 
exilischen) Redactors des Pentateuchs erwiesen werden könnte — 
und in der That tritt eine redactionelle Thatigkeit in der Art der 
Zusammenschweissung der Quellen V. 45 £f. sehr stark hervor — 
so hätten wir in ihm doch wohl die älteste Probe der biblisch- 
aramäischen Mundart^ da über den Charakter von Jer. 10, 11 als 
einer irgendwann in den Proplieteiitext eingedrungenen Glosse kein 
Zweifel sein kann und auch die Redaction des jetzigen Ezratextes 
nicht vor dem letzten Viertel des 4. Jahrh. v. Chr. anzusetzen ist. 

1. Wenn Gen. 81» 47 wob «iner der alten Pentateaehquellen (J oder S) 
stammen sollte« lO könnte doch aus der Form der beiden fraglichen Worte 
nicht bewiesen werden, dass in denselben als Worten Labans des „Aramüer's" 
(vergl. Y. 20 und 24) aus Harau in Mesopotamien eine Probe des ostaramäi- 
sehen Dialekts gegeben werden soll. Denn die uiasorethische Schreibung 
MIWiNg mit Qames in erster Sjibe dürfte auch im Westaramäischeu (wie im 
8]friMhen) die eomete Yocaliaatioii sein; m dem anlautendeii ID (statt e in den 
Ttagaineii und im SyriMheii, Tellig darfiber $ 9, Aam. 2) ISMt sieli niobts ent^ 
nehmen; Übrigens entepiieht danelbe in dietem Stamm regelrecht arabisehem 
Hiu Bas Substant. lisst sieh ebensowohl ans dem Syrischen wie ans den 
Tergumen belegen. 

2. Dass Jer. 10, 11 trotz den LXX, welche diesen Vers bereits vorgefunden 
zu haben scheinen, eine irrthümlich in den Text versetzte Glosse ist, ergiebt 
sich direct aias der störenden Unterbrechung des ursprünglichen Zusammen- 
hangs zwisclieu V. 10 und 12; indirect aber daraus, dass eiu vernünftiger Grund 
ffir die plgtaliche Ihsettion dieses einen anunäisohen Yersea nicht erfindlich 
ist. Demi dass dtm Jnden mit diesem Yers yom Prophetm eine Anweisuiif 
gegeben werden aoUe, wie sie den Ohaldfieni, in denen sie ja nnr »chaldüioli*' 
hätten reden können, antworten müssten, ist ein zu läppisches Argument, als 
dass es ernsthafte Widerlegung verdiente. Auffällig ist, dass sich in dieser 
Olosae neben dem gewöhnlichen dieMrde zugleich die Fonn M^*^ findet. 



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92 



• 

JBiDUitttiig. 



velcbe vielmehr dem OstaramäigoliMi angehört sa halMa aebeint und vielloiebt 
ebpn in Babylonien irgendwann in den Vers eingedrungen ist.' Die übrigen 
F< ! riK n, vde ''^ (ostaram. fast nur "n), l^'iaKP (syr. 't:x!n, im Babli auch 'CPi), 
&hb (vergl. Ezra 5, 3 al.) entsprechen dem westaraniäischen Idiom. Das am 
Behlnake beigefügte spadfiMdi hebräische n|fi$ könnte, wenn überhftQpt znr 
OloMe geböii^ nur toh daem hebrftiMlink Abiohrefb« beigefügt «ein. 

Die ATamftiscbMi AlMClmitte in Daniel und Ezra muteneh^den aieh mehr 
durch einige lezikaUtche» «1« durch grammatiscbe Sigentfaumlichkeiten* Jeden- 
Httts berechtigen die wenigen Differenzen, die vir je an ihrem Ort erwähnen 
werden, nicht zu dem ürtheil, dass im Buche Daniel die Decomposition des 
Aramäischen schon viel weiter vorgeschritten sei (Benan, bist, g^nörale, p.219). 

§8- 

« 

Texfkiitisehe Uel)orli«fenuig imd graiiu&atisehe Bearbeitimg des 

Biblieoli-Äramäleclieii. 

Die von Juden und Samaritanern herrührenden aramäischen 
Texte religiösen Inhalts sind naturgemäss sämmtlich von Haus aus 
mehr oder minder Btark durch das Hebräische beeintlusst- und in 
diesem Sinne ist die o. S. 17 erwähnte Unterscheidung des jüdi- 
schen und des (stark vom Griechischen beeinflussten) christlichen 
Aramäisch berechtigt. So trägt auch das biblische Aramäisch 
starke Spuren der Beeinflussung durch das Hebräische. Nur dürf- 
ten diese Hebraismen zu einem guten Theil auf Rechnung späterer, 
theils unkundiger, theils absichtlich conformirender Abschreiber 
zu eetzen sein. Nicht minder aber ist der Text alsdann in den 
gedruckten Ausgaben weiter corrumpirt worden, bis das Heer an- 
geblicber Varianten entstand, welche z. B. die Hahn'sche Stereotyp- 
auegabe mitzutheilen für nöthig findet. Der eingerissenen Ver- 
wirrung ist erst in jüngster Zeit gesteuert worden durch den 
▼orzügUchen Text, welchen S, Baer in seiner Ausgabe des Daniel, 
Ezra, Nehemia (Lpz., Tauchnitz, 1882) auf Grund der besten hand- 

> Gegen den naheliegenden Verdacht eines alten Schreibfehlers ist Kp^M zwar 
nicht dadurch treschützt, dass es von den Juden (oatürlich nach .Ter. 10, 11) unter 
den 4, 7 oder 10 Namen der Erde aufgezählt, -Vi ird, wolxl aber durch sein zweifel- 
loses Vorkommen auf Gewichtstücken, die aus den assyrischen KünigspaJiiateu ins 
Britische Museum gebracht worden sind (vergl. Levy, Gesch. der jüd. Münzen, Lpz. 

8. 149). — Ueber Kp^tt im HendäiMhen vefgLÜTVIddii^ mead. Gmnm, 8. 73. — 
Der Lanitweehid sehflint durch arun. raiicA«» neibeii hebr. rtfucAm» hin> 
lüni^ieh geaii^ert. 

3 Heber die Hebraismeu des Onkelos-Targums, welches man gemeiniglich als das 
gemiinstc Denkmal des ■üdwettanun. Idioma betrechtet, vergL Qeigw in ZDMQ 
XVIII, 653 ff. 



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§ 8. Tezikrit. tTeberliefemng u. gramm. Bearbeit. des Bibl.-Araoi. 23 

scbrÜtlichen und sonstigen Zeugen festgestellt hat. Dieser Text 
ist daher von uns überall zu Grunde gelegt worden. Immerhin 
darf dabei nicht vergessen werden, dass auch dieser Text nur die 
relativ älteste und sicherste Gestalt der masorethi sehen Tra- 
dition, keineswegs aber eine Gewahr bietet^ dass wir nun in allen 
Einzelheiten der Schrift und Aussprache den von den Verfassern 
des Daniel und Ezra selbst intendirten Text vor uns hätten. Diese 
Annahme wird schon dadurch unmöglich, dass die Masorethen in 
gewissen Fällen der vom Consonantentext geforderten Aussprache 
ohne Grund eine andere substituirt, anderwärts in der Vocali- 
sation derselben Form auffällig geschwankt und bisweilen auch 
erweislich geirrt haben. Nicht selten mag auch die Rücksicht auf 
die aus den Targumen gewohnte Gestalt des "WestaramäisdiPi^ rlie 
Punktation heeinflusst haben (vergl. Benan a. a. 0. S. 22üj. Wt 'in 
sonach die grammatische Darstellung zwar allenthalben von der 
kritisch-festgestellten masorethischen Tradition auszugehen hat, 
so wird sie sich doch einer Kritik dieser Tradition mindestens da 
nicht entziehen dürfen, wo die Richtigkeit des Textes durch seine 
Abweichung von analogen Erscheinungen des biblischen Aramäisch 
oder des Westaramäischen überhaupt verdächtig wird. 

.Die Hteratur der Grammatik des Biblisch-Aramäischen isfc mit berück- 
sichtigt in Steinschneider* 8 „bibliograph. Ilaiidbnch ülier die theoret. und prakt. 
Liter, für liebr. Sprachkunde" (bis 1850) Lpz. 1859. Vergl. ferner die Ueber- 
sicliien in Petermofin's I^orta chaldaica, ed. II, p, 80ff. ; von VoM: in JJerTog'f^ 
TBE- I, ö04f.j Reusa, Gesch. der hl. Schriften des A. Test., S. öll; Strack 
Einleitnngf ins A. Test., *. a. O. 8. 191 f. '— Beitdem sind Boch hhuugekommw: 
die der Atisgabe des Daniel, Sna, UTehemia Yon Batr (s. o.) Torangesehiokten 
Paradigmen; bei dem Gebrauch derselb»! ist aUerdinga ziemlicbe Yorsiobt 
nöthig, da um der ToUstftndigkeit willen aoehTide imbelegbare tuu! sogar der 
sonstigen Analogie widersprechende Formen anfo:enommer sind; ferner die 
3. Anflage von „Wifier^s chaldäischer Grammatik für Ribel nnd Tarp^mim", 
vermehrt durch Anleitung zum Studium des Midrasch uuü Talnnul, herausgeg. 
von Eabbiuer B. Fischer, Lpz. 1882. Zum Glück hat der Herausgeber die 
eigenen Znihaten dueh cursiTen Dmek keanflieh gemaoht nnd dadnreh dem 
Anftnger die böcbst nötbige Uebergebung derselben erleiebtert 



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ERSTER HAÜPTTHEIL 



SCHRIJbT- UND LAUTLEHRE. 



nie Sdurift 

Wie das ganze übrige Alte Testament sind uns aucli die ara- 
mäischen Bestandtlieiie desselben lediglich in sogenannter Quadrat- 
schrift überliefert mitsammt der Vocalisation und Accentuation, 
welche in nachtalmudischer Zeit von den sogen. Masorethen dem 
Consonimtentext des Alten Testaments beigefügt wurde. Somit 
kann hinsichtlich der Gestalt, Namen und Aussprache der Conso- 
nanten, Vocale und anderweitigen Lesezeichen einfach auf die be- 
züglichen Abschnitte der hehrsüschen Grammatiken (hinsichtlich 
der Aooentoation auf die der prosaischen Bücher) renriesen 
werden. 

Anm. 1. Ueber die Gestalt der OoBsonanten rvif^ Qttm, hebr. Gr., fi 5. 

Zu der dort (23. Aufl. S. 20, N. 1) gegebenen Literfttnr sind aooh nachzutragen: 
die Schrifttafeln von 'EnUnrj Curtiss' Uebersetzung von Bicheirs hebr, 
Gramm. („Outlines « f Uebrew Crrammar, Lpz. 1877), sowie zu Part VII der 
Orient. Beries der i^aiaeograph. Society (London 1882) und — die grosste von 
aUAB «adBÜNndeii — su (^MOoboH*8 Ooipiu inscript. Hebr. (Petersb. 1882) ^ 
Hemer: SdüoUmaiim, Art. „Solirifk und BchriftMioben'* in Bieftm*« Hdwörterb. 
de« UbL Alterthiim'% B. 1416 fll 

Anm* 3. In dem ftberlieleiten Oooionantentexi des Bibllsoh-Aremilaclien 

ist wiederholt auch 'V vertreten, nämlich im Anlaut von MtS oitf^MinuidM^llQ 
viel, ai^ Greis, setzen, b?t etc. kluff sein, K3to hassen^ "irb Haar, ")Oto (Dan. 
7, 5, nicht für ersteres beweist auch arab. ^k«!), nach dem bekannten 

Wechsel von «In und Sin im Hebr.-Aram. und Arab.); femer als zweiter Stamm- 
consonant in '^ba Fleisch, '^'nbs Chaldäer, tMji u^egnehmeu, yc7 Kraut, 
tehn, Kn4'ini!3 Zeugnin mid In dem Fremdwort Ka^\Q (neben vq^^ Den. 8, 6). 
Ba aber du AnunSisehe looet die SiffamDsinrng des lDT<m uldit kamt (Aber 
einselne^ woU nur letaeiiibare^ Ansnabmen in den palmyr.bucbriften e. HSMeke 
ZDMG mv, 95), so dürfte der Gebraueb dee ID im bibliaohen AramÜMli al« 
Hebraiimiis an betraobten »ein. 



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§ 9. Die Sohnft. 25 

Anm. 8. Wie im BebtSiMlieii (vergl. Qtam, Qnunm. § 41, 8) wird snoti im 
AnmUMdMii dne doppelte Auasprache der sogenannten B^gadk^phath — als 

tenues imd als aspiratae — unterschieden. "Wie weit die masorethischen Grund- 
sätze in diesem Punkte mit der bei Lebzeiten des hebräischen und >)ibH8ch- 
aramäischen Idioms geltenden Aussprache übereinstimmen, muss um so mehr 
dahingestellt bleiben, als die Traoacoiption hebräischer und aramäischer Wörter 
lue GvieohiMhe vielfMh auf eine endete Pfexie hlndeatet. JedenlUls hei die 
Mesora beide Idiome ganz nach denselben Grunds&tcen behandelt In Betieff 
der Setirang oder Kichtsetzung des Dageü lene gelten deher für dee Bibliieh- 
Aramäiflche dieselben Begeln, welche Gesen. § 21 für das Hebräische dargelegt 
sind. So steht z. B, Dan. 2, 10 das zweite "bs trotz vorhergehendem Vocal mit 
DageS, weil es durch einen accentus disjunctivus von "^"n getrennt ist (nacli 
Geaen. § 21, 1, b) ; ebenso Dan. ''»'»aiib, dagegen 2, 18 nach Verbindungs- 

aooent ^a. ~ Est. 5, 17 ateht troladem deas ein Yocai in enger Ver- 

bhideag YOThMgeht^ naoh Oeten» § 21, 1, Amn. 2 (itete ]>«geiiirang der Idmt- 
gmppen 99 etc.; in dieselbe Kat^xie gehart snoh rty a ;^ Den. 5, 11 

naehYooal mitM§r«khä; andrer Art [nicht 33!] ist^^inas Ezr. 4, 23). — lieber 
Fälle, wie K!^'^135 s. Anm. 4, c. — Beispiele des sogen. Dagei lene orthophoni' 
cum (vergl. Gesen. § 13, 2, Anm.) in anderen Consonanten, als den B^gadk^phath, 
sind in Baei 's Text X2?J!a-n;T^ Ban. 2, 10 al. (dagegen ibid.-isb nicht 
wegen Trennungsaccent bei bx'iJ); XSS?;;: Dan. 6, 3 u. s. w. 

Aum. 4. Von den ubingen Lesezeichen erscheint: 

a) Mapptq z. B. in pi^h Gott (hebr. !?bK); atautien, und regelmässig 
im Sufjßx der 8. Sing. masc. (n-^r) und fem. (p-^). 

h) JBopAe in Baerls Text in «olehen Tillen, wo man die Degenirung einer 
B«gadk*phath erwarten aoUte (s. B. a|r« Ban. 8, 16; y nn aDj^ ^aIlTij)piov 8, 5). 
In Fällen, wie ^^nn Dan. 2, 5 deutet Baphe ausdrücklich auf eine SiU^^ 
Porm (im Gegensatz zu der Hithpa al-Form I^Tasnn). 

c) Metheg und Gaja nach den Gesen. § 16, 2 dargelegten Gesetzen; z. B. 
"pnbx riiil mit orlliopbonischem Ga'ja Dau. 5, 14 (dagegen niclit Y. 11, weil 
dort T^"^ F^aiq nach sich hat). — Als eine Abnormität ist nur die Setzung des 
Uetheg in FftUen, wie «P'^iaa Dan. 2, 20; «n^'^ay 2, 49 al.; Vtxm^ Ezr. 4, 12; 
Krp-iis 5, 8 aL; M^v^ 6, 2111 betnuAten. Sa die Oeaetee dfnr'sylbenbUdong 
im AramÜeohen langen Yocal auch in nnbetonter geeohlofleener Sylbe dolden, 
«o iet die durch das DageS kne geforderte Aussprache g*hxtr-tä u. s. w. nicht 
zu beanstanden.! Dann aber hat Metheg in geschlossener Sylbe unmittelbar 
vor dem Ton keine Berechtigung mehr. Offenbar sind in obiger Schrf ibung 
verschiedene Ansichten der Masorethen vermischt; die einen wollten gut 
hebräisch Hetheg ohne Dages (so edirt z. B. OpitiviS is^rnsina rmd fitn'i"'a), andere 
Degee ohne Uetheg. 

Eine Tereineelte Anomalie ist Part^ ohne Uetheg San. 4, 81, obsohon aus 
hourt^Adt entstanden. Da nach den Diqduqe hat^'amim eigenüich nana za er- 
warten wäre, so hängt die Weglassung des Metheg vielleicht mit der Unter« 
drückung des Chateph zasammen. Sie gewöhnlichen Ausgaben setzen (mit 
Becht) Metheg. 

1 Yergl. über die dementspEeehende i^yiische Ueberli^bnug ttitdOt« ZDMßr 
XXXn, 408 & 



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26. 



1« HanptthfiiL Schrift- und Lantlelir«. 



§ 10. 

Die Mögliclikeiten eines Lantweclisels im Biblisch-Aramäiscliea 
▼ergliislien mit dem fiebräisclien und ArabisclieiL 

1. Von den anf Homoorgaaität oder Homogenität beruhenden 
Möglichkeiten eines Lautwechsele (vergl. 6e$en. Gramm. § 6, 4, 
Anm. 1) kommt im Aramäischen gegenüber dem Hebräischen und 
Arabischen vor allem die sehr hS^ufige Ersetzung^ des hebräischen 
und arabischen Sibilanten durch die entsprechende Muta, also des 
T durch T, des tJ durch n, des s durch t3, in Betracht. 

Aum. im bibliscbeu Aramäisch vorkommenden Beispiele diese« Laut« 
wecbnla tiad: 

a) *i fSr t im Anlaut: rq«! Oj^em (TergLauoh ymt nod tay^)i fem. 
a^i, vergl. hebr. m, r«t; ann ffoMj Widder (hebt. ia|)j ^Kw und 

DefikuHirdiffkeit, vergl. hebr. 'p'^St; S'^n und S"^"].^ (das Ssr. 23 von Baer 
anfp'enommene ist trotz der handschrifHichen BezetTgting 211 vorwerfen) 

Arm, hebr. ^'nt. — Ferner im Inlaut: darauf (vergl. liebr. tK und "^TK 

Ps. 124, 3 ff.); zerstreueni an:s lügmrisch^ ','»'m Brust (s. u.). In allen diesen 
Fällen entspricht dem hebr. ^ und aram. arabisches > ausser bei "pin, fall» 
dieses 'wirkliob mit hebr. nm seMbn, arab. ^ ^ (vergl. G^eten. M&hiaU'Vcldtr 
XL rnil, welobem jedoch im Syr. vie im Weataram. gleicblklls VHn enttpnebtl) 
-zu conibiniren wäre. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ihm arab. oder 
besser \ (^J^^, jedenfalls mit correctem Lautwechsel) entspricht, so dass 
es eigentlich „das schlaff hangende" (die Wampen V) bfdpntetp, flann aber für 
Brust oder Bnistfläcbe überhaupt gebraucht wurde, wie es l>an. 2, 32 die 
lirustliäche einer grossen Statue bezeichnet. 

Dagegen erhUt sich hebr. V fiberall aocih im AramiUscheii, wenn beide 
arabischem 3 entqnreehen : vergl "pt ftm/en, ffewimnm ^ Hebr. nicht erhalten), 
^evyt vortichtig, i^t vermessen sein^ fH nähren, MT MUer», t^l. GlasuSt >D| Un- 
schuld, Zeit, "lat Spiel, Art, p5T schreien (hebr. p5T neben prs, wie 
neben ^^au>e>)\ erhöhen (im Arab. nicht erhalten), J"]] Same. — n'^rt hlein 
entspricht liebräischem T'yT (Hi. 36, 2) und woneben allerdings gewöhn- 

lich "y^Tt (atich im klass. Arabisch nur mit euiphat. Anlaut, vergl. oben zu pTp- 
Dagegen stellt sich westaram. (vergl. n^n:! Dan. 4, 24) zu hebr. p^vi, arab. 
^y>^, wShrend das Syrische unter Consimilinmg des Anlauts und des weich«i 
Inlauts pnt schreibt. — Im Lilant entspricht t hebrüsohem I (req?. arab. 0 in 
bjjj gehen, ^ts schneiden, Ktn tehm (s. 0.), pj;p tünngnihm (vexgl. 

rkliff), -^valirscbeinlich auch in STX anzibidejt. 

h) n für im Anlaut; "inn zerbrechen, aiR zurückkehren f Tin Stier, ibn 
Schnee, r^F» drei, nan daselbst, l^in der zweite, hpp\ wägen; im Inlaut: •^r;'!» 
(vergi. hebr. "ä^), irs Ort, wenn mit hebr. im (arab. zu combiniren; K^'n 
(hebr. HW) das junge Grün, an'j sitzen; im Auslaut: nnn «eu, niö secA«, n^P 

1 Die fiUiflhe Beieichnung dieses Lnutwechsels al« einer Abplattung wird besser 
vermieden, weil sie ein Präjudiz über die Priorität dss Zischlautes en^bftlti dessen 
Bichtigkeit wir mindestens nicht beweisen können. 



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§10. Die üöglichkeiten ein« LMtweohseU im BibUscb-Aram. etc. 27 



drei. Im Arabischen entsprielifc in allen diesen Fällen der Laut ausser bei 

»i >. 

» 1^ (aofem demaelbeii «rab. ,^.1 [in ,^^^J3 sntsphobt) und b«i 
ftrab. CXmi. 

Bagegen eiitt{»ricbt btibriUscbem aromiiietiM da, wo im Avabiaeben 
enchnnt; vergL roc^ n. s. w., • aufgenommen VSA Fkmm» (vergt 

c) 19 für X, im Anlaut: *inD Jbb, iewAottsn» Ifagd; im Aiulaut 
Btfi ratibcn, O*^ Sommer. In allen diesen Fällen entspricht demaram. O arab. J»; 
dagegen eorretpondirt hebritiachas (and aram.) D mit arab. 

2. Von den sonstigen Möglichkeiten eines interdialektischen 
Lantwecbsels kommt am häufigsten der Wechsel Yon hehr, s mit 
aram. 9, ausserdem vereinzelte Fälle aus dem Bereich der Uhrigen 
Lautgruppen in Betracht. 

a) Wechsel ! von hebr. ^ mit aram. S, im Anlaut: yhs (hebr. S^, resp. 5^i) 
Rippe; ^"cs (hebr. naij) Tro/fe; ir (hebr. "i^) JFWnfi. Allerdings findet sich 
dieses ^ ancb im HebrSiscben, und zwar nicbt nur in dem stark aramai- 
Brenden Psalm 139 (V. 20X sondern auch 1 Sam. 28, Id, beruht Jedoeh an 
letzterer Stelle nach Ausweis der Versionen auf einer Texteorrnption. Snd- 
licli gehört hierher wohl auch i'^S Dan. 4, 10, 14, 20, sofern es hebr. 
Bote (LXX Dan. ay^eXo;, ebenso der Graecus Ven.) entspricht. — Im Auslaut 
zeigt sich derselbe Wechsel in Holz (heltr. yy), S^K Erde, und wolil auch 
in """n zerschmtttern (hebr. yT^)' Im Arabischen entspricht hier überall 
^\ auch Feind wird darnach niclit mit glühen, sondern mit JU» 
?) schaden zu combiniren sein. So bliebe als Ausnahme nur (findet 
hier eiu Zuf-amroenhang mit der auch vom Muhit el-mulüt aufgeführten Be- 

deutuDg der 4. Form J-<>\ — eHen statt *) und welches man mit Ua* zu 
combiniren pflegt. 

h) Innerbalb der Oottnralen: 9^ Hobf bebr. die Erweichung des 9 lu 

war bier notbwendige Coosequeni der Yertausebnng des S mit 9 (s. o. lit. a). 
e) Innerhalb der Palatalen vidleiebt bei ^|Bri3 Lage von SUtineHt tülM der Stamm 

identisch mit bi^hr. r^S'n. 

d) Innerhalb der bibiianten: \Ö5? versanimebi, statt des sonst gebräuGblicbeu 
(auch in das Hebräischti äbergegangeuen) 

e) Innerhalb der Labialen bp^g Eisen (hebr. ip,S); vielleicht gehört hierher 
aucb ""V^s Misthau fe^^t wenn mit hebr. (und aram.) baD au combiniren, und 
das Fremdwort yyf'^ Purpur (hebr. Dagegen dürfte daa KHhSbh 
yan Dan. 7, lO (d. i. wohl nach Analogie von ^ dem Sing. 
43^9) von der Masora unnöthig in •33") verwandelt sein. 

f) Innerhalb der Liquidae: yyri Hüfte, vergl. hebr. 0*^3^0; derselbe Wechsel 
liegt wohl auch vor in ^tn^ siehel (Dan. 7, 2 fif.) neben dem anderwärts im 
Daniel gebrauchten ^i^t. 

g) Die auch im Hebrfiisel^n vorliegende Aufmiehung eines Jod in oder rich- 
tiger^ in den Yokal t (vergl. hebr. b'^'^ro und Qam. Chr. % 9d, i, 
Annu S) findet sieh in *<rrR gegenüber hebr. tln, entqireehend der regele 

1 Vergl. hierzu auch de Lagarde, äemitica I, p. 22 ff. 



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28 



1. Hanpfciliei], Schrift- und Lantiehre. 



mässigen Umsetzung eines anlaiiteridpn " in i im Syriscben. Umgekehrt 
wechselt mit k in der Nota accu.'^:. r" = ht'br. (vergi. hierzu die § 11, 1, 6 
«x)rterten Fälle von Aufweichung in der riexion des BibUscb-Aramäisolien). 

VeEiaderongoa im GonBQBajLtenbestaiid dar Wdrto. 

Wie im Hebräischen (vergl. Ocsen. Gramm. § 19) kunnen Ver- 
änderungen im Consonantenbestande eines Wortes eintreten durch 
Vertauschung {incl. Erweichung oder Verdichtung), Assimilation» 
Wegwerfung und Hinzufügung, Versetzung. 

1. Als Vertauschung von Consonanten kommt, abgesehen Ton den 
o. § 10 behandelten interdialektiaohen Lautwechsel, in Betracht: 

a) Der Uebergang des n der Vorsylbe TT) oder P8<, mit welcher die reflexiven 
und passiven Conjugationen gebildet werden, in 1 oder a behufa der An- 
passung an ein den Yerbalstamm anlautendes und mit n versetztes (s. u. 
Anm. 4) t odsr vergl. rin|l|3th Dan. 2, 9 (^va, als .Ht%a'aZ von -jaT, und 
Dan. 4, 12 aL von 

h) Die Anlweiolimig yon sa Ii (v«rgL § 10, 2, ^) in den hinten yenuehrten 
Formen der Nomina (a((jectiva| gentilicia, ordinalia) mit der BUdongssylbe 

^— ; vergl. ftt^p? Dan. 3, 8 von '^^'CO; T^XTirri 3, 12 KHhibh ; anderwärts 
wird die Aufweichung nur vom Q^re gefordert, vergl. z. B, '^^<'7-■^ Dan. 2, 5, 
nK-niüj 5, 30, hx^Si 3, 26 als Q're's zu u. s. w. Dabei jedoch die 

Hasora so inconsequeuL, dass sie nicht nur häuhg das KHhibh unangetastet 
Itat (ao bei »yrirn Dan. 3, 8, bei «Uem Vonnen von und allen JSa.4, 9 
anijgeBShlten GentUiden), eondem sogar Dan. 8, IS fikr'dai JKMM ftimr 
als Q'rg ^yfffr* mit ruhendem tt fordert. 

c;) Verdichtung von K zu *> findet sich ausser dem T^nletzt unter b erwähnten 
Beispiel in den Hapli'el-Pormen von snK kommen ("»H'jn Dan. 5, 13 u. s. w.); 
femer als regelmässiges Q^re (ausser bei M^l^^ Dan. 7, 16) zn den hinten 
vermehrten Participia act. Qal der Verba TS, z. B. y^y^ Dan. 2, 38 als Q^re 
an T^Ki (i. e. I^*}^^)» Auf diesem Uebergang des K in beruht ee aoeh, 
daae die Vevha in gewinen Formen nach Analogie der Terba t% bdiani'' 

^ delt werden. Ueber den Weoheel des 1 und ■* in den nrspr. Terba i. § 48. 

2. Der Assimilation unterliegt, wie im Hebrftiedhen, Tor allem TOkal« 

loses Nun bei unmittelbarem Zusammentreffen mit nachfolgendem Ooniotianten; 
vergl. IJPig Dan. 2, 6 für manf^nän, l^^Bf» 3, 5 für tinpHün u. s. vr.; sogar bei 
nachfolgender Giittur., z. B. nnp Ezi*. 6, 5 von PTO. — Doch kann die Assimi- 
lation auch unterbleiben; so in ntiSh Dan. 5, 20; "irnDSH 2, 46 al., pB3n 5, 2 al., 
ina$ (als Q're für nrOK) du, yvn» iAr, ferner in allen nicht mit bufdx versehenen 
Yerbalformen de« fitammes )n3.* — Aarimilation eines t liegt iroar in dem JBn- 
perf. Qal ^ Dan. 8, 29 al., von kSimmi ebenso in anp; 7, 26, wÄhrend 

1 Allerdings könnten alle diese Fülle, etwa abgesehen von ^Ü^i^ (vergl. im Hebr. 
^nsri ptc.) anch nnf nachträglicher Insertion (s. u.Aum. 4, b) eines Nun behu£i Auf» 
hebuDg der Verdop^uug beruhen. 



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§ 11. VeräuderTmgen im CoD&ooauienbestaud der Wörter. 2^ 

dÜMelbe Awiinflatton im Imperf. Ton ytj duvoh Luortion «Jm« i (Tetg^ «.4, b,9} 
irledmr aushoben wird; AMiinilatioii dnet h vielleioht in *ti Dnn. 4» 14, 
yroßac 3, SO 'T'i^i vielleiolit iMralit jedoeh ^ nur anf «inem Belinibllahler. 

3. Die Wegwarfnng ytm CouKHumten tiit^ wie im Hebzilieben» in drei- 
iSMber Gestalt auf: 

a) als Aphaeresii: de« tt in irti »711 unm, ma, hebt. *inM (dooh vatgL Es. 

38, 30 neben '1»?$); des Jod im Imper, der Ycrba "^'ü: Dan. 5, 17; W 
6, 13; des a im Jmper. Qcd der Terba £zr. ö, 15; 4pD Dan. 3, 26. 

h) als Syncope- a) eines N im Inf^.n. und Imperf. dpr V«rba NU: vergl. NT'^jb 
Dan. 3, 19; nra^ Ezr. 5, 11, 6<rrb Dan. 3, 2 (für NTXtS u. s. w.); anderwärts 
mit ortbographischer Beibehaltung des X : "i^X"?^ Dan. 2, 9, vergl. Ezr. 6, 9 
Imperf. "lOs;; u. s. w.j ferner io NPicj^K3 Ezr. 4, 12 (wiederum mit orthogr. 
Beibelialtung des tt » ^lO) und in n';:Nrs Dan. 5, 7, TergL Y. 16; wobl 
an^ in Vi Jauekm Dan* 2, 81 al., felis der Stamm twn zn Gnmde liegt und 

* in ni| 8Mg (vergl. hebr. Rlt^ von »ifi^X endlich in dem ify^ Dan. 4, 16. 
21 zu dem KHMbh wet« Merr; endlich in der abnormen Schreibung 
r»66» Dan. 2, 35 (statt rbo oder wenicrstons r^Via), sofern diesplbe anf nrspr. 
rttba hinzudeuten scheint. Bei n^SJ Ooff erfolgt die Byncope des ä< nach 
Präposition überall da, wo das Wort hinten gewachsen ist, also Mi^^fe^i, 
Mi^Kb u. 8. w., dagegen J^K^ Dan. ÜS, 9. ~ ^ ^es Ti: im Imperf. und Partie 
Haplfel, 8. B. Bar. 5^8 = n^sna n. §. w.; liftnfig tritt diese Bjneope 
jedoch nmr im Lnperfl Hapb. dear Verbs ein (ansgoiL Dan. 8, 21. 6» 16. 
Ssr. 6, 5); ausserdem vergl. nur Ezr. 6, 5 (^fe), Dan. 2, 40. 44 nnd 4, 9. 7, 23 
(9^3>). Auch im Part. Haph. ist die Byncope nicht ganz so häufig, wie die 
Schreibung des rt; bisweilen kommen beide Formen neben einander vor, 
vei'el. ■Pan. 2, 15 und 3, 22; 2, 40 mit 7, 7. 19. Dagegen erfolgt die Syncope 
des rs ausnaiimsius im Imperf. und Partie, der mit der Vorsylbe VT} gebildeten 
(Konjugationen. ^ 7) eines JoA^ in dem Part. Haph*^ kt.s Dan. 5, 19 (für 
M^liQ Ton V!r\ hiben)i diese LA ist gegenüber der gewShbllcben IiA MQ^ 
(IM. Qal Ton Iffv^ aMiffen) niobt nnr flberwiegend bsmngt, sondern aneh 
dordi den Context der Stelle nnd die Analogie der syrischen 'Aph'el-Form 
dieses Verbums ("^rry n, s. w. vergl. NöIdeJce syr. Gr. § 183) empfohlen; vergl. 
übrigeps auch im Hebräischen die völlige Unterdrückung des zweiten Con- 
sonanten desselben Stammes in dem Perf. Qal "»Ti Lev. 25, 36. — 8) eines in- 
lautenden h in verschiedenen Formen des Verbums p^O aufsteigen; so im 
Hapb*el IpWi Dan. 8, 28 aL, im Hoph. 6, 24, n. s. w! (tSx vpbün, phon) ; 
dieEUsion deeLamed istsondtdnrohBdiäifbngdeeDoorapenBirt nnd damit 
der Schein der Dreibuchstabigkeit gewahrt; femer in 'ifr* En. 8, 5 aL und 
Tf^ 7, 18, als Imperf. nnd Inän. Qal von 1^ Sfehmi yeiigi, § 44. 

c) als Apocop e : des D im sogen. Stat. absol. der Feminina auf vuVP-^; vergL 

fl^irra Eile, ira Bitte, ^St UnsrhuM, Könifftkum, ^'"^rt} Erleuchtung, sibja 
und "^Vs Misthaufen, ^2"$ Wille, ^z') GrÖBse, -ib'ä Irrthumf Whl^ (Ezr. 7, 26 
Q^S -^vj) Amowrzelung ; '^'^n^ alia (Dan. 2, 39 al.). 



1 Yen dsr Elision des Wato in dsn Ysrbis ^ 0^) ist hisr Tarlinfig abgesslien: 
veqgL § 14, 2, Anm. ^ nnd | 47. 



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30 ' 1. Kaopttheil. Schrift» und Ijautlehre. 



4. Die Hinsaf ä^ung von Consonanten erscheint: 

a) als Vorfügung de« sogen. K prostheticum bei den Nomina S^'tn Arvi (Ezr. 
4, 23 ; Baer: S^IH) neben ann Dan. 2, 32, wie im Hebr. riitK neben y^~T ; 
y^IfK Finger; ^122^« Knie (Dan. 5, 6); sowie in den Verbalformen '»''ri^rx 
sie tranken Dan. 5, 3 und iVbattJ« Ezr. 4, 12 KHhihh^ letzteres ohne Zweifel 
. ein Belmibfehler, den das QV^ in ^^'sv verbeneri, 

h) al«. Insertion: «) eines K in den Partioiina QaI der Verl» 119 (für welches 
H die ]IUsom In dsn hinten vermeh r ten Formen *< fordert^ s. o. 1, c) z. B. 
0K)3 Dan. 2, 81 XL s. w.i — ß) eines ti in der Flexion der Nomina Vater 
nnd tJ» Name; vergl. Wa« Dan. 2, 23; nn^üttj Ezr. 5, 4 (im liebr. ninttX).^ 
— 7) eines Jod in dem Subst. K^^Vb Nacht (in Betreff der AViederkehr des 
urspr. Jod der Verba H'b s. diese Verba). — o) eines N%in behufs Aufhebung: 
der durcli Assimilation bewirkten Verdoppelung eines Consonauten. Hierher 
geihdien, w«an wir von den o. Anm. 2 besprochenen FJOlen absehen (sn 
welehen such Weigm, vom St. xsa% za sfthlen wfire): n^fifi Dan. 4, 9 
von KSK Frucht; femer im Impert Qal von yV]' ^i^* 2» 30 aL (vergl. 
«5?|30 Erke7int7iis8); im Infin. Haph*el von pVö: n]3Ö3n^ Dan. 6, 24 al. (für 
ft^^ = hjp^on). In dieselbe Kategorie gehört endlich auch ^5S:n (Ilaph el 
von hhy, Dan. 2, 25; Infin. M^'S'^rib 4, 3, neben nbySi 5, 7), sofern entweder 
eine Zuruckwerfung der Verdoppelung stattfindet oder nach der Contraction 
des Stammes das 9 dnreli rasches Zosammensprechen mit der Vorsylbe n 
virtneU verdoppelt zu denken ist (veigL im Hebr. FSUe, wie nhnh im Hiph. 
von rv^; Otam. § 67, Anm. 6 a. E.). — s) die Insertion eines *i an demsdben 
Zweck scheint vonitliegen in HHBTO Tkmi (hebr. m). 

5. Die Versetzung oder Metathesis erfolgt, wie im Hebräischen, regel* 
mässig zwischen dem n der Vorsylbe nn und einem anlautenden Sibilanten in den 
Conjngationen Hithp^'el, Hithpa'al u. s. w.; vergl. piP^n Dan. 2, 24, KSPrjy^ 
2, 9, crinm, "p^Vr*?^ Ezr. 4, 13, n. s. w, Ueber die gleichzeitige Vertanschung 
des irauspouu ten n mit 1 und n nach anlautendem T und :i vergl. o. Anm. 1. 

§ 12. 

Die Verdoppoliuig der Oonsonaofteii. 

Die Verdoppelung üder besser Schärfung der Consonauten, 
äubscrlich meist durch das sogen. Vayti joric aiiiJüzci^t, ist cut- 
weder eine organische oder eine künstliche. Die erstere kann 
entweder von Haus aus zum Charakter der betreffenden Form ge- 
hören oder auf Contraction, resp. Assimilation, beruhen. Da£?egen 
dient die künstliche Schärfung entweder dem Bestreben, den vor- 
hergeiieudeu Yocal ausdrücklich als einen kurzen kenntlich zu 

1 KeinesMIs ksan dieies K als Aufweidmng eines nrqtr. y angesehen werden; 
die ganze Bildung folgt offenbar nur künstlich der Analogie dar ttberans häufigen 
Form ^aitl (qätil) als Partie, aller übrigen Verbalklassei:. 

^ Ver^l. über andere Fnlle dieser Art im Aram* und Arabischen Nöldektf Sitsungsber. 
der Berliner Akad. d. Wiss. 1882, p. 1176 ff. 



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§12. Die Verdoppelung der OonBonanteo, 



31 



machen, oder einen schwachen Consonanten (Jod) vor der Auf- 
lösung in einen Vocal zu schützen, oder endiiuii sie beruht auf 
euphonischen (resp. rhythmischen) Gründen. 

1. Zum Charakter der Form gehört die Schärfung des Consouanteu und 
■onit die Sftfczuug des Dagei fotie in eini^n d«r sogeu. gesteigerten Yexbal* 

• «tftmme (Pa*il Hithpa'«!), «owie in gewiseen NomiiialbUduiigea ete.) ; feiner 
itt den meisten Fomen der Yerba 9^ und den von solchen Stämmen abge- 
leiteten Nominibus, endlich in den $ 11| 2 behandelten Fällen von Assimilation, 
lieber die Aufhebung der Verdoppelung in Gutturalen s. § 13; über die Com- 
peusirung derselben durch Insertion eines Nim s. o. § 11, 4, ö, H, 

2. Eine künstliche Schärlung der Consonanten findet in folgenden 
F&Uen statt: 

a) zur Harvorliebung eines vorhergehenden korsen Tocals: veigL *^ Zunge 
(aMb. Vbäm, hebr. tfv^); ne^vrm Zauberer (von Ot^Q); Emweikmgf 

Pir^^yi (Dan 6 nach den besten Zeugen; sieht 'icST^K, wie in der 9. Anflt 
von Oesen. HW) seine Kniee; nalsD Ahtheilung, — In dieselbe Kategorie ge- 
hört auch die Schärfung des Nun vor Suffix in den Imperfectformen wie 
•»JlS^lifin (Dan. 2, 9) «. s. w., nur d.isa liier tlie Schärfung ursprünglich durch 
ein nach ü ausgefallenes i bewirkt ist. 

b) in gewissen Toraien der Terba ^9 nnd V9, um so den sweiconsonantigen 
Stamm wenigptens scheinbar »un dieioonsoDantig«a ma erheben; vergL ^IfHÜ} 
3. Plur. Peif. Baph'el von ppn (über ähnhch« Bildmigen im Hebrftisehen vergl. 
Gesrn. Gramm. § ' 5, Anm.) ond sftmmtliche Hitbp'^el-formen des Yerba 
vy: can-;, C"rnia, ptn^« u. s. w. 

c) zur Hervorhebung des Consonantencliarakters eines Jod in Fällen, wie X*a3 
Ezr. J5, 1 Q'^rS (K'thlbh Hfipsa, mit Jod als blossem Yocalbuchstaben); 
r^nsf«* (Dan. 7, 15), 3. fem. Sing. Perf. Ithp'^'el; endlich &at in allen Formen 
des sogen. Statoe emphatlGns Plnr. (K^a^q n. s. w.). 

<D ^ die Kategorie des sog. Dag^ f. eupkoniewn gehört a) das Dag» f, eou* 
jmeHvum in einigen F&Uen des sogen. PT"[^ ''fTi« (vergl. Gesen. Gr. § SO, 
2, a, -2) urtd des "iirtN! 5103 (vergl. ibid. § 29, 3, b): 05« RCtt^ Dan. 3, 10; 
Pra-Kkij^ 4, 9; KöB-^Vs 4, '25. — Das Dage§ f. dirimens (vergl. Gesen. Gr. 
§ 20, 2, b) in Jnrsu sein Schlaf Dan. 6, 19 zur Verhütung der Aussprache 

e) als reiner Hebraismns ist die Beibehaltung des DageS f, in den I^nraUomen 
von Tr% Bam Ofis^ ■* w.) au betrachten, da im Aramlisohan die durah 
jenes Dages bezweofcte üntenoheidnng von B*iQj^ und tn^ pemoettmlH 
(vergl. GteeH» 0r. § 96) ausser Betracht fttlt 

§ 13. 

Eigentliuuiliüiiköiteii der Gutturale und döä Kes* 

Die vier Gutturale n, n, K theilen nach der masorethischen 
Ueberlieferung mit den hebräischen Gutturalen die Eigenschaft: 

1. dass sie unfähig sind, die geschärfte Aussprache (sogen. 
Verdoppelung) zu ertragen, somit auch das ßegei forte nicht 



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32 



1, Haupttheü. Schrift- und Lautiefare. 



erhalten klonen. Wie im Hebräischen, wird die Aufhebung der 
Verdoppelung entweder durch die Dehnung des yorhergehenden 
Yocals (ä zu ä, i zu e) compensirt, oder (so stets bei n, bisweilen 
auch hei es tritt die sogen, virtuelle Verdoppelung ein mit Bei- 
behaltung des vorhergehenden kurzen Vokals, nur dass Pathach 
vor n und :? zu S*gol wird (vergl. Gesen. Gr. § 22, 1, Anm.). Bei 
lies findet stets die völlige Aufhebung der Verdoppelung statt. ' 

Beispiele sind a) von M: bnarp Dan. 5, 9; b) von rs'ir; 2, 40; dagegen 
mit virt Verdoppelung i3b?n 2, 24 ; 5, 13 al.; mit S^göl vor S : n^rn 5, 7; 

e) von h: fna 4, 24; ')''nhrro Ezr. 6, l und rnr Ezr. 6, 5 (ganz abnorni dagegen 
r(r^ Bsr. 5, 15); mit S'göl 'vor Ji: nno Dan. 2, 41 und t^'^nx Ezr. 7, 18 ; d) von 
^JT^ Dan. a, 19, yig », 40, a-i?» 2, 41, -rprrnh 3, «7, »f;^ 4, 9; 5, 6, 

»ryi^ Bsr. 4, 16 aL, T«*:Ö Ä, 2 } at^gri 7. 17; «yg^ia 7, 84 n. «. w. 

2. Sie lieben Tor sich den ihnen verwandten .<^-Laut; so haben 
die Verba tert. guttur. und B^s in allen Formen, welche sonst Sere 
oder Chireq yor der Guttur. oder dem Res fordern würden, statt 
dieser Vocale ausnahmslos Tathach vor der Gutturalis. Ebenso 
hat in den Verbis, die mit n, n, 2? anlauten, die Gutturalis nie- 
mals Chireq, sondern immer Pathach oder doch S*g61 als Vocal 
der sog. Praefixa vor sich. 

Beispiele: yr^ wwsend, ys'^a zerschmetternd; n$öo preisend überall a für 
e; m^m sie fanden (für haSkichuy, tq^ sagend, '^itq'i er wird stürsm (für e) 
^tt. 1. w. — Bei anlautender Guttor.: l^^ri?, l^'iasri; n«iS^; und mit 

lookmm SylbenacUnn Tntl^ ^'^^'^ nachfolgenden Yokal beeinflnast die 
Guttur. in T\*y^ Dan. 3, 15 (für 'ibhdeth); eine Umgestaltung der ganzen Form 
bewirkt die Gnttor. in nQ^I^ ich habe gefunden (Dan. 2, 25) for haSk^ek^, 

3. Die harten Gutturale 9 und n (von n findet sich kein Bei- 
spiel dieser Art) haben nach heterogenem langen Vocal das sogen. 
Pathach furthfum unter sich (vergl. Gesen. Gr. § 20, 2, b): y^T^ (Dan. 
2, 40), m. In dieselbe Kategorie gehört auch das Pathach in 
Fällen, wie mälW^ Dan. 5, 27 du bist erfunden worden (für nnDnön ; 
yergl. darüber Gesen. § 28, 4). 

4. Im Sylbenanlaut haben die Gutturalen statt des ^'wä mobile 
S'nipJrx ohne Ausnahme S'^wä compositum und zwar in der Regel 
Chateph Pathach, doch auch (so bes. n und ») Chateph S^adf unter 
sich. — Im Sylhenschluss kann sich unter der Gutturalis S'ivd 
Simplex bebaupten; doch wird auch liier nicht selten durch den 
Uebergang des S'wä Simplex in Chateph lockerer Sylbenschluss her- 
gestellt. — Wie der Vocal des Chateph bestimmt werden kann 
durch den yorhergehenden Vocal (vergl. ^Sptin u. s. w.), so kann 
umgekehrt das Gha^ph selbst auf den yorhergehenden Vocal ein* 



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§ 14. YerSaderuBgen der sehwaehen Buehstaben % **• 33 

ivirken, mdem es a) den zu ^«ä Terflüektigten Yocal restitiiirt« 

b) den restituirten Yocal dem im Chateph enthaltenen Yooal eon- 

fonnirt Kommt ein Chaieph in Folge der Flexion vor ein S'wä zu 

stehen, so yerwandelt es sich in den entsprechenden festen Yooal, 

2, B. tn*jnrj Ezp. 4, 15 (von annn = höekrabh),^ 

Beijq^^: ^TQi^, r^rjs, ^ nMh; na«, ^löK (doch ▼etgl. aneh ««a^p, Tih; 
« im Sylbemohliiw yti^ o. «. w. (■. o. Ko. S); mit Bmwkimg des CSIktfepA Mlf 
dan Yooal dar PrSflze: K^^ütirra n. a. w. 

Veräflderuagen der schwaclieii Buchstaben i^» \ 

1. Wenn K, ohne durch einen festen Yocal geschützt zu sein, 
mit einem yorhergehenden Yocal zusammentrifft, so pflegt es sich 
in demselben aufzulösen, d. h. es Yorliert seine Consonantenkraft 
nnd dient (falls es nicht ganz ansgestossen wird) nur noch als 
Anzeichen der (in offener Sylhe nöthig gewordenen) Dehnung des 
TOrhergehenden Yocals. 

Abgesehen Yon den Fällen, die inelir für die Lehre von der Wortbildung 
in Betracht kommen (z. B. UJsCIi Kopf)^ gehören hierher besonders die o. § 11, 
3, b anter Syncope aufgeführten Beispiele von Verbis K'E ; vergl. auch das dort 
über die Syncope des St von Bemerkte. — Ueber die Verdichtung des fit in 
^ in gewissen Formen der Yerba tt't), sowie die darauf beruhende Behandlung 
d«mlben Yerba naeh Analoge der Yerba s. o. § ll, 1, c. 

2. Wie K, so fliessen auch 1 und wo sie nicht durch Dag ei 
forte geschützt sind, mit einem vorhergehenden kurzen homogenen 
Vokal zu dem entsprechenden langen Vocal zusammen, d. h. urv 
wird w, xj wird %. Nach heterogenem Vocal erfolgt entweder die 
Elision des schwachen Consonanten, oder derselbe bildet mit dem 
vorangehenden Vocal einen Diphthong (so ^ mit Pathach) oder er 
wird mit ihm zu einem langen Vocal (und zwar = « + » 
zu 6) Contrahirt. 2fach heterogenem langen Vocal behaupten 1 
und 1 ihre Consonantenkraft (vergl. z. B. "^^f^ Dan. 4, 24; 'J'^W 
2, 38 Q're, vergl. § 11, Endlich ist hier noch eines Falles zu 
gedenken, in welchem sich der Vocal ü am Wortende nach hete- 
rogenem Vokal (f) zu Waw verdichtet; so im Perf. Pa'il, Haph*elf 
Hithpa'al von Verbiß Vü^: O^*»- 5, 21 Q^ri)^ "PfTfit 

1 Der Baer'sche Text hat überall für Qames chatuph das Zeichen -;r» abo 
Ew. 4, 15 ^^"C;'!? (das erste -;- gilt ihm nach Auffassung der jüd. Grammatiker, 
vergl. Gesen. Gr. § 9, 12, Anm. 2, als ä). Verf. dieser Grammatik konnte sich nicht 
entschliessen, diese schon längst und mit üecht getad^te Schrulle nachzuahmen« 
Kaatateli^ MwntlsoliB Otanunllk. 3 



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34 



t. HavpÜhflil. Sobrift- und Lautlehre. 



^rn ; lamix Dan. 3, 19 JlC'ihm; yergl. aaoli im Qal r^t^l^ Dan. 
5} 3, 4. 

Beispiele a) von Auflösung: r^^C^h Dan. 4, 33 (als Hoph*al von einem urspr. 
Verbum TB); Tj^'^? 2, 34 ({nr bij'dqjin) ; in gewissem Sinne gehört hierher auch 
der Uehergang des i copulativum in <t vor S'^wa mobile und den Labialen, ganz 
wie im Hebräischen; vergL Dan. 2, 6; )l'a*^r|^^ 2, 5; K^ÜB^ 2, 4. 6) von 

Eliiion moh heterogenem TonmI: n. s. w. in der 3. Flur. Petf. der Yerlw 
l^b (f. d.), w«lohe imprfiiiglieli dndS' «cm mfifawü wird emiAoli»tm^a<l, daai» 
nach Contraction von a + u — mHo; ebenso ]ieg;fe SUsion des Jod tot in 
denselben Formen derjenigen Ycrba fit'b, welche ursprünglich "^'h sind; so z, B. 
höchst wahrsoheinhoh in iiS, "ia*! etc. (r*»Myu = r'maü ^ t-'wo). — c) vou 
PiphthongbiMung : nr';3, T'^^ u. s. w.; n"^in, nn'^tn (und .Sil stets m 2. Bing. 
Perf.); d) von Contraction zu langem Yokal: KÜ, oontrahirb aus ia mit rein 
grapliiMlier Anli&ngung von M; r '^m, r.'^in (und so steti in der 1. Sing., sowie 
in den Flaialformen dei Perfeete der Yerba M^). YergL bienn aoeli die o.]it. 6 
bebandeLten FiUe von CkmtraotioiL 

§15. 

Veränderungen der Vocale. 

Eine Veränderung der ursprünglichen Vocale kann in Folge 
der Flexion eintreten dureh Dehnung, Verkürzung, Verdünnung, 
oder durch Verflüchtigung zu S'wa mobile; der letzteren steht in 
gewissen Fällen der Uehergang desi^fi^a in festen Vocal gegenüber. 

a) Die Dehnung kurzer Vocale in die entsprechenden langen 
(azuäfi zu ^, ü oder d zu u; Dehnung des üzn. ö nur im Impf. 

u. Imper. Qal der Verba 9^9 im Ton; s. § 46) kann theils als Ersatz- 
dehnung vor Gutturalen oder sonst in offener Sylbe, theils als 
Dehnung vor dem Tone oder in der Pausalsylbe siattliuden. 

tJeber die Ersatzdehuung vor Gutturalen und Res vergl. o. § 13; über 
Yocaldebnnng in Folge der Auflösung eines fit, 1, s. § 14. — Die Dehnung 
kurzer Yooale vor dem Ton iat im Oaneen nur auf venige Falle besebränkt} 
Teigl. Dten^ Dan. 2, 21; D^^ 5, 19; Wffy) 5, 21. 6, 1<; hierber würde auch 

C)&r| Dan. 2| 44 gehören, falls diese Form als Haph'el von 6)^0 zu betrachten 

ist. Auch das ITopli'al li^«"! Dan. 5, 15 kann als ortliographiscbe Licenz für 
huailu (vergl. lasin) betrachtet werden. — Vou Nominalforinen gehiiren hier- 
her: "jiTa Dan. 4,,9 (von einem Verbum Vy, wie fast alle oben autVezählten 
Beispiele, mit Mem objectivum und %'7ina^a Dan. 4, 34 (syr. jedoch 
niebt 4, 24 (so Baer, ebne Zweifel richtig, statt der gew5bnlicben ItA. 

1 Ob ein Verbum dieser Art urspr. oder '''^ iat und ob somit Elision von 1 
oder in den fraglichen Formen stattgefunden hat, kann nur aus den südspmitisehen 
Dialecten, welche beide Verbalkla^sca noch äusserlicli imterscheiden, erschlossen wer- 
den. So beruht c. B. die Zuweisung von su den vb auf der Voraussetzung, 
dew m eiabk Um entspricht 



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§ 15. Yeränderangen der Yocale. 



35 



XSS^ d» di«sim Flozal der Siiig. dend m Oninde liigt» luid el»6tttow«iu( 

riTÖ Augenblick (vergl. arab. A*Lm», syr. Hcfä). — Ueber die Beispiele von Yocale 
dehnang in der Pausa s. u. § 17. — Als eine Art von Delinung des Vocals oder 
doch als Steicrening seiner Quantität kann auch die Umlautung von ä und t zu 
S'gdl in foigeuden Fällen betrachtet werden: 1) im Tone; so in den hebräisoh- 
artigen Segolatformen von der Grundform qatl, wie "f^, TjVo, Dbjfj verg^ 
•voll ''Sz Ezr. 7, 25, wolor >lo ZU enrartoi wftre. 2) amaerlialb der Toai* 
^Ibe: all Umlaatun^ a) eines MümkA: Dhn^ Ezr. 5^ 6; nicht minder gehören 
bierher die oben § 13» 1 besprocbenen Fille, IWK, "nn^ ^Vl?» Chireq, 
TergL 13»9 (nach der Form !»9J30) Ezr. 4, ; «-abn u. s. w. Dan. 2, 4 al. für 
ehihnä, da als Status Hb'?olatu9 4, 2. 7, l obr erscheint; Ccin^M 4, 16 (als 
3. Sing. Perf. für 'ist.). Ueber die JE^age, ob in pausaiem % für e eine Dehnung 
des e vorliege, s. § 17, 2, Anm. 2. 

b) Die Verkürzung eines langen Vocals ist durch nach- 
folgende Linea iMaqqeph bewirkt in -n^JP^ Kzr. 4, 19 (vergl. 7, 26 
lü^^ria); als eine Art Vocalabschwliclumg mag hier auch angeführt 
werden ni332 1 Sing. Perf. Qal von Dan. 7, 19, walirnnfl (ont- 
sprechend der Entstehung aus dem Diphthong s'^bait) nach Aixa- 
logie von n'^in und nnn Tielmehr tr^ns zu erwarten wäre. 

c) Die Verdünnung eines ursprünglichen a zu i spielt, wie 
im Hebräischen, besonders in den sog. Segolatformen der qatl- 
Klasse eine Rolle (yergl. I'^na'^, »»m, pjp, ttattTi »TDttü), wohl nicht 
ohne Einwirkung des anlautenden Zahn- oder Zischlauts; doch 
gehört hierher auch die Vocalisation der Praepoeitiones praefixae 
ä, b Tor nachfolgendem S'nfa mobUe (ebenso der Praefixe des 
impert Qaf vor S^a quiescens) mit CMreq, sofern dieses I gleich- 
falls auf einer Verdünnung aus ursprünglichem ä (daher Tor Grut- 
tnralis mit Chaieph'Pathach ^, |, b) beruht. Das gleiche gilt Ton 
dem Chireq, welches beim Zusammentreffen zweier S'wa mobUe an 
die Stelle des ersten derselben tritt; rergl. z. B. h^ttp (3. Sing, 
fem, Perf. Qal), entstanden aus q*talat und dieses aus qaialaL 

d) Die Verflüchtigung eines festen Vocals zu S^wa tritt 
besonders überall da ein, wo der kurze Vocal einer geschlossenen 
Endsylbe in Folge eines Flezionszusatzes in offene Sylbe zu st^m' 
kommt; so z.B. im sog. Status emphaticus und Plural der Nomina 
mit a in der Endsylbe wie obr Well, «^ab^ die W., ydys ; im Verbum 
z. B. nso*! (3. Sing. masc. Imperf. Qal) und T^iap') (3. Plur.) u. s. w. 

, Anderwärts beruht die Verflüchtigung eines ursprünglichen 
(kurzen) Vocals aui dem Charakter der Form; so bei den ziemlich 
zahlreichen Nomina der Form bcp. Nur sehr selten wird in solchen 
Fällen der kurze Vocal durch die künstliche Verdoppelung des 
nachfolgenden Consonanten vor der Verflüchtigung geschützt (vergL 

s* 



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36 1. Haupith«U. Schrift- nnd Laotlelire. 



I. B. l[th Zunget arabisch fhän), Gans abnorm nnd nnr aus einer 
Yerkennnng der Form zu erklären ist dagegen die Veffläcbtignng 
eines knrzen Yocals in geschärfter Sylbe; vergl. nn» Ezr. 5, 15 
(ans *anchet). 

An die Stelle des kurzen Yocals tritt unter Nicbtentturalen 

(in Betreff der Gnttnrale yergl. § 13, 4) in der Regel ywa mobile 
Simplex; doch fordert die masorethische üeberlieferung bisweilea 
auch unter Nichtgutturalen Chateph aus den Ccsen. § 10, 2, Anm. 
dargelegten Gründen; vergl. i-ie:c Dan. 4, 9. 11 (Hervorhebung des 
S'wa mobile unter geschärftem Consonanten) ; nb^tttt 7, 11 und 
K^Ätty 3, 4 (Chateph unter dem ersten von zwei aufeinanderfolgen- 
den identischen Consonanten); 'i5c;| 6, 23 (unter Zischlaut nach 
Waw copulativum ; vergl. auch nto'in 4, 33); endlich unter p und 
i: ^'y^ Ezr. 4, 18. 23; Dig vor; T^'^jntt Dan. 2, 43; unter dem 
EinflusR eines nachfolgenden p: rx^'Tq 7, 7. 19, vergl. 7, 23; ohne 
Analogie im Hebräisdien ist <55 2, 19 und •'bä 2, 30. 

e) die Verwandlung eines S^n-a niohile in festen Vocal tritt 
abgesehen von dem § 13, 4, b besprochenen Fall (Verwandlung 
eines Chateph vor einem anderen S'wa in den entsprechenden festen 
Yocal) nur zweimal bei Chateph ä'gol unter K ein; in ^(TK ange^ 
zündet Dan. 3, 22 für Kt^, nnd ans rhythmischen Gründen in 
nnirtj» Ezr. ö, 15 ; für bj« wäre bt« oder (nach Analogie von *ir«) 
^ zu erwarten. Zu beachten ist übrigens, dass in beiden Fällen 
(ganz wie in hebr. "liTK für «viTK Gürtel, wohl anch in itm Ysop} 
dem tt ein t folgt. Ganz unerhört ist dagegen trotz der guten 
Bezeugung t^rVQa Dan. 4, 27 für 'a^ ich habe He gebaut; eine solche 
Alterirung der Yerbalform ist auch durch den Hinweis auf den 
Oegenton (daher sich in einigen Codices sogar findet; yergL 
Baer^% teztkritische Kote) in keiner Weise zu rechtfertigen. 

g 16. 

Yon der Sylbenbildung und dem Einflnss derselben auf die duantität 

der Yoeale; 

Indem wir in Betreff der Sylbenbildung im Allgemeinen (Unter- 
eebeidung offener und geschlossener Sylben, Yorschlag eines Con- 
sonanten mit S*wa mobile simples oder compositum, Schliessung 
der Sylbe durch zwei Consonanten u. s. w.) auf die hehr. Gram- 
matik {Gesen. § 24 — 28) verweisen, begnügen wir uns hier, die 
Abweichungen des Biblisch- Aramäischen von der im Hebräischen 
geltenden Theorie der Sylbenbildung hervorzuheben: 



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§ 16. Von der Sylbeubildung und dem EinflusB derselben etc. 37 

1. Das Aramäiscliö gestattet kurzen Vocal (a und selbst t) 
überall in betonter offener Sylbe; so in 3. Plur. Perf. der yerschie- 
denen Conjugationen: vergl. infiS, ^^n?ü, ^ipl^o: nbiaa, *iwn, 
'aSpii, "^nnnn, nn^t^n (überall bei offener Ultima). 

2. In betonter geschlossener Endsylbe kann sich von kurzen 
Vocalen nicht nur at, sondern auch i behaupten; so in 3. Sing. m'. 
Pprf. Qal, Pail, Ilaph'el, Sapli'il: qpn, p3?T^; brpp, "j^in, nt^O; 
in unbetonter muss kurzer Vocal stehen: rrar Ezr, 6, 12, nicht natD. 

3. In betonter geschlossener Paenultima kann von den langen 
Vocalen nicht blos ä, e, sondern auch t stehen; vergib Mßbpr^ Dan. 
5, 27, welche Form als conjugirtes Peil nur als orthographische. 
Licenz für betrachtet werden kann ; dagegen dürfte P^tt^H 
(Dan. 3^ 12) umgekehrt nur als orthographische Licenz für tjXXgn 
anzusehen sein. 

4. In unbetonter geschlossener Paenultima kann sich jeder be- 
liebige lange Yocal halten; vergl. "p^y Dan. 4, 4 und 5, 8 Q, — 
Hnn-itt Ezr. 4, 12, 'm'^bto Dan. 4, 24, kps*»^ Ezr. 5, 8, Dan. 

2, 49, my^^ 2, 20.* 

5. Ob die masorethische Ueberlieferung kurzen Yocal auch in 
unbetonter offener Sylbe zulässt, hängt von der Beurtheilung 

folgender Beispiele ab: Ezr. 4, 12 (gewöhnlich, auch Opitius, 

IttTT'); ^"1''n: (gew., auch ed. Mant. ^T^n?) Erleuchtung Dan. 5, 11, 
und ^"i^s passend Ezr. 1, 14 (so Batr auf Grund ziemlich starker Be- 
zeugung; gewöhnlich — auch Opitius — SF'^'^ä). 

Für Vü'>r\'^ wäre nach Analofrie von 'l^'^ri'^ Ezr. 5, 5 zunächst "jlO''ri'^ zu er- 
warten oder, wenn die Abwerfuug des jSun (und die dadurch bedingte Zurück- 
werfung de« Tones) auf richtiger Uebwliefening beruht, 4D'«fi^ (vergL Don. 

44). G«män der Eatatehimg der Foim (vogL im aterken Yerhnm 
welebea iiynoopirt ^nds laatea würde) war jedoeh aneh Wiederkehr des mr» 
sprünglichen Yocals vor der Tonsylbe in Gestalt eines Vortonqames mS^ieh 
(vergL B''pn'; Dan. 5, 21, D'^'i^a 5, 19, u.s.w.) und 'ro^fi:' ist jedenfalls so gemeint, 
dass nur eine durch das n bewirkte Beschleunif^nnf; der Aussprache dieses Vor- 
tonqames mit virturller Schärfuno des n angedeutrt werden soll. Für 1"i''«T3 
wäre, da der Ton auf der Ultima liegt, nach Analogie von n^')<^D (Ezr. 4, 23) 
vidmehr VWXi sa erwarten; immerhiii Itee daik aucih kisr eine Wiederkaihr 



t Biese QsI-Foomd weiden alUidings von der Hesora meist 0edoeh nieht ana» 

f^ jjitt— aKfth) in Prasa TerweDdet und vielleicht als eine Dehnung von e betrachtet^ 
zumal sich einmal (Dan. 6, 3) f^*^ geschrieben findet. Die Analogie der 3. Plur. 

(s. o.) imd der übrisren Conjugationen macht es jedoch zweifellos, dass die lu-spr. Uebar» 
lieferung emen kurzen Vocal meint. Vergl. hierzu noch § 17, 2, Anm. 2. 

3 lieber die masorethische Schreibung dieser Formen mit Metheg (H^l^^ etc.) 
s. o. § 9, Amn. 4, c. 



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36 



1. H»npttli«il. Sobrift* und LaniUlm, 



den nrspr. a (Tergl. syrisches n^tr) ]nitTi]i;aeUer Yerdoppelang dfll hlMgNlftak 

Dieselbe Analogie des Syrischen kann auch für geltend gemacht werden; 
allerdings steht dann die Form, da an eine virtuelle Verdoppelung des schwer- 
lich zu denken utj in der masorethischen Ueberlieferung (zumal als P^'t/form) 
einzig da. 

§ 17. 

Vom Ton xmd von der Pausa. 

1. Wie im Hebräischen fällt der Ton nach der masorethischen 
Ueberlieferung in der Regel auf die Ultima; seltener (so z. B. in 
der 3. Plur. aller Perfecta) auf die Paenultima. Zur Bezeichnung 
des Gegentons dient Metheg nach den für das Hebräische gelten^ 
den Regeln (ve^l. jedoch o* § 9, Anm. 4, c), Eine Zurilckwerfung 
des Tones auf die drittletzte Sylbe findet nur scheinbar statt in 
Fällen, wie kiTO^n Dan. 4, 33. Die Zurückwerfung des Tons auf 
die Paenultima kann entweder durch den Charakter der betreffen- 
den Form oder durch zuföllige rhythmische Gründe Teranlasst 
sein. Ersteres ist der Fall bei dem Status absoL Pluralis aller 
Participia Qal der Verba K'b )'^hw, f'^no u. s. w.), letzteres 
in einigen Beispielen des sogen, näsöif *ächör (vergl. Gesen, § 29, 3, b) 
zur Vermeidung d^s Zusammenstossens der Tonsylben Ton zwei 
engverbundenen Wörtern: rtb S^rl?^ 2, 46; »n|-xbbb 4, 9. 18; 
«BIS kVs 4, 25 (über das Dages f. conjunct. vergl. o. § 12, 2, d)\ 
rh 'i^iü: 4, 32; "^b nSD'in 4, 33; yynh na'^ri'^ 7, 12. Vor der Gegen- 
tousylbe ist die Zurückwürruiig eingetreten in 'pUCC "-slD Ezr. 7, 25; 
durch Metbeg des Gegentons ist die Zur 11 ck werfung bezeichnet in 
t Wy b T» Ezr. 5, 15 (vergl. dazu § 15, e). 

Wie weit die masoretiiische Ueberlieferung die bei Lebzeiten der Sprache 
geltend« Betonimg viadetgiebt» kann im Hinblick vat die ¥t»cif des Dfolekt» 
iron Kalnla (vergt die Probe % 6, 10), sowie an« anderen Gründen viel&eli 
sweifdbaft erMbeinen. So ist 1 - Betonung einer offenen Endsylbe nach ge« 
schlossener Paenultima (z. B. malku, malkajju) oder nach offener Paenultima mit 
langem Vocal (z. B. jaqqh'd) unnatiirlich und die in Triiyo. ti. s. w. vorliegende 
Tradition scheint nach dem § 5, 2 la der Note zu dßjia Bemerkten der Masora 
zu Widersprechen. Andererseits stehen diesen Bedenken doch auch gewichtige 
Oegengrfinde gegenüber. Anoh die grieobtelie Tradition bestätigt so avfGUUge 
Betonimgen, wie läk ehetdot mam^mu^ faM«lftä u. s. w. (s, § 5, S) mid mder- 
wiits kennt die Jbsora eneb die Enttonung der Endsilben {%, B. Ben. 
9, 18)» eebeint also doch eine wirkliche Tradition vorgeAindea ond nicht blos 
nach vorgefassten Theorien accentnirt zu haben. Am meisten aber spricht für 
die Richtigkeit der masorethischen Betonung in Fällen, wie mafktl (g. o.), nach 
dem gewichtigen Urtheil iSoldeke'» der Umstand, dass aucli das Syrische dieses 
ansUatende « in der Aussprache festgehalten hat, während es alle auslautenden 



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§ 17. Vom Ton und von der Fma. 



39 



unbetonten Vocale (und zwar vor allem a) fortfallen lässt. Demgemäsa 
träte die im Nensynsöhai übliebe Betonung derPeenoltiDiR dnrobaxif «ekondir 
nnd niobt ab Instans gegen die maaoretliiBcbe Betonimg des bibliaeben Amr 
mSiaeh m vorverflien. 

2. Der im Hebräischen so weit reichende Einfluss der Pausft 
(yergl. Gesen, Gr. § 29, 4) beschränkt sich im biblischen Aramäisch, 
abgesehen von einigen Fällen pausaicr Delimmn; des Patliach, auf 
die Vorliebe für pausales Chireq an Stelle voii Sere. Doch ist 
dieses Chireq schwerlich als eine pausale Dehnung (von e zvl i\ 
vergl. über diese Stufenfolge der Quantität Gesen. § 9, 12) zu be- 
trachten, da andernfalls die fast ausnahmslose Defectivschreibung 
unbegreiflich wäre. Uebrigens ist die Berechtigung der masorethi- 
schen Praxis beziiglich dieses Chireq nicht zu beweisen. — Eine 
Zurückwerfung des Tons wird durch die Pausa nur in einem Falle 
Ezr. 5, 7 und bei Zaqeph qaton Dan. 2, 40) bewirkt. 

Anm. 1. Pausales Qaines fin^lot sich mit Silluq in 0*^0 Dan, 5, 28. Ezr. 4,24. 
6, 14: ■'n-p Ezr. 4, 18; b-n Ezr. 4, 23: mit Atbimch in "^aip Dan. 2, 6; !j'»r! 
3, 4; Ezr. 4, 10. -- Nach Gesen, W. B. unter ».n: soll auch nn: Dan. 7, 15 

eine Fausalform für FTd*i3 sein. Doeh ist nach dem Zeugniss der Masora (s. Baer 
KU d. Bt.) vielmehr fti'^ xn lesen und dieses kann (ftüls nicht einfooh !^3-t3 ge* 
mtixA war) nur als ein Homen nach Analogie von (Dan. 7, 4) gefaist 
werden; flbrigens vergl. § 54, 3, a, ß am Ende. Dagegen scheint die Masora 
eine Pausalform zu beaLsichtiiren in n'ri Dan. 2, 4 (vergl. aucli V. 24 und 
5, 12), während sonst (vergl. z. B. nwd^ Dan. 3, 29) die.se Formen der Yerha 
8t'5 ausnalimslos .Sere in der Ends^'lbe liaben. Obiges S*gol dürfte indess nur 
auf einer künstlichen Theorie der ^Masora beruhen. 

, Anm. 2. Ks hndeu sich Beispiele mit pausalem Chireq a) von der 3. Bing, 
xa. Perf. Qal mit Athnaeh: Dan. 2, 46. 4, 8. 17. 6, 21. 7, 9; b) vom Partie, aet. 
Qal mit SiUnq: 4, 10. 6, d. 7, 9; e) vom Bnpnrt Qal mit Atbnaeh: 7, 20; 
d) von der 8. Sing, m* Perf. Pa'il mit Athnach: e, 82; e) vom Impsrf. Hapli^el 
mit Silluq: 7, 24. Ezr. 4, 13; f) vom Partie, act, Haph. Dan. 5, 19; g) vom 
Imperf. Hithp'*el mit Silluq: Ezr. 6, 4. 12. 7, 21; mit Athnach: Dan. 2, 44. 
Ä) vom Imperf. Saph'il mit Silluq: Dan. 3, 17; vergl. liierzu noch die Zahl 
riö Dan. 3, 1 (neben ntg Ezr. 6, 15 ausser der Pausa). 

Abgesehen von den Fftllen onter ^, h (wo aber ST'^'^ überhaupt das einzige 
Beispiel ist) nnd i findet sieh in denselben Fonnen Ohireq aueh ausserhalb Öax 
Patisa. Allerdings kann in einigen dieser Ffllle Pavsalaussiwache bei kleineren 
Trennungsaccenten beabsichtigt sein; vergl. Dan. 3» 17. 4, 84* 6, 24. 28. 7, 10; 
doch .stehen diesen auch Beispiele mit Yerbindungsaooenten gegenüber (veigL 
Dan. 2, 40. 44. 8, 28. 6, 21. 28). 

Für den Charakter dieses Chireq als eines langen Yocals kann nicht ange- 
führt werden, dass es sich einmal (r^^^ Dan. 6, 4 mit Zaqeph qaton) plene 
geschrieben findet; ebensowenig, dass ^ese Pleneseription der Pansalsylbe in 
den Haiktochriflen des Onkdos-Taigoms das gewölm1i<^e ist (vergl. darüber 
Ä, BerUner, die Kassorali anm Taigun Onkelos, Lps. 1877, pk XT und 100 ft); 



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40 



1. Haupttheil. Schrift- und Lautlehre. 



d«nn dl« Siiwetsaiig dw Jod sollte ohne Zweifel, wie in ahlreiehea anderen 
Fällen der Tazgamorthogimphie^ nnr' einen Fingerseis; für de» Lesen des nn- 

vocalieirten Textes gehen, ohne dass dabei auf die wirkliche QnanftitHt Büok* 

sieht genommen ist, ümgfikelirt kann aher auch nicht für das pausale Ohtreq 
als langen Vocal geltend gemacht werden, dass sich von der Form P^'tl (mit 
zweifellos langem i) einige Male die scriptio defectiva findet (vergl. Dan. 3, 21. 
5, 20. 27. 7, 14. 22. Ezr. 4, 24. 5, 16); denn diesen sieben Formen stehen über 
50 Beispiele mit plene gesehriebenem t gegenüber. 



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ZWEITER HAimflEIL 



FORMENLEHRE 

OSBB 

LEHRE VON DEN KEDE T HEILE N. 



EKSTES CAPITEL 

Vom ProüomeiL 



§ 18. 

Vom Personalproiioiiieii. Pronomen separatum. 

• 

Indem wir bezüglich der Lehre Ton den Wortstämmen und 
Wurzeln, sowie des grammatischen Formenbaues im Allgemeinen 
auf die zum allergrössten Theile auch für das Biblisch- Aramäische 
gültigen Bemerkungen in Oesen, hebr. Grramm. § 30 und 31 Ter- 
weisen, er(}ffi[ien wir die Lehre Tom Pronomen mit einer ITeber* 
sieht über die selbständig (nominatiTisch) stehenden Pronomina 
personalia, die sogen. Pronomina separata. 
Sing. 1. comm. (im Bibl.-Aram. jedocli uur als ?nasc. zu belegen) 
rüK ich (Dan. 2, 8. 23. 3, 25. 4, 4. G. 15. 27. 34. 5, iti. 
7,' 15. 28. Ezr. 6, 12). 
2. J». K'thihh nrüK (d. i. nn2K) du, wofür jedoch die Masora 
überall im Q're ni« fordert (Dan. 2, 29. 38. 4,19. 5,13aL). 

2. f. nicbt zu belegen. 

3. m. K^in er Dan. 2, 21 al. 
3. f. «"^n sie Dan. 2, 9 al. 

Flur, 1. comm. (im Bibl.-Aram. immer masc ) i^jnäK wir Dan« 3, 
16. 17. Ezr. 5, 11, einmal njnäK £zr. 4, 16. 
2. m, "pTtK ihr Dan. 2, 8, 
2. /. nicht zu belegen. 



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42 2. Haupttheil. Formenlehre. 1. Gap. Vom Pronomen. 

3. m, als KominatiT nnr "han sie Ezr. 5, 11 (als Verstärkung 
zu fe»)ri|K) und £zr. 5, 4 ; häufiger steht itri als 
Accusativ = eos Ezr. 4, 10. 23. 5, 5. 12. 14 (bis). 15. 17. 
Im Daniel steht dafür überall (u. zwar gleichfalls als 

Accus.) die vollstiindige iorin )mT} 2, 34. 35. 3, 22. 
Als Accus, findet sich endlich auch I^dä Dan. C, 25. 
3./*. y^m eae Dan. 7, 17 Q're; das Kfthihh hat das mösc. 
•jnsK (s. o.). 

Anm. 1. Sing. n3i< (so nach der Fordemnj}^ der Maaora — vergl. Baer tvl 
Dan. 2, 8 — überall zu schreiben, nicht »5^*, wonach Gesen. "W. B. unter XDH 
zu berichtigen); ä in zweiter Sylbe entspricht der syrischen und arabischen 
Eorm. — 2. Sing, mtt. Dieses J^V&i&A woxde offenbar deshalb von der Masoriu 
Terworfen, ireU man s|Ater beständig py» oder riK spraeh (letxteres nacli der 
ÜMOTB sogar im Hebrüischen Nnm. 11, 15. Deut. 5, 24. Ez. 88, 14). Abttr dla 
Oonstanz der Schreibung imSM lehrt, dass zur Zeit der Abfasamig der bibllsoli« 
araüiäi?chen Texte das auslautende ä noch geliürt worden sein rau??. Die 2. fem. 
Sing, lautete vermuthlich ""PSK, die 2. fem. Phir. '^'^r/it^ oder "fnsx. — In i^afi 
(Ezra) und "jiSJ^ (Dan.) begegnet uns zum erstenMaleine dialektische Verschieden- 
heit der beiden Bücher. Der häufige Gehrauch beider Formen als Accusativ 
rührt daher, dass dem Bibliseh-Aramflisehen, -wie dem Syiisdien^, die vwbalen 
AocnsatiT-SnllBze d<Mr 8. Flur fdden. 

§ 19. 

Pronouiiiia, personalia suflxa. 

Wie im Hebräischen, kann der Accnsatiy des Personalpronomens 
(abgesehen Ton der 3. Plur»^ Tergl. § 18 a. E.) entweder durcli ein 
an die transitive Yerbalform angehängtes Sufüx ausgedrückt oder 
mit der Nota accusatiTi (n^) selbständig nachgebracht werden; 
doch findet sich Ton letzterer MögUdikeit nnr ein einziges Bei** 
fl^iel (fin^S Dan. 3, 12). Dagegen stellen die znm Anadmck des 
Pronomen possessiTüm an die Nomina angehängten Suffixe einen 
Ton dem Komen regierten Genitiv dar (vergl. Gesen. § 33, 2, 
Ebenso werden die von Präpositionen abhängigen Personalpro- 
nomina in Gestalt von Suffixen an die ersteren angefugt und 
repräsentiren dann gleichfalls einen von der Präposition (als ur- 
sprünglichem Substantiv) regierten Genitiv. 

Ueber die Vormüi der TwbalmfBxe nnd die donili Jlire AnfBgung bewii^teii 
YetlndenmgvB dw YerbalfonBeii vean^ u* § 87; über die Nominalsalflxe ( 58, 
Über die Trftpoiitloiieii mit Suffixen § 70. 

1 Im Syrischen pflegt die Form mit anlanteodem ^ (Aenen) als Komin,, die mit 
M Cen&n) als Accus. Tervendet wo. werden. 



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§ 20. Pronomioa demonstratiTa. 



4a 



§ 20. 

Pronomina demonstrativa. 

Als Hinweis auf das unmittelbar folgende oder der Betrach- 
tung vorliegende dient n:'1 m. hic und K"^/*. haec ; Plur. comm, y^^yt oder 

•j!?« hi, hae (nur im Daniel) ; auf etwas schon ferner liegendes wird 
hingewiesen durch tjn in. iUe und ^"i /. illa (beide nur im JJ. Kzi a), 
sowie durch 'JS'^ /». iile (nur im Dauielj; Plur, -fbx (nur als masc. 
zu belegen), einmal 'pss ?n. Dan. 2, 44; über bx, vorgl. Anra.3. 

Anm, 1. n:*! ist offeubar erweitert aus (so oder '}''•} in den Targumen, 
mit dem fem, KS'n), aber |^ selbst findet sich uicht im biblischen Aram^sch und 
■ollte daher in Oeten, W. B. nicht als Stichwort «oftreteiL EhttMowanig d&rfte 
das bibL-aram. rrai, wie dort geschieht» als eommme an bezeichne sein, denn als 
Eeminiu dient atudrüoklich K9, fvsp. Allerdings steht rt|%| sehr hfinfig gans 
allgemein (entsprechend dem Näntrum in den classischen Sprachen imd im 
Deutschen; so z. B. Dan. 5, 22: alles dieses, vergl. 7, 16 und in Verbindung 
mit Priipositioner» n:*7 ''"^t^St darnach, deshalb, darauf, u. a. w.), aber 

nirgend» ßudet, sich üS'n in Verbindung mit einem Femininum. 

Uebrigens kann nsn ebensowohl als Frfidicat eines Kominalsatzes voran- 
■tehen (Dan. 2, 88: H^^n nsn das ist der JVtmm; vergl. 2, 28. 4, 15. 5, 25. 28. 
Est. 4, 11) oder a^'eetiViseh hinter dem Sabstantir (Dan. 2, 18: ha*T ttn üem 
Q^eiwniss; 5, 7. 6, 4 und oft), einmal sogar vor dem Substantiy {Ezr. 5, 4). 

«■n haec Dan. 4, 27. 5, 6. 7, 3. 8; ^''^X adjectivisch nach einem nomen masc. 
Dan. 6, 3. 7, ebenso vor nomen femin. 2, 44 und 7, 17; im Sinne YOn haec omtUa 
2, 40 (die Schreibung findet sich nur 2, 44 und 6, 7). ♦ 

Anni. 2. Die übrigen Formen kommen sämmtHch nur in adjectivischem 
Gebrauch hinter dem Nomen vor und zwar Ezr. 5, 17. G, 7 (bis). 8. 12, überall 
in der Terbindiing "r^:} xnVij n-^a, ansserdem nnr 6, 16; Ezr, 4, 18. 15 Qub), 
18. 19. 21, fiberall in der Torbindnng ^ M^*)"^!?, aonst nur 5, 8; ^ Dan. 2, Sl. 
7, 20. 21 ; ^Vr Dan. 8» 12. 18. 21. 22. 28. 27. 6, 8. 12. 18. 25. Ssr. 4, 21 und 8, 8, 
ftberall in der Yerbindmig ^|t» Vt^^ys^ ansserdem nur Ssr. 5, 9. 8» 8. 

Anm. 8. Ueher rr^X als Hebraisrntis Jer. 10, 11 vergl. o. § 7. Ebensowenig 

aber kann das KHhxhh n^JX Ezr. 5, 15 (vor X^:X"c), wofür das Q*r% IjX fordert 
(wie bisweilen im Pentateuch und 1 Chron. 20, 8), auf richtiger Ueberlieferung 
beruhen, sondern wird als Irrthum eines hebräischen Abschreibers zu betrach- 
ten sein. 

§21. 

Fnmomen rel&tiyiim. 

Als Pronomen relativum dient das indeclinable ■^i. Wie das 
Hebräische ntfx (vergl. Gesen. Grammy § 123) eigentlich nota rela- 
tionis, ivann "»^ erst durch nachfolgendes Suffix an nominibus (Dan. 
• 2, 1 1. 26. 5, 23. Ezr. 7, 15 al.) oder Präpositionen (2, 37. 4, ß al.) 
oder Verbis (Ezr. 5, 14) seine nähere Bestimmung erhalten. Weit 



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44 2. HaapttlidiL Formenlehra 1. Oap. Vom Ftonomen. 



häufiger jedoch dient ohne ein solches Complement als eigent- 
liches Pronomen relatirum im IfominatiT oder Accusativ Singularis 
oder Plnralis (auch für eum, Ezr. 7, 25, oder accnsatiTisohes 
id quoä Dan. 2, 23). 

§ 22. 

Pronomen intenrogativnm und indeflnitum, 

1. Pron Jinina inteiTogativa sind: ^13 quis? f'so nach der Masora 
— vertrl. Baer zu Dan. 6 — überall im biblischen Aramäisoh^ 
nicht 1^, wie meist edirt wird) ; quid? (nur Dan. 4, 32). 

Anm. a. Die masorethischeUeberlieferunjEr der PnTiktntion'JO unterliegt aller- 
dings im Hinblick auf syrisches und arabisches man, sowie syrisches xmd targa- 
misches US = K^iTi 1^ ziemlichen Bedenken. Gegen die letzteren kann weder 
die Yon detselbtn ICftsova herrfilureiide Punktation M^M Ip^ in der eig«nfhüm- 
lifllien Elrymolog^ Exod. 19, 15, noch, da» Uagaadatih» und syrifohe yq, t^s 
guid geltend gemacht werden, da letztere Formen erst dnnili Contraction ana 
mä 7iän (hänä) entstaudeu sind. Sonach dürfte entweder auf einem Missver- 
ständuiss der (offenbar auf Unterscheidung von yq abzweckenden, besonders im 
jerusalemischen Talmud heimischen) Schreibung "jHQ (= yo) beruhen oder eben 
durch das "ja Exod. 16, 15 veranlasst sein, dessen Qames um der Etymologie 
mUtia feststand und dtti Masorethen (vielleiolit eieteinw unAtaatmi Bohnle) aim 
auoh für das sonstige Yorkommen des Wortes Terbindlidi schien.^ 

h, Beispiele des interrogativea sind: Bar. 5» 3. 9 (Bb-;^); verstärkt dai^ 
K^ii Dan. 3, 15. Wenn Ezr. 5, 4 "pp sogar TW einem sächlichen Plural zu stehen 
scheint (»welches sind die Namen der M-inner . . . ?"), so ist doch zu bemerken, 
dass die Frage von vornherein eigentlich den Personen gilt. 

2. Dieselben Formen 'j'a und ritt (Ezr. 6, 8 i<i2) dienen (wie im 
Hebräischen und «itt) auch zum Ausdruck des Pronomen in- 
definitum und zwar yn immer in der Verbindung '^'T^tt quicunque 
Dan. 3, 6, 11 oder "»"TTöb (nur 4, U '»'^T ]19^) euicm^ ^, 22. 29. 
ö, 21. Ebenso steht in der Bedeutung quodcunque oder ein- 
fach id, quod Dan. 2, 28. 29 (bis). 45. Ezr. 6, 8. 7, 18; ohne Dan. 
2, 22 nnd (?or einem Plur^ femin,) Ezr. 6, 9. 

1 Wie mau Exod. 16, 15 (trotz den jLXX xi esii xojtoj) noch immer die Deu- 
tnnf als Frage •bkbtten und auf ein niciit eodsUrendaa in Qttclmk reemiwen kann 
(ao nMk in Oasm. HW. 9. AniL), iü im HuUick auf den Woftlant Jener Stalle 
sebwir begraiflieli. Die Worte „denn sie wuastan nicht, was ea war** geben dook 

einen yeraünftigen Sinn nur unter Yotaxusetzung der Frage: „was ist das?" und 

nicht nach der (übrigens schon an sioh recht läppischen) Affirmation: „Ein Geschenk 
ist d:is!'' Freilich kommt "J^ nirgends ma Hebräischen, sondern nur im Aramäischen 
vor; dafür gebort aber jene Stelle dem sog. Priestercodex au, m welchem auch ein 
starker Aramaismus nicht besondem befremdlich ist. 



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§ 23. Allgem. Uebernoht. Abgelötete Stttmme. SchwAebe Yerba. 45 



ZWEITES CAPIIEL 
Vom VerbuixL 



§23. 

Ailgemeine Uebersiclit Abgeleitete Stämme. Glassen der scbwacben 

Vcrba. 

Indem wir hier die für alle semitischen Sprachen und Dialekte 
geltende Unterscbeidung von eigentlichen und abgeleiteten Verbal- 
stämmen (letztere gewöhnlich Gpnjugationen genannt), ferner die 
Verwendung der 3. Sing. masc. Perf, Qal als Grundform , die 
Differenzirung der sogen. Conjugationen theils durch Vocalwechsel, 
theils durch Schärfung des mittleren Stammconsonanten oder auch 
durch Vorsatzsylben, endlich den Unterschied starkerund schwacher 
Yerba, als bekannt Toraussetzen (vergL Gesen. Chr. § 38 ff.), be- 
gnügen wir uns mit einer Zusammenstellung dessen, was dem 
BibUsch-Aramäischen im Vergleich mit den übrigen semitischen 
Dialekten eigenthUmlich ist: - 

1. Die im biblischen Aramäisch Torkommraden Stammformen 
(Conjugationen) lehrt folgende Uebersicht: 

Activum, Passiv, (oder Reflexiv). 



. J P^'al 
^' \ P^% 



P**// a^jj, 13». (auch 'priii)l 



2. Pdil, Pael btpp, bis;?. Hiihpäal btDpnn Cpn«). 

3. Hapliel, HapHil bi:j:r', büjjn [Hoph'al bppn] 

(einmal auch (wohl meist Hebraismus). 

4. SaphHl blpij)». [MiitapHal b^non (niD2<)] 

(nur im Imperf. zu belegen), 

5. Pö'iü und Pdm Hithpdm (Dan. 5, 23) 

beide nur in Participien, Tielleicht Hebraismus. 

Tielleicht Hebraismen. ^EihpSal {m^x^W Dan. 4, 16) 

vielleicht Hebraisdius. 

Ahhl to 1) Die Formen P"tl^ P^*el entsprechen den hebr. mtxwniitiyen 
Yerbü mit ^enft in «weiter Bylbe; die Form P^H stdit vorwiegen d in PaiUR. 
Yom Powltf oder Jfe/Keantr findet sieb mlKUig kein Beispiel der 3. Sing, masc 
PerlL Tom starken Yerbnm.- Im ImpeilL bat die letite Sylbe antaer der Pansa 



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46 2. Haupttheil. FormenlehrA. 2, Oftp. Vom VerbmiL 

immer $ere, daher wir nusb. im Perf. ^si|jrih aui^giiiommeifc faabeik — Za 8> 

Actio, Bei dieser dem hebr. entsprechenden Stammform wiegt i in zweiter 
ßylbe vor, daher wir Pail vorangestellt haben. Dagegen findet sich bei dem 
Activ von 8) häufigere als i in zweiter Sylbe. Bas Passiv dazu, von welchem 
sich neun sichere und drei zweifeihaiie Beispiele ünden, haben wir als vermutli- 
lichen Hebraismas bezeichnet, da ein HopKal sonst dem Aramäischen freuad 
ist, und vielmehr duroli die Stammform 'i^qpVa^ (welehe vielleioht nur zufiOlig^ 
im bibliaelieii AxamSiicli fehlt) Tertreten wird. — Auch die imtw 5) aofgeziUiUien 
Formen sind sonat (abgeeehen von der höchstwakrtohdiiUoh ipleiohiMle hebrai» 
sirenden Verwendung in den Targumen) dem Aramftiacben l^emd. Dasselbe 
gilt im Allgemeinen von der Verwendung des h an^tntt k zur Bildung der 
Präformative und es werden somit alle diese Formen istfllJOi ^S>??'*7 8. W. (für 
^^|!3fit, 'pHK etc.) als Hebraismen zu betrachten sein. 

2. Wie die übrigen semitischen Sprachen kennt auch das Ara- 
mäische nur zwei Tempora: Perfect und Imperfect; das conjugirte . 
P**!! (s, u,) steht auf oiner Stufe mit dem Perfect. Von Modus- 
formen kennt das Biblisch -Aramäische nur den Indicativ und 
ImperatiT, dagegen keine besondere Form für den Ju&$%v (Optativ) 
oder Cohortafiv; bezüglich der Formen des Yerbum infinitnm ist 
die Beschränknng auf einen Infinitiv, andererseits aber die Unter- 
scheidung eines activen und passiven Particips fast in allen activen 
Gonjugationen (s. die Belege bei den einzelnen Stammformen) her» 
Torzuheben. Nicht minder eigenthümlich ist die Fähigkeit, das 
Partie. Passivi Qal durch Anhängung verbaler Flexionsendungen 
zu conjugiren (z. B. ^^T]^ gegeben, P^'^P"! Dan. 7, 27 sie wurde ge^ 
gehen), — Bezüglich der Unterscheidiiug der Gesclilecliter bei den 
einzelnen Persunen des Verbs steht das Biblisch- Aramäische ganz 
auf gleicher Stufe mit dem Hebräischen, nur dass die 2. Sing. fem. 
zufällig bloss im imper., die 2. fem. Plur. nirgends zu helecren ist, 
sowie dass die Masora die im K^thlhh vorliegende Zusammeuwerfung 
der 3. masc. und femin. Plur. Perfocti nicht gelten lassen will, 
sondern für die 3. femin. überall die Endung ä als Q^'re fordert 
(z. B. nbfij Dan. 7, 20 für Diese beständige Ignorirung des 

J£*thibh wäre höchstens durch die Annahme zu rechtfertigen, dass 
der ursprüngliche Text thatsächlich die beiden Geschlechter in der 
3. Plur. Perf. unterschied, diese Unterscheidung aber durch irgend 
eine (hebraisirende) Teztesrecension verwischt worden war. Dann 
wären die Q'ri's eine Restitution des Ursprünglichen. Näher liegt 
allerdings die Yermuthung, dass vielmehr die (hebraisirende) Nicht« 
Unterscheidung das Ursprüngliche ist und dass erst die Masora 
die Unterscheidung, welche ihr von den Targumen her ^geläufig 
war, in den Text eintrug. 



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g 24. Paradigm» des starkfln YerbniiL 



47 



3. Das Biblisch-Aramäische kennt dieselben Arten schwacher 
Verba, wie das Hebräische, nur dass die Yerba mit schwachem 
dritten Stammconsonanten (im Arabischen als M'b, Yb, imHebräi« 
flehen noch als a^b und n'b unterschieden) zu einer einsigen Glasee 
znsammengeschmolzen sind. 

§24. 

Paradigma des starken Yerbm 

Um über die llexioa des starken Verbum eine Gesammtüber- 
ßiclit zu geben und doch den Grundsatz dieser Grammatik, nach 
welchem nur wirklicli belegbare Formen vorgeführt werden sollen, 
nicht zu verletzen, sind im nachfolgenden Paradigma die nicht 
belegbaren und nur aus der Analogie erschlossenen Formen durch 
kleineren Druck von den nachweisbaren Formen unterschieden. 
Als Paradis^ma ist im Interesse der Uebersicht (und ziii,'leich der 
Orientiruug über die Dagessirung) überall dns Verbum iro schreiben 
verwendet, obschon sich von demselben nur wenige Formen des Qal 
belegen lassen. Die wirklich vorkommenden Formen des starken 
Verbum werden bei der Besprechung der einzelnen Gonjngationeii 
vollzählig aufgeführt werden. 



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48 2. Hanpttheil. IVwineiilelire. 2. Oap. Tom VerlraxD. 





i/ö/ oder P*'«/. 






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§ 24. Paradigma des starken Yerbam. 



49 





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('3153) 


MäPDtt 

T > - 1 

Kants teh, snmilMh« Ol 


T t - i * 







Digitizeci bf^O 



50 2. EftupitiMil. Vormmldxn, 2. Oap^ Yom Yerbiini. 



A. Das starke Verbum. 

1. Ohne Elnfluss voa Giittiinileii. 

§ 25. 

Das PerfBotom Qal* 

a) 3. Sinff. ma$e. Wie § 23 und das Paradigma zeigt, unter- 
scheidet das Biblisch-Aramäisclie gleich dem Hebräischen die (so- 
wohl transitiven, wie intransitiven) Verba mit a in zweiter Sylbe 

von den intransitiven (vergl. jedoch bstt? fragen) mit e oder f. In 
allen Fällen aber ist der urspiüngliclie kurze Vocal der ersten 
Sylbe («), welcher im Hebräischen regelmässig vor dem Tone zu 
Qames gedehnt wird, zu Ö'wa verflüchtigt. Die vorkommenden 
Beispiele sind: 

a) mit a in zweiter Sylbe: 1) transitiv: Dan. 5, 21. 6, 11; nn-j 2, 37. 38. 
48. 6, 18. 19. E». 6, 12. 16; STO Dan. 6, 26. 7, i; (für 150 naAh § 15, d) 

vmdOieBtm 6, SB; wir) 6, 10; 3, 2. SS al. »äti X 15. 2) Mronftfio üj^ 

5, 12; b^S 8, 46. 4^ 28; pips 2, 14; VfS^ 2, 12; -tp^ 8, 88. 6, 2; 8, 24. 

ß) mit € oder i in zweiter Sylbe 1) ausser der Pausa: löxa Dau. 6, 15; 

6, 24; hr:"] 6, 21; ^-np 3, 26; ublä 3, 27; 2) in Pausa: p?T 6, 21; 1^^ 2, 46; Clglj 
4, 8. 17; bni 7, 9 und so wohl aucii an"! 7, 10 und VkUJ 2, 10. 

b) 8. /m. Wie das Arabische (selten das Hebräische, 
yergl. Gesen. § 44, 2, Anm. 4), hält auch das Aramäische die alt- 
semitische Femininendung ai und zwar als betonte Endung fest. 
Vor derselben wird der Vocal der zweiten Sylbe zu S*wa ver- 
flüohtigt; dafür aber kehrt der Yocal der ersten Sylbe in Gestalt 
eines (aus dem urspr. a Terdünnten) i wieder; vergl. dazu o. § 16, c. 

Die Im Parad. anligieiaiurto Fonu (fiQI^) findet tkih ma in Dan. 7, 20; 
dafOr 7, 8 ginsUelk abnom f^^, noch daso mit Manadi; ferner 5^ SO 

unter dem EinQuss (!• s emphatischen p, vergL § 15, d; endlich ri^l^ 2, 18 
(vergl. die analogen Beispiele von Umlautung des t zu e § 15, a, a. £.). 

c) 2. masc. Bezüglich des Afformaiivs schwankt die Masora in 
sämmtlichen Perfectis (wie auch die Punktation der Targume) 
zwischen der Beibehaltung des unbetonten auslautenden ä und der 
gänzlichen Abwerfung desselben» wie aoläie.auch im Syriadien 
durohgefuhrt ist; und zwar finden sich die Terkttrzten Formen so- 
wohl in als ausser der Pausa* Dass der Vocal zur Zeit der Ab- 
fassung unserer Texte wenigstens bisweilen noch gehört wurde, 
könnte theils aus der gelegentlichen Setzung eines Vocalbuohstaben 
(nr'^jn Dan. 2, 41 dir, vergl. Mnbpn 5, 27 ; auch die Orthographie 



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§ 25. X>&& Perfectum i^a.! 



51 



der Targume zeigt bisweilen M am Ende), theils aus dem ^IMhh 
nrex (vergl. § 18) erschlossen werden, da ja das Afformatiy gleich- 
falls die 2. masc. des Personalpronomen repräsentirt. — • Was den 
Vocal der zweiten Sylbe anbelangt, so behalten die Verba nach 
Analogie von aro ihr a; die Verba, welche in der 3. Sing, e oder i 
zeigten, haben beständig e. 

Die vorkommenden Beiäpiele hind: 1) mii ä lu zweiter Sjlbe, unverkürst: 
t^fil Dan, 6, 22; 2, 23; laoan 6, 13. 14; T«*uwtr Piam 2, 23. 2) mit gl 

riV^*; 2, 47; n&^Ti 4, 19. — Die aieht belegbwre 8« fism, lautete wahnohefaUieh 

d) 1. Süiff. Die dem Aramäischen eigenthnmliehe Bildung nbtp}^ 
(syr. qetlet) dürfte auf einer Zurückwerfang des überhängenden 
I-Lantes (vergl. hebr. *>!!ibtt^) in die zweite Sylbe des Stammes be- 
ruhen \ während die Yocalisation der ersten Sylbe nach Analogie 
Ton nnriD (s. o. lit. b) zu erklären ist. Beispiele: myr Dan* 4, 6; 
nbM 4, 31; nitD5 7, 28; nanp 7, 16; hSfttÜ 5, 14. 16. 

e) 3. Phir, masc. Die Fähigkeit des Aramäischen, den kurzen 
Vocal (hier ä oder t) auch in betonter offener Sylbe fest zu halten 
(vergl. § 16, 1), führt zu Bildungen, wie lah"^ Dan. 3, 28 (mit 
Copula 'n'^'i); lans Ezr. 4, 8; Ti5js Ezr. 4, 11. 5, 7; ferner •^bh Dan. 
3, 23 lind 7, 20 khh., 'ipes 5. 5 fi^^fh.: nach dem § 23, 2 Bemerkten 
fordert das masorethische (J'^re dafür nbcp und n^t!: forner mit t: 
tipjo Dan. 2, 29. Ezr. 4, 12; lang Dan. 3, 8. 6, 13; rj3iD 6, 25. 

f) 2. Piur. m. nur durch "pntibc Ezr. 4, 18 zu belegen; vergl. 
zu dem Tocal des Afformativs die hebräische Form vor Suffixen 
(z. B. '^^^r^iox Zach. 7, 5) und arab. qataltum; zu dem schliessenden 
Mn Ezech. 33, 26 (für Dti— ). Die 2. fem. Piur. ist nur aus 
der Analogie des Targnmischen und des Syrischen zu erschliessen. 

g) 1. Piur, Wie im Arabischen lautet das AfformatiT nä (syr. 
qUainan oder wiederum mit Abwerfung der unbetonten Endsylbe 
q*taln). Als Vocalbuchstabe dient im Bibl.-Aram. überall K3n^ 
und «aniStÖ Ezr. 4, 14; «3bktD 5, 9. 10. 

§ 26. 

Bas Imperfeetmn QaL 

1. Allgemeines. Bezüglich der Präformati ve ist zu merken, 
dass Jod (wie im Arab.) auch als Präformativ der 3. fem. Piur. 

1 YflCfl^ d«i analog«!! Fall In den baukn IVwman daa Taibabattz dar 8. 8fiig. teu 
§ 37, 1. 

4* 



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2. Haupttheü. Foxmenlebre. 2. Gap. Vom Yerbnm. 

diflnt; die AffoimatiTe behaupten überall in den Imperfeoten (ausser, 
in dem Imperf. Qal ^^tt? Jer. 10, 11 — wohl zur Vermeidung^ 
einer Kakophonie, da folgt — , dem Haph*el wf^ Ezr. 4, 12 und 
dem Hithpa'al isnv'; Dan. 5, 10, beide letztere Formen mit Sülnq) 
noch das schliesBendeJVtSi»: pai^ (im BibL-Aram. nicht zu belegen; 
im Hebr. sehr selten, vergl. Ges. § 47, 3, Anm. 5), "pOPDI (vergl. 
für das Hebr. Ges, ibid. Anm. 4), in der 3. fem. Das Affor- 

mativ än erinnert an die gleiche Endung im Stat. absoL Plur. der 
Feminina, wie ün (arab. t2na), in der 3. und 2. masc. Plur. an una 
als die Pluralendung der Masculina im Arabischen. — Die 2. 
fem. Plur. ist im Biblisch-Aramäischcu nicht zu belegen. 

2. Der urspr. Vocal der ersten Sylbe (a) hält sich nur in den 
gutturalisch anlautenden Stämmen ; anderwärts wird er im starken 
Verbum regelmässig zu i verdünnt, wie im Hebräischen. In der 
1. Sing, tritt an die Stelle dieses i in der Regel S'^gol gemäss der 
Vorliebe des K für e statt i (vergl. jedoch auch S^z» Dan. 2, 9). 
• Als Vocal der zweiten Sylbe erscheint theils u (im Hebr. regel- 
mässig durch den Ton zu ö gedehnt), theils a und zwar letzteres 
regelmässig bei den intransitiven Verbis, welche in der 3. Sing. 
Perf. e oder i haben. 

Beispiele a) 3. Sing, masc, mit u; nsC"^ Dan. 3, 6. 10. 11 ; zu erwarten wäre 
nach dem Perf. 1^0 (s. § 26, a, ß) vielmehr '^»D*^» ^ jedoch b im Aram. auch 
zur Einführung des Objecta dient, so musste sich von selbst die Auffassung von 
^ *UD aU einciii truititiT«i Yertrani {oMm} fMü^aai; wahneheinlioli ging 
lohim im JP»/. AebNH ISö (qrr. i^ged^ die Vorm (arab« sagada) hat* — Mit 
a: tS^V? Dan. 5, 7; ^9^, 7, 25; dVv^ 5, 7; -iBi^^ 4, 24. — h} 8. Sing, fem.: cMa» 
2, 39. — c) 2 Sing, masc, mit m; Ü'ä^T} 6, 9; mit a: »S^Pl und oVüFi 5, 16. — 
d) die 1. Sing, ist nur von schwachen Verbis au belegen. — e) 3. Plur. masc: 
■pn^B"^ 8, 28. 7, 14. 27; insO"; 8, 28. — f) 3. Plur. fem, "^SS®^ 4, 18. — g) 2. Plur. 
masc: ^njDFi 3, 5. 15 (bis); ycft^'m 3, 5. 15. — Ä) 1 Plur.: *15D3 3, 18 (mit äüiuq) 
vnd ann^ Eir. 6, 10 (mit VhMt; tan to mohr kana die Bcriptio pleoa Dvr all 
ortiMiTapbiMlia LImbs betvaehtat weiden)» Ueter die vielleioht nur uftheiahar 
itatkaft Bildungen ond ya^** § 48. 

. §27. 
Der Imperativ Qal. 

Wie im Hebräischen, zeigt der Imperativ in zweiter Sylbe stets 
denselben Vocal, wie im imperfect, während der erste Stammcon- 
sonant vocailos bleibt. Wie in der 3. Plur. Perf. hält sich der be- 
tonte kurze Vocal der zweiten Sylbe auch vor den Afformativen. 
Bei^j^nule: 2. Sing. m. : pya Dan. 4, 24 ; 2. Sing. fem. nur von einem Verbum 
primae guttur. (^^s^ 7, 5) zu belegen; 2. Plur. m.: 4, 12. 20. Ezr. 6, 7. 



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• §§ 2S. 29. Der Xofinitiy und die Participia Qal. 



53 



\ . §28. 

Der InfinitiT QaL 

Nach Analogie der Infinitive aller übrigen Conjugationnn wäre 
im Qal die Formnirs zu erwarten (vergl, faäl, ß'äL füäl als nomen 
verbi im Arabischen). Wenn eine derartige Form des Tnfin. je vor- 
handen war, so ist sie doch höchstens noch in einer Anzahl reiner 
Nomina (der Form q'täl, s. d.) erlialten; im Infin. ist sie überall 
durch eine Bildung mit dem sogen. Mem objectivum (vergl. Gesen. 
§ 85, No. 48) ersetzt. Uebrigens finden sich die Infinitive aller 
Gonjugationen (ansgen. Ezr. 7, 16 und vielleicht Dan. 5, 12) immer 
mit einem Präfix, und zwar meist mit b, verbunden. 

Die Beispiele von gewöhnlicher starker Bildnngf sind: ü.'3Drii Dan. 8, 2; 
'T^Tq) S,Ui p2\Öab 4, 23; — Ueber ",^0^ Ezr. 7, 20 vergL § 42. ' 

§ 29. 

Die FMielpia QaL Gonjngation des F^IL 

1. Das active Particip zeigt in erster Sylbe, wie im Arabischen, 
unwandelbares (im Hehr, zu ö getrübtes) d, in zweiter Sylbe theils 
/ (vergl. arab. qdtil)^ theils — entsprechend dem Hebräischen — 
ein im Ton aus i gedehntes e. Wie es scheint, hat die Masora i 
überall für die Pausalforrrten reserviren wollen; vergl. bei Silluq: 
pbl Dan. 7, 9; ü, 3; nn3 4, 10, aber auch tiTO mit L^'gariueh 
4, 20 und bzi mit Tiphcha 3, 17. 4, 34. — ^ Die übrigen Beispiele mit 
e in zweiter Sylbe (boj? u. s. w.), sammt ihren Femininis (wie 
^bi22i Ezr. 4, 24 oder nnn^ Dan. 5, 5) und Pluralen (m, nt)"^ Ezr. 

■»irr ' »SIT ^ f ^ ttr 

4, 17; fem, ^;^bo Dan. 7, 3) s. vollzählig in der Lehre vom Nom^. 

2. Das Partie, passivi ^^tys (sehr selten defectiv) entspricht — 
abgesehen TOn der Verflüchtigung des urspr. ä der ersten Sylbe — 
dem hehr, adjectivum verbale der Form qä^U (wie fpißio gesalbt). 
B. die vorkommenden Beispiele ("i'>p| u. s. w.) sammt dem Feminin 
(2. B..irn't3n 2, 42) und den Pluralen (m. I'i^m u. b. w., f. inm) 
unter der betr. Kominalform. 

Anm. Als P**ilformen werden «ach ^pn Dan. 5, 25 du 1 27, sowie ö'^fi 
5, 28 zu betrachten aein; daa almonne i scheint wegwi des Gleiobklangs mit 

JOa V. 25 gewählt. 

3. Während das Syrische und das targumische Aramäisch eine 
Art Ton Conjugation der beiden Participia durch die enge Ver- 
bindung derselben mit dem Pronomen personale bewerkstelligt 
(z. B. M3bO|9 ich tödie ^ KJM ^g), besitzt das biblische Aramäisch 



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54 2* Hanpttheil. Formealehre. 2. Cap. Yom Yerbom. 

die Fähigkeit, durch Anhäogung der Pcrsonalaffürmative des Per- 
fects an die P'^ilform ein Passiv zum Qal herzu stellen. Uebrigena 
kann auch die Fi liform selbst (bei denVerbis K'b in einer von dem 
Partie, pass. differenzirten Form) die Stelle einer 3. Sing. masc. 
Perf. pass. vertreten.^ 

Von starker Bildung gehören hierher o) in 3. Sing, tnasc,: t^tü Dan. 4, 30. 
6, 21} a'»n'J 7, 4. 6; an*; 7, 14. 22; y^V^ Eir. 6, 7. 6, 2; b-iOjS Dan. 5, 30; D'^flJ^ 
5, 24. 25. 6, 11; D>)» Ezr. 5, 19; flchwwUeh aber Dan. 5, 85. 87 und Vy^ 
T. 86* Dttiin V. 85 toll irie tt9» (weichet al* «ot^ugjrtw ■>aa 
lauten luüBste) einfaches Part. pass. (im Ausruf) sein; V. 27 jtfc dieselbe Form 
(wie vorher l!<3C) als Stichwort für ä\9. nachfolgende Erklfimng verveendet nnd 
dieser Analogie folgt dann auch DjQ v. 28. — 6) in 3. Sing. fem. : rV^3 Ezr. 4, 24; 
r^-^h-; Dan. 7, 27; nW''; 5, 28. 7, 11 ; dagegen: )in\> rs^n*; 7, 12 (vergl. § 17, 1); 
nVoj Dan. 7, 4; TQ^'^B 5, 28; r\\^:^ 7, 11 (ausser 7, 12 überall mit betonter 
Bndsylbe). — c) ]n 8. Bing, m.: tt^^pn clu hitt gewogm «orte Dan. 5, 27, ohne 
Zweifel mir orthocivaphisehe Lieens for MnV$W 4) in 8. Flur, m. ^tSTp^y 
Bit. 5, 16; Dan. 8, 21; 110*1^19 7, 4; «Ht^ 7, 10. 

§30. 

Eithp'^ el. 

1. Bedeutung. Zunächst Reflexivum zu Qal (wie im Hebr. 
Hithpa'el zunächst Reflexiv zum Pi*el) vertritt Hithf^'e! doch zu- 
gleich die Stelle eines Passivs zu Qal, obschon dasselbe auch duroh 
das P^'il und die Gonjugationsformeu desselben (yergl. § 29, 3) 
ausgedrückt werden kann. Vergl. zum reflexiTen Gebrauch des 
Hithp*'§l: ttfxninri Dan. 3, 28 sie verHessen sich; vergl. 2, 26 (sieh 
heeiien) ; 2, 34 (sich losreissen) u. s. v.; zum passiTen Gebrauch Dan* 
2, 13 {um getbätet zu werben)* 

2. Allgemeines zur Bildung. Ueber das Schwanken 
zwischen K und n als Anlaut der Präformative vergl. § 23, 1. Als 

Vocal der Endsylbe erscheint in der 3. Sing. Imperf. in Pausa i; 
ebenso würde ohne Zweifel auch die Endsylbe der 3. Sing. in. Peii". 
vocalisirt sein. Vor Afformativen wird dieses e oder i regelmässig 
zu S'wa verflüchtigt und vor diesem SVa muss nun der ursprüng- 
liche Vocal unter dem ersten Stammconsonanten restituirt werden. 
Dies geschieht jedoch nicht in Gestalt der gewöhnlichen Verdün- 

1 Ganz uumüglich ist die AuTlaasuDg dieser P^ iiformen als eines Perf. decurtatum 
mi^^'el, wie iie von 3tm in deasen Pwadigaien p. UHTHlt leiste CoBunuMi ver> 
tnCcn wird — gans eligeeelien ▼<« den dort anfjgefOhrten ikledien Gnmdfbnnen 
(wohl nach Dem. 6, 85 f.) md n^Qt? (t t)i eowie den imbdegheien Fennen ^^f^ 
•nd li^fA^ 



« 

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§ 31. Pa'iL 



55 



nung zu i (vergL § 15, c), sondern ohne Zweifel trat in derartigen 
Formen (analog dem Syrischen 'etq'iel, 'etqaflat u. s. w.) überall 
Pathach selbst ein, obschon sich diese Flexionsweise im starken 
Verb nur belegen lässt durch das Part. l'>bp|?t}ü Dan. 2, 13 und einige 
Formen mit anlautender oder mittlerer Gutturalis (f^'rayriFi 2, 5 ; 
Yergl. 7, 25, doch auch ^n gti igy 7, 27, nach anderer LA 'pra^tj'» 
als Hitbpaal; so Opitius, von JBaer nicht erwähnt). — Einige Bei- 
spiele def 3. Sing. fem. Perf., welche gleichfalls a in zweiter Sylbe 
zeigen sollten, sind in anderer Weise bebandelt (s. n.). 

Die yorkommendai Beiapiale moäi a) 8. Sing. fem. Perf. rt'nunn Dan. 2, 34 
und ri"^f5rs< 2, 45. Zu erwarten wäre nach dem oben Bemerkten hithffaz'rdth. 
"Wie nicht .selten beim Nomen, ist jer^ooh z'rath unter Zurückwerfurig des 
Vocals an Stelle des S^wa schliesslich zur Begolatform nach hebr. Weise ent- 
wickelt {z^rath = zarth = zerethl vergl. T^Vs im bibl. Aram. statt des gennin 
«ram. T^^; hebr. ^SA Mann, neben n. s. w.). 8. Flnr. ^sn^im Dan. 3, 28. 

b) Imperf, 3. Sing* m, ^y^l Dan. 4, 13 ; 3. Um. p^nirn Dan. 2, 44. ^y;^ 
Ssr. 6, 4; 8. Flor, m» fiyoP^^'itn» 7, 27; S* m.i 'i^'inTr^ S, 6. 

c) Infin. Sn^riarirt^ Dan. 2, 25. 3, 24. 6, 20; r^j^lfirl^ 2, 13. 

d) Partie. Plur. m. y^h'jgnQ Dan. 2, 18, -wozu nach Analogie Ton ^fTff9 
£zr. 4, 20. 6, 9 als Singular ^Xgf^ TOtanuiiMtsen ist 

§31. 

PaHL 

1. Bedeutung. Wie in den übrigen semitischen Dialekten 
wird auch im Aramäischen durch die Schärfung des mittleren 
Stammconsonanten eine Intensivirung des Stammhegriffs, die an- 
gelegentliche, eifrige Beschäftigung mit etwas, daher auch die 
öftere AViederholung einer Handlung, ausgedrückt. Seltener ist 
die Bedentnng die eines CausatiYS vom Qal. Von der im Hebr. 
nicht ganz seltenen priYativen Bedentnng (vergl. Gesen. § 52, 2, e) 
findet sich im biblischen Aramäiscb kein Beispiel; andi sonst sind 
denominatiTe Pa^ilformen nicht mit Sicherheit nachzuweisen. 
Uebrigens wird das Pa'il bisweilen aucb gebraucht, ohne dass ihm 
für unser Sprachgefühl (und so vielleicht häufig schon bei Lebzeiten 
der Sprache) der Begriff des Intensiven, Iterativen und Causativen 
anhaftet. 

Als ]bit«nirivinmg«n des fitammbegriffB ergeben sieh mit Sifibwlieits tWä 
Hhdent Pa. feti himdm; \>op iSätemt Pa. mor^ Dan. 3, 22 (aagleioh mit dem 
Nebenbegtiff des Iteratiren» da es ideh um einen Massenmord handelt); 99*^ Fat 
tenckmettem, Dan. 2« 40 (neben dem Qal); ysp Pa. abhauen; so wohl auch 
•^pa Pa. eifrig suchen, nachforschen, und *m gerstreuen, Pa. (nach allen Seiten) 
venirtuen, — Als IteratiTe werden za betrachten sein : «{bn^cA««» Pa.stiiA€r^eAai/ 



• 



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56 2. Kaupttbeil. Formenlebre. 2. Gap. Vom Ywbum. 



W mie^im, Pa. dureheinauder mkeken, «aoli VV» Pa. redm, fallt dietes -wlrk- 
Uoh anf das Bewegvn (Baiben) der Bprechwarkveag« zarfiokgeht (TMgL DtUUieh 

aaProv. 6, 13) und nicht einfach d«nominativ von nV^a iat» — GansatiTedlld: «KSS 
aufhören Pa. aufhören machen; C3fa Pa. kosten lassen; aip Pa. »iflÄen machen^ 
herTuhringen; !nm Pa. ^ross machen; pyj Pa, wohnen lassen; S<:ü Pa, anders 
machen; C|pn Pa. sf«rÄ: machen. Nicht nachweisbar ist die Steigerung des 
ßtauimbegriflfs z. B. bei fTSP! Pa. verjdinden ; iiTB Pa. (wie Qal) auslegenf detUenj 
9^ Pa. benetzen; bsp Pa. empfangeyi; K^r Pa. lösen. 

2, Bildung und Flexion. Wie im Arabischen (qattaia)^ be- 
hauptet sich auch im Aramäischen der ursprüngliche Vocal der 
ersten Sylbe, der im Hebräischen (jedoch nur im Perf.) zu i ver- 
dünnt wird. In zweiter Sylbe behauptet sich nur unter dem Ein- 
flnss einer Gutturalis das ursprüngliche a. Anderwärts tritt die 
Verdünnung desselben zu t ein; einmal (Dan. 6, 1) findet sich die 
Delinung desselben zu e. Dasselbe Schwanken zwischen i und e 
findet sich auch im Imperf. und Partie, obscbon sich von den 
Yerbis ohne Gutturale und Bei nur Formen mit i belegen lassen. 
In betonter offener Sylbe hält sich, wie gewohnlich, der kurze Yolsal 
der zweiten Sylbe, während er vor betontem Afformativ verflüch- 
tigt wird. 

Die Torkommraden BeUpide rind: 
a) TOm PerfBot: h^-q Dan. 6, 28; 9, 1 (mitTiphoha); %tt|3 8, 22 (mit MnnaoliX 
^SltfEsr. 6, 12. ^ 2. Büig. m. nTitQ and Daa. 5, 28» irolMi fraglieh 

bleibt, ob Pathach in zweiter Sylbe das Gewöhnliche ist oder nur auf dem 
Einfluss des *i und n beruht; 1. Sing. rn%|in und nrra» 4» 81; 8. PL 
Ezr. 4, 23. 5, 5. 

h) vom Imperf.: ^^^"^ Dan. 7, 25; n|!nÖa:ü") 7, 10 (3. Plur. maac. mit dem SoMz 

der 3. Sing, m., veigl. § 37); 'ilVapj' 7, 18; ll^^tn 2, 6. 
tf) vom Imi»dr.: ix&p Dan. 4, 11. 

^▼om lofln.: ttVusb B». 4, 21. 6, 8; rr^j^s^ 7, 14; hVanV 6, 12; itsa^V Dan. 

7, 19; tlt^^^) 3, 20; H^S^ 2,48 (▼ergl. t&her die Zurücksiehung det Tonet 

$ 17, 1); nbißb 2, U; nt^sn^ 6, 8. 
«) vom ParticVtl^fj? Dan, 4/26: VH-a 7,8.20; fem. X^l^^ ("^«h §15,^) 7, II; 
Plur. m. •j'^nSDia Dan. 3, 23. 24 vincti, also vom Sing. rsD^ nbzuleiten; ebenso 
Jtr.'iFkD» (Stat. emph. des Plur. fem, die verborgenen Dinge) 2, 22 vom Part, 
pass. 'IPOS; dagegen ^"^^l^SC^ 4, 22 vom Bing. 732t^. Die übrigen Partioipia 

8. bei den Verba guttoralia. 

§ 32. 

Hithpa'aL 

1. Wie das Hithp'^el zunächst Reflexiv, dann Fassiv zu F*al, 

so ist Ilithpaal zunächst Reflexiv, dann auch Passiv zu Pail; vergl. 
pai Pa. (im bibi. Aram. nicht belegbar) bestimmen, Hiihpaal: sich 



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g§ 32. 33. Hitbpa'«!. Haph*el. 



67 



verabreden; tsy raihen, Hithp. sich iffraihschlagen ; ver?!. ferner: 
Uitbp. sich willig zeigen ; ©23 iiitbp. sich versammeln ; Hithp. 
sich vermischen u. s. w. In die Kategorie des ßeflexivum gehören 
auch die Hithpa*al, welche ein Sichzeigen oder = bethätigen aus- 
drücken, wie bna Hithp. sich erschrocken zeigen; ''SDlrn Ezr. 5, 1 
4Ü8 Prophet wirken. — Pftssiya siad dagegen (wenigstens für unser 
Sprachgefühl) Hithp. gesucht werden; bom Hithp. verderbt wer* 
den; TSt Hithp. benetzt »erden u. 8. w. 

2. Zur Bildung und Flexion. Ueber den Wechsel Ton m 
und n im Anlaut des PräformatiTS rergl. § 23, 1. Als Yocal der 

zweiten Sylbe des Stammes erscheint (sofern nicht vor betontem 
Afformativ Verflüchtigung eintritt) fast immer a, allerdings viel- 
fach unter dem Kiniluss einer Gutturalis. Von einer Verdünnung 
dieses a zu i (entsprechend dem hebr. Hithpa'e], wo das aus «ver- 
dünnte / weiter zu e gedehnt ist) finden sich Spuren theils im Perf. 
der Verba s'b ("^SPCX Dan. 3, 19 (>., *'3:hri Ezr. 5, 1), falls hier nicht 
eine Ahscliwächung des aus c/J contrahirten e zu i vorliegt, wie in 
n'^ns Dan. 7, 19 für n"^!»; theils sicher in dem Part, ^nni? JQan.6, 12 
und in dem Q're 2, 9 (s. u. lit. a). 

Dia Boispi«!« vom iterkta Verb ohne ütnflots von Onttunleii und Bei find : 

a) vom Perfc: ^al^ff? Ezr. 7, 15 und l^nJS^tn Dau. 2, 9 Q*rS, also mit Verdun- 
nwig des a der dritten Sylbe zu t (s. o. Nr. 2 a. £.). Ueber die Yertanschung 
des r\ des Präformativs mit 1 naoh voUsogener Metathese von n und T vergl. 
§ 11, 1, a. 

b) vom Xmperfect: SSöS": Dan. 4, 12. 20. 30. ö, 21^ '^gSn''. Ezr. 5, lij i>srTin 
(3. fem.) Dan. 2, 44. 6, 27. 7, 14. 

€) vom Infln.: ttlfS m^nn Esr. 7, 16 all Terbindmagefonn sn dem (nieht 
heilbaren) rT^tVT; vwgl. über dieee VerbindQBgifoimeik der fiifiaitive die 
Ijelire vom Kornea. 

4) vom Partie: )trrnü (s. o. Nr. 2, a. E.) Dan. 6, 12; T'tüSsri? 3, 3. 27, wohl von 

einem Sing. liiSno abzuleiten (s. die folgenden Beispiele); 2Ti3np Ezr. 7, 18 
mit dem Plur. 'j^S'ninri 7, 16; n^inia Dan. 6, 4; bsPl^? Dan- 7, 8: 'i^^ranttja 
£, 9, wozu als Sing, wiederum ^^n^u vorauszusetzen sein wird; "^^tniüa 6,15. 

§ 33. 

Haph*6l. 

1. Die Bedeutung des Haph'el ist in der Regel die eines 
Causativs vom Qal. Hat letzteres intransitive Bedeutung, so geht 
dieselbe im Haph'el in die transitive über: dagegen können die 
Verba, welche im Q il transitiv sind, im Ilaph'el einen doppelten 
Aocttsativ (der Person und Sache) zu sich nehmen. Wie die IV. 



08 2. Haupttheil. Jb'onnsiil^re* 2. Cap. Vom Yerbom« 



Form im Arabischen und das hebr. Hiph'il kann jedoch Haph'el 

anch intransitiv (resp. innerlich transitiv) sein und das Eintreten 

in einen Zustand, das Sichbefinden und Sichbethätigen in einem 

solchen, ausdrücken; vergl. die Darlegung in Gesen. § 53, 2, Anm. 

■Rei'spiele a) von doppelt ti anaitivem Hapb'el: UJnbn jemanden etwas an- 
ziehen lassen, mü etwas bekleiden; S*Tlh (von TV*) jemanden etwas wissen Unsen, 
ihm etwas kund thun; b) von einfach transitivem Haph^el: "ty^t] (von 
I^NMifteN) brhigent Yysmterkündigen, wahndieiiilieh enfcDenondmtiY von d«m 
Vremdwort «^p^; doeli findet si<di im Syritolieik anclL die direkte Ebut- 
lelnmiig von xr^p^atv» (HS^; piaur sekäügmt pMM heratishrinffen, a*^pn herm^ 
hrwffent D^ttJH beendigen, n. s.w.; c) von innerlich transitivem oder intensivem 
Haph'el: l^'^n (von '{on) vertrauen, tr^Sü (von riSä oder rf^s) hervorbrechen; 
T'tn (von IST) vermesseyi setJi oder handein; hh'cfi im Schatten sein, sich schatten 
(ohne Zweifel denominativ), ti^^cH Gelingen haben Dan. 6, 2d (anderwärts auch 
trantitiT: jemanden b^9rdemy, tfs*m heransHlfmen, 

2. Zur Bildung und Flexion. i< findet sicli als PrÜformativ 
nur in T^tt'^pK Dan. 3, 1, sonst überall n, und zwar stets mit a 
(vergl. arab. 'aq(ala), während im Hebräischen wenigstens im 
Perfect die Verdünnung dieses a zu i eingetreten ist. Selten ist 
die Syncope des praeformativum nach den Präformativen des 
Imperf. und Particip. In der zweiten Sylbo behauptet sich das 
urspr. a nur unter dem Einfluss einer Gutturalis (vergl. frbsn Dan. 
^ 3, 30); anderwärts erfolgt die Verdünnunf;^ dieses a zu / und weiter 
bisweilen (so besonders ausserhalb der Pausa) die Delmuni^ dieses 
i zu e; letzteres behauptet sich auch in der doppelt geschlossenen 
2. Sing. Perf. (s. u.). Im Uebrigen gelten die mehrerwähnten 
Flexionsregeln: Erhaltung des kurzen Vocals der zweiten Sylbe in 
betonter offener Sylbe, Verflüchtigimg desselben tot betonten 
Afformativen. 

Die vorkommenden Beispiele starker Bildung sind: 

a) vom Perfect: 3. Sing. m. pß3n Dan. 5, 2. Ezr. 5, 14 (bis). 6, 5; sonst nur mit 
Suffixen (Dan. 2, 38. 48. 5, 26; vergl. § 37). — 2. Sing.m. vhtt'ri Dan. 5, 22 j 
8. Plur. m. Mnsn und IttJabn Dan. b, 29 j ipojn 5, ö; Hzr. 6, 17 (mit 

BatßoL Den. 7, 1*3); !itnn Dan. 6, 7. 13. 16. — 2. Plnr. m.: TiPMm(d. L wahr- 
flobeinlioli Dan. 8, 9 E*mh (•. d. bei dem Hi«hpa*al). 

h)yom Impert: Vsdn*; Dan, 7, 24; pVSh^ Bar. *, 18; fOlOm Dan. 7, 18. 

c) vom Im per.: D^tön Ezr. 7, 19. 

d) vom Infin. : n]?b5V^ Dan. 6, 24; Mrstin^ 6, 5 bis; nnatöTi^ 7, 26 j ni^ll^O^ *» ^4; 
vergl. auch die \ei bmdnnpsform '"'"Vr r|5t5hV Ezr. 4, 22. 

e) vom Particip.: ^fS^^ Dan. 5, 19 (für xni:); im Stat. constr. fem.; ngtSfilf 
y^Z^fO Ezr, 4, 15} im Plnr. w.: rV;P,~» Ezr, 6, 10; 'j'^a^n? Dan, 8, 26. 4, 84 
(wofür allerdinss vielmebr daa Part Pa*U T^\^^ an lewn aein wird); Pari. 
Paw. fem. rt|asih& 8, 16 nnd i^oopirt raxn^ s, 28. 



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§§ 34. 35. 36. Hophal. Saph'U u. Hist Pd'al. '£tbp6'al. 59 



§ 34. 

I 

Hop]i*aL 

Ueber HopKal als höcbstwabrscbeinlichen Hebraismus an Stelle 

des genuin aramäischen Ittaph'al als des PassiTS ztt'Apb*el (Hapb'el) 
Yergl. 0. §23,1, Anm. zu Nu. 2. — Von der gewöhnlichen starken 
Bildung gehören hierher: die 3. Sing. m. Perf. nn:n {Baer: nren) 
Dan. 5, 20 und die 1. Sing. Perf. tiij^rn (so mit Sere, dem Sinne 
nach zweifellos richtig, ^ar^r Dan. 4, 33, obschon nach der kritischen 
Note zu d. St. die unbegreißiche LA n:;;rn, die nur als 3. Sing, 
fem. gefasst werden könnte, weit stärker bezeugt ist. 

8 35. 

8aph*fl und mdtaph'aL 

Das GausatiTum Saph'il unterscheidet sich nur durch den Con- 
Bonanten des Präform ativs^ von dem § 33 bebandelten gewöhnlichen 
CansatiT Haph'el ; über die Reste dieser Conjugation im Hebräiscben 
Tergl. Gesen. § 55, No. 6. Im bibl. Aramäiacb ist Saph'ü sarnint 
dem zugehörigen Passiy nur in einigen Formen des Stammes bba, 
das Sapbll ausserdem nocb in zwei scbwachen Yerbis (ap^ von 
einem nngebr. at**, und ^C^^ Ton kk*«) Tertreten. 

Dia TOrkommenden Beupiale atarker Bildung aind: 
3. Plnr. Perf. «ibärti Ezr. 6, 14 und ebenso im Q^rt 4, 12; das KHhxhh 
I^VsttJx beruht lediglich auf der falschen Abtrennung des !J< vom vorhergehenden 
fif^^illb. Ausserdem findet sich das Perfect mit Suffix Ezr. 5, 11. — Infin.: 
hb^^^ £2r. hy 3. 9. — Histaph alj 3. Plur. m. Imperf.: j^^^^'^ £jr. 4, 13. 16. 

§36. 

Von den § 23, l unter No. 5 aufgeführten vereinzelten Con- 
jugationslormen, welche wahrscheinlich nur als llebraismen zu be- 
trachten sind, kommen als starke Bildungen hier nur in Betracht: 
der Plur. m. des Partie. Po al '|'»bnic)2 aufgerichtet Ezr. 6,3 und die 
3. Sing. Perf. des 'Etbpo al (für Ithpo al oder Hithpo'al) nttTFltfÄ er 
wurde in Betäubung versetzt Dan. 4, 16; (über die Umlautung des 
i des Präformatiys in e Tergl. § 15, Anm. a. E.), 

1 Für «inen innaren ZQnmmenhang beider CanaaÜT&nneii apiicht der gkklie 

'Wechsel von Zischlaut und HaocUaiit in aa^ynschem »u er, si sie, und habr. 
K"'"?- Eine weitere Stufe der Aufveeichung repräsentirt dann der JJt^MtrgKOg da» ^ 
in den bkmm Spintoa lenia in aram. h^t$ ('Aph'el), arab. *agtala. 



Dk 



60 



2. Haapttheil. Formeulehre. 2. Cap. Vom Verb um. 



* § 37. 

Das starke Vsrbum mit FronomiiialsiiffixeiL 

1. Uebersicht. Die im biblischen Aramäisch vorkommenden, 
den pronominalen Objectsaccusativ darstellenden Suiiixa verbi sind 
folgende : 

Am Perf., Imper., Infin. | Am Imperf. 

' an oonaon. 



an TocaL 
Endong 



an conson. Endung 



I an vocal. Endung, ^„^^ 



l.Sing. (me) 

2. Sing. m. (te) 

3. Sing. m. (eum) 
3. Sing. f. (eam) 

1. Plur. (nos) 

2. Plur. m. (vos) 



'^^(amlmper.), 



•»3i(nach«i,— )' 
ni§(nach'i,~) 



2. Zur Form der Suffixe, a) am Perf., Imper., Infin.: In 
der 1. Sing, entspricht •'3, "»a-^ den gleichlautenden Suffixen des 
Hebräischen und Arabischen; in der 2. Sing. m. wird 1\— auf einer 
Zurückwerfung des eigentlich auf Kaph folgenden a beruhen (vergl. 
bebr. ^, arab.Ara), ebenso in der3. Sing. m. tu— auf Zurückwerfung 
des in '^n— (an vocalischer Endung) noch vorliegenden überhängen- 
den I-lauts. In der 3. Sing. f. bedarf es nicht der (vom Hebrai* 
sehen geforderten) Dehnung des t^h^- zu — In der 1. Plnr. 
verhält sich aram. nä zu *anaehnä (wir), wie bebr. nu su 'anqehnu. 
Die Suffizform findet sieb nnr einmal (Dan. 2, 23) an der 

2. Sing. m. Perf, mit Sillnq; S*gol ist also wobl nur pansale 
Steigerung des Patbach (vergl. vq-^ am Infin., ftbrigens auch mit 
Athnacb, Dan. 3, 17). — Ueber' die Yertretong der Suffixe der 

3. Plur. m. und fem. durch die entsprechenden Pronomina separata 
vergl. § 18, Anm. a. E. 

b) Die Sufüxe des Imperfecta treten mit einer Ausnahme nicht 
an die gewöhnlichen, sondern an die um die Sylbe vermehrten 

^ Vergl. über dieses posr^n Ntin demonstrativirm oder energicum (minder passend 
epentheticum genannt) mit dem zugeh<jrigen Vocal (ursprünglich a, aus welchem somit 
obiges «' verdünnt ist), 8o\de über die Verwandtschaft der bezüglichen Formen mit 
dem «nb, modu eoergicus 0«*ei». § 68, 4 nud Anm., «ywfo die MnffiliriicSie Erürte- 
rong im „Htttoriteh kzit LelufebSiid« dar liebr. Bpneh«« m X, Atny (Lpi. 1881, 
8. 225 ff.), welciher nachdifteUieb für di« BeiaiclinnDg Ktm «nergienm dntritl. 



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§ 37. Dm Btarke Y^rbiim mit PronominaliuCBxeii. 61 



Yerbalformen. Vor Yocalisoh anlautenden Suffixen (daher nicht 
Tor 7b) wird dieses In regelmässig zu B-7- geschärft. 

3. Bezüglich der Veränderungen, welche durch die Anhängung 
der Suffixe in den Verhalfonnen selbst herTOrgebracht werden, 
gilt folgendes: 

a) Der wandelbare Vocal der geschlossenen Endsylhe wird Tor 
Tocalisch anlautendem Suffix yerflüchtigt, statt desselben aber der 
etwa Terfliichtigte Vocal der ersten Sylbe restituirt; Tergl. ^no 
(urspr. saiar)^ mit Suffix Ht^tiD, ebenso inrnn; mit festem Vocal in 
erster Sylbe : tf^nin (von :pyin), Imperf. '»:|:?"!in'> von y^rvn'^ u. s. w. 
Verflüchtigung eines e oder i hat stattgefunden in den jPerfectis 
•^rbirn, rtDbttjn, rjttbtjri (von hallet oder haslit etc.), sowie m den 
Impcrfectis ?i2j>'nr} (von laddeq oder iiuidiq)^ ^ysSPC/^ (von 2PtD'') 
u. s. w. In dieselbe Kategorie gehört auch z. B. ni^SÄttS Dan. 4, 32, 
sofern für den gewöhnlichen Infinitiv (»axp) die zu Grunde liegende 
Form mishaj restituirt und nun das a in geschlossener Endsylbe 
vor dem vocaiisch anlautenden Suffix verflüchtigt ist. Pime^eu 
kann eine Veränderung der mit einem Consonanten schliessenclen 
Verbalform nicht eintreteri, wenn dieselbe einsylbig ist (vergl. n'C'O 
3. Sing. m. Perf. von D?itCj oder wenn consonantisch anlautendes 
Suffix angehängt wird (so im Imper. Haph. ^i^b'i^ Dan. 2, 24: 
führe mich hinein). In der 1. Sing. Perf. Jnn*jDa ist statt der gewöhn- 
lichen Contraction (n'^sa) von dem SuMz wiederum der ursprüng- 
liche Diphthong eingetreten. 

b) Diejenigen Formen des Perfect und Imperativ, welche auf 
einen betonten Vocal ausgehen, nehmen die consonantisch anlau- 

.tenden Suffixe zu sich, ohne irgend eine Veranclenrng zu erleiden; 
Tergl. ^niäiD (Dan. 5, 6, Perf. Qal Ton 2(20), "^pSVin (Imper. Haph'el, 
Dan. 2, 6). Ist der betonte auslautende Vocal mit einem sogen. 
Vocalbuchstaben versehen, so kommt der letztere vor dem Suffix 
natürlich in Wegfall^ vergl. er hat ihn gebaut (von ttjft oder 
nsa) Ezr. 5, 11, 

Diejenigen Formen des Perfect und Imperativ, welche auf einen 
unbetonten Vocal ausgehen, werfen bei dem Antreten von Suf- 
fixen den Ton auf die Endsylbe, während der bisher betonte Vocal, 
falls er ein kurzer und somit wandelbar ist, zu §*wa verflüchtigt 
wird; vergl. *':Siban Dan. 6, 23 (von der 3. Plur. Perf. Pa*il 
*ijn«i!5!&n Bau. 4, 20 (gleichfalls von «6an als der 2. Plur. Imper. Pa*ii), 
•»ra'^pn Dan. 7, 13 (von der 3. Plur. Perf. Haphel Wnpn); vergl. 
dagegen als ein Beispiel mit unwandelbarem Vocal in der Paenultima 



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62 2. Haupttheil. Formenlehre. 2. Cap. Vom Yerbam. 

M^^'^nn Ezr. 5, 11 (tob «D'^nn 3. Har. Perf. Haph. nach Analogie 
▼in Wp?n Ezr. 6, 18). 

o) Yor doi Suffixen des Imperfeot wird der wandelbare Voeal 
der geschlossenen Endsylbe, abgesehen Ton den Formen mit der 
Endung zu §*wa verflüchtigt (s. die Beispiele o. unter lit. a), 
der Vocal der offenen Endsylbe dagegen (bei den Verbis i^'b) von 
dum anlautenden i der Suffixe verschlungen; vergl. "'Jl^n') Dan. ö, 7 
und rtJW 2, 11; bt ideuial von der 3. Sing. Imperf. Pa il Ä'in'» oder 
f\W^ (über den Wegfall des Vocalbuchstaben vergl. o. lit. b: "^näa)- 

Das Nun der Pluralendung ist sicher wenigstens in einem Falle 
(rf^bns'^ Dan. 5, 10; neben 4, 16 der einzige Fall, wo die Verbalfonn 
nicht um die Sylbe in vermehrt ist) vor dem Suffix abgeworfen. 
Doch dürfte sich aus diesem Beispiel ergeben, dass auch ander- 
wärts das Nun vor dem Suffix abgeworfen ist und dass somit For- 
men, wie r^ri^crc (Dan. 5, 21) u. s. w. vermittelst Syncope des i 
(nach heterogenem Vocal!) aus j'ta amü-mneh entstanden sind. Aus 
der nicht seltenen Defectivschreibung des u (z. B. Dan. 2, 9. 4, 2. 
3. 16 al.) könnte man schliessen, dass dasselbe vor dem geschärften 
Nun als Kürze ausgesprochen werden solle ; doch findet sich nicht 
selten anch die Schreibung mit ^ und überdies verstösst auch ein 
langer Vocal in geschlossener Sylbe vor dem Ton nicht gegen die 
Gesetze der Sylbenbildung im Aramäischen (vergl. § 16, 4). 

d) Die Infinitive mit der Endung n— erhalten statt der- 
selben die Endung fpl (vergL die zahlreichen Beispiele mit der nun 
Ausdruck abstracter Begriffe verwendeten Endung m bei den No- 
mina), z. B* innnrrin Ezr. 5, 10; Kjhnap^ (Inf. Sapb*a, Dan. 3, 17), 
auch defectiv:\^ytin Dan. 2, 26.' 

4^ Die vorkommenden Beispiele von Yerbalfonnen der gewöhn- 
lidben starken Bildung mit Suffixen sind: 

a) vom Perfect Qal: n?rn Dan. 6, 18; rnpO Ezr. 5, I2j Inf. Qal.: ns-jjSQS 
Dan. 6,31. — Pwl Pa'il: '«snl^an Dan. 6, 23; Perf.JBaph*«l: n*?^3']I?>1 Dan. l\ 13 ; 
T^aVi^ % 88; S, 48; pcah'&^ 5, 26; Port 8apli*U: n^^'te. 5, 11. ^ 

h) vom Ibnper. Pa ü: ^I^^ZQ Bau. 4, 20. 

2. Starke BlUmgen unter den filiiflai» ve« GilttnleB ml Rtf. 

§38. 

Verba primae guttoralis. 

Da sich die Abweichungen von der gewöhnlichen starken Bil- 
dung, welche durch den Einfiuss von Gutturalen oder Res bewirkt 



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I 38. Terba primae gutturaUs. 



68 



irerdeii', sammtlich aus den § 13 dargelegtea Eigenfhümlicbkeitea 
der Gatturflle und des Bes ergeben, so können wir uns hier mit 
einer Anfzählnng der in Betracht kommenden abweichenden Bü** 

düngen begnügen,* 

1. QaL a)Fevfeot: VtM Dan. 2, 17. 24. 6, 19. 20; ^Mm Ezr. 4, 23; tta^TK 5, 8.— 
AlfNebenfonn sn dieieiD MK ut naeh dw gftwöhnliohfln AnnaTmift (to i. B. aaoli 
Luttsatto § 105) der Btamm ^1» in K^V$ Dan. 2, 5. 8 {Baer KltM auf Grund offon- 
bar unzulänglicher Bezeugung) zu betrachten. In der That wird die Exi^^fenz 
eines aram. Stammes itx nach den Belegen inLev\'s n^^nhebr. und chald. W.B. 
nicht zubezweifeiu seiu, es müssten denn alle diese Stellen nur auf der Voraus- 
setzung eines bibL-aram. Stammes 'HK abiit beruhen (ein Wechsel von b und T kann 
wenigstens dem TTxiiebw der Etymologie Oeur 80, 80 nlcM ab t^uneicliört'* 
gegolten haben — gegen Oetm, W. B.9 imtev Aber als Yerbalfonn iat 
dann unerkUblieb, mag man unn Abwerfung de« n femin. Ton rvil^ an- 
nehmen oder auf die falsche LA. "p^Tt^ statt 'mün Dan. 3, 16 recurriren, um 
ein Partie, herauszubringen. Dann wäre einfacher, mit Baer «"^tn; zu lesen, 
aber diese LA. ist offenbar erst aus dem Bedürfniss nach einem Partie, fem. 
hervorgegangeu. Di» Aben Ezra folgende Erklärung als Part, passivi eines 
Yerbams *ltK festigen {— arab. wafada fest sein) ist von MüMaurVolck im Nach* 
trag sa Gtsen, YT, B. * p. 974 «iraokgenommen word^i, da das als Analogie 
angefttliTte im fem. uS^ß^ haben mfisse (oder Tielmebr kV**)?»^ da selbst 
nur eine künstlich gemachte Pe'llfonn ist, vergl. o. § 29, 8, Anm. a). Friedr, 
Delitzsch's ingeniöse Combination des KtTK mit dem H^TT!?< Ezr. 7, 23 (= adar- 
azda, valde strenue) s. in Baerls Text des Daniel, Ezra, Nehemia, p. YI f. der 
Praefatio, Das Richtige ist ohne Zweifel Nöldeke's Zurückführuug des X^tH auf 
persisches azäa gewiss, sicher (vergl. Schräder, die Keilinachr. u. das A. T. -, 
Haehträge und Bariehtigungen, 8. 617). — Ferner: Ban. 3, 8. 6, 25; ^p.x 
Ben. 8, 18. 84 nnd oft; 8. fem. n'n^^ (für n'naijj, verg^ sor Bildung oben § 80, 8^ 
Anm. a); 1 Sing, 4, 5; 3. Plnr. n-t^K 4, 23; t Plnr. ttj'^^^ E«r. 5, 4. 9. — 
Die zahlreichen hierher gehörigen Formen der Yerba nnx, Mtr! s. § 47.— 
Dan. 3, 1. 32, 5, 1; P-i^.? 4, 32; rilT 3, 15. 6, 23; ^inr Ezr. 6,' 13. 16, -Ter. 
10, 11. — n'^UJ^ (mit Zaqeph qatou, vergl. zur Schreibung § 17, 2, A. 2) Dan. 6, 4. 

b) Imperf^t: "jW^m Dan. 4, 13. 20. 22. 29 (iWOT 7, 18 ist nach Ausweis 
■von ^onn V. 88 ^elmeiiralsqnieopirtesImpeTf.Haph*elan1»etxaoliten); "fc^SSt^ 
Ssr* 6, 8. 7. 18: versd. ansBerdmn von Terbis K'b: KIfiV Dan. 2. 80 aL: trvf^ 
7, 14; 6, 9. 18 (s, JCShens in § 47). 

c) Imper. lOH Dan. 2, 4. 6. 15; Plur.'Sl'WX 2, 9; 2. Sing. fem. «»^K 7, 5. 
(TJeber die durch rhythmische Gründe veranlasste Umbildung des Imperative ^ts 
zu der Begolatform **b|K Ezr. 5, 15 vergL § 17, 1 nnd das o. % 30, 2, Anm. a 
Bemerkte). 

d) Infln. T^^^ (vergl. § 15, a, Anm.) Ezr. 4, 22. 7, 18; Mtn^V 4, 14. 

e) Faitie. aoL: die UniriadellMurkeit des a der ersten fi^lbe gestattet aiir 
die gewöhnUcfa« Büdong: oaa^ Dan. 4> fem. Mn^, Phir. v* s; t. die 



* Bezüglich der von der gewöhnlichen staxken Bildung nicht abweidisnden Formen 
der Yerba mit Gutttoalsn nnd Bei veigL die Aufeihlmig der Torimunsndsn Bei« 
Spiels in % 25^37. 



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64 2. Haupttheü. Focmenlelire. 2. üap. Vom Verbum. 

VoBohuu — Bart, pass.: mn (mit e in zweiter Sylbe als Yerbum K'b, vergl. § 47> 
BaiL d| 19; Plur. ^t^vn 4>82; über 3, 22 (für hTM) vergl. § 15, und üb«r 
das gani abnorme Ip^K (statt ^i^^ § 16, ff). 

8. Hithpa'el. a) Perfeot: 3. Plnr. *npmnM JE**., d.i l'nprnK; da» 

fordert dafür nach § 23, 2 nnpST». 

h) Imperf. lasr.'; Dan. 3, 29. Ezr.'ö, 11. 7, 23; "l^sri'? Ezr. 6, 12. 7, 21. 

c) Part, -n^rrr) Ezr. 4, 19 (we^en Enttonung der Endsylbe durch Maqqeph 
ist e nach Uebr. Weise zu e verkürzt); "»ayn» Ezr. 7, 26; fem. ö, 8. 

3. Haph'el Perf. 3. Plur.: Dan. 7, 22 (vergl. hebr. PIWJ eto.) 

■»■•WCK'ij) 5, 20. 7, 12. 

4. Hoph'al Perf. 3. Bing, fem.: nj'inh Ezr. 4, 15. 

§39. 

Yerba medlae fpittiiralis und Bdi 

Die Abweichungen von der ge wöhnlichen Bildung ßind grössten- 
theils dadurch veranlasst, dass die Gutluialis oder Ive^ nichl 
gescliärit werden kann. Iii l'olge dessen wird dann f rit\ve(ler der 
vorhergehende kurze Vocal (weil in offener Sylbe) gedehnt (so aus- 
nahmslos Tor Res) oder es tritt die sog. virtuelle "Verdoppelung 
ein, d. h. der kurze Yocal hält sich, obschon die Gutturalis nicht 
Dages forte bekommt. Bezüglich der Ersatzdehnung vor und n 
(von mittlerem i< findet sich kein hierher geliörigeis Beispiel, von n 
nur l'^nnnr Ezr. 6, 1; vergl. § 42, b a. E.), scheint die Masora dem 
Grundsatz zu folgen, dass die Dehnung einzutreten hat unmittelbar 
vor der Tonsylbe, nicht bei weiterer Entternung von derselben 
(b. die Beispiele). Die sonstigen Abweichungen beruhen sämmtlich 
auf der Ersetzung des S^wa mobile simplex unter der Gutturalis 
durch Chatepb. 

1. Qal. Part. Plur. -p-mi Dan. 2, 38 K*th., d. i. 'j'>";n^ (Q'r8 "pn-jn vergl. 
§ 11, 1, e); 'jiVm 6, 19; Y^/v^ 3 tt. 8. w, (s. die Beispiele Vollständig bei den 

Ifouuna). 

2. Hithp^'el.- 3. Plur. Imperf. forrrn jy^üo, 7, 25; FaiÜo. Sing, fenit 
»arnna Ezr. 8, 8; Plur. m. r?'^»?'? 7, wT" ' 

8.* Pa'il Pwf. ^ Dan. 8, 19; 1. Sing, 4» Sl (JSoer n^,^ ^«agL 9 », 
Anm. 4^). — Imperf. 2. Sing. m. anj^ri Ezr. 7, 17; 3. Plur. "l«?:?^ Dan. 4, 22. 29; 
Pornjen mit Suffixen: ^Vq-^ 4, 16: •>3|l>nT'i 4, 2; 3. Plur.: ■':iin3^ 4, 2. 7, 15. 28; 
•^^bns- 5, 10; J^VrO"; 4, 16 und mit ^ 5, 6; PSiai':?'; 5, 21. — Partie, act. »?^0 
Dan. 2, 40; Plur.: ^i^oo Ezr. 5, 2. — Part, pasä.: TJ'J^JJ Dan. 2, 40} a^^^ 
2, 41. 43; «^^D iiizr. 4, lö. 

4. Hapli*«l von W3i v«rgl. § 42, Anm. b, 

ft. Hithp»'»L Perf. : tpnnn Dui. 8» 87; «»|^ 6, 8; ParL: 5, 9; 



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g 40« Yerba tertiae gaüvTallB und Ell. 



65 



§40. 

Varba tertiae gutturalis und Kes. 

Die Abweichungen von der gewöbnlichen Bildung beruhen 
sämmtlich anf der Vorliebe der Gutturalis für den A-Laut. 

1. Qal. Imperfeet: £zr. 5, 17. 6, 12; S^^"^ Dan. 3, 10. — Part act: 

hVf Dan. 6, 17; 9in ^ ^> 8i 5 n. oft; "ll^ Kst.'t, 13; V^tl Perfc) Q"^ 
Dan. 5, 84; Esr« 7, Ii. 

8. Hitlip**51. Peif. n;intih Dan. 8, 35. e, 34. Ear. 6^ 8; 8. Bing. fem. 
rtn^tndh (für hUtakh'chat, s. § Vo, 2, Anm. a) Dan. 5, 11. f. 14. 6, 5. 23; 2. Sing, 
masc. nnsPtCTi 5, 27 (n mit einer Art von Pathach furtivum, durch welches 

jedoch, wie Dages lene im n zeigt, der Sj-Ibenschluss iiiclit ■nif<.';t']i'>T>pii wird ; 
vergl. die analogen FälJe nn-, Pi-i^i^ im Hebräisclien xind über dieses Hüifs- 
pathach überhaupt Gesen. § 28, 4). 3. Pltir. : Sinjbrrx Dan. 7, 8 Q*re (s. o. b«i 
den Verbis primae guttur.). — Iraperf. r;c:ri Ezr. 6, 11. 

3. Fa'il. Perf. Ueber tT\^ und Pn^:^" Dan. 23, in welchen Formen 
in Bweiter Sjlba walixacheinlich nur dnroh die Gutturalis und Bes Teranlasst 
ia^ da anderwirta (auch im Bjrifoh«o) in diemn Formen ^elmehr e ale Voeal 
dar «weiten Bylbe überliefert ist» TeigU § 31» 3, o. — S. Plnr.: nfe^ Esr. 4, 19. 
6, 1 ; ^niti Dan. 5, 4» — Imper. 2. Flur, vxg^ Dan. 4, 11. — Impatl Hgff* Bar. 
4, 15; -II»*; 6, 12. — Part, act.: «l^rt^ Dan. 4, 34; 5^ 13<s '9?^ 8, 40; 

n51Ö0 2, 23. 4, 34. 

4. Haph'el. Perf.: rib'I'n Dan. 3, 30. 6, 29; sni'n 2, 15 al. (s. Verba lU) ; 
1. Sing. rhiOT 2, 25 (für ha&k^cheth, vergl. zur Bildung § 30, 2, Anm. a); 

3. Plur.: ^nsdn Dan. 6, 12; Ezr. 4, 19; 1. Plnr. X2n3l!3P:< Dan. 6, 6; Krri'in Ezr. 

4, 14. — Imperf. 2. Sing. m. ns'jnn Ezr. 4, 15. 7, 16; 5Tn^ Dan. 2, 25; i. I'iur. 
nSULtii Dan. 6, 6. — Imper. Plur. (von "ir:) Dan. 4, li, — Part, aet 
Ssr. 5j 8; Plur. "pn^^ 1^* 



B. Das schwache Verbum. 

§41. 
Yerba 

Die Abweichungen der Verba x'ß von der gewöhnlichen Bil- 
dung beruhen theils auf den Eigeuthümlichkeiten, welche m mit 

1 Der Text tod Dan. 5, 12 ist allerdings gegenwärtig yerdorben. Die Fassong 
JfawenmliUer'« und v. Lengerke'a („Kenntniss des Traumdeuters") würde n!i3Pb»a 
erfordern. Obschon die Yocalisining von "^ttjSO und als Participien durch ver- 

schiedene Nothbehelfe der alten Versionen (s. den Commentar v. Lengerke's, 8. 263) 
bezeugt wird, bleibt es doch das einfachste, mit der Vulgata vielmehr Infinitive 
(nt^^ und (t^T^) zu leseu, zumal in der Mitte zwischen beiden em Infin, steht und 
sout hn bibl. Amaiiseh daa Pa*fl von nicht gebranebt vird. 
K»vtste]iy amaHiftlm Oiaoupiatik. 5 



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66 2. H&upttheii. Formenlelire. 2. Gap. Vom Verbum, 



den übrigen Guttaralen theilt (yergl. die dahin geliSrigen Beispiele 

in § 38), theils auf der Fähigkeit des M, sich in den unmittelbar 

Torhergeli enden Vocal aufzulösen und in Folge dessen entweder 
ganz zu verschwinden oder sich höchstens noch orthographiscli 
(als sogen. Vocalbuchstabe) zu behaupten (vergl. über diese Syn- 
cope des K § 11, 3, b und § 14, 1). Eine dritte Art von ab- 
weichenden Bildungen entsteht endlich durch die Fähigkeit des 
s^, sich zu zu verdichten und alsdann entweder mit vorher- 
gehendem a einen Diphthongen zu bilden oder (nach Weise 
der Verba mit demselben zu zusammen znfliessen. Wenn 
schliesslich i( sogar mit zu wechseln und demgemäss mit vor- 
hergehendem a zu ö und mit u oder o zu m contrahirt scheint, 
SO beruhen diese Bildungen Tielmehr auf einem einfachen U eber- 
gang (Metaplasmus) der Verba i'i} in die Analogie der Verba Y&, 
wie solcher auch im Hebräischen zu belegen ist (vergl. Gesen, 
§ 70, 2, Anm. 1). 

Die drei letztgenannten Möglichkeiten der Behandlung des X 
Tertheilen sich so auf die Terschiedenen Conjugationen: 

a) die Syncope des K tritt überall ein nach den PräformatiTen 

des Imperfect und Infinitiy des Qal, bald mit völliger Ausstossung, 

bald mit orthographischer Beibehaltung des 

b) die Verdichtung des H zu erfolgt im Perfect und Infin. 
Haph'el von xnx kommen, sowie im Perfect und Particip Haph'el 
Ton "'CX, hei letzterem (sowie bei den seltsamen Passivformen des 
llaph el von ^(nK) zugleich mit Gontraction des Jod und des vor- 
hergehenden a zu e, 

c) Der Uebergnng in die Analogie der Verba Ys findet statt 
im Haph'el und Hoph'al von iaM« 

Bttiq^l« m a) Impwf. Qal: nsK^ Dan. 2, 7. 3, 29; nqti^ (fogea. natO0 
*aelor, yerg^. § 17, 1) 4, BS; ferner 4» 80 und ^ai^ (8. fem.) 7, 88; 3. Plor. 

V^bH'^ Jer. 10, 11 (also ohne wdlllessendes Nun; auf dem WegfUl denelb«ll 
scheint die Festhaltung des Tones auf der Stammsylbe zu herahen, vergl. Iia'^n? 
Ezr. 4, 12); 2. Pbir. m. -jün^o^P Jer. 10, 11; 1. Plur. npX2 Dan, 2, 36, Ob S<-933 
Ezr. 4, 8 u. o. riuf einer Apocope des "1 von "HSSS = "^^HSS beruhe, heiiit uns 
ebensuwejuig ausgemacht, wie P. Haupte Zuruckfuiaung auf babyiun. atnü 
leden (in „der keUiuehr. ffintllathbeiloht", Lpz. 1881, p. 29). 8. da« Wart ia 
den „Adverbien**. — InflaitiT Qal: *19M9^ Dan. % • (TaKgl. "imf Met. 
Dan. 6, SX d*M«<^ ^* ^» ™^ von M^: Dan. 8» S; Tim 
1^9^ und mit BaHlx: 1^1^^ 8, 1». 

Zu 6) Haph'el Perf. von «r^: 3. Bing. m. "TTp 5, 18; 8. Plur. ^'^T\y^ 6, 3. 28. 
6, 17. 26. ~ Inda* ttrf^'f:^ 8, 18. 6» 2. — Peel Baph. TOtt yomi Dan. 8, 24; 



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§ 42. Yerba l'B. 67 

Part. pass. yo'^Ti 2,45. 6, 5. — Passive^ zu '^n'jn: 3. Sing. fem. Pi'^iy^tl Dan. 6, 18 
und ^''iy^ 3, 13. 

Zu c) Haph'el Imperf. von 1^: 2. Bing. m. lai'ntn Dan. 2, 24; 3. Plur. 
^laSn-; 2, 18; Infin. »^ai'n^ 2, 12. 84 und rn^in^ 7, 26. — Hophal: l^^rt 7, 11, 

§ 42. 
Yerba 

Von der ÄBsimilation des Yooallosen Nun an den folgenden 

Consonanten (vergl. § 11, 2) werden betroffen einige Imperfect- 

formen des Qal von bD3 und ^ri3, sowie sämmtliche Formen der 
Yerba nn:, b'iz und irc im Imperf., iinper. und Partie, des Hapli'el. 
Anderwärts bleibt die starke Bildung (so besonders, wie es scheint, 
gern vor der Tonsylbe; vergl. pB:n Dan. 5, 2 al., tpEsn 5, 3, nnan 
5, 20, also wohl in demselbon Bestreben, der Vortonsylbe grösseres 
Gewicht zu geben, wie bei der Ersatzdehnung vor Gutturalen, vergl. 
§ 39) oder es tritt wenigstens nachträglich die Compensirung der 
Assimilation durch. Insertion eines Nun ein (so wahrscheinlich in 
verschiedenen Formen Ton ins; vergl. § 11, 4, Ö). Aphaeresis 
des Kun findet statt im Imperativ des Qal. 

Beispiele a) im Imperf. Qal.; Dan. 3, 6. 10. 11 (also, wie im Hebr. und 

Aram. auch bei yrö, mit ursprüugl. i in zwcitei- Sylbe) und "jl^lpft S, 5. 15; von 
irs 3. Sing, mit Suffix: S^sn'i 4, 14, 22. 2d. — Imper. £zr. 5, 1.) (von M^); 
Plur. npD Dan. 3, 26. 

i!>) im Imperf. TIaph*el: 2. Sing. m. rnr> Ezr. 6, 5. — Imper.: ^iniriM Dan. 4, 11 
und mit völliger Aufhebung der Verdoppelung und in Folge dessen Verflüch- 
tigung des Vocais des Präiormativs nnM Ezr. 5, 15j vergl. über diese gänzlich 
abnorme und »uoh cLareh rhythmoselie GrQnde nicht zu reoh^rtigende Bildung 
$ 15, d (die von lAiziaUo § 100 anr ErUäTung des nn» statuirte Stammform 
nun ezistirt nicM). — Infln.: Dan. 3, 29 und mit BatQx t^^^) 6, 15. ^ 

Partie, act. ^ 6, 26; Plur. Ttfrno Esr. 6, 1. 

e) Die Beispiele vom Imperf. vmä Infln, des Terbums in welchen wabr- 

scheinlich Oompensirung der Assimilation durch nachträgliche Insertion eines 
Nun stattgefunden Imt (s. o.), sind ~]P|a'} Dan. 2, Id; ypat\ (2. m.) Ezr. 7, 20j 
yäS^'] 4, 13 und ypiiTi) Ezr. 7, 20. 



t Einp befriedigende Erklärung dieser Passive (denn f^'^r'^'!' kann nach dem 
Context nichts anderes sein und auch für l'^r'^'^ wäre, wenn es 3. Plur. Perf. Haph. 
sein sollte, nach ö, 3 u. s. w. '^'V^ zu erwarten) ist noch nicht geluugeu. Mühlau- 
Y(M in GFsMik W. B. unter denken an eine Bildung naeh Analogie dss Parti- 
«d^s (also vobl sine Axt eoiifpgirtss P*tl)} dann tirfos absr eben sa 

erwsxten. — YesgL das analoge KVVi § 48, 1. 

ö* 



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68 2. Haupttbeil. Formenlebre. 2. Cap. Vom Yerbum. 

§43. 
Verba i'b und 

Wie im Hebräischen, haben die Verba, welche ursprünglich 
(nach Ausweis des Arabischen und Aethiopischen) mit Waw an- 
lauteten, dieses Waw in den praforinatiTlosen Formen überall mit 
Jod Yertauscht (s. die Beispiele starker Bildung im Perfect Qal 
§ 26) oder ganz abgeworfen (s. u.)- Dagegen tritt das urspr. Waw 
in denjenigen Formen, welche ein Praformativ mit Pathach haben, 
in Gestalt eines (ans a + i contrahirten) d wieder herTor, während 
die Verba im gleichen Falle « + i zu ^ contrahiren. 

1. Verba ID. Die Schwäche des Waw (vergL § 14, 2), resp, 
des an die Stelle Ton Waw getretenen Jod, bewirkt in der Flexion 
folgende Abweichungen Ton der starken Bildung: 

a) Im ImperatiT (nicht im Perfect) des Qal findet die Aphäresis 
des vocallosen Anlauts statt (vergl. § 11, 3, a). 

b) Im liüperfect Qal wird der die Sylbe schliessende Halbvocal 
(analog den hebr. Veibis d mit mittlerem Zischlaut: vergl. Gesen. 
§ 71) dem nachfolgenden Consonanten assimilirt; bei dem Yerbum 

findet dann weiter Compensirung der Assimilation durch In- 
sertion eines Nun statt. 

c) Im Haph'el wird Waw mit dem a des Präformativs zu d 
contrahirt (so bei den Stämmen «^"i, an'') während es im Hoph'al 
mit dem u des Präformativs zu ü zusammen iliesst. Anderwärts 
dagegen ist (im Haph'el und Saph'il) der Bildung statt des urspr. 
Waw Tielmehr Jod zu Grunde gelegt und es findet somit ein Meta- 
plasmus in die Analogie der eigentlichen "i'fi statt. 

Beispiele zu a) Imper. Qal, 2. m.: -f^ gieh! Dan. 5, 17; toisse 6, 16. 

zu b) Imperf. Qal: Vs"^ Dan. 3, 29 und V^n (2. m). 5, 16 (bis) Q're; dagegen 
findet sich 2, 10 bs^t und 5, 16 als KHhibh i^ain, d. i. b^^Pi, ohne Zweifei ein 
niner Hebraiamiu, den die ]Ca«<»a woiigrttnt 5, 16 in tet «n ver&ndem 
gtUetat Femw atji^ Dan. 7» 26 («lm> mit % in swdter 8ylbe, wi« «s voxik dem 
]Ml>r. Sd^ sa Grunde liegt; yergL aveh «vab. wätjiäM, Saiiu% Endiich Ton 
TT\ 2. Sing. m. Ttisn Dan. 2, 80. 4» S2, 28. 2*. fiar.i, 15; I. Sing. V^S» Dan. 2,9; 
8. Plur. insnj-; 4, U. 

zu c) Perf. Haph'el: Dan. 2, 15. 17. 28. 45; 1. Plur. fitiS^in Ezr. 4, 14; 
mit Suffixen: ■»iP^T'C» Daa. 2, 23; Tll7>n 2, 29; «JR^fW 2, 23. JBndlioh von W>i 
apin Ezr. 4, 10. 

Imperf. Haph.: 8. Siag. anin^ Dan. 2, 25; 8. Plur. yiTphi 2, 30; 3. PInr. 
firrinn Eir. 7, 25. — ICit Bufazen: '«sl^Tih*« Dan. 7, 16; forfri^ 5, 17; 

4, 8; '''?{'»»Tinn 2, 5 und (mit defectivem «) 2, 9. 

Infin. Haph. n^nV Dan. 5, 8; mit Suffix: t^^jiqnrih^ 4, 15. 5, 16 nnd (mit 
defect. «) 2, 26. 5» 15; aiTUTTin^ En*. 5, 10. 



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§ 43. Yerba 1% und vj. 



69 



FarL Haph. K^inQ Dan. 2, 23 und syncopirt K^ia 6, llj Flur. m. 'j' yi ' ilia 
4^ 4. ÜBT. 4» 1«. 7» 24.' 

Peil aoph'al: nobUh Dan. 4, 88 (veigL fi1>er did Batonimg § 17» 1; 
üb«r Chatapli nntw & 1 16, <i). 

Uebergang in die Analogie der eigentlichen **'B findet statt a) Im Haphel 
von (vergl. im Hebräischen V^^, Hipb. b'tai'n; ajr* anie^/ «rab. OM^ofa): 
Perf. b5%n Ezr. 5, 14. 6, 5; Inftn. n^^''^^ J^^r 7, 15. 

im Saph'il eines vorauszusetzenden 3]"^ (vergl. syr. Sauzeh, arab. toazaba 
und unten bei '^T^^): Perf. at"^ Dan. 3, 28. 6, 28 (beidemal mit Munach); Im- 
perf.: 2^»^ 3, 17, mit Suffixen TlSSpttT» 6, 17; •jlDSnpC-; 3, löj Infin. mit Suffixen: 
Tjnnarüb 6, 21; nnnat-'iöb 6, 15; «jn-ian^b 3, 17 ; Partio. aet. at*»tia 6, 28 (mit 
Unnaob). — Li di«Mlbe Kategovia gehört olme Zweifel auch Vn^ Bar. 6, 15 
Q*f^ (S'ik, Ktrv, velobee «sliwfirliolk eaden, ala M^rn$, geeproohen werdea 
kann), Saph'il eines vorauszusetzenden Diese Bildung ist allerdings inso* 
fem befremdlich, als anderwärts hebräischem ^Ci^ vermöge des § 10 dargelegten 
Lautwechsels vielmehr aramäisches 60"^ entspricht. Immerhin ist die Annahme, 
dass sich in ''JC'^ll? wie in 3p*!? (dem 3t^ als Nebenform zu 3M entspricht ander- 
wärts aram. 3')'^) ein Best der alten härteren Aussprache des Stammes erhalten 
habe, weit natOrllolier, als iMoaUn^B ZiurGeklülirang beider Pocmeik auf dia 
Stanunibxm Pa'J], Indem die Yerdoppdang dnroli d«oi langen Yooai naob den 
ersten Stammconionwitaii compennrt sei (Iausz.^ Qramm. der bibl. ehaldäiBebeB 
Sprache, übers, von Krüger, 8. 15; die confuse Note daselbst ist nach der Be- 
richtigung S. 124 zu ändern). Uebri^ens aber bietet das "'Jt'^'ij für die nähere 
Bestimmung der Form dieselben Schwierigkeiten, wie die Pas^ivformen des 
Hapli el von i<r^ (vergl. § 41, Beispiele zu lit. h), nach deren Analogie man 
ttberdiea eher erwarten sollte. Die Fassung ab ein» Art (— 8. Pwt& 
Pass.{ «0 atteh hier G'cMii. V. B. nnter IKV) entbebrt wie bei o. f. w« 
jedw Analogie. Oontext fordert^ da 8. Plnr. vorbergebt» V<apid nnd daa 
^nfftcbste wird sdn, dieses fOr iKrr'dt hevsnstellait. 

% Verba Abgesehen Ton den unter No. 1, a.E. behan- 
delten Bildungen, welche anf einem Metapiaamue aus der Analogie 
der Y& in die der V& beruhen, bietet das Biblisch-Aramäische nur 

ein Beispiel eines eigentlichen Verbum i'b in der 3. Sing. Imperf. 

(^al Si::'^] Ezr. 7, 18, von einem vorauszusetzenden Perf. ao*'. 

Zu erwarten wäre entweder nach Analogie von bs'^ u. s. w. (s. o. No. 1, h) 
'2Xsri oder nach Analogie des Hebrfiitchen n;?^*; (vergl. jedoch auch '^319^ Hab, 
8, 8). Da die BIchtigkeit der Pnnktation im HinbUok auf syr. fie^ad nnd die 
sonstige UeberliaSming der Auspraobe in den Tergomen niebt bezweifelt 
wwcden kann, so wird für ein ZurOokgeben auf di« nrspr. Form jßjUAk 

1 Vergl. LXX xai ir^Xeoav, Vulg. et compleverunt. Freilich können >>eido auf 
ein6u:her Umgehung der Schwierigkeit beruhen. — Erwähnung verdient jubn^ens 
noch, dass nach Friedr. Delitssck, the Hebrew Language viewed in the Light of 
Aflsyiian Besearch (Lond. 1883), p. 69, sr^^ dem Babylon. §afel von 
ud Biy^ dem BabylofQ. daftl von offi, Kr< entqnedien soU , dessen S allein lain- 
reiehei srsm. üsipnmg an wideilegen. 



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70 2. Haupttbeil. Foimenlebre. 2. Cap. Vom Yerbum. 



anzunehmen sein. Uebrigenfi geliört diese« Imperfect, wie im Hebräischen, in 
die Kategorie der sogen. Terba defeotivai indem dae FeiüMt "vlelmdir TOb dem 
Stamm am» (veis^ aneli gmA vom Btaaime aiD) abgeleitet wiid; e. ibnüoli» 
ZaeammemtfliUniigen solcher yon Teraohiedenen Stftmmen abgelettetw Tempof» 
Oesen. Gr. § 78 ; im Biblisch-Aramäischen dient Rupert nad lafln. Ton als 
BrgffuCTPg an dem Perf. imd Imper. tob a}T|. 

Abnorme ßüdimgeii von Verbis c^bn imd p^o). 

In einigen Formen des Qal Ton -fbn gehen (Imperf. und Infin.), 
sowie im Haph'el und Hopb'al yon uuftiHgen findet Syneope 
dee schwachen mittleren Gonsonanten statt. In Folge dessen wird 
alsdann hei den hetreffenden Formen tou lybn der kurze Vocal des 
PraformativB yerflüchtigt, während im Haph*el und Hoph'al von 
pbD eine Gompensirung des ausgefallenen b durch Schärfiing des D 
eintritt (yeigl. auch im Hebräischen Ps. 139, 8 p&^)- D& die unten 
aufsufährenden Formen yon pbo eine andere Erklärung nicht zu- 
lassenS so sind die Bedenken gegen die analogen Formen yon Ifbn 
ungerechtfertigt, zumal dieselben auch durch die Analogie des 
targumischen Aramäisch (vergl. Levyy chald. W. B. über die Tar- 
gumim I, 198 Z?), sowie diu des Syrischen {JSöldekc, syr. Giamiii. 
§ 183) geschützt sind und die Anuaiime eines Stammes reine 
Fictioa ist.^ 

a) Beispiele von "^n : Imperf. Qal "r^"^ Ezr. 5, 5 (mit Atlinacli), 7, 13 (mit Silluq), 
"^^^ 6, 5 (mit kleinstem Distinctivus, gruss X^lisa)^ lufin. t^hQ 7, 13 (mit dem 
Conjimotiyiie Barga). Daa Qames der PaitBallbimm Tffmreaoht nach dem 
1 17, 1 Bemerkten keine Behwierigkeit j aneb in dem b^en anderen Fonnca 
lieesa sieh da« ä ale 0(»npeiMirmig für den AnefUl des \ erUiren. Aber ee 
bedarf solcher Erklärungen gar nioht, da in den nicht pausalen Farmen 
Patbacli besser bezeugt scheint (so "!^h?2 in der Soncinoliibel von 1488 ti. f. w,, 
vergl. Luzzütfo Gramm, § 104); für T^n"^ Ezr. 6, 5 kann sich Bacr nur auf 
drei handscbriitliche Zeugen und die ed. Yeneta von 1&26 berufen, welchen 



* YtxlMt ist du Unterbringung dieser Fotmen unter trie a. B. in BitaeUtifw 
Lesiflon oheld. elc. und nodi in Ftttrvfs Ooneordens a. h. ▼. 

* 8o a. B. niedw Bacr In seiner Aiiegabe des Dan., Bar., Keb. p. LEU imter 

Bimfhuig auf die Ponktation mit Qames, während sonst das aramäische Pathach auch 
in Pausa bleibe (vergl. jedoch o. § 17, 2; übrigens ist die Richtigkeit der Punkta- 
tion mit Qames keinesweg^s zweifelloa, s. o. (iio Nachweise), sowie darauf, dass "H^J^ 
sonst dem aramäischen Idiom fremd sei. Wie steht ea aber dann, abgesehen von dem 
nieht aeltenen Gebrauch des T^^n in den Targumen, somls in der PeaehittBi mit den 
liiUisehFAnini. Feraasn Ti^D'o und r^V??» ^ ^ dereelbsn Beite safilhrfet 
üebrigsns würde von ^ das Lnperf. Qsl Tp^'J laoten mttnen. 



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§§ 44. 45. Verba Vj, V5 und vj. 



71 



saUreifllie und teonter hMai gaurkibtige Zeugen für g«g«nttb«ntelMB. 
Somit sind Ezr. 5, 5. 7, 13 ladiglich ?aii0alfonii«ii und ^ ist ng«lreobt «nt 
i^ja-hakh =j*kakk) entwiokelt» wie <^ aas ^Vns. 

5) von p^D: HaplL*el 8« Plmr. Iplin Dan. 3, 22 (für Aa8%M); Infln.: rt^^^n^ 6» 24 

(mit naclitri??l!c'fier Insertion eines Nun zur Compensirung der wieder anf- 
gebobeuen ßoliärfuiig des D«ng^ für hasläqä; vergl. g 11, i,bf 6), Hoplial: 
plgin 6, 24. 

§45. 
Verba und 

1. Indem vir bezüglicli der Streitfrage über die ursprüngliche 
Gestalt der sogen. Hohlen Stamme (ob dieselben von Hans ans 
mittelYOcalig nnd demgemäss mit Stade als <9 yon den consonan- 
tischen zn nnterscheiden seien) anf Gesen, Gramm. § 72, Note 1 
verweisen, begnügen wir nns hier bezüglich der Flexion dieser 
* Yerba im biblischen Aramäisch mit Aufstellung der Grundregel, 
dass die Stammsylbe den charakteristischen Yocal der betreffen- 
den Form, aber als einen langen erhält, also im Perf. und Infin. 
Qal Qcmies, im Imperf. und Imper. ü, im Peifect, Imperf., Partie. 
Ilapli i l e oder i. l^ui im Inijiori'. Hitlip ' cl üudet sich neben i auch 
ü, welches indess auch nur als Wiederkehr eines ursprünglichen 
Vocals (vergl. im Hebräischen ä als regelmässigen Pausalvocal im 
Hithpa'el) zu betrachten sein wird. Im Einzelnen ist noch folgen- 
des zu erinnern: 

a) Im Perfect Qal behauptet sich der Ton (wie im Hebräischen) 
auch in der 3. Sing, fem., sowie in der 1. Sing, und der 3. Plur. 
auf dem ä der Stammsylbe; in Folge dessen wird das e der £nd- 
sylbe in der 1. Sing, zu e yerkürzt (ebenso auch in .der 1, Sing. 
Perf. Haphd). 

b) Im Imperf. Qal und im Perf. Haph'el wird der kurze Yocal 
des Präformatiys ausnahmslos zu §*wa (unter dem M, einmal % 
des Haph'el zu Chateph Pathach) yerflüchtigt; dagegen schwankt 
im Imperf. Haph'el die Punktation zwischen Yerflüchtigung und 
Yortondehnung des ursprünglichen a des Pfäformatiys. In einigen 
Fällen ist überdies (wie nicht selten auch in anderen Glassen yon 
Yerbis) im Imperf. Haph*el die Syncope des zum Charakter des 
Stammes gehörigen n unterblieben. Im Partie, geht der Stamm- 
sylbe immer \ urlonqames voran, mit oder ohne Syncope des n. 

c) Im Pnrticip Qal ist die Analogie des dreiconsonantigen 
Yerbums hergestellt durch Insertion eines welches nach der 



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72^ 2. Hanptihei). IV>niieiileIire. 2. Oap^ Vom Yflrbnm. 

Forderung der Masora im Stat. abs. -and constr. Plur. ta Jod Ter- 
diohtet gesprochen werden soll (vergL § 11, 1, e), 

d) Im Imperf. und Particip Hithp**el wird demselben Drang, 
die Analogie der entsprechenden starken Bildungen herzustellen, 
durch die künstliche Scharfung des n .des Präformatiys genügt, 
welche yon selbst die Aussprache dieses n mit S*wa mobile nach 
sich sieht (vergl. die so entstehende Aehnlichkeit z, B. Ton ffftX) 
Dan. 4, 9 mit an^^nri Ezr. 6, 4). 

e) Als Passiv des Haph^el findet sich eine eigenthümliche, aber 
sicher altaramäische Bildung mit (zu Chateph Qames yerflüchtig- 
tem) u unter dem Präformativ; dagegen unterliegt die Punktation 
derselben Passivform auch mit Cliateph S°gol den stärksten Be- 
denken. 

f) Die Bildung von Pa'ilformeu wurde, wie aus einem vor- 
kommenden Beispiel und der Analogie des Syrischen zu schliessen 
ist, durch die VerweuJung eines geschärften Jod als mittleren 
Consonanten ermögliclit (nÄ|)|?!5 Dan. 6, 8; vergl. zu dieser — im 
Hebräischen sekundären und wohl erst aus dem Aramäischen iiber- 
tiageiieii — Bildungsweise Gesen. § 72, 7). Die vereinzelten Bei- 
spiele einer Pa'lel- und Uitbpalelform (s. u.) werden als Hebraismen 
zu betrachten sein. 

2. Yerba ^^v. Die Art der Bildung bringt es mit sich, dass 
die meisten Formen etwaiger Yerba '^'y mit den entsprechenden 
der zusammen&llen. Ueberhaupt scheint im Aramäischen die 
ursprüngliche Unterscheidung beider Yerbalklassen dem Sprach- 
bel^nsstsein üwt ganz entschwunden zu sein. Doch lässt sich 
wenigstens noch ein sicheres Beispiel einer *i':pform geltend machen: 
die 2. Plur. Imper. Qal Ezr. 4, 21 (gegenüber Dan. 7, 5), 
obschon dasselbe Yerbum anderwärts {trdw 6, 18) ausdrücklich als 
i9 behandelt ist; vergl. hierzu Nöldeke^ ^e Yerba ^9 im Hebräi- 
schen ZDMO XXXYII, 531 f. 

3. Uebersicht iiber die Flexion der Y^. (Die Belege zu den 
aufgeführten Formen s. u.) 



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§ 45. VerliÄ Vs und vj. 



73 







ffithp^el. 




•Jfc Vm g • *»• IW, 








3./: 


• T 






2. m. 


T 1 V 




ni3*'pn 


1. c. 








PL 3. xn. 






^lü'ipn 


Impf m S.Z. m. 






r,» '-'KV, 


3./. 




• 


sion 


2. j». 




* 




P/. 3. 1». 








3./. 


' T \ 1 ^ 




(auch ^a'»r>rj») 


Imp. s. 2. /: 








P/. 2. m. 








Jnfin. 


* 




















• T ' »«• T t 


PI. 


r»'>p C^. (rtt«p Ä'.) 




(fem.) irpiti 




(St. emph. 














3* /Inn. 







1. Die Beispiele vom Qal. ä) Perf.: 3. Sing. m. n3 Dan. 6, 19; 

3, 24; Di^ 5, 12. 6, 14. 15. Ezr. 5, 3. 9. 13. 6, 1. 3. ^ 3. Sing. fem. n?6 Dan. 

4, 30. — 2. Sing, m.: na)L' 3, 10. — 1. Sing. naiL* Ezr. 6, 12. — 3. Plur. 50^ Ezr. 

5, 2; "Jau Dan. 3, 12. — Mit Suff.: TOiü Ezr. 5, 14. 

b) Jmperf. Qal: 8. Sing. m. Wp^ Dan. 6, 20. 7, 24; nnn*; 4, 31. 33 (bb). — 
3. Siliff. lam. nm^ 4, 18; n3l[> 4, 11 ; Düptn 2, 99. 44. 3. Plur. fm* 4, 9 KHk,; 
ynfipn 7, 10. 17 nad 7, 24. — 8. Plur. t Urv^ 9 lOt SnlT: *qi&tl^ 

<8. Sing, ftm.) Dan. 7, 23. 

/?) Im per. Qal: 2. Sing. fem. Dan. 7, ö; 2. Plur. m. Ezr. 4, 21 C»9, 
vergl. n. No. 2). 

d) Partie, act. Qal: 0H|? 1>hu. 2, 31 ; im Stat. absol. und constr. Plur. lauten 
die Q*reformen (das K'thibh hat überall X statt ^ vergl. o. No. l,c): "pi'J^ Ezr. 
7, 25; ■j"»':';^ Dan. 2, 38. 3, 31. 6, 26; 5, 19. 6, 27; 'pa';^ 3, 8. — 8tat! eoiialr. 

4, 827— Btat. «mpliat. Plnr.: K^^]^ 7, 14. (Dia Biidnngen ohne Inaertion 
■4at flk aalMoneil aich hu schliesslich im Gebrauch als Nomina erhalten zu haben f 
^vaiiB^. fftd; ^ Ftind; atfp graitkaaingt Qrm^ a. § 58, 6, 2, A). ^ Part. 



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74 2. HaupttbeiL FommiMin. 2. Gap. Vom Yerbom. 

pass. (sSmmtlich zugleich P**tlforTOen in Vertretung einer 3. Sing. Perf. P^s.): 
Dan. 5, 20; t^b 3, 29. 4, 3; Ezr. 4, 19. 5, 17. 6, 8. 11. 7, 13. 21 (überaU in 
der Verbindung C3'j C^t;); 3. bing. fem. rair Dan. 6, 18. Da jedoch diese Foma 
neben dem so häutigen Masc. D'b an sich verdächtig und der Stamm im Imper. 
Qal (8. o.) anidrnoklicb als Yerbom "^S behandelt ist, so wird dieses nsl^ ein- 
llaeh all «in AnrUram d«r Matora an batraehten und in Ttff^ an T«]rwaada]i& 
aeia (miß. 2. Sam. 18, 82, wo die Haiora gleiehftU» ohne «Miohtlieliea Ommd 
das S*thtbh nr)"'':3 in rra^^^j verwandelt hat).» 

2. Vom Hithp'^^'el: Imperf. 3. Sing, ytr^-^ Dan. 4, 9 und Bl^pJ^ B». 4, 21; 
3. Plur. V^^P*"? I>«n. 2, 5. — Partie. Bi^Tra Ear. 6, 8. 
8. Vom Pa*il: Infln. Dan. 6, 8. 

4. Vom Haphei. a) Perf. 3. Sing, m.: D^EH Dan. 3, 2. 3 (bis). 5, 7 (die 
Biebtigkeit der Ptmktation Ist Im Hinblick auf die Halgenden Fotmen awielM' 
halt; TieUeicIit wurde in 8. Sing, überall I gespiroehen); O^p^y (mitPaata) Dan. 
6, 2; a-T» 2, 14 (ebenso). — 2. Sing. m. nstf?n 3, 12. 18. — 1. Sing, rwfll 

3, 14. — 3. Plur. ^C^n Ezr. 6, 18. — Formen mit Suffixen: Ptef^ San. 8, 1 
(einziges Beispiel mit K praeformativum) und no'^ph 5, 11; KJlf'Trti Ezr. 5, 11, 

b) Imperf. 3. Sing. m. Q'^p'! Dan. 2, 44. 4, 14; B^pn*; 5, 21. 6, 16. — 3. Sing, 
fem. C]Cri 2, 44 (von Baer Paradigmen p. XXXVI neben l^inp gestellt, also 
von r,DM abgeleitet; dieser Stamm ist jedooh don WestarandUscheni wie dem 
BjiiBchen, fremd and überdies «teilt sich dasHaph'el von tfb in derBedentmig 
„beendigen^ au Dan. 4, 80 (das Wort „endeWt d. b. ging in ErfnUnng), wie- 
im Hebräischen das Hipih'il desselben Stammes zum Qal (vergl. Jes. 66, 17 and 
Jer. 8, 13). — 2. Sing. m. n-^T^n Dan. 6, 9. — 3. Plur. -jün-^ri Ezr. 5, 5 nnd 
'jl^'^rn* 6, 5; endlich 'is"r.i Kzr. 4, 12 (vergl. über den Abfall des Hua am Ende 
g 29, Ij über Pathach in erster Sylbe § 16, 5). 

c) Infin. fT^J>^^ Dan. 5, 20; mit Soffixen ti^^lS^J^J 3, 16; '^f}''«^^ 8, 4. 
Partie, ü'^if^ Dan, 2, 21 ; D^")« 5, 19; Phu^ fem. ')n'«aa 7, 9.^'" 

5. Vom Pasrtv aum Haph*el: 8. I^g. fem. Perf. nr'^pn Dan. 7, 4. Diese 
eigenthümlidie Bildnng dürfte doch im Hinblick auf arab. '%^m<U (8. Bing. fem. 
Pwf. Pass. der dem Baph^el entsprechenden IV. Form) al« gute Ueberliefnmng 

zu betrachten sein, etwa abgesehen von der Betonung der Endsylbe, die auch 
hier durchaus unnatürlich erscheint. Um so unbegreiflicher ist es, dass die 
Masora im nächstfolgenden Vers 7, 5 dasselbe K*^thibh nB''pn punktirt, während 
doch eine 3. bing. fem. Haphei (und nur an diese könnte allenfalls gedachtr 
werden) durch den Ckmtezt anages^Iossen ist. 

8, Hebraisirende Formen (a. o. Ko. 1, ^: a) Pa'lel, Part, aet Oi((irr^ Dan, 
4, 84. — mthpa^lel» 9. Sing. m. Perf. ^^'htVi 5, 28 (offmbar Beflexi¥: „Du 
Inat dioh übwbobfoi''). 

§ 46. 

Verba 9^9- 

1. Die im Biblisch - Aramäischen yorkommenden Formen 

schwacher Bildung von Verbis 9^9 lassen sich fast alle aus dem 

1 Auch gegen die Betonung r^iu Hessen sich im Hinblick auf die Perleotionn 
(•. o.) Bedenken erbeben; doch vergl. auob u. a. w. § 29» 3. 



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§ 46. Verba SJ'X 



75 



Bestreben erklären, den an sich einsylbigen Stamm dnreh Sebär- 
fdng eines Gonsonanten der Analogie des zweisylbigen Stammes 
anznnäbern. Dabei gilt im Allgemeinen der Ghmndsatz, dass in den 
Formen, welche eines Präformativs entbehren, der Endconsonant 
der Stammsylbe, in den Formen mit Präformativ dagegen der An- 
fangsconsüoant derselben geschärft wird. In beiden Fällen erhalt 
die Stammsylbe den Vocal, welchen in der entsprechenden starken 
Bildung der zweite Stammconsonant haben würde. 

2. Eine Abweichung von obigen Grundsätzen findet in folgen- 
den Fällen statt: 

a) im Perfect Qal findet sieb einmal (Dan. 2, 35 ; s. n.) statt 
der Schärfung des zweiten Gonsonanten der Stammsylbe die Deb- 
nnng des kurzen Yocals derselben. 

b) im Imperfect und Imperatiy des Qal findet neben der Sebär- 
fang des 'zweiten Stammconsonanten zugleicb die Dehnung des 
Yocals der Stainmsylbe (u zu ö) statt. 

c) in einigen Formen des Haph'el von bby wird die Schärfnng 
des ersten Stammconsonanten durch die Insertion eines Nun ersetzt, 
(vergl. § 11, 4, b, Z). 

d) die Schärfung des zweiten Stammconsonanten einer mit 
Präformativ versehenen Form findet sich im Hopb'al von 

3. Die gewöbnlicbe starke Bildung, die durcb die Wieder- 
holung des zweiten Stammconsonanten ermöglicht wird, findet sieb 
im KHbibh zu einer Perfect- und Participialform von Vby (s. u.), 
femer im Imperf. Hapb'el von b^D (Dan. 4, 9), sowie notbwendiger 
Weise in allen vorkommenden Pa'il-Formen (von fsp, yyi; 
vergl. über dieselben § 81 und 39, Anm. 3) und in dem *Etbp6*al 
von Dötj (vergl. § 36). 

Beispi^e a) vom Qal Perfect 3. Sing. m. b$ Dan. 2, 16. 24. 4, 5. 6, 11; 
8. Sing, fem.: n?3 6, 19 und 5, 10 Q^e (K*tMibh r&te^, d. i. wohl tVx^. — 
3. Plnr. np^ Dan. 2, 35. Die Bichtigkeit d«r Posktation unterliegt bei dieier 
Form starken Bedenken. Wahrscheinlich ist als transitiTei Begene der 
nachfolgenden Accusative gemeint (eine Umschreibung der Passivconstruction, 
von der sich auch sonst fplir anfRillige BeiKpiele finden ; die Syntax). Die 
Masora hielt jedoch vielmehr ein intransitives Prädikat zu den nachfolgenden 
Komina (als Subjekten) für nöthig, zumal sich in der Fortsetzung thatsächlich 
ein Boleliefl Prftdikat antohlieest (l*)!^) und mohte nun die Intranei'vitftt durch 
die ahwtichende Yocalisation ansadeuten. Hdglidh wäre noch, dass ein P^eot 
Qal von pvt oder (vergl. dnige Belege zn dieser Form in tvanaitiTer und 
intransitiver Bedeutung aus dem babylon. Talmud in Zjevy'e nenhebr. und chald. 
W. B. If 384 b) gemeint ist. Für diese Herleitnng konnte sprechen, dass tob 



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76 2. HauptthelL Pormeulebre. 2. Gap. Vom Yerbum. 

ppi in der BedMitiing ^^zermalmen* «nderwtrte im Bndie Daniel das Haph'el 
(nicht Qal) gebraueht 'wird. — Imperf. 8. Bing. fem. ;sSh Dan. 2, 40 (für iM*, 
rvt^ S 18, 1). InsweitwSylbe wire « m «rwartm; da» jedoch dieDehnnng na 

ö nicht nur wegen der grossen Pausa erfolgt ist, lehrt die 2. Plur. Imper. 
5nj,V4, 11. 20 (vergl. oben 2 b). — Infin. ITirsa Dan. 4, 24 (mit virtueller Ver- 
doppelung des n). — Partie, act. Plur. 4, 5 und 5, 8 Q^re, also mit langem 
Yocal in geschlossener anbetonter Paenoltima, vergl. § ig, 4. Das K*tkXbh hat 
beide Male rbb9, d. i. y^)>\i9. 

0) vom Haphel: Ferf. 3. Bing. m. V^f} Dan. 25. 6, 19 (mit Injsertiop eines 
lirnn als Siaate für die Verdoppelung des s. o. 2 e); 3. Bing. f. tphr\ Dan. 
2, Si. 45 (für hadd*qat, vergl. dazu § 30,2, Anm. a); 3. Plur. «Ipäjn Dan. 6^25. — 
Imperf. '^. 8in^, fem, p'np, 2, 40. 44; dieselbe Form mit dem Sufflx der 3. Sing, 
fem. nip^ri 7, 23 (zum Chateph S*gol vergl. § 15, d). — Imper. 2. Sing. m. mit 
Suffix: •'sVyn 2, 24 (mit virtueller Verdoppelung des »). — Infln. hVsJrrVi 5, 7 
(mit S'gol vor V uacli § 13, 1); n^wnb 4, 3 (vergl. o. 2, c). — Partie, act. m. 
p-^rjQ 2, 40; fem. njs^Q 7, 7. 19 (vergL o, an iHSj^jln). 

e) ▼om Hoph*al: Perf. 3. Bing. ^Sli Dan. 5, 18; 8. Plnr. 5, 15. Da die 
Bcbärfung hier in d«i zweiten Stanunconsonanten vedegt Ist (vergl. o. 2, 4X ao 
wird das u der ersten Sylbe trotz der Defectivschreibung aIs langer Vocal (in 
oflher Sylbe vor dem Ton) zu betrachten sein; ebenso bei der 3. ffing. ^Sti. 

§47. 

Verba «'b (n'b). 

Während im Hebräischen, abgesehen von zahlreichen Meta- 
plaemen (vergl. Ge^en. § 75, Anm. 20 iff.), die Verba K'b und rVS 
noch deuüich nnterschieden werden, ist im Aramäischen die völlige 
Znsammenwerfung beider eingetreten. Ebenso wenig wird in der 
Bildung der Stammformen oder in der Flexion irgendwie unter* 
schieden zwischen ursprunglichen Yerhis 1^ und (über die Aus- 
einanderhaltung beider Classen im Arabischen und Aethiopischen, 
sowie die vereinzelten Spuren von Verbis l'^ im Hebräischen, vergl. 
Ge9en> § 75 im Eingang). Die sehr zahlreichen Beispiele dieser 
Verba im Biblisch-Aramäischen sind fast durchweg wie ursprünj^- 
liche '^'b behandelt, und zwar kann das Jod als dritter Stamm- 
buchstabe entweder seine Consonantenkraft behaupten oder die- 
selbe (als schwacher Consonant; vergl. § 14) verlieren. In letzterem 
Falle findet entweder Aphäresis (§ 11, 3, ä) oder Eliaion (ibid. 3, h) 
oder Zusammenfliessen mit dem vorhergehenden homoi^enen Vocal 
oder Verbindung mit vorhergehendem a zum Diphthong ai oder 
endlich Contraction mit vorhergehendem a zu e statt. 

a) seine Consonantenkraft behauptet Jodi a) Im Imperf. Qal 
vor dem Afformativ {än) der 2. Plur. fem. ; ß) in der 3. Sing. fem. 



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§47. Veiba K'i> (nh). 



77 



des Hithp'^'el (mit kttnstliclier Verdoppelung des Jod Tor der En- 
dimg ai); y) ^ Infin. des Qal Tor yocalisch anlautendem Suffix; 
B) vor der Endung ä im Sing. fem. der Participia; e) im Status 
absol. Plur. sämmtlicher Participia; dabei wird zugleich der Ton 

von der Pluralendung in (die in Folge dessen zu in verkürzt wird) 
regelmässig auf das a der Pänultima geworfen; naiveres zur Er- 
klärung dieser Formen s. u.; C) in gewissen Formen des Passivs 
zum Hapl/el von nr»« (s. u,). » 

b) Apliaeresis des Jod findet statt in der 3. Sing. m. Perf.; 
als Hinweis auf den vorhergehenden langen Yocal wird dabei regel- 
mässig (ausser vor Pronominalsuflixen) M oder n als sogen. Yocal- 
buchstabe beigefügt. 

c) Elision des Jod findet überall vor den vocaliscli anlautenden 
Afiormativen und Suffixen der Perfecta, Imperfecta und Imperativa 
statt (ausser in der 2. Plur. fem., s. o. «, a). Dabei schwankt 
jedoch die Masora bezüglich der Behandlung des dem Jod vorher- 
gehenden Vocals. Vor den Afformatiyen und wird sichtlicli 
nur Jod, nicht auch vorhergehendes a ausgestossen, daher aus 
lf*näju („sie bauten") b^nä-u und weiter nach § 14, 2, b b'nd wird, im 
Imperf. aus jibna(j)un = jibnön u. s. w. (eine Ausnahme findet 
nur Dan. 2, 9 bei der Verbindung einer 2. Plur. m. Imperf. Haph'el 
mit Suffix statt; yergL unter No. 5, b). Dagegen finden sich in 
3. Sing. fem. Perf. neben Formen mit Qames (z. B. tiy^, d. i. naoh 
obiger Analogie Oontraction Ton a + a der urspf . Form *fäa(j)(it) 
weit zahlreicher die Formen mit Pathacli, z. B. tm \ wahrschein- 
lich ist jedoch in diesem Pathach eine falsche Anpassung an die 
sonstige Analogie der 3. Sing. fem. Perf., also ein Irrthum der 
Masora, zu erblicken, zumal anderwärts im Westaramäischen (und 
so constant aucb im Syrischen) ä, nicht a, in dieser Form Uber- 
liefert scheint. 

d) Verbindung des Jod mit vorhergehendem a zum Diphthongen 
ai findet statt in der 2. Sing. m. des Perfect Qal, welche bei diesen 
Y( rbis — abgesehen von dem contorten Q're Dan. 4, 19 — überall 
das unverkürzte Afformativ n (oder selbst nn) zeigt. Dass das 
Jod in diesen Bildungen bereits vocalischer Natur ist, lehrt die 
Aspiration des fi trotz des vorhergehenden S°wa quiescens. 

e) Zusammenfliessen rle« Jod mit homogenem Vocal (also mit 
i zu i) findet in allen denjenigen Formen statt, welche in der End- 
sylbe den /-Vocal haben können; so in der P®'il-Form des Qal (von 
welcher bei diesen Verbis das gewöhnliche Partie, passivi mit der 



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78 2. HmnptÜieU. Formenlehre.' 2. Cap. Vom Verbuni. 

Fom iir\w u. b, w. untencliiedeii wird), im Perfook de« Hithp^^al, 
Pa'il und Hapli el, sowie im ImperatiT des Pa'il. Auf diesen zahl- 
reichen Analogien beruht es ohne Zweifel, wenn I auch da als 
Vocal der Endsylbe auftritt, wo man Tielmehr Gontraction des 
Jod mit Torhergehendem aza i erwarten sollte, wie im Imperatir 
Qal von ^^^n (vergl. auch im Syrischen: g*H als Imper. Qal von g^lä) 
und im Perfect des Hithpa al. An der Richtigkeit der Puakt ation 
wird im Hinblick auf die gleiclilautunden syrischen Formen nicht 
zu zweifeln sein; iuimüihin wiire möglich, dass das i in den ge- 
nannten Fällen auf einer Abschwächung des e beruht, wie die 
Masora eine solche auch in rr^^S Dan. 7, 19 statuirt. 

f) Gontraction des Jod mit vorhergehendem a zu e findet sich 
überall in der 1. Sing., sowie in der 2. und 1. Plur. des Perfect Qal, 
ferner im Infin. Qal und im Imperfect des Qal und Hithpa' al. In 
dieselbe Kategorie werden jedoch (vermöge eines urspr. a in der 
Endsylbe) auch gehören die Participia des Qal (activi und passivi, 
8. u.), Hithp®*el, Pail und Haph'el, sowie die Imperfecta des Pa'il 
und Haph'el, obschon bei einem Theil dieser Formen auch an ein» 
fache Abwerfung des Jod und Ersetzung desselben durch einen 
Tocalbuchstaben unter Festhaltung des sonstigen Charakters der 
Form gedacht werden konnte. Allerdings müssten dann bei den 
Participien die Pluralformen auf 4fin (^'^la u.8.w.) aus einer kunst- 
lichen Distraction des e der Singularform erklärt werden. 

Wenn die Masora in den Pausalformen (jedoch nur bei Silluq) 

statt des aus aj entstandenen e vielmehr S'ffol fordert, so berulit 
dies oliui' Zweifel auf derselben iragwürdigen Theorie, nach welclicr 
auch im Hebräischen wiederholt S^gol statt Sere (z. B. 1V>rr\ Prov. 
4, 4 und 7, 2) in Pausa von den Masorethen gefordert wird. 

Als Vocalbuchstabe dient nach dem aus <y* entstandenen ä 
n oder einmal (Dan. 5, 12) auch Jod. 

g) in einigen Beispielen scheint von ursprünglichen Verbis 

die gewöhnliche starke Bildung beabsichtigt, so in titl^ Dan. 2, 3$ 

I?ihtbh (falls damit und nicht riKbia gemeint ist); nj^^rtQ 

Ezr. 4, 19, falls nicht K als nachträgliche Erweichung aus fl^dt^ 

zu betrachten ist. 

Beiipi«!«: 1) Tom Qal, a) Vvtht^ d. Bing. mMW. MnM En. 5, 16 und nn^ 
Dan. 7, 22. Bsr. &, 8; HC^ Dan. 2, 16. 49; Kiq 6, 12 (ter); 6, 4. 11 (biB); 7, 18. 

Ezr. 5, 11 und mn Dan. 4, 26. 5, 19 (fünfmal); 6, 15; nm 4, 20. 7, 1; veu^ 
4, 25 und nüQ 7, 13. 22; m» 5, 26; t<to3 2, ^5; na-i 4, 8. 17. 30. — 3. Sing. fpm. ^ 
n^l^ Dan. 2| 3& £sr. 4, 24. 5| 5^ dagegen nin (mit Yerbindoiigiaoceat) Dan. 



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§ 47. Verba fifi» (rTl»). 



79 



7, 19; nn^ 2, 94. 85; n^ö 4, 19, dagegen nüO 4, 21 Q*ri (E*ÄttA tW», 
«infiMbor BehMibfali]«); S, 85 (i. o. lit. ^); 8, 27. 4, i8; ru^ ft, 10; 
rQ*1 4, 19 (dicht aebon nDBQ. — 8. Bing, maac.: n'^iti Dan. 2, 31. 34; Hitnn 

8, 41 (bis) und n";?!! 2, 43. 45. 4, 17. Qanz unbegreiflich ist Dan. 4, 1« die Ver- 
wandlung des ^thtbh n"^2i (r")?"",) in nai, welche Form nur als 3, Sing^. fem, 
betrachtet werden Itönnte. — l. Sing, n'^in Dan. 4, 1. 7. 10; 7, 2. 4. 6; 7, 7. 8. 

9, 11 (bis), 13, 21; n''tn 2, 26. 4, 2. 6. 15 und mit Abschwächung des e zu t 

7, 19. — 8. Flor, maic (vergL o. lit. c): inK Ezr. 4, 12; isä 6, 14; 1*9^ Dan. 
8, 18; l'in 8, 85. 5. 19. 6, 5. Esr. 4, 20; "i»^ Diuu 6, 85; ii^ 8, 7. 10. S» 9. 1«. 
0, 14; iar\ 8, 17. 85; 1^ 8, 87. Abnonn iflt 5, 8. 4, theUs wegen dee M 

prostheticnm (vergl. § 11, 4, a), theils wegen des f in zweiter Sylbe, nach 
welchem da« u des Aflfonnativs zu Waw verdichtet ist (vergl. im Hebr, '''^3^ 
ans 'r}ü-u = sin^iaK). Für die Richtigkeit der Ueberlieferung bürgt das ent- 
sprecliende syrische Perfect 'eSti. — 2. Plur. m. ^in'^trt Dan. 2, 8. — 1. Plur. 
«rya 2, 33; W'^'l 3, 24. — Mit Suffixen "»risa Ezr. 6, 11; i^"^}^ Dan. 4, 27 
(vergL zu der contotteu PunlEtation mit 8'gol § 15, e); "^ni:;^ 5, 6. 

b) Imperfect Qal: 3. Sing. KSa^ Dan. 6, 8. 13; Nca'^ 4, 8. 17; nriS"^ 7, 14; 
»52^^ 4, 14. 82. 29. 5, 21; Tr^^t 5, V; »ab: 3, 31. 6, 26. W. 4, 22; «3107 7, 24, 
Ueb^ s. am Bode. — 8. Bing. fem. K^irtp Daa. 2, 40. 42. 7, 23. Ear. 6, 8 
vncl t^rrrn Dan. 2, 41. 42. 4, 24; msn 6, 9. 13; 6, 18. 7, 23. — 2. 8mg. m. 
83]^ Ezr. 7, 17. — 1. Sing. fit?ax Dan. 7, 16; Minj|iK 5, 17. — 8. Plur. m. 
Ezr. 6, 7; -in-"^ Dan. 5, 7; TirnÜ^ 5, 2, 

Besondere Erwähnunj» verdienen noch die Imperfectformen (3. Sing, m., 
3. Plur. m. und fem.) von n*n mit b als Traformativ: «irt Dan. 2, 20. 28. 
29 (bis). 41. 45. 3, 18. 5, 29. 6, 3. Ezr. 4, 12. lö. ö, 8. 6, 9. 7, 23. 26 (bis) und 
mr6 Dan. 4, 22; 3. Plur. m. I^nb 2, 43. 6, 2. 8. 87. Bir. 6^ 10. 7, 25; 3. Plur. 
fem. "i^in? Dan. 5, 17. Wenn dieses 9 praefonnativnm in ZaMumnenhang steht 
mit dem PS, welobes im Arabischen aum Ansdmck dner Absicht Tor den 8ab> 
Jtmctiv gestellt -svird, so müsste man annehmen, dass im Aramäischen diese 
ursprüngliche Bedeutung des h aus dem Sprachbewiisstsein verschwunden ist. 
Denn obschon eine fn-osse Anzahl der obigen Formen deutUch optativische 
Bedeutung hat (vergl. Dan. 2, 20. 3, 18. 5, 29. 6, 3. Ezr. 4, 12. 13. 5, 8. 6, 9. 
7, 23; zu "jrk Dan. 6, 2. 3. 27, Ezr. 6, 10. 7, 26; -J^inb Dan. 5, 17), so ist ander- 
wftrts eine solche nicht zu entdecken (Dan. 8, 36. 29 n. s. w.). Dorselbe anter* 
scbiedslose Gebrauch als Indicatir und Optativ findet sich anch ^ und «war 
nicht blos bei filii — im Mandäischen und im babylonischen Talmud (s. die 
Belege bei Luzzatto, Grammatik des Idioms des Thalmud Babli, S. 84; zu viel 
behauptet dort lAizzatto, wenn er diesen Imperfectis mit h durchweg die Be- 
deutung eines Imperativ, Optativ oder Conjunctiv beilegt; vergl. dagegen Not' 
deke, mandäische Grammatik, § 166 und 196, äowie DHver, a treatise on the 
ose of the tenses in Kebrew, 8. ed., Qzf. 1881, p. 308 und die dort angeführte 
Idteratnr.) 

e) Imperativ Qai: 8. 8ing. m. '•'^n (s. o. üb e) Dan. 2, 4. 3, 9. 5, 10. 0» 7. 88 ; 
mIQ (wohl Oontnotaou aus m^^n^tiigi Über die Aphiresis des Nun vesgL 
9 11» 9, a) Esr. 5, 15« — 8. Plur. *inK Dan. 8, 86; ^ Esr. 6» 6. 

4) InflnittT Qal: Kl^g^ Dan. 8, 19 und »n^^ (Tcrgl. 9 41, «) 8» 8; MSani^ 
Ebb. 8^ i. 17. 6, 8; MJ^V Dm. 8. 18; 8, 47; fiQri^ Esr. 4, 14; tny^^ 



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80 2. HaopUheil. Form«nl«liro. 2. Gap* Yom Verbnni. 



Dan. 5, 8. 16; KC"!»^ 3, 20. Ezr. 7, 24; »"nüo^ Dan. 5, 16. — Mit Suf&ctnr 
P(2]V^ 3, 19 (ver?l. oben lit. a, 7); n;^2:p33 4, 32. — Besondere Erwähnnng 
erheischf^n eii iLre rmen des Infiu. von 5^33 hauen: 1) n*33rb Ezr. 5, 9. 
Allerdings sind diese 1 urmen mit der Feminiuendung (verg). Gesen. § 45, 1, b) 
äeak targtimiMdi«ii AratnSiscli nicht g»ns inmd (s. SoßHütm-Merx, Gramma^ 
Uca Byriaca» p. 837); trotxdem iat Ihkgliob, ob nicht Esr. 5, $ an|Mrttii|^eh 
vielmehr gemeint ist. 2) vü^h Esr. 5, 8. 13. Deii diese LA beeser be- 

zeugt ist (8. Baer'8 kritische Kote zu 5, 3), als das von £rf. 1 und 3 gebotene 
n;*^, unterliegt keinem Zweifel. Dabei ist jedoch unmöglich, rti einen Infin. 
Hithp*'el zu denken, wie Deliizach (Complutensische Varianten zum alttest, 
Text, Lpz. 1878, p. 33) und nach ihm Baer (Note zu Ezr. 5, S) und MVthlan- 
Yalck (in GffcM. W. B.9 unter h)^) gethan haben, so dass fits^b für Ka^nV 
Btfinde. Denn erBÜich ist dem Biblisch^AramftiMdien ein Infin. Hithp'*el mit 
dieser Endnng vdUig ftemd; zweitens hOnnen die Ton Xncealftf (Ediom des 
Thalmvd Babli, § 74) und IMÜZich (a. a. 0.) angeführten Beispiele der Aus- 
stossung des P im Hithp^el nach N nicht bewei.sen, daps weiter auch noch da« 
X V0T1 vorausgelieiidem b verschlungen werden könnt r. Denselben Schwierig- 
keiLeii würde auch die Zurückführung auf KS^t""^'? (In^i/eri. Hithp'^'el mit volun- 
tativem \>) unterliegen. Dazu kommt, dafs nach der grossen Zahl analoger 
Vilte dasvoransgehende »n'^a einen transitiTai lofinitiv naeh sieh fordert, 
-wie er Y. 9 in dem gle&obra Satze steht und attch T. 8 nnd 13 in 
naohfolgt Somit kann losb nur als Infin. Qal gemeint sein, obsdion die Ans- 
stossung des a sonst ohne Beleg ist. Das Einfachste dürfte noch immer seioi 
in der A>iv, erfnng des M3m einen Hebraismus zu erblicken, wie er auch sonst 
im targumischen Aramäisch nioht ohne Beispiel ist (vergl. Drivtr, Mebrew 
Teuses^, p. 302, Note 3). 

e) Participiom aot. Qal: Sing. mase. i-in(|: Dan. 7, 13; K^S 6, 14 und 

6, 12; 2, 82. 28. 29 vnd 2, 47; tvän 8, 28; tXVl} 2. 31. 34. 8, 25. 4, 7. 10« 
6,5. 7, 2/4. 8. 7. 9. 11 (bis). 13.21; tVj^ 2»$. 8. 15. 20. 26. 27. 47.. 3, 14. 19.24. 
25. 26. 28. 4, 16. 27. 5, 7. 18. 17. 6, 13. 17. 21. 7, 2; Mn^ 5, 19 (viermal); MT)]? 3, 4. 
4, 11. r,, 7; nntC 5, l. — Sing. fem. h^tJ^ 7, 5. — Plur. masc. (s. o. lit. a) 
Ezr. 4, 12. .-,4. 11. 6, 14; Dan, ß, 5*; "J-Tn 3,27. 5, 23; ^55 3, 24; l";:!^ 5, 9; 
^■»rtÖ 5, 23. Da da.s Jod dieser Foiinen am einfachsten als Wiederkehr des 
ursprünglichen Eudconsonanten zu erklären sein wird, wie im Sing. fem. ^^^^ 
(«ine andere ErkUrung s. o. lit /L am Bnde), so wird anoh das betonte a als 
der vrq^. Yoeal der ündsylbe in. betrachten sein, wie derselbe auch in den 
Yetbis tertiae guttur. und Bes im Sing. masc. der Participia act wiederkehrt« 
Die Zurückwerfting des Tones und die dadurch herbeigeführte Verkürzung der 
End.'i}!! e tn erklärt sich aas dem Re^itreben, die Consona.nten kraft des Jud zu 
behaupten, was nach einem unbetonten kurzen Vocal höciiatuus noch durch 
die Schärfung des Jod bewirkt werden könnte (vergl. den Stat. emphat. Plur. 
der Nomina M^sV; n. s. w.; im Hebräischen sind in dwselban Weise gebildet 
die Plurala fi'«^ wid B*^). — Plur. fem. y^y^ Dan. 7, 8. 

f) Partie, pass. Qal: ffiag. maso. nti^ Dan.8,22 (&ber ^ ffir ^ Texgl. % 15, e) ; 
ra^ Eir. 5, 11; mn Dan. 3, 19; 5, 25 (bis). 26; HSj^^ 7, 9| nj^ 4, 1 ; 

2, 22. — Sing. fem. M^3^ 7, 19; zur Wiederkehr des nr^. a der ersten Sylb« 
▼ergl. § 80, 2; Plur. masc. Xh'^ 3. 25. 

g) P*'U-Formen (— Perf. Passivi): "«b» Dan. 2, 19 und "«bA (mit Hunach) 



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§ 47. Verba »'b (rrb). 



81 



8, aO; ü1)Mr da« Obat«p]& TorgL § 15, i^; -nigi En. 4, 16. S8. 8. nur. yva\ 
Dan. 3, 21. 7, 9 (mit YvtdkUOmig dm aflönatHeii tl m Wai»t wie bei TVAfK im 
Perfect Qal). 

2. Hithp*'eL a) Perfect- bcrn fvprgl. o.lit. e) Dan.S, 19; n?-)2n» 7, 15 (mit 
künstlicher BchärfuDg des Jod, um dasselbe vor der Auflösung zu schützen; vergl. 
o. Nr. 1, e, a. E.). — b) Imperfect. 3. Sing. masc. KDar«") Ezr. 5, 15. 6, 3; KlTor"^ 
Ezr. 6, llj "':)I3n^ Dan. 6, 12; fitO*)ni 3, 6. 11. 6, 8. 13. — 3. Sing. fem. ÄSanPl 
Bxr. 4, 18. 16.' 81. — 8. Plar. m. \iTayv\ Dan. 3, 15. — e) Partio. Sisg. mato. 
tta^ Szr. 5, 6. 16. 

8. Pa*il. o) Perfect (vMgl. im S lit. e): 8. Sing. m. '^r^ Dan. 2, 24. 49; W 
2, 48. — 2. Sing. m. n-'So 3, 12. — 3. Plur. 5, 21 Q're {KHhibh '^'VÖ, d. L 
-wohl "^llö als Pe'ilfürm des Qal, da eine solche auch in '^''^O vorherfreht; doch 
könnte die Abwerfung des 1 auch auf falscher Trennimg der Worte berulieii, 
da esfl nachfolgt); l-?» 3, 28; r*i\ö (für äarriv nach § 13, 1) Ezr. 5, 2. Ueber 
die Verdichtung des afformativen u zu 1 in diesen Fluralformen s. o. l,^, a. £. 

b) Impeffaot Pa*U. 8. Sing. m. Vt^Yl 'Dkl 7, 25; »tm'] 4, 32; mit SnlSxoa: 
'^slüTi'; 5, 7 wad t^^rr 2, 11. — 8. Plnr. 'fif^'i 4, 38 (ndt virtoeller SohftrAuig 
dM 9); tfl^ 4, 18. Dia im § lit f, sweiter Alimia, «rwilmteii PausalfonnaB 
■bid: n^K 3» 24 und l. Plur. mn^ 2, 4 (andere Beispiele im Haph'el 2,7 md 5, 12). 

c) Imperativ Pail: "»StJ Ezr. 7, 26 für lieber die Zurtickwerfung des 
Tons vor nachfolgender Gegentonsylbe ("püBü) vergl. § 17, 1 ; durch die Be- 
tonung de3 a ist dasselbe weiter zn e gesteigert, vergl. § 15, a, 1. 

d) Partie. Sing, xuasc it^^-iXi Dan. 6, 11; t^^^i^ 12 (wofür indess nach 
§ 40, 3, Kote Tifllmelir der Infiii.'p<^al neyüa sa leeen lein frird). — Sing. fem. 
K^atc^ Dan. 7» 7 (über den Anafkll dea Dagee in 9 e. Gttmt, Otamm. § 20, 8, 6), — 
PIwr. maso. T^lspa o. 1, e) Bzr. 6, 10. 

4. Hithpa'al. o) Perf. 3. Sing, "»aann Ezr. 5, 1 (vergl. zur Bildung im 
§ lit. e) lind ''IBüK Dan. 3, 19 Q*rS; doch* ist kein Grund, das KHhibh IJnttSK, 
d. i. i: r^rst, zu verlassen, da das Prädicat, wie nicht selten im Hehräischeu (vergl. 
Gesen. § 148, 1) auf den Hauptbegri^ der Sabjeot-Wortkette, d. i. '^n^D^yi, 
bezogen ist. 

b) Imperf. Hithpa*al, 8. fiiuf. m. Dan. 8, 86; Mftn«^ 2, 9. — 3. Plur. m. 

lärd*^ 5, 10 (über die Abwerflmg desNmiTeigL § 26, 1} mid ^isni^ (mitMmiacli)7, 88. 

e) Partie. 8Ing. fem, n^^inriq Xnr. 4, 19 (tw^. zur Bildtmg im 9 lit. ^) ; Plnr. 
maac. ')'^^^^? Dan. 5, 6 (vergl. o. 1, e). ^ 

5. Haph*el. a) Perf. 3. Sing. m. •'rrn Dan. 5, 13 von hn^« (vergl. über die 
erste Sylbe § 41, &; über die zweite oben im § lit. e); fiar. 4^ 10. 5, 12. — 
8. Plur. rn^r! Dan. 5, 3. 23. 6, 17. 25; l-^^isn 5, 20. 7, 12. 

b) Imperf. Haph'el. 3. Sing. m. WTöni Ezr. 6, 11; mit S'gol in Pausa (s. im 
§ lit. f., 2. Absatz): Hinn'; Dan. 5, 12. — s! Plur. masc. 7,*26. — 2. Plur. m. 

T'V^ 2, 6 and mit BulBx der 1. Sing: "^sl^Hnn 2, 9 (also mit Eliiion des Jod 
•ammt dem vorheigehenden Vocal; YMgl. oben im § lit. c); 1. Plnr. in Panaa 
(f. a bei der 8. Sing, nnd imter 8, b) rn^ff^ 2, 7. 

' Mit Becht erinnert Luzxatto (Gramm, der bibl.-chald. Sprache, S. i% Note), 
das3 die Bezeichnung der lecüo marginalis als "^"17 unrichtig ist, da letzteres eben 
ein Präteritum darstellt, während "^"^p das anstatt des KHhibh gelesene oder zu lesende 
(«iso '^D!^) bezeichnen soll, 

Kaatai 0 h , mmüM« Gr-auullk 6 



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82 2, HftupitiieiL Formenlelm. 8. Cap. Vom Nomen. 

e) Imper. Haph'el. 2. Plur. mit Saffix: ^ainn Ban. 2, 6. 

d) Infin. Haph'el: n^n-n^ Dan. 3, 13. 5, 2rn75nnV 2, 10. 16. 27. 3, 32. 5, 15 
und in der Verbindungsform l^'^nx n^ir» 5, 12; 8, 9. 16. 7, 25. Ezr. 6, 12. 

e) Partie. Haph^el «ht? Dan. 5, 19 (verpl. über die Sy ncope aach des zweiten 
ßtammconsonanten § 11, 8, 6, y)j ntupna und «itüna 2, 21. 

6. FamiTformen sa Haph^el. 8. Bing. fem. n'^'tT Dan. 6, 18; die Za- 
raflkweifong 4w Tonn auf o, wodnrdi di» Beibelialtniig det Jod ab «InM leiften 
OoDionnit«D «rmögUoht wird, «nt^fküit der BUduiir dM Vlor. maie. der Pav- 
tioipia (s. oben 1 , e) ; das nunmehr enttoate a dee AflbnnatiT* ist z a t abgeteliwfteht 
ale dem Yocal, welcher dem Jod homogen ist. — 8. Plur. Tt?^ Dan. 3, 13. 

Ueber die höch<?t fragliche Punktation der antea fitylbe diaeer PaieiTloniieik 
TeigL § 41, Beispiele za 6, Note. 

§ 48. 

Doppelt BcliiroelLe V«rba. 

Von den verschiedenen Möglichkeiten der Zusammensetzung 
eines Verbalstammes aus zwei schwachen und einem starken Con- 
Bonanten kommen im Biblisch -Aramäischen (abgesehen von der 
'ConcmTeiiz einer Gutturalis oder eines RSs) folgende in Betracht: 

1) Yerba uft und K^: Wf^ und MTM; yergl. § 41 und 47. 

2) Verba und K^: Ki^^; vergL § 42 und 47. 

3) Yerba ffi und KT;; yergl. g 43 und 47. 

4) Yerba n> und «'b: «fn; vergl. § 47, 5, e. 



DRITTES CAPITEL 
Vom NomtfL 

§49. 

Allgemeines. 

1. Die Nomina zerfallen im Biblisch-Aramäischen, wie im 
Hebräischen (vergl. Gesen. § 30, 1 und 79, 1) a) in Nomina, welche 
Tom reinen oder leichten Stamme, und b) in solche, welche vom 
vermehrten oder gesteigerten Stamm abgeleitet sind; o) in Nomina 
mit äusseren Zusätzen, d. h. entweder PraeformatiTen (k, )9i 9, ti) 
oder AfformatiTon (tt, 3, !»)' In die Kategorie unter e werden auch 
einige von den wenigen Quadrilitera zu rechnen sein, sofern die» 



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§ 50. Die Q^enera des Nomen. 



88 



«elben durch nftchträgliche Insertion (eines Res) in den dreibach- 

stabigen Stamm entstanden sind. 

ftidtm frir Mar di« SMtfrage üb« die BzktaiistoganftBiitor Xronünftpiia^ 
tiva auf aitdi beruhen lasten, eomtatiren yiit docb, daes aveli da« Aramttsebe 
nüiht wenige Nomina anlVeirt^ su denen fSn entaproehend» Yerbalulamm dardi- 
ans zu yermissen iet. — Bezüglich der oben unter lit. 5 erwähnten Nomina Ton 
peeteiß-prtem oder vermehrt en Btamm ist zu bemerken, dass derartige Bildungen 
(abgesehen von den Infinitiven und Participien der betreffenden VerbalBtämme) 
im Biblisch-Aramäischen verhältnissmässig selten sind. Ein Theü der Nomina 
mit ftueeren Zusätzen gehört zugleich vermöge der Schärfang des zweiten 
StanunoonKmaiiten in die unter lit. b ani^jefOhrte Kategorie (so s.'B. die Partieiiiia 
]Pa'il nnd Hithpa'al). Bei der S«nerknng über die Qaadrilitera' sind natSrHoh 
die (iebr sahMehen) VremdwOrtw aaner Betracht gelasaen. 

2. Von einer Elezioa der Nomina kann im Aramäischen noch 
weniger die Bede sein, als im Hebräischen., Wenn sich in letzterem 
in Gestalt des locale, sowie in den sogen, literae compaginis 
und i) wenigstens noch Spuren ehemaliger Gasusendungen 
erhalten haben (vergl. darüber Gesen, § 90), kennt das Aramäische 
weder Locatiyformen noch jene (auch im Hebräischen mehr 
ardiaistischen) Verbindungsformen. Eine Beminiscenz an den alt- 
semitischen Aocusatiy könnte höchstens in dem sogen. Status 
emphaticus (s. u. § 52, 2), erblickt werden, falls das als Dentelaut 
verwendete a dieser Formen mit der Accusativendung a in innerem 
Zusammenhang steht. 

§ 50. 

Die (jenera des Nomen. 

Wie die übrigen semitischen Dialekte, unterscheidet auch das 
Biblisch-Aramäische nur zwei Geschlechter, ein männliches und 
weibliches. Das erstere wird sls genus potius nicht durch eine 

besondere Endung kenntlich gemacht. Dagegen erhalten die weib- 
lichen Nomina in der Regel (die ziemlich zahlreichen Ausnahmen 
s. u. Anm. 2.) eine sogen. Ft inininenduiig und zwar bei consonan- 
tisch ausgehenden Stammtuniien betontes ö, welchem als Yocal- 
buchstabe K oder n beigefügt wird, bei vocalisch ausgehenden 
Stammformen dagegen ein n. Dass das letztere auch im Aramäi- 
schen die ursprüngliche Femininendung repräsentirt und die 
gewöhnliche Endung oder n-- somit nur auf der Abwertung 
des n der ursprüngl. Endung at beruht (vergl. Gesen. § 80, 2), 
wird durch die Erhaltung der letzteren in, den Verbindungsformen 
des Singular (?ergl« § 52, 1) bewiesen. 

6* 



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84 2. Hauptiheil. Formeolehre. 3. Onp. Vom Nomen. 



Abhi. 1. Als «in« Aonuibni« too d«m Otundaats, ömm SlMeidiiiiii& olme 
0««obleehtfbesetebniiiig su Imkd; kfiimt« im Sing. hiMbitaiw d«« FwfmAwvtwt 
nne, Stat. eonttr. nra Statfha&tr aiig«lubrt werden. Yergl. über den Gebravol» 

FemiDinform zur Bildung >on Amt»- und \\'ürdebezeicbsaBgeii im Bebrfti-' 
•chen Genen. § 107, 3, c\ über die Antifii^giuig der Feminiaendiuig an Hobuha 
Biascalina im Plural s. a. § 51, 2, Aum. 8. 

Adib. 2. Die Beispiele von weiblichen Nomina ohne besondere Feininin- 
enduug (und dem entsj^recbend ün Plural meist mit der Masculinendmig m/ 
«.11.$ 51, 9> Anm. 8) aind: '{2^ Stein, T Band (in der Yerbindmgeform Dan. 
5^ 5); ^« Feuer, Äuge (in der Yerbindangeform y^S nnd mit SalBz der 1. Siag^. 
'^y^h yik B^f^ T?^ 6» 20). Ebenso wird nach Analogie des HebrSi- 

aeb«D uud Syrischen aus den masculiuisch endenden Pluralen yi^l Flügel^ l'HBC) 
Kirnten, vis Fenster, y^'SS Talente, IVS Ziegen, VS'V^ Rippen, ^"^lo^j Vögel und 
den Dualen T^y"^ Füsse nnd Zähne auf ca. -ibij, 13, -i2S, is, rbr, -3:4, ?>;"n, 
1© als Sini^nilare dieser Nomina feniiuina zu schliessen sein. Vori dt u Nomina 
feminina mit feniininischer Pluralundung werden zu den Pluralen (^'^^ Fini/er 
und "{n^K Pfade (nur mit SafAz) die Singulare a^^iCK nnd tnk (? vergl. im 8yr. 
den Btat. emph. *wrekä) gelautet beben. 

An m. 8. Besüglicb des Bebwankens zwiaeben K nnd n als Tooalbucbstabfln 
der FcDiininendnng ä (wie auch der Endung d- s sogen. Status emplnaricn^ im 
Sinj^ular undPlural, s. §f)2,2) ist an die analuge Erscheinung bei den Verbis Sfh 
(rt'b, % prg^l §47,ft) zu or'nnern. Wenn im gesanimten Bereich fip? AramHi sehen 
(inclUH. dl s ( )st m üni iiM lien) schliesslich die Bezeichnunj; des Feminin und des 
Status empiiatacuä durch i< die Oberhand, ja fast die AIleiDherrschaft erlangt 
bat| wie sieb Spuren von einem Einfluss dieser Orthographie bereits im Alten 
T«stam«Dte seigen (vergl. Geeen. § 80, Anm. e), so wlre et doeb ein bribmn, 
wenn man di« Sobreibnng mit n ledixUoh fttr einen Hebraismna wkUUmi wollte^ 
Yielmebr spricht alles dafür, dass die letztere als die ältere, jedenfalls aber als 
•ine ehedem gleichberechtigte zu betrachten ist. Sie findet ?irh ebenso in den 
In««( ]iriften auf babyloniHohen Thongefassen (vergl. Xet'^, ZDMG XI, 473 und 
Chwolüon, Corpus inscriptionum Hebmicarum, 8p. 103 ff., bes. Sp. 117), wie auf 
den Aegyptisch- Aramäischen Inschriften (so auf dem Stein von Carpentras 
neben 4—5 Formen mit K z. B. h^'^ns und nan, nach Mn^j/ auch •^'^i^p;;!;^ am 
fiebluts der 8. Zeile) nnd in ▼ereinselten Beispielen aueb in den Palmyrenisoben 
und Nabatilsehen Inscbriften (vergl. NUläthe ZDMG XXIY, 87 f.). Dagegen 
Bnd«t «icb tl in d«m ebristlich^palSstinisoben Dialekt (s. o. 8. 16) naeb iVMMfce 
ZD]IOmi»448 nttur in gani elnsebien, nnsicberen Fällen*^ als yoealbnnbsiabe 
wrwendet. 

Anni. 4. Ueber die fast re;^ol massige Apocope des n in der Hauptform 
(niemals in der Yerbindungsform) der Feminina auf und H'^-^ vergl. § 11, d,c« 

§ 51. 

Die Numeri. 

1. Ausser dem Numerus Singularis und Pluralis haben sich 
im Bibliscii-Araiüäischen abgesehen von den Zahlwörtern 
(yergl. 1155 "^ys Dan. 4, 26) duo^ y*Pnf^ duacy ]ir«tt ducenti, die sich 



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§ 51. Die NumerL 



85 



auch im Syrischen (t*ren^ tarten, mätin)^ als einziga Beste des Duals 

finden, noch einige andere Resto des Duals (fast ausschliesslich 
zur BezeiclmunL: von Gliederpaareü des menschlichen oder thieri- 
schen Ki)rpcis) erhalten. 

A n m. Die vorkommenden Beispiele von Dualen sind; 
•j-^n-jCvergl. •(■n-'a Dan. 2,34), X^r'p 7, 7, ^^^^ 7, 4j '{TSS 7,7. YUneiobt g»1i6rt 
hierher «ueh (t^im^ (teztu> receptu« Dan. 5, 87) ali BtaL emphatieua za einem 
▼flvmttthlichen Dual ^V!!^?» Baer liest dafür mit NürH (dec eich einfach auf 
' die Mehrzahl der sorgfältig emendirten Handschriften bemft) nach guten Zeugen 
als angeblic hen Singular, Sollte diese Lesart etwa auf der pedantischen 
Erwägung zu Dan. 5, 27 beruhen, dass der Gegenstand des Wiegens thatsächlieh 
nur auf eine der beiden Wa^schaalen gelegt wird? 

Befremdlich ist peben obigen Dualen zur Bezeichnung von Gliederpaaren 
der Plural Augen Dan. 7, 8. Doch hat derselbe im Goniezt jener Stelle, 
wo die Zahl der Augen zunächst dahingestellt bleibt^ seinen guten Binn; di« 
anderwärts Torkommenden Formen (^s*;? 7, 8; ^* 31) sind ohne Zweifel von 
einem Daal (wohl abgeleitet xn denken. 

Nicht hierher gehört das Nomen proprium y^J^'Ö Samaria (Ezr.4, 10. 17, beido^ 
mal in Pausa "j'^^^^TÜ), da diese Form vielnn hr auf H'iifT D straction aus (hebräischem 
entsprechendem) berulit; ver^I. im Hebräischen ■j'^r*' und O'^hiS 

neben '^tH und 'fibjs und die Ortsnauien der M sasiele pbsT (Z. 30), •;3-tin (31), 
•jtv^'ip (10 al) für LiebräischeH □"rba'i, 0"r'''7» D'^Tvli^i s. Schlottmann, die öieges- 
sfttde Bfesa*8, B. 48.> 

2. Die iiauptform des Plumls der MaacuUna, wird durch die 
Endung 1"^—, die der Feminina durcli die Endung ]— bezeichnet. 
Die beiden Beispiele der Endung D"» — (D"^®:« Dan. 4, 14, statt des 
sonst verwendeten colleotiven Sinsjulars KtD3K, und D''Db« 7, 10 A'^'^Ä.) 

TT-! ^ 

werden nicht als vom bciint'tsteller herrührende Hebraismen, son- 
dern lediglich als Gedankenlosigkeit irgend eines Abschreibers zu 
betrachten sein. Uebrigens findet sich die Endung )w auch an 
einer Anzahl von Nomina feminina (insbesondere solchen, welche im 
Singular ohne Femininendung auftreten, s. Anm.2) und umgekehrt 
die Endung ]— an den Pluralen einiger Nomina masculina. 

1 WdUk&uam (Jshzbb. f. Denlidlie TheoL SXl, 438, bei Gelegenheit m 
tnm G«n. 82, S) beieichnet die Bndiing ß^in oder t^in in obigen I%ileo alt 

„aramaiairende Localendung, gleichbedeutend mit am", indem er in dieselbe Kategorie 
nicht blos CllSajl"^";, sondern auch 0*^B^ und B'^*52£tt (von denen bes. das letztere 
stehend als Dual — für Ober- und Unterägypten — gedeutet zu werden ijflegt), 
sowie die aram. Partikel T]'^|* alsdann einrechnet. Wenn sich jedoch ausserdem auf 
dem Mosastain nicht blos (Z. 15) D'^ns Mittag, welche Form gleichfalls, wie oben, 
SU erldttra iribe, Modem auch (Z. 20) 200 gesduieben findet, so whd sann- 
eikennen «ein, den die Endung N%n oder Mam eventaeil auch wirkliche Duale 
nqnisenüren kann. Allerdings miiss hierbei noch die Mdglichkeit offen gelassen 
werden, deas bsi yriICa viehndir die Oontraction zu (yeigL Z. 7 nhaa) ge- 

meint ist. 



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86 2. Hanpttheil. Fonneiilehf«. 3. Cap. Vom IS^emtau 



Anm. I. m»or Abd Oebnmoli d«r PlnMl«Ddiiiig y*^ im Het«iiteli«ii vitg^.. 

OeBen. § 87, t, a. Dass diese Eadnog im Hebräischen nicht reiner Aramainnas 

und jedenfalls nicht eine späte „AbschwUchung" des ursprünglichen C— ist, 
lehrt 'ioun 50 auf dem Mesastein (Z. 28 j dagegen ist bei 'pyin. 40 auf Z, 8 das ■) 
von zweifelhafter Lesung, vergl. übrigens die o. § 51, Anm. aufgefülirteu Orta- 
namen des Mesasteins mit der Endung )). — üeber die £nttonung und Yerkür-^ 
mag dar Endung ^n b«i den Plnnlen der Fwtiolpia von YevliiB vfb T«rgl. § 47^ 

Anm. 2. Plurale auf )'*-^ von Nomina feminina sind diebereitB oben § 50, 
Anm. 2 erwähnten "pCS, T"*5i3, y^^^, "J"??, T'?^, "i"^"^?», femer ^ih? Worte 

(Binf^. nH). "^^rr vlt/^'r«, Jahre (der Sing, xri*, vergi. hebr. rt3"d, ist aTJs 
der \ erbitidungsioriii riTlj Dan. 7, 1 zu erschliessen). Ebenso wird aus den 
Formen "»rj^i"! (Verbindungsform, Dan. 7, 2) und liJTnöJ ihre Weiber Dan. 6, 25 
auf die Plnrale "prm Tümfe und y^i (so aueh im targamischen AiramSiaeli) wa 
ffftlilfr^—«* sein. Endlich wefd«»i bierher aaeh gehören die Plurale EKm 
(SiTig. ohne Zweifel rm»), TSOter (Bing, tm»), oMion das OeMbleeht 
dieser "Wörter nicht aus den vorliegenden Beispielen, sondern nur aus dem 
sonatigen Sprachgebrauch des Aramäischen (und Hebräischen) zu erschliessen ist. 

Anm. 3. Die Plnrale von Nomina masculina mit femininischer Endnng- 
sind, abgesehen von 'j^^'^S Stühle (Sing, dazu MC'^S), sämmtlich nur aus den vor- 
kommenden Yerbindnngsfoimen ra erschliessen and müssen nach denaelb«k 
geiantet haben )tr^ VSktt LSwen^ i^as Genauen, iinn SMtke^, )ty&ä 
▼on den6ingularenai|(n(arimt8iifBz) fPfji^ nas (nur Plnr. mit BofBzenX 
ny^ v6. Von Dl"^ Tag findet sich neben dem gewöhnlichen Plural 1*^1*^, 
auch die Verbindnngsform r»1'^ Ezr. 4, 15. 19; vergL im Hebräischen nia'j 
(Deut. 32, 7. Ps. 90, 15) neben dem gewöhnlichen t^^. 



Haupt- und Verbindimgsform. Status empliaticas. • 

1. Von der gewöhnlichen HanptCoxm der Nomina^ dem sogen. 
SUfiitM äbsohtiut, unterscheidet sich die Yerbindnngsfoim oder der 
Status e&HSlrucHu (vergl, über den mehr rhythmischen, als syntak- 
titofa-logischeii Charakter desselben ßesen, § 89, 1) im Singular der 
Feminina, sofem dieselben nicht schon im Status absolutus auf n 
ausgehen, durch die Endung n-^, im Plural und Dual der ICascu« 
lina durch die (aus Vr contrahirte) Endung ^-^^ im Plural der 
Feminina durch die Endung n-;-. Im Singular der Masculina 
stimmt die Yerbindungsform im Allgemeinen mit der Hauptform 
überein, da die Dehnung der Vocale in und vor dem Ton, welche 
im Hebräischen so viele Abweichungen des Status constructus vom 
Status absülutub zur l olge hat, im Aramäischen nicht stattfindet. 
Nur die Nomina wie rr^a, b']'n, 'py contrahiren im Status con- 
structus (jedoch nicht vor Suffix) das aj der Haupti'orm zu 
(n'»^ u. 8. w.). 



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§ 52. Haupt- uud Yerbiudimgslorm. ätatus emphaUcus. 87 



2. Bie Betemunirang der Nomina erfolgt nicht dnreh die 
Präfiginmg des Artikels (derselbe ist dem Aramäischen, wie dem 
Aethiopischen TÖllig fremd), sondern durch die Anfügung des 

betonten Deutelautes fl, welchem (wie dem a feminini) K oder T\ 

als Vucal buch Stabe beigefügt wird. Die so entstandene Bildung 
pflegt man als Status emphalicus (von ejxcpaUo) zeigen, also etwa 
„Hinweiseform") zu bezeichnen. Jenes ä tritt 

a) im Singular der Nomina, welche den hebräischen Segolat- 
formen entsprechen, an die Grundform (so lauten von l^hh^ y*y^^ 
Dbat die determinirten Formen Ks!»?, M^Vs). Bei den übrigen 
Nomina ohne Femininendung wird eine Veränderung der gewöhn- 
lichen Form besonders durch die Verflüchtigung des kurzen Yocals 
der £ndBylbe bewirkt; rergL übT Ewigkeit, K^b^ die Ewigkeit; Ijr^ 
Priester, tqrjS der Pr.; so auch bei einsylbigen Wörtern, z. B. ^ 
Hanä^ ^e Hand, Bei den Nominibus von 9'^- Stämmen tritt 
▼or der Endung ä die Sohärfnng des ^dconsonanten ein, zugleich 
unter Verkürzung des vorhergehenden Yocals, falls derselbe in 
der gewöhnlichen Form durch den Ton gedehnt war; vergl. 09 
Volk, iK&f das Volk; al (sogar aHä Dan. 6, 18) Grube, Kää die {frühe, 

b) Im Singular der Feminina t ritt die Determinativeiidung an 
die Verbindungsform, wobei jedoch der Vocal der Endung at nach 
doppelt geschlossenen Sylben zu S'wa mobile verflüchtigt, nach 
einfach geschlossenen aber (wenigstens nach der masorethischen 
Tradition) gänzlich ausgestossen wird; vergl. z. B. i«2b'a Königin, 
»rsbü die Königin; KTl^ Verwaliuntj, ^jsrpT^^'S die V. (über den 
Widerspruch, der bei Statuirung eines S*wa quiesceus unter T in 
der Methegsetzung liegt, vergl. § 9, Anm. 4, c). 

c) Im Plural der Masculina tritt das determinirende ä an die 
(im Syrischen noch erhaltene) ursprüngliche Endung des Status 
constructus t-^ an, wobei das Jod zur Wahrung seines Gonsonanten- 
Charakters nach § 12, 2, e einer künstlichen Schärfung unterliegt; 
Beispiele: K^rK die Zeichen, K^^bia die X&nige, H^iabr die Ewigkeiten, 
Ton n«, ifshy Dby. 

d) Eine andere Bildungsweise, als die unter c beschriebene, 
haben nur die Status emphatici Pluralis der Nomina auf . Bei 
diesen tritt statt der Endung die Endung (wie bei der 
Mehrzahl der Nomina im Syrischen) an die Grundform; vergl. 
«■^TTOS die Chaldäer: »"^^Ip priores, von "»"ITDS, Wp. Es scheint 
somit bei diesen i^'ormen im Interesse des Wohlklangs zunächst 



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83 2. HaupttiieiL PonDeolehre. 3. Cap. Vom ^omeii. 



das determinative ä abgeworfen, dann das überl)leib(mde aj zu S 
contrahirt worden zu sein {kasdäjajjä = kasdüjaj kasdüje), 

e) Im Plural der Feminina tritt das n des Status emphaticus 
♦ an die unwandelbare Endung af der Verbindunc^^sforra : Beispiele: 
«rj'^n die Thiere; ÄTf'TlJ die Provinzen, tob üfT^n und iü'^ntt. 

3. Uebenicht über sämmtUcbe Statas der Masottlina und 
Feminma im Singular und Plural: 

Masculina. Feminina. 

Sing. Status absol. Di"» Tag, Ki'^n Thier, 

Stat. constr. 01*» tiprx 

Stat. emphat. «tri'» der Tag, ÄhTO Thier, 

Plur. St. abs. fiöii Tage. ytm Thiere. 

St. constr. '»'Bfi'» tm\ 

St. empb. K^ltfi"^ tHe Tage. ttri)'>n 7%/«iv. 

Bei den Adjectiven und Tarticipien werden die verscbiedenen 
Genera, Status und Numeri ganz auf dieselbe Weise bezeichnet, 
wie bei den Substantiven. 



§53. 
Die NondnalBnfllxe. 

1. Wie in den übrigen semitiscben Sprachen werden die Pro- 
nomina possessiva dnrcb gewisse an die Nomina und zwar im All- 
gemeinen an die Yerbindungsiormen derselben angehängte Endungen 
ausgedrückt. Die Veränderungen, welche dadurch in der Nominal- 
form herrorgebracht werden, kommen im Wesentlichen mit denen 
überein, welcbe die Anhängung der Endung des Status empha- 
ticus bewirkt (Restituiruug der Grundform bei den sogen. Segolat^ 
formen, Verflüchtigung wandelbarer Vocale der Eudsylbe u. 8.W.; 
▼ergl. § 62, 2, h und e). Die Abweichungen der SuMzformen am 
Nomen singulare yon denen des Plurals beruhen darauf, dass die 
letzteren mit der ursprünglichen Endung der Terbindungsform des 
Plurals (q/) Terschmolzen sind; eine* wirkliche Yerschiedenbeit 
des Singular* und Pluralsufifixes findet nur in der 3. Sing, masc 
(zwischen n— und ''H'^--) statt. 

Die Suffixe der weiblichen Plurale treten nicht, wie im Hebräi- ' 
sehen {Gesen. § 91, 3), an die pleonastisch beigefügte Endung der 
männlichen Verbindungsform, sondern direct an die Eudung n-;- 
uud kommen so völlig überein mit den Suf&xen am Nomen Singu- 



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§ 53. DiQ NommalBuiÜxe. 



89 



lare; vergl. i^nn^« seine Wege (nicht ^orchätdhi). Dauacli ist "»rDnaK, 
welches Baer Dan. 2, 23 nach unzulänglicher Bezeugung auf- 
genommen hat, ebenso unrichtig, wie '^t^TO'Q im Paradigma p. XVI; 
mit der Bibel von Mantua, Opiiius u. s. w. ist "^rnn^ zu lesen. 

2. Die einzelnen Suffixe lauten: 

Am Sinff, m. und Plur, /em\ Am Plur, mase. 

Sing. 1. Pers. V" ""T" 

2. masc. ^— (?J) Q. {X^— ^0 

3. m. (•'n) ' ''rt'f 

3. />. fem. nr— JsT^ ^. (n*"— K.) 

Plur. 1. Per5. »2-^ [«3-^ ö-, «r— AT.] 

2. P. m. (Ezr. Db) ' p*'— 

P.m. (Ezr. auch Dh) 'jin''— (Ezr. Oirv--) 

Anm. a) Suf&xe am Bingalar. Das "i— der 1. F. Bing, findet sich enttont 
4n ^ax Dan. 5, 13; an die ursprüngliche Form des Komen ^3» werden die in 
Klaiiiiinirn eintfeschlossenen Suffixe der 2. und 8. P. Sing. m. angehängt 
C^^ai« 5, 1 1 ; ^'^fl3t< 5, 2). Das Suffix der 2. Sing. fem. ist aus den biblisch- 
aiaiii. Te:cten nicht zu belegen; es wird ^-7- oder "'S--- gelautet haben. — 
Die 8. Sing. fem. pflegt in den Antgsben fUtelilioli mit Qemes ponkÜct sa 
sein. In der 1. Plnr. dürfte nach Analogie de« Byriwshen eher ttj-r ab die 
iintprüngliohe Form ansninehmen sein. In der 2. Plur. m. findet sich Db Ssr. 
7, 17 nm Subst ntiv; vergl, ausserdem Db^ Ezr. 5, 3. 9. 7, 24. — In der 3. Plur. 
ßu.let steh dH Ezr. 5, 5. 8. 10. 7, 16 (anderwärts jedoch auch Tin: 4, 9. 6, 18); 
vergl. aussenit^ni shV Exr. r«, 8 al. (4, 20 jedoch "f/rh) und sogar nin^ Jer. 10, 11; 
kindlich a'T'bj Ezr. 7, 24 (neben V'""*^^ ^» ^' I" ^* ^^"^* 

der Maiiora dem EHMbh ffn all aubstitnlrt in vOr? 7* \ vergL 

ausserdem r^|Q als Q*rt für "pn» 2, 83. 41. 42. Neoh andwer IiA (s. B« aaoh 
Ed. Mant.) fordert das vielmehr in allen den angefnlirten Stellen. 

h) SufHxe am Plur. masc. Das "—^ der 1. Person Sing, repräsentirt die 
ursprünjrliche Verbindun£f«form des Masculinfjlurals, mit deren Jod das Jod 
des Sufiixes ziisammen<:^ertossen ist. Ebenso beruht das K'thibh der 2. Sing, m., 
sowie der 3. Bing. fem. und der 1 Plur. offenbar auf der Auhänguug der Suffixe 
'q, tü an die arsprüngliohe Verbindungsform auf und es ist nicht unwahr- 
•oheinliclit das« mit diesem KH/^k (fthnUeh wie bei dem Snfftx der 2. Bing. fem. 

im Hebrflisohen) die Aussprache ailck^ aiht Oiitd beabsichtigt ist. IKe 
Masora fordert jedoch im Q'r?. üljeiall die Ausstossang des Jod nnd erzielt 
dieselben Formen, wi*' bei (Inn S iffixen am Nomen singulare. — > Zn dem Suffix 
der 3. Sing. m. Ti'"' (selten defectiv "^-^ Dan. 5, 6. ISzr. 6, 3. 7, 14; vpvs}. 
•>ri'^ Ezr. 6, 11) ist an das Sin(j:ularsuffix bei TflSlH (s. o. lit. a) und an das ent- 
sprechende Accusativsuffix an vocalisch ausgehenden Yerbalformen (vergl. 
§ 37, 3, 6) za erinnern. Uebrigeus ist dJkl na<di Ausweis des Byiistthen oon- 
trabirt ans anM, und die seriptio defectiva (t. o.) somit nur eine orHio- 
giapbisehe Iiicenx. Die 1. Plnr* Iftsst eich ans den bibL-anon. Tasten nidit 



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90 2« HaupttbeiL iFormenlelire, 3. Gftp. Vom Nomen. 



belegen tmd kann höehBtens ans der Analogie einer entsprechenden Woxm 
roik dMU Mkf die fßMtB Sndung €y aasgelmden m-sprüngUcluRi Sabiliaittir 
eraeUoMen werden; veisi davon VOnwt Dan. 9, 18 X^^h, d. i. wobl 

Ka'JO**^ (vergl. im Sjneehen *ttain) wir sind* Die Masora hat jedoch auch 
hier dnrcli Ansstossung des Jod die Form des Singularsufflxes hergestellt 
(NSr'^H; vergl. KSri^K %m&er Ooit D&n. 3, 17). Eine anderweitige Analogie zu 
der fraglichen Form bietet die Verbindung der Präposition hs (nrsprünglicli 
"•i?^ vergl. Oesen. § 103, 3) mit dem Suffix der 1. Pluralis. Hier schwankt die 
Xieaart (Bsr. 4, 12. 18. 5, 17) anrlsoben lx:^^^ (so Baer anter Berofüng «if 8m» 
in codiflOnu) nnd IQ'<^^ (eo a. B. dia HantnaUbel). Butwe Laiavt wire nor> 
male Oontraction von aj zu i; tii^i'S dagegen könnte auf der Analogie von 
hehr. 5p55, beruhen. Aber die wirkUclie Analogie des Hebräischen (sc. 
in der Form 13"^$^) würde vielmehr für !<5"<|r sprechfn nnd die Lesart mit 
S^giil durfte daher ander.^ zu erklären sein. Ezi'. 4, 18 steht KJ'^bs mit Athnach, 
ö, 1 7 mit tiiiiuq und das S'^gol wird somit auf derselben Theorie in Betreff der 
Panaa Imohen, wie die § 47, 3, 6 besprochenen FftUe einee panialm 8^gol in der 
Bndqrlbe gewiner Fonnen der Yerba tt^. Von Esr. 4» 18. 5, 17 wurde dann 
8^1 lilMhlieh anoh auf 4^ 18 uberferagen, obaehon dort ein Yerbindwigsaccent 
bei dem Worte steht. Nach der Intention der Masora wird daher mit Opüiut 
4, 12 H3'i^», 4, 18 und 6, 17 W'^Ss zu lesen sein; der Schriftsteller selbst mng in 
beiden Fällen vielmehr 'alainä gemeint haben. — In der 3. Plur. masc. findet 
sich schliessendes Q statt ) in Ezr. 5, 10; vergL auch die o. lit a ange- 

fahrten Belege für neben ^'in't&. Die defective Schreibung des findet 

tkih. nnr in 7, 84. — Daa Suffix der 8. Flor, fem* enehcbit in dem 

yVT^ ("o Sf^t l^t. XU a*, wobl liehtiger fr^r^ Dan. 7, 6} daa 
jraf5A hat aneb hier (vergL o. lit. a a. JB.) •pmro, 

« 

3. In der folgenden Uebersiclit über dieVerbindung derNominal- 
formen mit Snffizen sind die wirklich Torkommenden Formen dtKrcb 
grösseren Druck Ton den nur ans der Analogie erschlossenen Formen 

unterschieden. 

Sing, mit Suffixen. Plur. mit Suffixen. 

Maupt T^t»y? Gedankw. ' 

Sing. 1. '^t^'l mein ff. "^Dtr^ meine 0. 

2. m. i\tt!<l dein If. Q.: ?j5tri deine G. {Kuh. ). 

3. m. nÖH"] sein H. "^HD^ITi seine G. (gew. ^nS*). 
3. f. ntiS"i ihr ff. Q.i siai'»5?'D ihre G. {KUh. n*»— ). 

Plnr. 1. MaviMn vnser J7. Q.i rKätt^ untere G. (ICih.iKS^^). 

2. m. p'Dirsn euer ff. euere G. 

3. m. "jlndi^n ihr H. fir\\TV;y ihre G. 



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§54. Kürzeste Bildungen: Komma mit einem urspr. kurzen VomI etc. 91 

UebersieM Ober die Bildung der Nemina mit vell«ttiidi|er 

Aufitälilung der in den biblisdi-aram. Texten voricommen- 

den Formen. 

I, Nomina Ton eiofacbeni Stamme. 

§54. 

Ktaeste Bfldnngiii: Nomina mit einem anprOiiglieli kurzen Voeal 

yon starkem Stamm. 

1, Die zahlreichen Nomina dieser Art lassen sich analog den 
sogen. Se^olatformen im Hebräischen und den entsprechenden 
arabischen Formen auf die drei Grundformen qail, qifK fiufl zurück- 
führen. Diese Grundformen kommen jedoch in der Kegel nur vor 
hinzutretenden Endungen (des Status emphaticu8> des Pluralis 
masc, der Feminina, sowie Yor Suffixen) wieder zum Vorschein. 
Die Hauptform des Singular pflegt den oharaktenstiechen Vocal 
hinter den zweiten Stammconsonanten zu werfen^ wobei zugleich 
das i der ^iY/-Form zu e, das u der ^u//-Form zu d gedehnt wird. 
So entstehen Bildungen, wie qod Silber, Dbx Bilä (urspr. allerdings 
qaiJ-Form) Wahrheit; vergl. über analoge Bildungen im 

Hebräischen Gesen, § 93, Anm. 4. Dabei ist jedoch der Uehergang 
Ton gnf/- Formen in ^'//-Formen (durch Verdünnung des a zu i) 
nicht minder häufig, als im Hebräischen. So findet sich Yon einer 
Anzahl zweifelloser ^a^l-Formen die Hauptform des Singulars mit 
e nach dem zweiten Stammconsonanten (umgekehrt a nach dem 
zweiten Gonsonanten einer gt/Z-Form in ate:^ Xraut, Stat, emphaU 
sogar einer qutl^'EoTm in bns Wand^ Torgl. St. emphat. 
Plur. X^bn^ und hehr. Sns); anderwärts (z.B. in n03, 
charakteristische Vocal a wenigstens Tor der Endung des Plurals 
und des Status emphaticus zu i yerdünnt. Da nun auch die No- 
mina, welche ursprünglich in beiden Sylben je einen kurzen Vocal 
haben, bei dem Unterbleiben einer Dehnung der Vocale in und vor 
dem Tone völlig mit obigen kürzesten Bildungen zusammeniallen 
(vergl. z. B. Fleisch, -\r?5 Strom, hebr. niaa, "in:), so begreift 
sich, dass nicht in allen Fällen mit Sicherheit über die Zugehörig- 
keit eines Substantivs zu der einen oder anderen Bildung geurtheilt 
werden kann. 

In einigen Füllen ist die Hauptform des Singular durch Fest- 
haltung des Vocals nach dem ersten Stammconsonanten (wobei 



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98 2. Haupttheil« Formeniehre. 3. Cap. Yom Komeu. 

jedoch ä zu S*gol, / zu c gesteigert wird) und die Annahme eines 
Hülfss goi nach dem zweiten Coosonanteu ganz in der Weise der 
hebräischen Segolatibrraen entwickelt; yergl. "ja« Steina ?jbx2 König, 
l'Tip Horn; obn Traum. Es ist jedoch sehr zweifelhaft, ob diese 
Bildungen wirklich der Intention des Schriftstellers entsprechen 
und nicht vieiraehr als Hebraismen zu betrachten sind. 

2. Hinsichtlich der Bildung der verschiedenen Genera, Status 
und Numeri dieser Formen gilt folgendes: 

a) der Status constr. der MascuUna des Singulars stimmt im 
Allgemeinen mit dem Status absol. überein; nur zu c^x Bild findet 
sich Dan. 3, 5 al. Q^^ als Yerbindungsform; ebenso Ezra 6, 14 
statt D!^» welches unmittelbar darauf als Verbindungsform stehl 

b) Tor allen Endungen (des Status emphat., des Feminins, des 
Plurals), sowie Tor allen Suffixen kehrt die Grundform wieder, 
nicbt selten allerdings mit Modificationen des ursprünglichen 
Vokals. So wird a vielfach zu i yerdünnt (s. o. No. 1), t unter dem 
Einfluss eines anlautenden n zu S'gol umgelautet (in «ttbn, f'ttbn 
u. 8. w., yergl. im Hebräischen "pbn etc.); statt des ursprüngl. u 
erscheint vor Suiüxen und der Femininendung fast durchweg ö; 
vergl. "^nittjllD seine Wurzeln, SDpn die Stärke u. s. w. 

c) Während im Singular die Endung des Status emphat. und 
des Feminins, sowie die Suflixe, an die festgeschlossene Grund- 
form antreten (vergl. x^bia der König, xnsb^ die Königin, mein 
Rath u. s. w.), lintlet sich im Plural lockerer Sylbenschluss: 'J*'pbtt 
Dan. 2, 21 al., X^Db^ 2, 37: vor Snflix ^'in:? 2, 4 ij're, ''niiny 2, 7, 
•^risi!: 6,11. Von Femininpluraien dürfte fnt^D'T; seine Lenden 2,32 
hierher zu ziehen sein. Nach diesen Beispielen wird auch in den 
Fällen, in denen die Art des Sylbenschlusses äusserlich nicht zu 
erkennen ist, lockerer Sylbenschluss anzunehmen sein. Die Richtig- 
keit der Tradition Torausgesetzt, könnte das SVa mobile dieser 
Bildungen als Fingerzeig auf einen festen Yocal betrachtet werden, 
welcher ehemals vor den Zusatzsylben nach dem zweiten Conso- 
nanten eingeschoben zu werden pflegte, analog dem ä in hebr. 
tp;;!^ u. s* w.^ Jedenfalls spricht dagegen nicht die yereinzelte 
Ausnahme "fiev^ Ezr. 7, 17; der feste Sylbenschluss ist hier 

1 Köldeke, üyr. Gramm. § 93 erblickt eine Spur der einstigen Einschiebung 
eiaes a nach dem zweiten Cousonanten im Plural dieser Formen in der Doppel- 
•ohMibung d«r ponM»iaiitott in tyr. mqq;?» ete^ (vergl. «mh im Bibliadi-An» 
nilltelw& M^lßt Bau. 3, 4 «L), veldia ans einer 2elt etaaniM^ wo nun rom Bing. 

noch den Plnr. *«m»mi «atnldet hftlM. 



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§ 54« KOneito Bildungen; Komin» mit «in«ni nnpr« knnen Yooal etc. -93 

ebenso auf Rechnung des Zischlauts ztt setzen , wio bei hebr. 
t:n^?c: Ley. 23, 18 al.; yergL auch Dn*iBDd Gen. 42, 25. 35; ^th 
Hohesl. 8, 6. 

3. Die in den biblisch-aramäisehen Texten Torkommenden 

Fonnen sind^: 

a) qaU''Fanoen yon iterkeni Stamm. 1) Masonlina: 
a) mit BeibehalUmg dw nnprfiugliohea a olme OononmiuB einer Qnttnxalis: 
e)D3 SiBwr Dan. 2, 82; 8t. emph. «t^ 9, 85; Tin JBmp9rmit Bir. 4» 19; 

Dan. 7, 25; Grimm Ezr. 7, 23; A^n Schnee Ban. 7, 9. Im H^bllif- 
flchen entepreclipn röi, ab^, P^p, 5\:p^. "Weiter wird hier^ier zn ziehen 
sein Kaufe (ien. 31, 47 und 'lüiö Äetie Dan. 7, 5 (arab. so^r); von den y 
nur im Plural vorkommenden Bildungen : "jirr^ttjüD ihre Böcke Dan. 3,21 Q^ri; 
das Dages im n kann nur als Bages 1 dirimens (yergl. § 12, 2, d, ß) gedeutet 
^rden. Bas SHk^k meint '}'in-<tz^of als P«'llltom (niolit t6*>ue, wia CTesen. 
W. B. giebt). Fenier: jirrsril? ^Nidfce Dan. 8, 8 und 9mm 
med» 6, 85. 

Unter Concurrenz einer Quttnralis »"nx Erde; Dan. 2, 39 in der 

Bedeutung inferior (s. das W. B.); KHhibh: H^^H, d. i. K^^^t als Stat emph., 
wie z. B. 2, 35; Jer. 10, 11, in letzterer Stelle neben K]^"!« (vergU dazu § 7, 2 
nebgt der Note). — 5":t Senne Dan. 2, 43; Wem Ezr, 6, 9; Stat. emph. 

Kn»n Dan. 6, 1; IT^'J Afonai: Ezr. 6, 15; Piur. ^-^m^ Dan. 4, 24; n^O Safo Ezr. 
4,^14; ^iss Woäe Dan. 7, 9 ; 5*:^ 2%or 2, 49. Im Hebr. entspradien: y*;», yM, 
"tsn, rfn^, n^v, — Hflcbst wahrsebeinliclt gehOrt bicrber aoeh 

M JHaL % 88 (arab. aMgrr. *aäru), rnri« uiM Ort Ezr. 5, 16; feiner tjQn 
Thon Dan. 2, 33; stat. emph. KBCT 2, 34; P^Tl)? 8eine Hüfte 5, 6 (vergL im 
Hehr, den Dual a-^üVn) ; m:3ö Oe/£zr. 6, 9 und derPlur. V^-an^ vücera, Erbarmen 
(vergl. im Hebr. deu fciing. DHS). Endlich wird auch ^''O'IIJ Dan« 5, 25 als Plural 
von einem Bing. 0*10 abgerissenes Stück gemeint sein. 

ß) mit Verdünnung des ursprünglichen a in den hinten vermehrten Formen: 
yrrsn, Opfer Ezr. 6, 8 (Sing, wohl nj^j, hehr, n??); Kfitffti das Grün Dan. 

4, 12 (vergl. im Hebr. K^); l\Ö3 Ädbt 7, 4; PlnrJ-pn»? 4, 30 (vergl. arab. 
§tamr, bebr. i^; »mG^ die 8oime 6» 15 (vexgl. bebr. Vtev). — Zweilslbafter 
Herkunft sind: '^nis'^a seine Knie Dan. 6, 11 (vergl. hebr. rf^^ als Sing.); 
^rrneo seine Nägel 4, 30; pj-^ed tÄre Krallen 7, 19 §«re (X*<Ä.'n'nBü); •j-^t» 
Schätze Ezr. 7, 26; St. constr. "^CSS Ezr. 6, 8; 1''^''"'^3 iJire Trankopfer 'Ezr, 
7,17 (im Hebr. 7j03 und T;o5 im Sing.); f'^öp Knoten, Gelenke Dan. 5, 12; St, 
oonstr. "^I}^ 5, 6. Da» syrische qefra Hesse auch an eine ^^Form denken, 
doch kennt die targumisobe UebeKliellBmng auch qahri als Bt. eonatr. Flmr. 
^ Feiner "ps^ JEUj^pefi Dan. 7» 5; m0* im Hebr. neben dem Sing. 
irelobw (entsprechend arabisehem ^BSa*) einer anderen BUdimg angehört, den 
Stat. constr. in Verbindung mit Suffix 'O^S, Dagegen weist arab. diT, 
syr. ^eVä (für *erä) auf nebenhergehende gitl-Form. Endlich "pni^ 'FRülder 
Dan. 6, 28; St emph. »'^^ 3, 32; *^n^rr9n seine Wunder 3, 33. 



t In den narhffilEjei.den Aufzählungen ist jede vorkommende Form (ind. der 
Ponnen mit tiuiiixen^ mindestens mit einer Belegstelle vers^ien. 



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94 2. Hiwopttheil. Formenlehre. 3. Cap. Vom Homeu. 



BewmdeM Erwfilunmg erlieifdit nodi ng^ Dtn. 7, 15. Wenn diea^ ww 

drücklich von der Masora bezeugte und daher von Baer aufgeBommtne LeMurt 
anf richtiger Ueberlieferung beruht, so hätte man ein Nomen nach Analogie 
von (Dan. 7 4) zu statuiren. Dabei wäre nicht unmöglich, dasa die 

gewöhnliche und gleichfalls nicht schlecht bezeugte LA MS^Tii als Pauealform zu 
t^l'Vi (nach der § 17, 2, Anm. 1 erwähnten, allerdiuga zweifelhaften Theorie 
der IlMora oder vielmehr einer bestimmten Xaaorethentehnle) gemeint war. 
Dn aber «nderwfote nur (resp. das Fenain. t^^s) beseugt ist, so wird man 
entweder ria^i^ als Stat emph. j» 4er Scheide) oder besser n^'i? (tn ihrer 
MeMfe, Ton mit dem auf ^fvn sorückgehendsn SolBz der 8. 8ii^. Um.) an 
lesen haben. 

•y) mit Sere im Stat. absol. Sing., welches ohne Zweifel als Dehnung eines aus 
ursprünglichem a verdünnten i zu betrachten ist ; in den hioten vermehrten 
Formen kehrt überall das ursprüngliche a nach dem ersten Oonsonanten 
iiiedar. Hierher gebdren Ixg^ Bar. 4, 6 als 8t. eonstr.] onb MeM Dan. 5, 1 ; 
tssi KnedU 2, 49; Tfra^ deine Sneekte 2, 4 (Ke^ T'^a'); ^^jn^ seine 
Knechte 2, 7; D^X Büd 2, 81; Stat. constr. dI?:^ 3, 19; gewöhnlich aber tAfk 

3, 6 al.; Bt. emph. filoV;^ 2, 31 al. — Ohne Zweifel gehört hierher auch Dja 
Befehl 2, 14; Stat. constr. Ü7l3 5, 2 nnd Brp Ezr. 6, 14 (neben 0?t>); St. 
emph. XTarp Dan. 6, 3 {Baer «SSü zu ausdrücklicher Hervorhebung des 
Syibeuschiusses vorher). Im Hebräischen entsprechen Dn5, dV:^, e^^. 

6) Zar Segolatfinm nadi hebräiseher Weise finden sieh entwickelt: S^dm 
Dan. 2, 84 als St. constr. Bir. 5, 8; St. emph. Dan. 2, 35; T^^ KSniff 
Dan. 2, 10; als St. eonstr. 4, 84; St. emph. tt|^« 2, 4 (anoh 2, 11); 
Plur. -j^aVp 2,21; St, emph. 2, 87; ^"3^ Horn 7, 8; St. emph. Kpj? 3, 5; 

Dual 7, 7; St. emph, 5<*3*P 7, 8. Nach Analogie von wird man 

auch bs^ i^^ttss voraussetzen mü^';en als Sing, zu dem Dual "l'i'lli^ Dan. 7, 4; 
Bt. emph. 2, 41; •^ni^'^f'} seine Füsse 2, 33; rb'^'} ihre Füsse 7, 7 Q'ri 

iK'th. fi'^ba*!). Einen Singular di wird die Masora wohl auch voraussetzen 
bei Vn-':an^ ihre Knochen 6, 25. * 

c) Anf sanem Hetaplasmns soheinen au bemhen: Wtmd Dan. 5, 5; der St. 
emph. Ear. 5, 8 und hehr, brp (in «Jn^ HL 2, 9) weisen vielmehr • 

auf eine ^u^^Form. — si^r Kraut Dan. 4, 12, aber als Stat emph. 

4, 22; somit wohl eigentlich qitl-Yorm, wie das hebr. 3'05. — T.i'^ ^yom 3, 18; 
hebr, W"l und der «^yr St. emph. rngzä deuten auf urspr. qutl-FoTta. Die 
Aussprache mit a erklärt sich in allen diesen Fällen aus dem starken Ueber- 
wiegen der g^o^Bildungen; ihrer Analogie fügen sich — wenigstens im St. 
absol. Bing. die seltenen j^irf-Formwu 

Metaplasmus aas der die ffuß'Vemi ist dnroh mittlere Xiabialta 

veranlasst in 13» JÜMm 2, 8»; Flur, 8, 8; St emph. x^iaa 3, 12 (vergl. 
auch in den Targumen VCOM, 'pa''3, «"'"t^is), während das hebr. la^ und sjr, 
g^bar, gahra nur an eine jra^^-Porm denken lassen. 

2. Feminina der <?ff*^Formen von starkem Stamm: die Königin 

Dan. 5, 10; Stat. emph. eines vorauszusetzenden KsVg Königin; ebenso wird 
tnr^^'n^ seine Lenden Dan. 2, 82 von einem Sing, m^*;: abraleiten sein. TeigL 
fmier die Status eonstr. Ttj^*^ BSktet Sehaden Bar. 4, 14 (veigt im Hebr. den 
Bt. absol. M^']9>f starke Bildung vmi einem rvV (urspr. vli-)8tamm, und ngnß 
frühere ZeÜ Dan. 6, 11 al. — Nioht minder wird hierher aneh an neben sein 



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§ 54« KürzeBieBüdiuigni: Noinuiftiiiitaiieiii urspr. kurzen Yocal eto. 95 

ZA^B 4, 94. 7» Ii, oiMnluni di« Mmow dmtk di« KlcIitdAgaMininif dm 
KMqfh anf eine andere Ableitung zu deuten scheint. Bie gewöhnlichen Ava- 

gaben lesen MS'^H; vergl. jedoch Baerls Note zu Dan. 4, 24. XTebrigens Erehören 
hierher vielleicht auch einige der Nomina, welche unten lit. b, 2 unter den 
jPemiuma der qitl-FormQu aufgeführt sind (i^U^S* '^ß'J^» *^ * 

selben aus ursprünglichem a verdünnt ist. 

6) ^^^ii'ormen von starkem SUuim. 1. Mascuiina. Da in den hierher 
gehörigen BingnlarfoTmen "^bd» "tn?, (s. u.) dM a ledig^eh dnreh dee Mia- 
Iftvtende TU» Teranlaasfe Hin kenn (vetgl. § 18, 8) und d«r Biet. ebe. vAkf^ 
MlidnliQk KOf moaim Hebniimiu bwnlit, lo Ueit loeh Aot dtn Torliegeiideii 

Beispielen über die gewöhnliche AuMprache des Stat. absoL und constr. Sing, 
nicht entscheiden. Verjl. indess die Analoge der oben et, 1, 7 aufgezählten 
Beispiele, welche hftchstwahrscheiulioh auf einem Metaplasmus aus der qa^l- in 
die qiil-Klsksae beruhen. Ein solcher kann übrigens auch in einigen der nach- 
stehenden Beispiele vorliegen, da die Analogie des Arabisehen oder Hebräischen, 
auf irelohe «ich die Zuweisung dieser Nomina inr gi(/-Klane stGLtem miies^ 
keineswegR ansstdiliesst, dass des «ne oder andere Komen dieMr Art ehedmn 
mit yerschiedenen Yoceien gesprochen wurde. Nur unter Vorbehalt HQuen 
wir daher an: 

ITO^a sein Leih Dan. 4, 30 (vergl. arab. f^ism): Pt"0^« ihr Leib 7, II ; 'J'^rmiBJ 
corpus eorum 3, 27 Q're (KHh. "i'iiT'isTöa ihre Leiber); über S^gdl für i vergl. 
§ 15, a, Anm. a. 'iu. — t,^r\ Iraum ala Stat. absol. Dan. 4, 2 und wohl, wie die 
o. lit. o, 1, § aufgezählten S'golatformen der go^j^Klasse, sin HebrsiBmus; daza 
als Stat absoi K^^n Dan. 8, 4 0]i Betreff des e für f vergl. o. bei l'ins^»); mit 
Buttxen: *na^ 4^6; t|a^ 8» 88; Plur. y^T^hn 5, 12, Ferner '(vem Weiim Esr« 
6, • (▼«rgU im Arab. das Femin. Bing. Akl^) ; die Mladd Dan. 8, 37; mit 

Bufür taon 4, 27; "«sVa mein Baih 4, 24; n&o Buak Ext. 4, 15 (als Btat. oonstr.); 
nur. yneo Dan. 7, 10; Stat. emph. M;'?&ö Ear. 8, 1; *^ Ssr. 4, 10 u. (k, 
überall aie Btat. comtr. in der Yerbinduiog rnr» "9 das Qtbkt jeH9e&8 dsf 
Stromes (vexgl. im Hebr. nnih — i»D Deutung Dan. 4, 3 und 5, 15 als 

Stat. constr.; vergl. im Hebr. "n^' Qoh. 8, 1; Stat. absol. tt'n'lis Dan. 2, 4 
(ebenso 4, lö und 16 im KHhtbh) oder r^yii^ 2, 7; mit Suffix 2, ; ebenso 

4, 15 und 16 im Q^rS. Plur. 'j'»'ntÖB 5, 16; endüch der Stat. constr. Plor. ''oaW 
«Stämme Ezr. 6, 17. 

8. Feminina dw g^f-Formen Ton starker Bildung: n|>pa Stat. oonetr. 
Thal Dan. 8, 1; tvy^ ßp^teopfer 2, 46; Plur. mit Suffix: Vnnnaa Bzr. 7, 17; 
ttl^:^) He BSurU Dan. 2, 41; nri^pt» mm fiSt^sIrtfV und M^V (Stat. constr. 
FlurO 18; h^S Gerechtigkeit 4*24; Kp^p Ezr. 4, 15 und n;J-)p 4, 10 £f^a<tt; 
^tat. emph. t^ri^lP Ueber die Möglichkeit, dass in pinii^en dieser 

Pormen das % auf Verdünnung eines urspr. a beruht, s. die Feminina der qaU' 
Formen a. E. 

c) g^*Ü (qütlyFormen von starker Bildung. 1. Älasculina. Da^ kurze u 
erscheint als charakteristischer Yocal nur in den hinten vermehrten formen 



^ AlMiug» klinnte diei«s nach d« Giesen. § 93, Anm. 1, Tierter Abaata, 
daigeisgtsB Theorie der diqjdnqe hat^nün ab Bist oons^« m der Fenn '^tf^ 
gaBBeiiit asin» 



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96 2. Haupttheil. Formenlehre. 3. Cap. Vom Nomeu. 



▼on wdeh« oImh {a, 1, t, a. E.) ab Hetaplatmufl auB Aar qa^ in die 
Fonn aollgafBltrt imd, aotd« in die Wände Sir. 5, 8. ▲ndarwftrt» 

«Eicliemt überall o und zwar im Tone Cholem (isXCJi Dan. 4, 34; vergl. 2, 47)^ 
ausserhalb der Tonsylbe Qame? Cbatupli: die Helle (das Tageslicht; -verg^I. 
hebr. nib* Qlanz) Dan. 8, 20; -r'-iniä seine Wurzeln 4, 12; KEjrtn rite Sfärke 
2, 87. Als Stftt. ab». Siug. wäre rpFi vorauszusetzen und so liest in der Tbat 
der Textus receptus Dan. 4, 27; weit beaser ist jedoch die von Baer aufgenom* 
maiia LA bezeugt. 

3« FemijDdBa der fp^FonnenYOiitkarlcimStaiiim: ^It^ deine Pfaäe Das» 
5, 88; *^ ^1 ^> ^^9?? TTeMatf 9, 89; 8tl «onat». 5, llf 

fit. emphat, tt^arj a, 30. 

§ 55. 

Nomina mit einem Vocal von sohwaoliem Stamm. 

Die hierher gehörigen Bildangen entsprechen deigenigen 
hebräieehen Nomina, welche man als Segolatformen von Stämmen 
oder f 9, y'» und n'b zu behandeln pflegt (veigL Ge^en. 
§ 98, Parad. I, g — n nebst den Anmerkungen). Wir lassen hierbei - 
dahingestellt, ob thatsächlich zu allen diesen Nomina einst ein 
entsprechender Yerbalstamm ezistirte, und ebenso, ob alle die 
Nomina, die wir (wie z. B. Band; yon ausstrecken?) den 
ÄVStämmen zuweisen müssen, als Verkürzungen ursprünglich 
längerer Füimen zu betrachten and nicht yielmehr yon iianse aus 
einsylbig gewesen sind. 

1. Nomina von «'j?- Stämmen. Mit Sicherheit sind hierher nur 
zu rechnen die verschiedenen Formen von XOVT^ Kopf von der im 
klassischen Arabisch erhaltenen Grundform ras (vulfi^ärarabisch 
rö5, hebräisch mit Trübung des ^ zu o ÜX"^), wahrscheinlich auch 
l"! Anblick und vielleicht das Femininum nnä Erhebung. Nach 
Nöldeke (Syr. Gramm. § 53) ist das am Ende der Sylbe stehende flt 
mit vorhergehendem azu e zusammengeflossen ; vergl. jedoch die- 
selbe Umlautung Ton a zu ^ auch in dem hebräischen Denominativ 
nr^^tr). Von dem ursprünglichen a hat sich vielleicht eine Spur 
erhalten in dem Plural mit Suffix Dh'itrM*! (s* u.). — Zweifel- 
hafter Abstammung und wahrscheinlich nicht hierher gehörig ist 
^203 GefSss.- 

Belflga: Stat conitr. Biog. xSaC^ Dan. 7, 1; St enpb. 8, 98; mit 
80Ä«nj 2j TfttJKn 2, 28; PW»^ 2, 32; MlÖÄJ 7, 80; ll'ntÖKj 3, 27; Plur. 

■ptifit^ 7, 6, mit Suffix Dh'iiCK;^ Ezr. 5, 10. Bei letiterer Form ist allerdings 

ft-ag-lich, ob das Qame? nicht auf einem Hebraismus, resp. dem Versehen eine» 
an D'^bX'J etc. gewöhnten Abschreibers, beruht. — "(^ Anblick (nur mit Suffix: 
fiV^ Dan. 2, 81. 3, 25) kauu auf Syncope aus oder aualog WX} auf eintr 



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§55. Komma mit einem Vocai von schwachem ätamm. 



97 



Grundform rav berulien; in beiden Fällen wäre das in läiO noch beibehaltene 
K ausgestossen. Ebenso kann das Fenünin rm ErMun^ Dan. 4, 34 durch 
Syncope aus nistA (vergL üuHebr. Tom Stamm MM^) oder wiederam direet 
ans einer Gnmdfona gav entwickelt teln. Eine andere Möglichkeit der Ab- 
leitung (vom Btamm m) s. u. No. 6, o. — YergL endlich Ton )MS: Stet, eonstr. 
Plor. tSKl} Dan. 5, 3; Bt. emph. IK^'^ 5, 28. 

2. Nomina von Y^Stämmen. Wie im Hebräischen lassen sioh 
bei den Bildungen dieser Art wenigstens noch die ursprünglichen 
qatl' und ^u^f-Formen unterscheiden, indem bei den ersteren der 
charakteristische Yocal a mit nachfolgendem l zu 6, bei letzteren 
u mit 1 zu 1^ zusammenfliesst. Dagegen geht nach i als charak- 
teristischem Yocäl das heterogene in *i Uber und diese Bildungen 
fallen somit völlig mit den ^i//-Formen der *>'7-Stämme zusammen. 

Die vorkommenden Beispiele sind: ä) von qatl-F ormen: Dl'i Tag Ezr, 6, 9; 
St. emph. Noll Dan. 6, 11 ; Plur. )^isn^ 6, 8; St. constr. 5, 11 und mai"« Ezr. 
4, 15 (vergl. § 51, 2, Amn. 3); 8t. emph. K^^r Dan. 2, 28; mit SnflOx lin-^Q-^^ 
ihre Toge 2, 44. — y^s^ Kor. yon "Via, einem Hoblmaw» Exr. 7, 22; hin Ssr! 
7, 26 (ala Btat. absoL); vfio Ende (Stat constr.) Dan. 4, 8; Stat emph. vtfn 
0, 27; C|is Gevögel (Stat. constr.) 2, 38; ']'»*""n Stiere 4, 22. 

6) von 7Mf/-Formen: "IIO Berg Dan, 2, L!5; St. emph. S<'^'<3 2, 45; nn: Feuer 

3, 27: St. emph. NV-: 3, 6; ^« Spreu 2, 35; Wind, Geist 5, 12 (als St. 
coustr. 4, 5); St. emph. NTI^I 2, 35; St. constr. Plur. in"i 7, 2; mit Suftixeu: 
"TVTi 7, 15; Prniin 5, 20. — HQ^J^ setwe Uöl^e 3, l; fiTtltHJ Ezr. 4, 12 QUt und 4, lö, 
■owie mnniij 4, lö Mattem, 

3. Nomina von 'i'y-Stämmen. Wie im Hebräischen behauptet 
das Jod im Stat. abs. Sing, der ^«//-Formen seine Consonanten- 
kraft durch die Annahme eines Hülfss'gol (b"^?!, t:"^). Aber auch 
in den hinten vermehrten l onnen behauptet sich das Jod nach 
der Verflüchtigung des Hülfss' gol in dem Diphthong ai (nb'^n, I^VT 
etc.) ; nur im Stat. constr. Sing, wird a immer zu e contrahirt. 

In den ^/.//-Formen fliesst i mit j nothwendig zu i zusammen. 
Ueber die Möglichkeit, dass einige dieser Bildungen auf Ursprung* 
liehe l^-Stämme zurückzuführen sind, vergl. o. No. 2 a. £. 

a) gof^-Vormen von *<'9-8tSmmen: Tf% (Stat. constr. von rv;^) Sem» Dan. 

4, 27; Stot. emph. Kni^Esr. 5, 8 und nn^a 5, 12; mit 8u£f. '^n*;a Dan. 4, 1 und 
wn'J5 2, 17. Ueber den abnormen Plnral (T'Fia) vergl. § 65. — b'n Kraft Dan. 
3, 20 (in Pausa h^n 3, 4. Ezr. 4, 23); Stat. constr. ^"^n Dan. 4, 32; mit Suffix 
vh'^n 8, 20. — "pS (Stat. constr. zu yX) Ezr. 5, 5; Plur. y^'pS und St, 
constr. ^y^s Dan. 7, 8; mit Suffix "'s;? 4, 31. — ü-^ Sommer 2, 35; m-n (ötat. 
constr.) Geruch 3, 27. 

h) qitl'Vmnüva von iMtHaunen. 1) Maeealina; »'^i (Stat emph.) derEßBt 
Dan. 5» 5; 1*^^ Be<M, Gericht 4, 94; Stat. emph. tO*Ki 7, 10 nnd n|<ni S«. 7, 26. 
— M9*«D (St. emph.) cbr Thon Dan* 2, 41. ~ Bote (nach «nderem Tl^^eer) 
4, 10; Plur. yn^ 4. 14. — 2) Feminina: rtr% Mineieht Dan. 2, 21; (Stat. 
Kaalaiob, acHriUMlM GMumaUk. 7 



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96 2. Haupitbeil. Formenlehre. 3. Cap. Vom Nomeu. 

emph. sa rrn*^) äk Bwrg Esr* 6, 2; über di« Bohnibiiiig W?")'^a (so auok JBaer) 
T«rgL I 9, Anm. 4» e, 

Anm. Ueber das scheinbar hierher gehörende 0la$Ul (für ^"^it) verfi^ 
§ 57; die nach Analogie des hebrii^chen Partie, act Qal der Yerba find "»'S 
gebildeten Komlna, wie 19, b^, eto. a. § 58, 6, 2« A. 

4. Nomina von flP-Stämmen. In den Btcher hierher gehören- 
den Wörtern Flügel nnd y^tf &egen ist mittlereB Nün dem 
nachfolgenden Oonsonanten assimÜirt und die so entstandenen 
Bildungen fallen Töllig mit den Nomina Ton y^-Stämmen (s. u. 
No. 5) zusammen. Ebenso wird aber auch der Plur. 'i^Ers^ (nur 
mit Suffix, 8. u.) AntUtz erst auf nachträglicher Insertion eines 
jViin (nach § 11, 4, h, 8) in die durch Assimilation entstandene 
Form l'^BK beruhen; darauf deutet nicht nur der Plural 
'appe, sondern vor allem der Sylbenschluss in '{■'22X, während man 
nach Analogie von ppbifl u. s. w. vielmehr I^C?« zu erwarten hätte. 
— Endlich gehört hierher sehr wahrscheinlich auch nina Dan. 7, 6 
K'th. (jTTsa O'rc), sofern dasselbe nicht auf einen St;imm 255 (erhöht 
sein, daher 13 angeblich /?«^<;^en), sondern vielmehr auf einen Stamm 
y:y (vergl. syr. gabbä, die Seite) zurückzuführen sein wird. Der Con- 
text Yon Dan. 7, C („vier Yogelflügel hatte es an seinen Seiten") 
ist der letzteren Erklärung günstig ; jedenfalls kann für die üeber- 
setzung „auf seinem Bücken'* (alle vier Flügel ?) nicht das Q're Ma| 
geltend gemacht werden, da die Masora consequent auch aus 
zweifellosen Pluralsuffixen der 3. fem. das Joä eliminirt (vergl. 
§ 53, 2, Anm. h), Ueber fif^ seine Frucht s. u* die Note zu 
No. 5, 2», 1. 

Belege a) mit a als obaraktenftiachem Yoeal: "Vifl^tt (a. o.) wl» AntUbs 
Dan. S, 46; S, 19. — ihre Seiten 7, 6 (IVQA Jm.). — f Flüga und 
mit Bofflz 1:191 ihre Ftügd 7, 4 Q*r^ (h*«a S?^), -* h) mit i: Ziegm £sr. 

6, 17; dagegen wird. das Feuer nicht auf «inen Stamm V33tt (so Gesen. WB,^ 
als „das freundliche Element"), !ioncIern besser auf einen ^^-(reip. einaylbigea} 
Stamm zmrückzQfahxen sein; a. u. Ko. 5, 1. 

5. Nomina von y:^- Stämmen. Wie in den entsprechenden 
Verbalformen, wird der Endconsonant des einsylbigen Stammes 
beim Hinzutreten Ton Flexionsendungen geschärft. Im Stat. absol. 
und constr. Sing, erhält sich von den ursprünglichen Yocalen a 

(vergl. bo, d:?, a'i etc.), dagegen wird u (0) im Tone zu 5 gedehnt 

(23, IT etc.). Von den Nomina mit 1, welches letztere in den ein- 
sylbigen Formen nothwendig durch den Ton zu c gedehnt werden 
musste, finden sich nur Beispiele mit Flexionszusätzen. Von 
Feminmis ^7 ünden sich Beispiele sowohl mit a, wie mit t und 



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§ 55. Nomina mit einem Yocal ^on epliwaeliem Stamm. 



99 



0) Nominn von 9'9-Stämmen mit a als charakteristischem Yocal. 1. Mas- 
culina: das freie Feld (Stat, empb. zu ^2 für barrä nach § 13, 1) Dan. 2, 38; 
'j'^na (Flur, von ra, einem Hohlmass) Ezr. 7, 22; h'^ fStat. constr,) Thau Dan. 
4, 12; Ka^ (St. emph.) das Meer 7, 2; D? Volk '2, 44. ;ils Stat. constr. 7, 27; St, 
emph. Kfl? Ezr. 7, 13 und niijir 5, 12; Stai. emph. Piur. i<;^^y l>au. 3, 4 (mit 
ChAUph imt«r dem acuten S naob § I5,d, dritter AtMWts; lor Bildimg vergl. im 
Hebrtisclieu 'Vff^ etc. Quen, § 98, Panid. I» Anm. 7; bk Betreff der Frage, ob 
•ich in VTüV» eine Spur Ton einer euiatilg«n anderen BildongeweUe des Plurals 
dieaerKomina im Aramäischen erhalten habe, s. oben die Note zu § 54, 2, c). — 
Ferner: DB Ende, als Stat. constr. Dan. 5, 5; St. emph. «BD 5, 24; Seite, St. 
constr. in i^n 6, 5 und n^b 6, 25; S^^ross (auch Sahst.: der .äti/'tiArer) 2, 10; 
Bt. emph. KS": 7, 2. 

Endlich gehören hierher noch drei Nomina mit mittlerem 1 oder welche 
somit ebensowohl von ys-, wie von H'h oder n'b- Stämmen (als ursprünglichen 
vV oder '^^) abgeleitet werden können. Es sind dies: H ^ig* -AftY/ei /nnersf, nur 
im Stat. constr. srift (contrahirt ans gav^gan, stets mit graphischer Anhfingnng 
eines K; Ycrgl. Baer*9 Note zu Dan. 3, 6 und oben § 14, 2, Anm. i) in den Ym> 
bindungen Dan. 3, 25 al., «ra^ 3, 6 ; it-'a-^a 3, 26 ; dagegen mit Suffix 
Ezr. 5, 7; 4, 15. — Ft^rner "^n hhfudig, als Stat. consfr. Dan. 4, 31; St. emph. 
it»n 6 21; Plui-. ■J'^^n Xeten 7, 12; St. constr. "'•n ilzr. 6, 10; St. emph. KJ*n 
dfC lebendigen (d. h. die ^/msr/je«) 2, 30 al. Endlich *)■«»? Fenster 6, 11. 

2. Feminina J'S mit a: 'pSii £//e;i Dan. 3, Ij alä Sing, iät ötsij vorauszu- 
setseu; vergl. o. $ 51,2, Anm. 2. — Kra*^ die gros» Dan. 4, 27 (St emph.»i fitai). 

5) Nomina 99 mit t alscharakteristisohem Tocal. 1. Ifoscolina: ieme 
JVwcA^ Dan. 4, 9. 11. 18 von einem Yoranssnsetsenden Bt, abs. aj)^ = leqjfii; ttber 
die Insertion des Nün behufs Aufhebung der Schärfang des a yergl. $ 11, 
4, 6, Ö.i — das Feuer Dan. 7, 11 als Stat. emph. eines vorauszusetzenden 
ttJX. Die Ableitunpr dieses Nomen von (onomatopoetischem) 9 ^-Stamme ist 
wahrscheinlicher, als die von (?. o, Ko. 4, a. E.); über die Umlantung des 
urspr. i zu S*g61 vergl. o. § 15, a, Anm. 2, b. — ''SlV mein Herz Dan. 7, 28; 
^'^ivp Zähne, eig. Zahnreihen 7, 7 als Dual eines vorauszusetzenden Sing. mit 
Bnillx Rtl^ 7, 5 und 19 Q^re {rwiti KHh^ 

S. Feminina 2^9 mit i: rnsn Tnbut Ezr. 4, 13 (mit Aufhebung der Sehäiftmg 
des n durch Insertion eines JSfin nach § 11, 4, h, i); St. constr, n^q Bar. 6, 8. 
n|a Wori Dan. 2, 9; St. constr. 2, 10; St. emph. »rjkp 2, 8 und nrfsri 2, 5 j 
Plur. -ph3 7f 1 ; St, constr. 5, 10; St emph. 7, 11. ~ n^;p üirsac^ 
FortcflHiZ 6, 5. 6. 

c) Noraina 3>'3? mit u als charakteristischem Vocal. 1. Masculina: it^aifit die 
Grundfesten (Stat. emph. Flur, von einem vorauszusetzenden Sing. tSK ( öS) 
Ezr. 4, 12. 5, 16; mit Sulfln: 6, 3. — a> Dan. 6» 8 aL und sogar tfil 6, 13, 
Überall als St. constr., Grube; St. emph. 6, 17. — an Bär 7, 5; da» 

A Neben obiger Zurückführung von 3K auf einen Btanun SaK verdient jedoch 
Beachtimg, was Friedr. Delitzsch (The Hebrew Language yiewed in the Light of 

AssjTian Research, p. 65) tur die Ableitung des Wortes von einem Stamm 
geltend macht, indem er auf assyr. inbv. fFnicht), Stat. constr. inib, das assyr. Pi'el 
unnubu Frucht bringen, und das Nomen annabu (arab. amalf, hebr. nsa'^^y, üezeich- 
nung des Haseu als des „Springers", verweist. , , 



Digitizr 



100 2. Haupttlieil. PormeDlehre. 3. Cap. Vom Koai«D. 

^ Cknmt OtBOnmidheitf cUtkt jeder, im Bt. conttr, Vs s. B. Dan. 6, 19 od«r 8, 10; 
St emph. 8, 40 in kleiner Pausa, Etr. $, 7 in groner Pausa (tm^L § 17, 

. 2 a. E); aus anderen Gründen ist der Ton zurückgezogen Dan. 4, 9. 18. 25 (vergl. 
§ 17, 1). Mit Suffix fnVr 2, 38; ebenso 7, 19 K'thtbh, während vom Q're das ' 
Feminin Suffix ',V}iE3 gefordert wird; vergl. § 53, 2, Anm. a. Die Beibehaltung 
des Ö iu geschärfter Bjlbe entspricht Fällen wie "^f^ im Hebräischen (neben '^^j 
i^a etc.). Ueber das ebenso behandelte Babst. D& Mund (z. B. n^B Vir Mund) 
vergl. § 62 die Nomina mit a affonnatiTimu 

8. Feminiaa: nsK Nation Dan. 3« 89; St. emph. Plnrw it^sK 3, 4 (von einem 
Plnr. "pailj vergfl. nVo, ffefl). 

6. Nomina mit einem Vocal von n'b {ib oder '•'b)- Stämmen. 

Zn unterscheiden sind hierbei die Bildungen, welche den schwachen 
dritten Consonanten vollständig abgeworfen haben, und solchen, 
welche ihn irgendwie beibehalten. Die üiklungen der erstgenann- 
teu Art haben sämmtlich den Vocal ö; derselbe wird bei dem 
Antreten von Status- und Is umerus-Endungen oder Suffixen zu 
S^wa verflüchtigt. - 

a) Nomina von n'VStämmen mit völliger Abwerfung des dritten Consonanten: 
SK Holz Ezr. 6, 8 (hebr. yT; vergl. o. § 10, 2, a und b); a ist im Tone ausnahms- 
weise zu ä gedehnt und letzteres auch vor dem Toue im Btat. emph. i<|i< Dan. 
5, 4 beibehaltai. — ^i-i Arten (Dan. 3, 5 al.), Btat. oonstr. Plnr., nach Answtis 
dei Byriidien nnd HebrUeehen von einem Bing, "jr (nach üfcMSIelw Byr. Gramm. 
9 146 wire ^ ein ftOh reofpirtet petaieohet Wort). — 'yi l nr i Dan. 8, 88 wird an- 
lachst auf einen Plural 'J'''irt (und zwar einen Flächenplural, also „seine Brost", 
vergl. Offen. § 108, 2), weiter aber auf einen Sing. (sj-riscli allerdings eA«47a 
mit Beibehaltung des dritten Consonanten) zurückzuführen sein. — Femer 1^ 
flamZ, als Btat. constr. Dan. ö, 5; Stat. emph. 5, 5; mit Suffixen 'H'j 3, 15; 

2, 38; Pn-J 4, 32; DSTi; Ezr. 5, 8 (vergl. zu dem S'^gol § 15, a, Anm. 2); Dual 
Dan. 2, 84. — BndUoh gehOrt hierher wohl auch ttif San. 8, 14 von einem 
voianmuetaendni Btat» abeoL aber von awdfidhalter Bedentang (a. da« W. B.)« 

Von Femininis würde hierher gehören rt^l ErMbmg Dan. 4, 84, fidk daa- 
selbe mit Oesen, W.B.'-^ direct von dem Masc 1| (Stamm nts) abzntdtMi iet; 
vergl. jedoch o. No. 1 die Belege zu den Bildungen von Stämmen. 

6) Nomina von v\ oder ■•'b-Stänunen mit Beibehaltung des dritten Conso- 
nimten. 1. Masculma: Als fester Consönant erscheint 1 in dem Stat. emph. 
Rllll Qerieh/t Dan. 2, 19 (wohl für chizwä und dieses für 4^azwä mit Tecdfinnmig 
von « an mit SnlBzen: "«itn 7, 2; nim (ihre CfettaU) 7, 80^ Btat. conatr. 
Slnr« iltn 8, 28 aL — Aniaeidem kannte hierher gehören Bar. 4, 18 aL, 
falla das 0 auf Oontraction von 1^ (wie tds ans "^s) beruht; doch ist die Her* 
kunft und Bedeutung des Wortes überhaupt unsicher.' - Von "^'b-Stämmen 
mit festem dritten Consonanten findet sich die gof^form n^fis «ein Laub Dan. 4, 9. 

2. Feminiria, Ausser H^'^'Tt Freude Ezr. 6, 16 wird hierher zu ziehen sein 
i^n"^ Thier (für chaiwä) Daii! 4, 13 oder nv^n 7, 5; Bt. constr. ni-Tj 2, 88; Bt 

t Haeh DdUiaeh, the Hebrew Laagoeg» ate. p. 8t win "Af daa babyloiilMha 
Mfu Sfeuer, vom Stamm 



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§ 56. Komina von eiAfachem Stamm mit kurzem Yocal in beiden Sjlben. 101 

eniph. ftUQ'J*^ 4, 11 i Plur. 7, 3j Stat. emph. »r^'^H 7, 7. — Endlich gehört ' 
hierher noch D'fTri Anblidt Dan. 4, 8. 17, fUls dieae Bildiuig duroh Contraction 
ans €^8av-t iyeatgh oben "ft^) Mitstaiid^ «ein eoUte. 

§ 56. 

NonuaiA von einfEwliem Stamm mit kurzem Voeäl in beiden Sylben. 

Allgemeines. Der kurze Yocal der zweiten Sylbe (d. i in den 

vorkommenden Beispielen ausnahmslos a) hält sich nur in den- 
jenigen Formen, welche' keinen Bildiingszusatz haben ; der kurze 
Vocal der ersten Sylbe ist in diesem Fall stets zu S*^wa vcriiiielLiigt 
(vergl. itpa, anb, nach Ausweis des liebr. itea, 22}, von den Grund- 
formen bäsär, lihah). Bei dem Hinzutreten von Status- und 
Numerus-Endungen oder Suffixen wird regelmässig der Vocal der 
zweiten Sylbe zu S®wa verllüchtigt, während derjenige der ersten 
Sylbe rcstituirt ^vird. Doch zeigt sich in letzterem Falle ursprüng- 
liches «, sofern es nicht durch den Emfluss einer Guttnralis oder 
eines Res geschützt wird, ausnahmslos zu i verflüchtigt; vergl. 

iTTDa, nans etc. neben «nnn, rani u. s. w. 

Die ganze Bildnngsweise dieser Nomina (ohne Dehnung der 
kurzen Vocale in und vor dem Tone, wie im Hebräischen) bringt 
ee mit sich, dass sie fast TÖlUg mit den in § 55 behandelten qa^U 
formen zusammenfallen, so dass die zweisylbige Grundform nur 
aus der Analogie des Hebräisohen oder Arabischen erschlossen 
werden kann. — Einige Besonderheiten zeigen nur (soweit sie 
überhaupt mit Sicherheit auf eine bestimmte Grundform zurück- 
zuführen sind) die hierher gehörigen Formen Ton n'b-Stämmen. 

a) GrandfoTm ^fi0L ot) von starkem Stamme. 1. Mascvlina. S%ekdi 
Dan. 7, 5 (bebr. -i^^); St emph. 2, 11; ahn GM 2, 32 <hebr. ahp; Stat. 
emph. 8, 85 imd Ezr. 5, 14; Widder Esr. 6, 9 al., Plur. eines 

voraussQfeteendeii Sing. — hebr. nrt ; jOTn Stat. emph. die Hoheit Dan. 
5, 18; mit Suffix •'•i'^n 4, 27. Der Stat. abs. ("s-nri) entsprach wohl hebräischem 
■>in: doch findet sich neben diesem taic^i "^"sh und könnte somit auch den 

TT' T t - 

^at/formen zugezahlt werden. -— ",^t Zeit Dau. 2, 16 (arab. zöman); Stat. emph. 
Itai^l 7, 22; Plur. 'prT^T 6, II ; St. emph. M;j^t 2, 21. — Nach derselben Analogie 
iethehandelt -p3:& ÄatXkgMer Ban. 2, 48; Stat emph. k^ssd (Sing, wohl 
vergL im Hehr, den Plural C^ai^« wohl von *)^&), wahrsoheinlioh Fremdwort. 
->n3 SUrtm als St. abs. 7, 10 (hehr, ^^h:); St. emph. iTnhS Ezr. 4, 10; 'Tfiv3> sein« 
Ztoeige Dan. 4, 9. Als Sing, wird hebräischem D55 entsprochen liaben. 

Weiter gehören laierher rlie Adjectivn: r-r: neu Ezr. 6, 4; "tT^'n yiotJnvendrg 
Ezr. 6, 9: ein Plural fem., der nur von einem Adjectiv rn^n, nicht von einem 
Particip (= ^Jjrän, vergl. Dan. 3, 16 'priön nöthig habend^ nach richtiger LA) 
abgeleitet werden kamt; die Annahme einea Partie» act. Qal mit kttrsem a in 



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102 2. HaiiptilieiL Fomenlelire. S. Cap. Vom Nomen. 



erster Sylbe ist in diesem, wie in anderen Fällen, durchaus abmweiMin. — End- 
lieh V&d niedrig als Stat. constr. 4, 14 (hebr. Vesi^). 

2. reminina: rnzr, Stat. constr. Umstand Dau. 2, 30 (im Hebr. würde rtiS'n 
als Femin. zu Angelegenheit entsprechen); xrjTE: (Stat. emph.) der Aufwand 
Ezr. 6, 4. 8} Tii^aü3 dein Odem 5, 23; nj3"|:t Gerechtigkeit 4, 24; die Bildung ge- 
hört hierher, falls sie hebräischem entspricht ; doch vergl. o. § 54, 3, b, 2 
imter den Feminina der qifltoimen, — Von Adjectivi^ gehört hierher ra'p 
iägruri8ehl>9aL 2, 9; vergL im hehr, das mase. STIB, welehon acam. a^!^ entspricht. 

p) Gmndform qäfäl von schwachem Stamme. 1. lba4Siilina. MitTorhehalt 
ziehen wir hierher den Stat. emph. M^sb Himmel Dan. 2, 18 u. o. Analog 
hebräischem C"t''^ (vergl. im Sj-rischen den Plur. §^mui) wird im Jüdisch- 

Aramäischen immer als Plural gegolten haben ; der Form nach kann es jedoch, 
ursprünglich ebensowohl einen Stat. emph. Sing, repraseutirt haben. 

2. Feminina. Sicher gehört hierher TJ'^ JaJir Dan. 7, 1, als Stat. constr. 
von nsib, also mit -völliger Abwerf ung des schwachen dritten Ckmsonanteii(vergL 
hebr. na^); Plor. -ps^ 6, 1 (hebr. V^i^^), nnd wohl auch )^rvt 6, 19, JPIur. fem. 
obschon Ton imaicherer Bedeatung (s. das W. B.); dagegen sieben wir nnr mit 
Torbelialt liierher die n'h (V^> oder •^'!>).Bildungen Zeichen, niK FotUn, ns|3 
JSnde, lÄei/, sofern dieselben auf Contraction ans 'awojat, tawajaf, qa^awat mit 
Ausstossung des schwachen dritten (hei Pix auch des zweit n) Consonanten be- 
ruhen. Die vorkommenden Formen sind: I^PJ«; Dan. 6, 28; St. emph. K^PiJ 3, 32 ; 
mit Suff. "»fTipx 3, 33. — Pja 6, 19; PiXip 2, 42; als Stat. constr. 4, 26. 31 (aber 
nicht r2t^, wie Qeaen, W. B.^ auf Grrund des fehlerhaften textus receptus an- 
giebt). Nach Analogie von rnt^ nnd PS|p wird femer auch ras (als Oontraetion 
ans qänänffät^ za beteachten seio, welche Vorm dem Stat. constr. Plnr. r\^33 
Otnosten (nnr in Terbbidung mit SnflBxeii: m^l;}' IBzt, 6; l"!!^]}!^ 4, 9 n* o.) 
zu Grande liegen muss. Allerdings scheint das Qames unter Nftn vielmehr auf 
eine qatälioTva zu deuten ; da aber das Syrische im Stat. emph. Plur. q^näwäfci 
schreibt, so wird die Dehnung des ersten a in P*33 lediglich auf Eechnuug der 
masorethischen Praxis (vergl. § 15, a) zu setzen sein. Ueber die Femininform 
zur Bezeichnung von Würdeträgern vergL § 50, Anm. 1. Xach derselben Ana- 
logie ist vielleicht auch au beurtheilen: das erste Qames in Tiv^^^ deine Verkehrt' 
heit Dan. 4, 24 nach den besten Zeugen (vergL .Ba0r*«Kote sud. St; der textus 
rec liest sowie in dem Plur. ^^^9 Sramiepfey Bsr. 6, 9 (nicht wie 

Geten, W. B.^ zu dem Bing, h^r und dem ebensowenig belegbarm angiebt). 
Yergl. hiemi auch die u. § 57, a, ß, besprochenen ^^^a/bildungen von h'?-Stämm^, 
•welche ursprünglich als qai tdfonnen zu betrachten sind. — Die in gewissem 
Sinne gleichfalls hierher gehörenden Participia der Verba X'b (n:3, MtP u. s. w. 
von der Grundform hanaj, daher im femin. Dan. 7, 19, wo indes« trotz der 
guten Bezeugung vielmehr 5t*3a als Part, act, gemeint sein wird) s. § 47, Beispiele 
1, /. — In dieselbe Kategorie gehört auch das A^jectiT KgS fem Ban. 7, 7. 
Endlich würde nach Auffassung der Masora noch hierher gehdren TOd Stunde 
Ban. 4, 16; Stat. emph. 8, 6 al. oder hi^^ 5, 4 al. (so Batr nach den 
besten Zeugen, während der textus rec. KP.yr und Pipya liest). Doch hat sowohl 
das Sj'rische wie das Arabische in erster Sylbe vielmehr a, und darauf weist 
auch Py'ij Dan. 4, 16, da von der Grundform ^ftät vielmehr T^vd zn erwarten 
wäre; somit dürfte die masorethische Punktation mit ä auf einem IrrtUuin 
beruhen. 



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§ 57. Nomina von ein&oHem Stamm: Form ^fü ete. 103 



6)G!nuidfonn qaiil. a) von starkem Stamme: Nach Analogie der entspredhen* 
den bebr. und arab. Bildungen dnrften hierhergehören: "^TXi^^f^ seine Gefährten 
Dan. 2, 13; Flur. fem. T'.r^'z'n ihre G. 7, 20 (vergl. bebr. isn); no3 Pardel 7, 6 
(bebr. "^aa, arab. namir). — Von Femininis gehören wohl ursprünglich hierher 
Bildungen, wie K^tf Beschluss, in^^ Brand, feOh^ Kebsweib, mhVim Bitte; dieselben 
zeigen jedooli in d«n Torliegendai Beispielen dorobweg unwandelbares $tre nnd 
werden daher erst in § 57 sa bebandebi «ein. 

ß) Ghrnndform iafil von schwachem Stamme. Vergl. von uraprünglicbem 
•»t-Stamm mit Aphävesis des Jod die Feminina h3Tä Schlaf in hins^B sein Schlaf 
(vergl. über das Da^r. f. dirimens im Nün § 12, 2, d) Dan. 6, 19; hebr. n:© für 
nS)^*; von ir?- Ebeijäo konnte K^sn 3, 13 und X^on 3, 19 (hebr. nriH) auf den 
Stamm DH'^ und die Grundform ^'oe/tim zurückgehen. Dagegen zeigt HISS Rath 
8, 14 wiederamfeetas Sere, wftbrend im HMn*. tvo, BL eonttr. n:S9 auf die gleiche 
Butstehiuoff ans einer Onrndform/aTif Tom Stamme yy* deatet. 

e) Grundform qifyU, a) Ton starkem Stamme : nn^ Bari 4, 18 (als Stat. constr«)'; 
mit Suffixen "^Mb 2, 80 und mnV 4, 13; ^rto JSaar, als Stat. constr. 3, 27; mit 
Suffix T^TS 4, 30, wobei das Pciiliach in der ersten Svlbe auf Keclmung ries 
nachfolgenden y zu setzen sein wird. Da übrigens das Hebräische neben ^rc 
einmal (,Tes. 7, 20 im Stat. constr.) aiich "isi zeigt, so ist nicht ausgeschlossen, 
dass aram. ij'^ von einer qatltQrm ausgegangen ist. 

ß) Gniadfonn qital von scbwaebem Stamme. Von h'V-Stamme kann Mer« 

her gezogen werden iltö» seine Eingewdäe Dan. 2, 32, sofern arab. ^^^ut (vergl. 

in Betreff des urspr« i in der ersten Sylbe auch hebr. D'^^Q) auf eine Grundform 
mxaj deutet. 

«0 Gnmdform qatul. YergL die Feminina rssn (Stat. constr.) Mwumhuf^ 
Dan. 8, 8 mid linn^^fi ihre AbÜitüiimgen Esr. 6, 18 (Yergl. über die künstliche 
Sebftrftmg des auf « folgenden Oonsonanten in beiden IttUen § 12, 2, a). 

§Ö7. 

Nomina von einfachem Stamm mit ursprüng-llch kurzem Vocal in 
erster und langem Vocal in zweiter Sylbe. 

Wie im Hebräischen, werden die zahlreichen Möglichkeiten 
Ton Bildungen dieser Art beträchtlich dadurch vereinfacht, dass 
der ursprüngliche kurze Vocal der ersten Sylbe ausnahmslos za 
S*wa yerflüchtigt wird. So entstehen, da der Ton Natur lange 
Vocal der zweiten Sylbe keiner Veränderung unterliegt,^ durchweg 
unwandelbare Bildungen {q^täl, q*tU, q'til, g^tul, q^töJf), Der ur- 
sprüngliche Vocal der ersten Sylbe lässt sich nur in der Minder- 
zahl der Beispiele mit TÖlliger Sicherheit bestimmen. 

> Die zablreichen Lesarten dee texttis rec. mit a in zweiter Sylbe, von denen 
einige (^ß^ Dan* 4, 38; Sinip Bar. 7, 22 naeb der Fordemng der Kasors, sBerdings 
ui eontorter Zusammenstellung mit ans Dsn. 0, 26. 7, 1) sogar Ton Baer als gut 
bezeugt :iuf<,'enommen worden sind, dürften «dme weiteres als alte Inrthümer oder 
Bchreibfeltler au conigiren sein. 



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104 % HattpttlieiL Fofmenlalire. 3. Otap, Vom Nomem 



o) Gnindform qatäl. a) von starkem Stamme. Mit Sicherheit sind hierlier 
zu zu lien nur Wolken (Stau constr. Piur.) Dan. 7, 13; vergl. im Hebr. ijs 
als qataliorm', ferner dt« Wildesel 5, 1 (hebr. m"ir) und IZet/ Ezr,4,17; 

6t. emph. Kcb;^ 17; mit Saffix 'i'is^V^ Dan. 3, 31 (arab. mlämj hebr. Dib^ 
mit TrAbimg des d sa ^nrie bei ^i'^^). Walmohciiilioh i«t die Ableitung von 
der Gnmdfonn tfo^ bei dam Monatmamen "^'2» Ev. 6, 15 (flük nicbt das 
Qffinee der zweiten Sylbe auf Bechimiig der Pausa za ietaettiet, irie im Hebräi- 
schen auf Rechnung der Betonung; die assyrisoh-bsbylonische Form 8o\V addaru 
lauten), fraglich dagegen bei den Nomina das Wälzen Ezr. 5, 8; "^n Zoll 
Ezr, 4, 13; X"Qt (Stat. emph.) Jas Saitenspiei Dan. 3, 5; ban Verletzung 3, 25 
(nicht ^an, wie (?€«cn. W.B.^ s. h. v. angiebt); Stat. emph. xVah Ezr. 4, 22; 
pVn ^niAeii Bzr. 4, 16; mit Sufftr PißVh Dan. 4, 12. — ^ip-i jBAre 2, 6; ebenso 
imlstat. eonrtr. 4, 27 (mmach auch 4, 83 "i^*^,, nicht "fßn, si lesen Ist). Btat. 
emph. 2, 87 und ti^^ 6, 20. — «Stia .Err 2, 82; Stat. emph. 3, 85. — 
«i^^ Gfei£lllie Esr. 7, 26 (als Stat constr.); b;^)? Seiimiff £zr. 6, 8 (St. constr.); 
nKiÖ (St constr.) Dan. 2, 18 al.; St. emph. Vt'it^'l, 7. ^ tjgiri fiVdrAe(8tat^ eonstr.) 
4, 27 ; über die LA Cpn vergl. o. § 54, 3, c, 1, a. E. 

3) von schwachem Stamme. Einigehierhergeb i ig- Nomina von n'Vstämmen 
kommen in Folge der Beibehaltung des Jod als dritten Consonanten völlig mit 
den starken Bildungen über^: so ywt Dan. 4, 24 S?^ d. i ohne Zweifel 
T^on deine 8Me, wofür die Uasora (mit AoAreichnngdes ■* an Knach § 11,1, b) 
foidert; teaet y;^ (für y^^) Elende Dan. 4» 24. Der teztns rec. 
bietet statt dessen "i*:?, welche Form höchstens als Fluial des Part. pass. Qsl 
von 8135 anftforff» gefasst -^-prden könnte. Nun führt allerdings die Vargleichung 
des hehr. (Stat. constr. Plur. "'sr) vipimehr auf qntal als Grundform zu "55?; 
offenbar ist jedoch im AramaischHH lie byibe — bti en Bildungen in der- 
selben "Weise behandelt, wie die ündung bei den üeutiiicia, d. h. als mit 
festem Qames versehen. — YergL noch rt^ne seine Breite Dan. 3, 1 und die 
oben § 56, <!} P> 2 besprochenen Fendninförm«!. 

b) Grnndlorm qafä, Keben einw Ueinen Anzahl von Snbstantlvis gehör«i 
hierher w allem die Parlidpia panivi des Qal, daranter einige Adjeotiva» 
welche mit Yerwischung der ursprünglichen Bedeutungais A^jeotiva in Gebranch 
gekommen sind. Die vorkommenden Beispiele sind: 

a) Bnbstantiva, 1) mit activischer Bedentang: hM^SS, d. L M^^? der JVo- 
phet Ezr. 5, 1 KHh,; das Qhri fordert dafOr entapreehend arabiscbem K^s 

mit SehSrAukg des Jod; dazu Stat. emph. Plw. Vf^lg^ Bzr* 5, X; feiner 
gehOrt hierher vielleicht der Stat. constr. Plur. fy^Bddke Ezr. 6, 17 (vergl. 
im Hebr. 'i'^M.) — 2) suhstantivirte Participia passivi: TWiX verhaltene (uer- 
borgene) Dinge Dan. 5, 12. So de Lagarde (Prov. 73) und Gesen. W. B.«; nach 
ersterem ist auch hebr. n^'H Rüthsei ein Aramaismus für fTi"'n6< (vergl. syr. 
'ttchd'ta), während nach Oesen. u. a. beide Worte auf einen Stamm *Vin zurück* 
gehen (zu dem X prosthet. in f^*^^ wSre dann syr. KHK für pers.r^ „Geheim- 
nin" zn veiglelchen; NUädte Syr. Gr. 9 51). — Femer: K^rr^p (eig. Üe Bbuge- 
gebemii) TempMemr Ezr. 7, 24; |1h*^|jNia^ {Are J25dfceDan.8, 21 iMft, vom 
Stemm «Qf amdOmn; über das Tirrn^ vergl. o. 54, 8, a. — Endlieh 
gehören hierher wohl auch l'^t QlanZf GcstcAto/ardc contrahirt aus '!"»hT ; nur mit 
SnfiBxen: ''i'n Dan. 4, 83; innit 2, 31; am Plnral; "«rt 7, 28; TiJ"»! ä, 10 ig«rcCpin 



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§ 57. Nomina von einfachem Stamm: Form qHäl, qHil etc. 105 

"A?!! 5, 6. — Mn>ina dM UiM (Stat. empb.) 2, 28 <M ^^)* 
VH^^ die Flamme (Stat. emph«) 3» 82; Flur, pajf 7, 9. — EndUeh das Fomin. 

X"?^?? ^'erA-, Verwaltung im Stat. constr. n-Ji» Dan. 8, 12; Stat, emph. tt^T^^ 
iBaer xn^nr, vergl. § 9, Anm. 4, c) 2, 49 al. 

ß) Partiripia passivi Qal: Tp"^S gepriesen Dan. 3, 28; n"i33ä voWemiei(?) Ezr. 

7, 12; 6)*>pT ausgerichtet 6, 11; y-^T^^ geicmst, kund gethan Dan. 3, 18 al.; Plur. 
masc 'p^'^n erachtet 4, 32; fem. 'jn'^r^ geöffnet 6, 11. Die an Stelle eine« 
Pevf* pasiivi verwendeten mid anm Th^ mit verbalen FleaEioneendimgen vor- 
sehen«!! P*'I^Fomen s. § 29, 3, a; die JE^fJ^Voraten von schwacher Bildung 

8. bei den betretenden Verbaldasien. 

•f) ur*!prüngliche Farticipia passivi Qal, welche als Adjectiva verwendet 
werden: {gefügt) passend Ezr. 4, 14; vergl. zu dem Pathach für Chateph 

Pathiicli § 16, 5 und überdies auch § 59 bei den ga^^t^-Formen ; Vnn {gefürchtet) 
fürchterlich Dan. 2, 31; fem. "»"n^i 7, 7. 19; l'^'SS (betrübt) traurig 6, 21. — 
Kur im Feminin finden sich tV^Vr^ (verderbt) »dUechi 2, 9; substantivirt 
StMeektiffkeU 6, 5; nn->2ri (zerbro^en) tethreehiieh 2, 42. — Im Plural: "pnim 
(^etrami) «ortfcA% 4, 22; y*TV^ htreU Dan. 3, 13; l'^n'i (sn^ernQ 
Ear. 3, 6; endlich im Stat. empb. Plnr» fitrt|^3| tiefe (onerforsohliche) JDwge 
Dan. 2, 22. — Von schwachem Stamme gehört hierher noch KPiÖ^xa {Baer 
xn^'^KS s. § 9, Anm. 4, c) dte schlechte £xr. 4, 12, mit Syncope des K für 

c) Grundform qa^l. Ausser dem Adject. femin. fTn'^rt Tilein Dan. 7, 8 
gehören hieriiw die bereits § 56, 6, a unter den <;a|tt{*Formen erwähnten, in 
Wahrheit aber als got^Formen behandelten Feminina m\ (Btat. constr.) 
Bmikkm Dan. 4, 14; n^j^ (Stat. constr.) Brand 7, 11; Itl^sn^ ifeine K^mottber > 

5, 23; Pn;:3r.^ seine £^ 5, 2; xnVxis (£äer «IJ^»», s. § 9, Anm. 4, c) Stat. emph., 
Angelegenheit 4, 14; "r')!^? rfeiwe JJit/iC 4, 24. — Ueber die abnormen F^'iU 
Formen und D"*C Dan. 5. 25. 27. 28 vergl. § 29, 3, Anm. a. Von schwachen 
Bildungen gehört r ^^oc}\ das Feniia. VXSS Bcdh Dan. 2, 14 vom i'E-Stamm 

(vergl. jedoch zu dieser Bildung auch § 56, b, ß), sowie die Participia passivi 
Qal der Yerba »'V, irte mn etc., vergl. § 47, Beispiele 1, f, 

Onmdform qatU: K^vn (Stat. emph.) die FiMkmiss Dan. 2, 22; aller- 
dings dentet der hebr. Plur. a^mdn Prov. 22, 29 vielmehr auf ursprüngliche 
qatul-Torm und es ist daher nicht unmöglich, dass Dan. 2, 22 vielmehr M^Uill 
(r^ Kt'r'^ mit künstlicher Schärfung des Kaph nach § 12, 2, a) gemeint war. — 
Femer K^in: das Licht Dan. 2, 22 QUe (xn^lS KHh., s. o. lit. b, a). 

e) Grundform qatCd. Vergl. die Feminina riOZi (Stat. constr.) Wnssaguyig 
Ezx-. 6, 14; K35sn Verbrechen Dan. 6, 23. Zweifelhaiier Herkunft sind bezüg- 
lich des ursprünglichen Yocals der ersten Sylbe: Ftnd Dan. 4, 12; Flur. 
Tyfa^ £sr. 7, 28, und RC?!)^^ sevn Qewmd Dan. 7, 9; Plur. mit Suffix: t^'nzj^s^ 
3, 21; endlich der Stat. emph. fem. Mn^f die SUMk 2, 20 (Baer «»TIS» s, § 9, 
Anm. 4, c). 

f) Grundform qital: (arab. 't/öÄ, hebr. rrtbx mit Trübung des ä zu o) 
Gott Dan. 2, 18 ; Stat. emph. xnbx 2, 20; mit Suffixen ''riSX 4, 5; r^\^ Ezr. 7, 14; 
PTj^X Dan. 6, 6; ^\T^» 3, 17; VS^Vx 2, 47 uud Ezr. 7, 17; '|'in>!}J« Dan. 

3, 28: Bhn^K Ezr. 5, 5. — Plur. Vnbx Dan. 2, 11; Stat. emphat. K*nbx Jer. 
10, 11; mit Snfßxen und der Praeposition '^nbKV Dan. 3, 14; 1\ff^iO 3, 12 
Cpl^Mb KHH), — «bK (hebr. «^iSM, iviederum mit Trttbung des d zu 3) 



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106 2* HaupHbeü* Formmlelire. 3. Gap. Vom Komtn. 

ÜMieA Dan. 2, 10; als Stat. colutr. Ssr. 4» 11; Stat. ampli. M)^^ S» 38; aber 

4, 13. 14 im KHhthh MbilM, ohns Zweifel nur verschrieben in Erinnerung an 
hebr. töiast und daher von der Masora im Q*re durch die gewöhnliche Form 
N\Ü3H ersetzt — "ID« (vergi. hebr. "lÖH) Verbot Dan. 6, 8; Stat. emph. X'ibx 6, 9; 
•»nisnn seine Anne 2, 32 (vergl. arab. dira und überdips r-inj* Ezr. 4, 23 mit 
M prckhet,; a. § 60, l). — an» Schrift (arab. Äiia^) Ezr. 7, 22 (£aer an dieser 
SteU« aQ|; TergL jedoeli ob«n die Kote snm Anfamg des § und Esr. 6, 8, wo 
atnip sogar als Stat eonatr. siebt); Stat emph. tqns Dan. 5, 8 und nins 5, 7. 
— s^]? irt% Dan. 7, Sl. — > Büdlich gehört hierher auch Zunge S, 29; 
Stat. emph. fi<*31S> 3, 4. Wie sich ans arab. Hsän, hehr, fl^ oTgieht, Ist die 
Schärfung des t nur eine hfinstliohe (s. § 12, 2, a). 

§58. 

Kamina von ^MBißbrn Stanme mit langem Vooal in eiitir und 

kurzem Voeal in zweiter Sylbe. 

Abgesehen von dem Femininplural SjriVa© deine Kebsweiber 
I)an. ö, 23; nnb^iD 5, 2 (Sing, wohl byw) und einigen Substantiva 
der Form qätal (qü», öbr) gehören hierher vor allem die (zum 
Theil substantivirten) Participia activa Qal nach der Form qä^ti 
(so besonders in Pausa; Yergl. § 29, 1) oder (mit Dehnung des 
betonten i zu i) qdtel oder endlich (nnter dem Einfluss einer 
Gutturalis oder eines R^§) qätal. In sJlen Fällen wird der kurze 
Yocal der zweiten Sylbe beim Hinzutreten der vocalisch anlauten- 
den Genus-, Numerus- und Status-Endungen Terflüchtigt. — 
Die äusserlicb der Form qätel entspreebenden Participia activi 
Qal der Yerba K'b (n::r, m*]^ u. s. w.) repräsentiren vermöge ihrer 
Entstehung aus ursprüngliehem etc. eigentlich qätel-Yormen; 
doch tritt die qäfal-Form wieder henror in den hinten yermehrten 
Formen (z. B. nw, mit Verflüchtigung des ä vor der Feminin- 
endung, und in den Pluialcu r:r etc.): s. die vorkommenden Bei- 
spiele § 47, Beispiele 1, e (eine allentalis mögliche andere Erklä- 
rung dieser Formen ibid. im § lit. f). 

Von schwachen Stämmen gehören hierher die Participia activi 
Qal der Verba und zwar mit doppelter Bildungs weise. Die 
eigentlichen Participia ahmen die Analogie der starken Bildungen 
nacli rlurcli Insertion eines S, welches sodann von der Masora in 
den hinten vermehrten Formen fast ausnahmslos zu verdichtet 
wird (vergl. § 11, 1, c und § 45, 1, c). Dagegen folgt eine Anzahl 
von Nomina, welche auf gleichem Wege entstanden, aber als 
Substantiva und Adjectiva in Gebrauch gekommen sind, der 
hebräischen Bildungsweise, d. h. der schwache mittlere Consonant 



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§ 5ä. Nomina von einfachem Stamme: Form qätalf qäiü etc. 107, 

wird sammt dem kurzen Vocal der zweiten Sylbe ausgestossen 
und so eine eiusylbige Bildung (mit unwandelbarem Qames) 
erzeugt. 

a) Snbstantiva der Form gafal: r|*5X (bebr. ri^'X als sogen, nomen opificis) 
Zauberer Dan. 2, 10; Plur. '"Ttt« 2, 27 ; Stat. empb. »;t±i< 4 .4. - cV? (hebr. 
tbir mit Trübuug des ä zu ü) Ewigkeit 7, 14 j St. etnpb. X'ij^^ 2, 2Uj i'iur. 
'pxihy 2, 4 ; Stet emplk. v^liä^s 2, 44. Ton schwachen Bildtmgen wftrde hieilier 
gdk9ren das Feminin rvfl^ 'Sfmde (veigL darüber § 56, a, ß, 2 a.£), Tiellaioht 
anch ^ Am« Dan. 15, UXk dieee Bildung wirkHeh auf einen n'^ C6)- 
Stamm aarftckznführen ist. 

b) Farticipia aothd Qal (q^ltO, gätO, {fiMO* 

1. Substantivirte Participia: (entscheidende) wahrsch. Wahrsaffer oder 
Astrologen Dan. 2, 27; Stat. emph. fit^'^ta 4, 4; ''f^^ seine Eäthe Ezr. 7, 14 
und ^rriüy^ 7, 15: Kins (Stat. empb.) der ^Priester Ezr. 7, 12; Stat. emph. Plur. 
«*3r|3 6, 9; mit Suffix: '^fyyit:^^ Seine Pr. 7, 13; 1^ (nicht lED, wie Ö^-s^n. W.B. 
s. h. V.) Schreiber, Schrißgelehrter Ezr. 7, 12 al. (als Stat. constr.); St. emph. 
«■IB^ 4, 8 al. MiHMgUt Dan. 6, 3; St constr. «^Dno 6, 8; St. emph. 
N^s-no 6, 4. Eigentlieh Fremdwort (s. das W. B.), ist ■)'^21D etc. doch offenbar 
als Gebilde von einem ad hoo Toramgevetaten Stamm behanddt und war 
daher an dieser Stelle mit co erwKhnen. — Bndttoh yt^O^ Bi^Uer Esr. 7, 25. 

Ton schwachem ((Tb) Stamme gehören hierher tn^ Dan. 5, 23 mnd 

2, 47 Herr (beidemal Status constr.); mit Suffix (d. i. "^it"!«) 4, 16. 21 

K*th , wofür dieBIasora mit Ausstossung des K; ''y^ fordert; endlich t)l^3i{|^ <letwe 

Hasser Dan. 4, lö Q^re (-''H2b K*(h.), 

2, Kigentliche Participia. 

a) Singulare nach der Form qätil: pV?! brennend Dan. 7, 9; Isr"^ hmtiend 3, 17. 
4, 34; pT3 Schaden leidend 6, 3; pns 4, und innj 4, 20 herabsteigend. 

b) Singulare nacb der Form qatel: 03K drängend Dan. 4, 6; 'n'^a preisend 
(betend) 6, 11; Von zermalmend 2, 40; ar^" gebend 2, 21; ^>ns vermögend 2, 26; 
4, 15; n^s fliessend und pg: ausgehend 7, 10; nn^ mo^Aend 4, 32 al.; buj? 
fodfeiMf 5, 19 ; ^nö fragend, fordernd 2, 11. 37. 

c) Singulare nach der Form gSpU (von Terbit tert. guttar. oder Bfts): iQi^ 
sagend Dan. 2, 4 nnd sehr oft; 9?^ toistend 2, 8 aL; dteneiMf (rareftrefi<0 

6, 17. 21. 

d) Sing, feminini: n?:x fressend Dan. 7, 7. 19: s-iTst 2, 5. 8 (vergl. über diese 
von Buer aufgenommene minder gut bezf^uL^^re T,A § 38, 1, a): H^z:^ feiernd 
(von der Arbeit) lizr. 4, 24; •~>52^ könnend L>aa. 7, 21; fi^f^S schreibend ö, 5; 
sn^y nuuihend 7, 2i; nosn xertreimä 7,7. 19. — Stat. emphat* KDnp'> 
brennend 3, 6 n. ö. 

e) Flnr. maseuliui: T'y^ I^*^ 2, 7 n. oft; ^'^nia^ opfernd Esr. 6, 3; 'pfsa^ 

anhangend Dan. 2, 43 ; 'J''3ST ^eirtnwefid 2, 9 ; "pniön (textus rec. fiUsclilicli 
-T^.) nöthig habend 3, IH; l'^n"'.:: forfsfossend 4, 22. 2?: "j-ri;; rtmc^end 2, 27. 
4, 15. 6, 5; "|"2r.^ wohnend Ezr. 4, 17; fallend Dan. ö, 7; 'Pi^W Ä«ra«8- 

gehend 3, 26; •p"TiO anbetend 3, 7. 12. 14. '^"tny machend Ezr. 4, 15; '("bb?, 
d. i. hineingehend 4, 4. 5, 8 K^ihibh (","5? ^re}; "pn^i t't»€/i*e>ui 3, 17; 

"fsrü Ä2r«IMr 3, 7. 5, 23. 



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108 2. Haupttheil. Eonnenlehre. 3. Cap. Vom Nomen. 



Bei laittlerer Ghitturalia: 'p^m fürchtend Dan. 5, 19; 6, 27; )'2rv^ gebend 
6» 3; i'^bni vermöffend 5, 8. 15, — Stat* eonstr. Plor. Dan. 2,^1; Ezr. 
7, 25; -nVl 7, 24. 

f) Vtot, alMol. «emmiiii: Bau. 5, 6; yü;» itoatmid, afiteklttgend $, 6; 1^ 

emporsteigend 7, 3. 

^) Partie ipia Qal der Yerba mit Insertion eines K s. die Beispiele voll- 
ständig § 45, 1, d. 

h) Urspriingliche Participia Qal von 1'5 ("^S) Stämmen mit Ausstossung des 
schwachen Consonanten (s. o. den zweiten Absatz de« §) : "1^ Geschlecht Dan. 
3, 38. 4, 31; 3^ gut 2, 32, Sir. 5, 17; T^^s dein» Feinäe Dan. 4, 16 Q*ri 
SHh.)', SehaU, Stimme 8, 5 aL; inl^ (Stat. eonstr. PInr.) Ordte £ir. 5, 5 
aL; SUt empli« IK^X^ 5, 9 al.; '*rtipi$ seine St^eM Dan. 8, 88. Im Hebräi- 
schen entspricht mit a nur *i| mid 3^; in den übrigen Beispielen (^vifilf aib, 
bip, pitt}) iatäxad getrabt. 

II. Nomina von gesteigertem Stamme. 

§ 59. 

Uebttrsiolit 

Von den Gesen. § 84, ^, ^o, 17 — 44 aufgeführten hebräischen 
Bildungen Tom gesteigerten Stamme sind im Biblisch- Aramäischen 
nur folgende vertreten: 1) mit geschärftem mittleren Consonanten 
neben einigen Beispielen der Form qattal, qaiHl, qittül, qaftdl, qittäl 
und qittU eine grössere Auzalil von Adjectiven hmcIi der Form qfJtttl; 
bei den meisten derselben tritt die Steigerung der Bedeutung, 
welche durch die Schärfung des mittleren Consonanten bezweckt 
wird, deutlich hervor. In allen den genannten Bilduncfen ist der 
kurze Vocal der ersten Sylbc siilbstverstHndlirh unwandelbar (nur 
dass in der gfjr//a/-Form ins Töpfer a vor n nach § 13, 1 zu S*g61 
geworden ist). Der lange Vocal der zweiten Sylbe ist gleichfalls 
unwandelbar; der kurze wird beim Hinzutreten der vocalisch an- 
iautendcn Genus-, Numerus- und Status-Endungen zu S*wa ver- 
flüchtigt. Dagegen hält sich der kurze Vocal vor der consonantisch 
anlautenden Endung des Status emphaticus feminini (vergl. u. 
No. 3 Mn^i^K), nur dass ursprüngliches i (in ^^lO^ Dan. 2, 10) zu 
. S*g61 umgelautet wird; yergl § 15, Anm. 2, h, 

Beispiele: a) Die Tonn qo^^ liegt gegenwftrtig vor in: tntf^ «eifi MbH» 
Dan. 5, 7; '^tf>'^^ detsi £ 8, 16. Als Stat. absoL Sing, ist nx' -i (mit orthograph. 
Beibehaltnng dee sjncopirten tt ans nrspr. ^^Sl^ vergl. bahr. nttH) voraatan- 

setzen. 

6) ürundform gatfÜ, nur in dem Stat. emph. femin. KPrtL'a^ das Trockene^ d. i. 
das Festland, Dan. 2, 10. Falls diesem Nomen (nach Analogie des hebr. 
ritz:, nr|^) ursprOngUoh eine ^a^o^BUdong an Grande liegt, so ist doch 



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§ 59. Komixia von gesteigertem Stamme. UeberBicht. 109 

dM B^l der vorliagmidfti Pom «n dutaebstan sli ümlaiitiiiig aus i sn 
«rklftren, vdchM letzt«« — > vieil^dit aucli unter dem Einflnw» dei naeb- 

folgenden Zischlautes tau dem ursprüglichen a verdünnt ist. 

C) Grundform qittal : '''n^x (8tat. constr. Plur.) Tennen Dan. 2, 35 ; der Stat. 
abs. Sing-, lautete ohne Zweifel "»"ix; y^TZi^ Lämmer Ezr. 6, 9 al. vom Sing, 
■laijt (so auch im Arab.); ebenso führt '""BS Vögel (vergl. § 15, d.) Dan. 4, 30; 
Stat. constr. •'■}BS 4, 9; St. emph. 4, 11 auf einen Sing. nes. — Von 

Femininis gehört hierher (wenn nicht Fremdwort l) nn^tt Brief Ezr. 4, 8] Stat. 
emph. »Pf]^» 4, 11. ~ Kaoh der maeoreUiiaeben Fonktation würde endlich 
auch Wwtdttc^ Dan. 4, 12. SO. 28, ttboraU ale Stat. constr., wo. den 
qiUal-FoTm%n zu rechnen sein. Dagegen weist syrisi^es 'eqqdra vielmehr 
auf eine qitfal-Torm und das Pathacli wird daher ebenso Eof einem Inthnm 
der Masora beruhen, wie in "i^^ etc. (vergl. § 57, Kote). 

d) Grundform qat^äl. Wie im Hebräischen (vergl. Gesell. § bi, 6, No. 17 u. 22) 
gehöreu hierher vor allem die sogen. Isomina opificum: i<!J"Lai die Sänger 
£zr. 7, 24; K-rau die St^friekter Dan. 2, u, ^ns Töp/er 2, 41 (über 8*g6l 
IQr a 8. o. im §); (für tarr^tQja) die jiorMUer Esr« 7, 84, ohne 

Zweifel denominatlT von 2%or; endtteh von *^S-Btamm Y*a^ Michter 
Ezr. 7, 25. — In dieselbe Kategorie gehören HJran Sündopfer Ezr. 6, 17 $*re 
(x'^r KHhtbh: die Masora fordert somit riic Aufweichung des ^ zu X; vergl. 
§ 11, 1, i»), sowie die Adjeftiva y""^ (fem., für marrädä) empörerisch Ezr. 4, 15; 
Stat. emphat. NFi'i'^» Ezi. 4, 12 (ßa€?- i<f;~"^, vergl. § 9, Anm. 4, c; im vor- 
liegenden Fall bat das Metheg bei dem zweiteu Qames wenigstens insofern 
einen Sinn, ale es die Ansspraohe mSradiä yerhütet), und c^^ dauernd, he^ 
' t/iSanüg (Ton bip; vergl. § 45, 1, f) Dan. 6, 27 ; fem. rn^p 4, 28. Endlich 
gehören dieser Pom sRmmtHche InflnitiTe Fa'U an; e. § 81, 2, $ 45, 
8, 3 (T:'). 

«) Grundform qi^äl '''*35 (Stat. constr. Plur.) Helden Dan. 3, 20 (hehr. *>i3& mit 
Trübung des ä zu 6) und ^;rt wfi.ss 7, 9, Aus arabischem ffabbär geht jedoch 
hervor, dass mindestens in ^Z» das i der ersten Sylbe aus ursprünglichem 
a verdünnt Istj überhaupt sind diese qi^^Form&a. wohl nur eine Abart 
der ga(,^Ponnen (Et. c^. Weiter gehört hierher noch der Stat. emph. 
nviss der BSehete (von Oott) Dan. 4, 14 eL öfter auch als A^jeetiT bei 
Dan. 3, 26 al. 0«rf. Das KHhtbh hat überaU K^k», d. i. K^b; über 

▼ Tin ' » • TT"' 

die von der Masora geforderte Aufweichung des zu H vergl. § 11, 1, 6. 
Als Stat ribsül. wird nictit ^Vr (so Qeseti. W.-B. s. h. v.), sondern "^is voraus- 
zusetzen sein, da die Ma.sora auch anderwärts (vergl, § 57, a, ß) die Endung 
eij der in'b-Bildungen ganz wie das t^' der Gentihcia behandelt, üeber yo^ 
Zunffe, welches wu scheinbar hierher gehört, s. § 57, /*. a. E. ; über 
Witreel e. o. lit c. 

f) Grundform giftSt: t^ty^ msm ObergemaA Dan. 6, 4, Tom A^ectiv 

ST.prHor mit n feminini. 

g) Grundform qaütl (defectiv nur "leij u.): D'^SH weise, nur im Plur. als Sub- 
stantiv 'J*'»'»2n Dan. 2, 21; Stat. constr. "»»"'sn 2, 12; Stat. emph. »*0''Xn 
2, 13. — ibn ermangelnd 5, 27. — n-^sr /esf. gewiss Dan. 2, 8; fem. xn"^!:^ 
6, IJ; dieselbe Form steht o, 24 waiirscheiniicb. als Stat. emphat. (im Aus- 
ruf: das Gewisse t = gewiss, sldw^h). — i^'^''^': (femin.) schwer Dan. 8, 11; 
i^';*^ (Bt, emph.) (br ^wfttie (erlMlla) JDsr. 4, 10; "pr; am- 



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110 2. HaupttheU. Formenlehre. 3. Cap. Vom Nomen. 



ndimend Dan. 2, 31 ; femin. nytvi 6, 4 oder n*^*^»! 4, 33 ; letetereFonn eteht 
auch adverbieU (vdkmmlet) nadh einem Fartioip (Dan. 3, 28) oder A^jeetiT 
(7, 7. 19). — aU (ala Stat conttr.) 7, 9. — n^np Jle% 4, 10; Plor. 

fi^^ 4, 5 ; St. confltr. '^VQ 7, 18. — «"^ato ^os», wei Dan. 2, 6 (auch ad- 
verbiell sehr 5, 9 al.) ; Plur. fetnin. "lX'^?b 2, 48. — »-«Ib» mächtig 2, 10; Stat. 
emph. ü'^^'rö der Machthaber 2, 16; Plur. p'^iä 4, 23 und ^zr. 4, 20. — 

■(■«GRÜ «cÄön Dan. 4, 9. — PT^^ hart, mächtig, nur im feuuu. SB'^j^P Dan. 7, 7 
and fiB"*!??! 2, 40, sowie im Piur. 'j''B''jpn 3, 33. — üeber t^"»"}^ joassend Ezr. 
4, 14, welchei möglicher Weise nodi bierher gehört» obeehon dann darohaus 
tp'n^ m erwarten wftre, ToryL § 1^ ft mid § 57, ht y, ' 
Anm. Als eine ^afftUWAang ist vielleicht 'pil^ San. 3, 6 aL; Stat 
emph. Ki^PH. 3, I9, zn betrachten; doch ist die Herkunft des Wortes wt^«^*^w 
und auch die Ableitung vom Stamme MDM (also Anbftngwig der Sylba "pl, TergL 
§ 61, 3 a. E.) nicht unmöglich. 

2) Nomina mit Wiederholung des dritten Stammconsonaiiten: 
^rih*i3 Dan. 2, 46 und fmr^ Ezr. 6, 10 Wohlgerüche (Stamm m); 
ferner die gatltU-Form Iffy) ffrünend, gHtckUch Dan. 4, 1, 

3) Nomina mit Wiederholung des zweiten und dritten Con* | 
sonanten: die q^ial^ai^Fcfm anfi^&O (wohl Stat. emph.) die Moränen- , 
röthe Dan. 6, 20. 

4) Nomina mit Wiederholung des ganzen Stammes: "^n^l^l^l 
seine Bäder Dan. 7, 9 (Ghrundform galgal Ton ; anan gross, nur 
im Plur. masc. f'in^n"^ 3, 33 und fem. faiai (grosse Dinge, s. v. a, 
freche Reden) 2, 48; Stat. emph. xni'ia'^ 7, 11; mit o iii zweiter 
Sylbe l'^nh^in Gedanken, Traumgebilde 4, 2 (Gruudiorm wahrschein- 
lich harkur, Stamm lin). Endlich gehört hierher ursprünglich 
auch D*>1S2 Talente Ezr. 7, 22, vom Sing. -»SS (vergl. hebr. 133) für 
kirkar, und dieses verdünnt aus karkar vom Stamme niD. Noch 
besser entspricht der Grundform karkar die LA. tS'^iSS (so auch 
ed. Mant.), welche gleichfalls nicht schlecht bezeugt ist; yergl. 
Baer zu Ezr. 7, 22. 

III, Nomina mit ZusalzcoiisoBaBteii« 

§ 60. 

Nomina mit Praefomati76iL 

Die im Hebräischen {Gesen. § 85, No. 45 — 51) als Praeforma- 
tive verwendeten Consonanten finden sich ausser Jod sämmtlich 
auch im Biblisch- Aramäischen in gleicher Eigenschaft (K prostlie- 
ticum, n, tt, t?, n), wenn auch z. Th. in nur wenigen und über- 
dies zweifelhaften Beispielen. Bezüglich der abgeleiteten Formen 
gelten die mehrerwähnten Begeln: Unwandelbarkeit der von Natur 



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§ 60. Komina mit Präformatiyen. 



111 



langen, Verflüchtigung der kurzen Vocale zu b'wa vor den Genus-, 
Numerus- und Status-Endungen. 

Die Torkommenden Beispiele sind; ' 

1) prostlieticam: TfVf Arm Ezr. 4, 23 {Baer unter Berufung 
auf Codices 'Srf^\ yergl. jedoch arab. dirä^ hebr. und überdies 
9*1*!! ohne K Dan. % 32); s^äs^ Finger^ nur imPlur. Ip,^^^ Dan. 5, 5; 
Stat. constr. ti:^'äSK {Zehen) 2, 42; Stat. emphat. ttnVäXK 2, 4L — 
r^Tp^y^pt (Plur. fem.) seine Knie 6, 6, mit künstlicher Schärfung des 
a nach § 12, 2, a. — Ueber ym^ Mthsel ö, 12 vergl. § 57, b, a. 
Als PraeformatiT eines ursprünglichen Infin. 'Aph*el (= Haph'el) 
findet sich w in dem Stat. constr. tm» das Kunäthun Dan. 5, 12. 

2) n, nur in hy^r\ Palast, Tempel falls dieses Wort auf den 
Siamm bD"^ zurückgeht (so dass bD%"l contrahirt wäre aus hajkhat) 
und niclit vielmehr aus dem Assyrischen entlehnt ist. s. das W.-B. 
Es findet sich h-z^r\ als Stat. constr. Dan. 4, 2G; Stat. emph. vhzi^T^ 
5, 2: mit Sulrixen: •^bp'^r; 4, 1 und n^^'^n 6, 19. — Die Beispiele 
von n als Praeformativ des Infin. Haph'ei s. § 33, 2, § 41, Anm. h 
(n^n^r) ; § 42, ö; § 43, <?; § 44, h; § 45, Anm. 4, c; § 46, 3, b\ § 47, 
Anm. 4, d» 

3) 13 praeformatiTum, ursprünglich wohl immer mit Pathach 
()a). Dieses Pathach wird jedoch nicht selten zu i verdünnt (so 
regelmässig im Infin. Qal, s. die Beispiele § 28, Anm.; § 38, 1, i7 
und bei den schwachen Verbis je an ihrer Stelle; ausserdem vergl. 
aaott Lager und 'j^^tt Wohnung) und vor den mit festem Vocal 
versehenen Consonanten zu §*wa verflüchtigt. Kur in liro Speise 
ist a vor dem Tone zu ä gedehnt. 

Nach den yerschiedenen Bedeutungen des praeformativurn 

unterscheiden wir: 

Beispiele: ä) mit a sul jprtivnm; s die Participia sämmtlicher aotiver Con* 
jugationen ausser Qal au iiiieiu Orte m § 30 — 47. 

b) mit "0 objectivum. Ausser den Participien sämmtlicher passiver Coujuga« 
tioneu (s. § 30—47) gehören hierher a) von starkem Stamme: naxbo sein 
Engü Dan. 3, 28 (von 7\mV^> vergl. hebr. T^^)-) 'i^a oder Tkat, 
im Plar. mit SvfBx 'ihiS^?^ 4, 94. Wenn der Sing., wie nach qnisehem 
mdbaä wahnoheinlieh ist» ta;^ lautete, so bernlit das Qames anf Dehnmig 
vor dem Tone; vergl. § 15, 1, Anm. — Eudlieh das Femin. •'^^^riT^ AbthH' 
lung, nur im Plur. mit Suffix: "jinni^br« Ezr. 6, 18. — ß) Von schwachem 
Stamme: K'SJ in ■itafita Wort, Befehl (für icxri; eig. Infin. Qal von l^X: 
vergl. «tn« als Inf. Qal von Ktn) Dan. 4, 14. Ezr. 6, 9, beidemale als Stat. 
constr. — i'B in dem Plur. femin. "jsnig Geschenke Dan. 2, 6; mit Suffix 
Tp^jn^ 5, 17; Sing, wohl «SPig (hebr. nsn^). — VB in Sm\^ Einsicht, 7«r- 



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112 2. Haupttheil. Formenlehre. 3. Gap. Vom Nomen, 

stand Dan. 5, 12 (für 3?^^ mit Assimilation des anlautenden 1 an *^ und 
Wiederaufiiebun«:; der Scbärfuug des T durch. lusertion eines Nun nach. § 11, 
4, b-y TeigU § 43, 1, by, Stat emph. Kfis^ Dan. 2, 21; ndt Snfax: **9^3fi 
4, 31. ~ in dem Femin. n|?^ Boüe Ezr. 6, S (von ^Va) uid dem ganz 
abnonnen 8tat. constr. San. 6, 15. IietBtere Ton Baer (■. die Kote zu 
d. 8t.) nach der Forderang der Masora anlj^enommene UL könnte eigent- 
lich nur von K'^-Stamme abgeleitet werden, so dass ''br'a aus contrahirt 
-wäre oder auch einen Infin. Qal mit Jod als Yocalbuclistaben (vergl, "^^P^" 
Dan. 5, 12) repräsentirte. Diese Ableitung des Wortes mag in der That 
von der Masora beabsichtigt sein; sie erweist sich jedoch näher betrachtet 
als unmöglich. Erstlich passt die Uebersetzung „das Aufgehen der Soxme" 
toUeoht aom Gontext der lEniililnng, velober ^Imehr nnr an den Abend 
des betreffenden Tages denken ÜMt, und sodann braucht das Aramäische 
den Stamm hb9 (der sich ftberbaupt nnr in einigen wenigen Nomina nnd 
der Präposition erhalten hat) nicht vom Aufgehen der Sonne. I>eber 
wird "Vr^ vielmehr von bb^ infrare (entsprechend hebriiischem K"ia vom 
Untergehen der Sonne) abzuleiten sein. Die Aussprache des textus rec. 
''hyo (so avich Gesell. W.-B. s. v. ^2JT2) statuirt einen Status constr. Plur. mit 
der gewöhnlichen Schärfung des ersten Cousonauteu «ach dem Praeformativ 
(vergl. § 46, 1) und unwandelbarem Qames in zweiter 8ylbe ; ob mit Becht, 
mnss dabingesteUt bleiben. — in (eig. Stat. empb. des Ixdktu Qal 

V^ftju^t aus mük^ dm ZWidfcni, de» odn^ i>aa« 5» 10. 

«) mit » insfermnentale. Von \Hti it^3YN^ <üe Wage Dan. 6, 27 : taxtna x«c 
K*9V(ba dte WagtiMm, In beiden Fällen ist d nach hebrfiiseher Weise 

durch Trübung aus ä utid dieses durch Contraction aus odw ent* 

standen. Zu der LA. S^StS'^p vergl. o. § 51, 1, Anm. — Ferner von VJ: 1^ 
Speise Dan. 4, 9, von *|SH nähren: über das Yorton-Qames "vergl. § 15, 1, Anm.; 
über ^^P''p1*rö die Pfeife, Si/rimc vergl. § 61, No. 5. 

d) mit a locale: xtia^no (Stat. emph. von Tt^yq) der Altar Ezr, 7, 17 j 

Lager, nui- mit Suffijt "'351^« Dan. 4, 2; 2, 28 und n^Söc 7, 1 ; ebenso 

von "jSÜa Wohnung, fnai^afi? Ezr. 7, 15. — Ferner von schwachem Stamme 
und i^S): t^inia ««tue Woktnmg Dan. 5, 21; auch defeotiv Tj'nn» 4, 22 
und 29; mit (dem'urspr.) &: 'pT^ysi 2, 11. Büdlich ha*^na (GeHeMtiiereieh) 
Froving', davon ist zu belegen der Stat. oonstr* Dan« 2, 48; fi^t. 

emph. KTia'^no (Baer KPiSin^, vergl. § 9, Anm, 4, c) Eir. 5, 8; Plur. 'g'p^ Ear. 
4, 15; Stat. empb. Kip)^ Dan. 8, 2. 

4) Mit d praeformatiTam: Schickt (yon Steinen oder Holz) 
und Plur. l-^pa^ Ezr. 6, 4. 

5) mit t lüi liifin. Sapliii nbbDÖb § 35; vergl. ^ 4ö, c, Beispiele 
vom Saph'il. 

6) n praeformativum, nach der üblichen Erklärung in «•^•»Tri 
Umkreisung, Fortdauer (so Gesen. W.-B. s. h. v. vom Stamme ^'i) 
Dan. 6, 17. 21, beidemale in der adverbieUen Wendung 'rs- Wahr- 
scheinlich liegt vielmehr eine Abplattung des Stammes ^7(6 tot 
(vergl. das Part. Hithpaal desselben Dan. 6, 15) und *ti^ bedeutet 



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§ 61. Nomiiuk mit AfformAiiven. 



113 



somit — ganz dem Contexte gemäss — „mit Eifer, eifrig". Ausser- 
dem vergl. "^Stncn Dan. 3, 2 al. f^re (X'^nEn k'ihibh: vergl. zu der 
von der Masora geforderten Aufweicliung des Jot] dieser Formen 
des Status emphaticus § 11, 1. h^. Die Bedeutung des Wortes ist 
ungewiss, die Ableitung Tom Stamme Mnc jedoch wahrscheinlich. 

Ausserdem erscheint präform atives n noch in den Vorsylben 
rn und riia in den Infinitiven und Participien der Conjugationen 
Hithp**el und Hithpaal (s. die Beispiele je an ihrem Ort in § 30, 
32, 38, 45, 47), aowie (mit ii yersetzt ) in dem Nomen yerbale des 
Ithpaal von nnv: ^TRni^ Empörung £zr. 4. 15. 19. 

r 

S 61. 

Nomina mit Mormativen. 

Ausser einigen Nomina mit afformativem b und 73i sowie zahl- 
reichen Bildungen mit : liformativum, gehören hierher vor allem 
die >»'omina mit den Eudungen tV^ (ausserhalb der Verbindungs- 
form stets ^1 mit Apocope des n, vergl. 11, 3, c) und n"^— (so 
nur im Stat. constr. r!'^?"*^^ Dan. 6, 25, anderwärts überall mit 
Apocope des n, s. o.), sowie die Nomina mit der Endung "»-;- (sämmt- 
lich Gentiiicia oder Ordinalia), 

Beispiele: 1) mit b afformativum: Eisen Bau. 2, 33; Stat, 
constr. xbnB 2, 34 al. 

2) Mit 'ö afform.: Db-jn Schnftgelehrter (?) Dan. 2, 10; dass 
das ö der Endsylbe auf Dehnung eines urspr.^ beruht, geht her- 
Tor aus dem Plural 1''13t3nn 2, 27 ; Stat emph. «*1§tr|n 4, 4, beide 
Formen mit künstlicher ^chärfung des IQ nach § 12, 2, a, — Ebenso 
ist Ton der MasOra behandelt OB Mund, Mündung (über die £nt- 
Wickelung des zu Grunde liegenden Stammes n% oder zu 
hebr. HB, arab. fum etc., syr. pum^ vergl. Geim» W.-B. u. nio). 
DB findet sich Dan. 7, 8. 20 als Stat. absol.; 4, 28. 6, 18. 23 als 
Stat. constr., mit Suffix aber msB 7, 5. Für diese, vom Codex 
Hieros. (s. die Note Baer*s) ausdrücklich bezeugte LA. spricht 
gegenüber der sonstigen Ueberlieferung (üTSt mit m, entsprechend 
der targuuiischen Schreibung DIE) auch arabibclies jji. 

3) Mit D afform. Am häufigsten ist die Afi'ormativsylbe ri«, 
mit welcher der starke Stamm regelmässig die Form qotidn bildet. 
In zwei ReiRpielen findet sich das afi'ormative än noch mit der 
weiteren Endung ^ (für ni) oder ^— (für n^— ); vergl. u. No. 4 
und 5. Nur in vier Beispielen findet sich die Afformativ^ylbe 

Kaatstobt MMniiMha OimmiMtlk. S 



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114 2. HauptthttL JV^nnaileliTe» 3. Cap^ Vom ITomen. 

r 

p (f— ); die Endung i^ nur in dem zweifelhafiten fp» Ofen; Tergl. 
§ 59, 1, ^, Anm. 

Beispiele: a) mit der Endong Sni a) von atorliem Stemme: inrrK o^uM 
Den. 2, 11 eL, auch 4, ö wftbrend daa y^y^vt (s. aae W.-B.> tot^ 

dert — M«3naiq die I>(mXwlir«%lfcet<ini Esr. 4» 15 (Baar ebenao in den 
folgenden Beispielen); OufiNt Ezr. 7, 19 (ale Stat. eonstr.); l^f^ 2err- 

SCÄfl/)t, jBetcA Dan. 7, 8 , als Stat. constr. 4, 31; Stat. emph. X3ü^1Ö 7, 27; mit 
Suffixen 4, 19 and »a^bi^ 3, 33 ; li'^daVi^ 7, 12; Stat. emph! Plnr. K^^^ 
7, 27. ' 

ß) von schwachem Stamme. Von i'j: '5"'i< TJawin Dan. 4, 7; St. emph. 
fiti^'»^ 4, 8. — Vou 5'3?: 'f^S Zeit 7, 12; St. emph. X3^J 2, 8; Plur. 4, 13; 

' sL emph. a^zj^s 2, 21. — Ton n^: »9^39 (Stat. emph.) doB Gebäude Enr. 5, 4 ; 
y^m ZbM Ezr. 6, 17 (elf Stat. constr.). 

7) Ton gesteigertem Stamme: Denominatiy von (a. o. $ 59, No. 4) 
JUo^f, nur im Plural mit Snifixen: i39*>a^ Dan. 4, 35; t|3^*|a*3 5, 23 
^i-g (f ■'janan Ä'«fA.) ; "•nifainn 5, 1. 

h) mit der Endung on. a) Von starkem Stamme: ''Itsblä (Stat. coustr. Plur.) 
Befehlshaber Dan. 3, 2. 3; njnsn (wahrsch. Stat. emph. masc.) die Denktmir- 
digkeit Ezr. 6, 2. — ß) von schwachem Stamme. Von nb: 'ji'^S'^ Gedanke^ nur 
im Plur. St. constr. •'Si^n Dan. 2, 30, und mit Suffixen: •«ji'^n 7, 28 ; r»?"»^?^ 
2, 29 ^re (-{"»Jl^S^ KHh,)\ •«'7^5^ 4, 16. — y^f^'S, Intensivplnral anr Beseicli- 
nnng Orottes: der Höchste Dan. 7, 18. S5. 

4) Feminina mit der Endung ausserhalb der Verbindungs- 
form ^. Abgesehen von den Verbindungsformen der Infinitive aller 
Coüjugationen ausser dem Qal (s. die Beispiele je an ihrem Ort 
in § 32. 42. 43. 45. 47 und yorgl. § 37, 3, d) gehört hioi lier eine 
Anzahl von Abstractbegriffen , theils von starkem Stamme (wie 
niDb^ Königthum) ^ tlieils von n'b-Stamme. Letztere Bildungen 
haben in der Stanunsylbe entweder unwandelbares wie «i^^, 
MTiba u. 8. w., oder ein (durch Verflüchtigung des ursprünglichen 
kurzen Vocals entstandenes) S*Va, wie und ^n^. Der dritte 
Stammconsonant ist in allen Torkommenden Beispielen dieser Art 
weggefallen. Im Plural nahmen diese Nomina, wie sich aus M^^TS 
Dan. 7, 27 und Kr^obia 2, 44, sowie aus der Analogie des Syrischen 
ergiebt, die Endungen ]i, ni, Kn^ an (vergl. die analoge Behandlung 
des ^ der Endung Tf\ in bebr. mp ZeugnUs, Plur. mit Suff. ^'^nnnr). 

Beispiele: a) mit der Endung ^ (n^) yon starkem Stamm: •ib'Ti^ BUe Ear. 
4, 23; n!imm BedarfEm* 7, 20; «is^Q KSnigthum, Königrtii^ Dan. 2, 89; Stat. 
oonatr; nc^ 3, 88; Stat emph. Mnvsba 3, 87 nnd nmaV^ 2, M; mit Suffixen: 
trVD^ 4» 15; ^{flte^ 4, 88; nraoV^'d, 33; Stat oonatr. Plnr. t\yij»9 7, 27; 
Stat. emph. 2, 44, — iT^n: Erleuchtung Dan. 5, ll, 14 (zu Pathach in 

erster Sylbe vergl. § 16, 5). — ^bi: Misthaufen Ezr. 6, 11 (Dan. 2, 5: "^3 
B. u.). — 5<I71'l«'!J^ Stat. emph. rJas Zeugniss Gen. 31, 47. — '^^ri^j Ezr. 7, 26 
K'thibh, wohl ^xSrm, Auswurzelut^t Verbannung ; s. das ^^re *nüi\£i o. Ko. 5. 



I 

I 

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§ 61. Nomina mit AÜormaiiven. 



115 



Endlieh gehört hierhw auch W?^9^ JSiiMteM Dan. 5, 11 1 mit der Snduiig % 
an dw ÄfBoarmativeylhe än (e. o. No. 8). 

b) mit der Endung 1 (W) an iVV-Stammen: ''rs 2?trte Dan. 6, 8; mit Sn^: 
nr»?3 6, 14. — ^K'^^ (Stat. emph.) das Exil 2, 25; ^rt Unschuld 6, 23; nax 
TFi//*-, Angelegenheit 6, 18; Grösse 4, 33; Stat. emph. xr^ia*^ "5, 18 j mit 
Suffix Tis^^"": 4. 19^ WS^I (Stat. constr.) Wille, Ezr. 5, 17; iVü Irrthum, Ver- 
gehen Dan. 6, 5; Ezr. 4, 22. 6, 9, und wohl mit Eecht auch Bau. 3, 29 Q^rB, 
wfthrend in dem K'iklbh r^fd (nVt^ naeh Analogie von nr;^?) wahnohe^ch 
nnr ein 8ehTeibfehl«r vorliegt 

Anm. Hie Bndung ni könnte Torliegen in PTViMr] mnAtiMiek Dan. 4, 8. 17, 
wenn nieht vielmehr die Endung für n1 beabsiehtigt war; eine andere 
Brkifirong dieeer Bildnng b. § 55, 6, fr, 2 a. K 

5) Feminina mit der Endung n*^, ausserhalb der Yerbin- 
dungsform «nnK alia Dan. 2, 39 ; mntft (Stat. constr.) in der 
Verbindung K^^üi'; 'hk das Ende (eig. ^as NaehherAmmende) der 
Tage Dan. 2, 28, Wohl einfach herübergenommen aus der bekann- 
ten hebr. Formel mm tV'nn«. — tin:^^» (St. constr.) das Untere 
(der Boden der Ghrube) Dan. 6, 25. — Misthaufen 2, 5 (s. o. 
No. 4, ö); ic-mj Auswurzeimg Ezr. 7, 26 9*r^ (Ith« Ä*fÄ., s. o. 
No. 4, rt); zugleich mit instrumentale (§ 60, 3, c): sr^pi'iXß'ü die 
Pfeife, Syrinx Dan. o, 5ff. ; emllicli mit Jei Kiiduiig i an der 
Afformativsylbe an das denominative Adjectiv WÄ*»« schrecklich 
Dan. 7, 7. 

G) Gentiiicia mit der Endung (entsprechend hebräischem 
). Bei dem Hinzutreten von Genus-, Numerus- und Status- 
Endungen wird das Jod der Afformativsylbe fast stets vom K'thihh 
beibehalten (ausgen. l'^S'^tos Dan. 3, 8 und rs*":-n'' 3, 12), während 
das Q're in der Regel (s. die Ausnahmen § 11, 1, von Ordinal- 
zahlen ist dort noch beizufügen »ITjya'i die vierte Dan. 1, 20) die 
Aufweichung des Jod zu K fordert» Dan. 3, 12 aber umgekehrt die 
vom ICUhilth gebotene Endung in (s. u.) in Jfn umsetzt — Ueber 
die abweichende Endung des Stat. emphat« Plur. dieser Nomina 
(tr oder statt Rf-r) ^ergl. § 52, 2, d» 

Beispiele: »^sd^qk Est. 5, 6; K^rn Esr. 4, 9 nebet acht anderen Yölker^ 
namen, aftmmtlieh mit der g^eiehen Endong im Q*r9; fSr K]^)^*^ hat dae JSHJL 
* •^131 für «lim. — Anaeerdem vergl. den Plur. T;«WJ Dan. 3, 12, wo 
das K'thtbh zweifellos VH^sin*; meint; Stat. emph. NI^T'^'! 3, 8; ferner -ntJ3 
Chaldäer 2, 10; Stat. emph. ns-^bS 5, 30 Q^i («"»-nüD K^'th.): Plur. "fX^t'? 3, 8; 
Stat. emph. ""finiö? 2, 5 Q're (x:^? K'th.); "H^V die T^vifen Ezr. 6, 16 Q're 
(ttnbKHh.)i njn^ der Meder Dan. 6, 1 Q. (x^n>j K.); nttC-j]B der Perser 6, 29 Q. 
(öro-ifi JT.). — ^' Von dem Ordinale "^«np prior finden sich die Formen: «^a^Tß 
(etat. emph. Flor, maeo.) Dan. 7, 24; nt';^'^ (Stat emph. 81ng. fem.) 7, 4, und 
Kn^*!)? (Stat. emph. Flor, fem.) 7, 8. 

8* 



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116 2. Haupttheil. Formenlehre. 3. Cap. Vom Xomeo. 



Arno. Eime andere Art von afformatiyeni Jod liegt vor ia den Nominibus 

»^^"•b die Nacht Dau. 2, 19 (aas laU^ja ; vergl. hebr. b*^]^ und l^i?), welober Bildung 
im Syrischen Uljä, leljä oder liJjä mit dem Plur. lailaw&thä entspricht, sowie 
in n^"^» Löwe (wie das gleichlautende hebr, Wort wohl contrahirt aus ^arjoQ) 
Dan. 7, 4. Iin Plural, welcher nach § 51, 2, Anm. 3 die Femininendung an- 
nimiiit, erscheint als dritter Consouaut statt des urspr. Jod vielmehr i (vergi. 
die analogen Bildungen '\'\\r^ Dan. 6, 19; ni^ip, mit Suff. £zr. 4, 9 al.; £zr. 
d, »; e. § 56, o» ß und in § 92 die gleiche Bfldang v^är^ Flur. l^O^s), im'Stat. 
ernph. Plan ttni;^ Dan. 6, S. 

§62. 

Quadrüitera und Gomposita. 

Buroli Insertioii eines *i nach dem ersten Stämmconsonanten 
(und zwar zur Compensirimg der aufgehobenen Schärfung des 
zweiten Consonanten; vergl. § 11, 4, e) scheinen entstanden zu sein 
die Quadrilitera MVn'i^ fem. Mantel (nur im Plur. mit SuC^p'nrb^ns 
Dan. 3, 21), Kons lÄro« Dan. ö, 20 (far korsaj, yergl. syr. kurs'jä, 
hebr. Kt^5), mit Suffix n^trö Dan. 7, 9; Plur. mit Femininenduug 
(vergl. § 51, 2, Anm. 3) y\tr\^ 7, 9; vergl. zu ^ statt vor der 
Femininendung o. § 61 die letzte Anm. — Endlich 'jin^banp ihre 
Unterkleider Dan. 3, 21, wenn von einem ai aui. SUtmm abzu- 
leiten; s. jedoch das W.-B. — Eine ganz unklare Bildung liegt 
vor in (Vulg. muri) Ezr. 5, 3 und 9 (nicht blos 5, 3, wie 

Gesen. W.-B. s. h. v. angiebt). An die Insertion eines n in den 
Stamm "jtfx (s. f.esen. W.-B. s. h. v.) wird schwerlich zu denken 
sein. Gegen den Verdacht einer Versckreibung für X^BN funda- 
menta, WL'lches Wort sonst im gleichen Zusammenhang Ezr. 5, 16. 
6, 3 erscheint, s^n-icht nicht nur die Verbindung mit nbbsTSb, son- 
dern vor allem die Beifügung des Singulardemonstrativs ns'n. 
Dagegen ist nicht unmöglich, dass sich die Masora bei der Punk- 
tation des ihr unverständlichen Wortes rein äusserlich an die 
Analogie von hielt. 

Composita könnten (abgesehen von verschiedenen zweifellosen 
Fremdwörtern; vergl. § 64) vorliegen in K^'iT|"^'i2( die Oberrichter 
(? 8. das W.-B.) Dan. 3, 2 f., wenn nicht auch diese Bildung auf 
der künstlichen Hebraisirung irgend eines Fremdwortes beruht, 
und in der Leuchter Dan. 5, 5, wenn dieses Wort wirklich 

auf ein Pail nahhar „anzünden* und t^w Feuer zurückginge (s. das 
W.-B.); doch liegt auch hier sicher ein Fremdwort vor. 



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§63. Nomina Yon eige&thümliGher Bildnng. 



117 



§ 63. 

Nomina von eigmithtiinliolLer BUdnng. 

Neben den auch im Syrischen und Hebräischen eigen thümlicli 
flectirten Bezeichnungen für Vater, Sohn, Bruder und den Formen 
von Dtj Name kommen hier noch einif?e wenige Anomalien von 
Nominibus in Betracht, deren regelmässige Bildungen bereits 
früher aufgezählt wurden. 

Vater, im Sing, und Plural nur in der Verbindung mit 
Suffixen zu belegen, und zwar: "»a« Dan. 5, 13; -f^ini« 5, 11 und 
■•STQÄ 5, 2, in beiden letzteren Formen mit Wiederkehr der zu 
Grunde liegenden Form 'abü; im Plural: TH?*? meine Väter 
Dan. 2, 23 (Baer fälschlich WS»; vergl. § 53,'l k. E.); ^T^TJÄ 
Ezr. 4, 15; Ezr. 5, 12." Als Status absol, Plur. wäre 

somit ini^ Torauszusetzen. Vergl. über die Insertion des n 
§ 11, 4, fr, jä; über die Femininendung im Plural § 51, 2, Anm.d. 

m$ Bruder, nur in Sjn« deine Brüder Ezr. 7, 18 (j^re (T>n« 
Euhibh) mit S^fföl statt Pathach vor virtuell geschärftem n nach 
§ 13, 1. Als Stat. absol. Plur. ist ';'»nK vorauszusetzen. 

D''tp:i* Männer, Menschen^ Dan. 4, 14 als Plnr. zu dem (auch 
coUectiv gebrauchten) Singular tDlij; vergl. zu diesem offenbaren 
Hebraismus § 51, 2. 

Haus, abnorm nur im Plural mit Suffix eure 
Hauser Dan. 2, 5. Gegen den Verdacht eines Hebraismus ist 
diese Bildung durch den syrischen Plural bät'm etc. geschützt. 
Ein Hebraismus ist dagegen die (im Aramäischen ganz un- 
nöthige) Beibehaltung des Dages forte im n sammt dem vor- 
hergehenden Metheg ; vergl. dazu § 12, 2, Die Übrigen Formen 
von Jn^a s. § 55, 3, flf. 

Sohn Dan. 3, 25 ai. als Stat, constr.; mit Suffix jq'ta 5, 22. 
Als Plural dazu dient von anderem Stamme nur im Stat. 
constr. 2, 25 und mit Suffixen: "^TßA Ezr.* 6, 10; 1^^*^^ 
Dan. 6, 25. 

')in*«#} ihre Weiher Dan. 6, 25. Als Stat. absol. Plur. ist 
somit y^tz (wie im Syrischen, entsprechend hebräischem 0*^19:) 
vorauszusetzen. Welche Form als Sitigular im Gebrauche war, 

muss dahingestellt bleiben ; das talmudische KID:, welches Gesen* 

1 Im STriflchen findet sidi der Fluni T1>nM, X^yä\ in dar Bodentnng einigt^ 



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118 2. HaupttheiL formeuiebre. 3. Gap. Vom l^omen. 

W.-B. als Stichwort auiiuiiiL, isl jedenfalls erst eine späte Rüok* 
bildung aus l"«©:. 

DTT^tÖsn ihre Häupter Ezr. 5, 10, vom Sing. SJX"), vergl. 
§ 55, 1 ; da Dan. 7, 6 der Plural ^^^cxn lautet, so wird der Ezr. 
5, 10 vorausgesetzte Plural 'j"'T9Kn als Hebraismus zu betrach- 
ten sein. 

DIÖ ^'ame Dan. 4, 5 und Ezr. 5, 1 als Stat. constr. ; mit Suffix 
PJüO Dan. 2, 20; Stat. constr. Plur. xyrpzt Ezr. 5, 4; mit Suffix 
Dhpn^aü Ezr. 5, 10. Vergl. zu der Femiuiuendung, sowie zv^ 
Insertion des n oben u. 

§64. 

Fremdwörter. 

Indem wir in Betreff der Bedeutung der aus anderen Sprachen 
entlehnten Wörter auf die Angaben und Vermuthungen des Wörter- 
buchs verweisen, begnügen wir uns hier mit einer Uebersicht über 
den Thatbestand, um die ziemlich starke Durchsetzung der wenigen 
biblisch-aramäischen Texte mit i&emdspraohlichen Elementen zu 
illnetriren. 

1) Äxä dem Aaayriaehea sollen «tammen: nn^K Brief Ezr. 4, 8; Stat. emph. 
«pniist 4, 11. 5, 6 (veigU jedodh unter ITo. 8). — Pahst, Tempel (s. $ 60, 2). — 
•,30 Präfect (s. § 56, a). — nno (mit 8"göl nach § 13, 1) Statthalter Ezr. 5, 14; 
Stat. constr. rrc Ezr. 5, 3 al.; Stat. emph. Plur. Nr'nc Dan. 3, 2 al. ; vergl. 
zum Femininpltiral von Amtsnamen § 51^ 2, Anm. 3, bezüglich der Ableitung 
des Wortes aber u. No. 3 a. E. 

2) Aus dem ludificheii wahrscheinlich der Furpur Dan. 5, 7 al. 
(hete. l^r.yi). 

8) An« dem Persiecben «kämmen: Mnn'ix ricMiff Ew. 7, 28 (vergl. jedoeh 
I^rieär»D^tt9<A in den Gloiaae bab^ lonicae vor Baw^a Dftsiel, Esra,Keliemiai 

Praef. p. VI sq.). — si^^B-^^ranN die Safrnppn Dan. 8, 2 ftL; Oh^it Ezr. 4, 13 
(nach der LA. des textus receptus), nach der üblichen ErklSrung zuletzt, end' 
lichj vergl. jedoch Baer's Note zu Ezr. 4, 13, -welclie uacli guten Zeugi-n auf 
der LA. orsä* und der BedaMtung Einkommen ^i) besteht. — die Kechta- 

gelehrten (?) Dan. 3, 2 f. ; sicher persisch ist übrigens nur der zweite Theil des 
Wortes. — ytrry;i\ Dan. 8, 2 vnd »n^^^ ^* ^1 ^ Sduagmddtr, beide 
Formen wobl msammengeietzt mit «nem per«. Worte für fiScftofr, welehe« ancb 
in dem Stat constr. Plur. "^las Ezr. 7, 20 und dem Stat* emph. Fhir. N't:^ Ezr. 
5, 17 wiederkehrt. — -i-ic^'käcifce Dan. 2, 5. 3, 29. — -i^sj-B Abschrift Ezr. 
4, n al. — N:;r.ffl3 der Brief Ezr. 4, 1*8 al. — =;r5! Wort, Befehl, Sache Dan. 
a, 16; Stat. emph. KOSPE 4, 14 al. Biese von J^ficr uach den besten Zeugen 
aufgenommene LA. (ohne Dage.s lene in 2) entspricht dem zu Grunde liegenden 
patigama besser, als die LA. e^ra des textus receptus. Endlich Geh^lKMMH 
Dan. 4, 6; Stat. emph. Kjn 2, 18; Plur. -pn 2, 28 j Stat emph. 2, 29. 



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* 



§ 65. Die Cwrdinalsahleii. 119 

Mehr oder weniger zweifelhaft sind dagegen n*5S (s. o. No. l); K5"j|D^t 
sorgfältig, eifrig (i) Ezr. 5, 8 al. — fem. Befehl, Satzung Dan. 7, 25; als 
Stat. constr. 8, 6; Stat. absol. xr^ 2, 13, mit Suffix "'isr-i 2, 9; Stat. constr. 
Plur. •'Pn Ezr. 7, 25. — «^"^a-jr! die Staatsrathe(l) Dan. 6, 8; Stat constr. Plnr. 
•»nagn S, 27; mit Sufftxen ^"^jn 4, 33 und "rinnnn 3, 24. — -jT Art (nur mit 
Siifllz und im Plonl; i. die Bekge § 55, 6, a), — l^|^a GatdAenik, Dan. 2, 6; 
im Plural mit Bafflx dagegen ?;n'aTD9 5, 17 (textas reo. wie im Bingular: 
'ns). — VBa&Sü die Leudäe Dan. 5, 6; Vergl. jedooh $ 62 a.E. — Unier^ 
kkid; vergl.'§ 62. — nn? StatthaÜer; 8. o. No. 1. 

4) Aus dem Griechischen stammen: i<2''3rri }jLa-naxT|; Dan. 5, 7 al. (^re; 
»aron K*tktbh (textus rec. und darnach auch Geseti. \V,-B. fiihren als KHhtbh 
an K3l3l3r! oder X25""35i; veigh jedoch die Note Baerls zu Dan. 5, 7). — fitTiiS 
0 XTipuQ Dan. 3, 4, waUrscbeinlich jedoch nicht directe Wiedergabe des griechi- 
Bdhan Sabstantiyai «ondezn eine (gut anmUUsohe) ^^^^Bfldnsg als 
agentiB yon T^^ XT)^6tf9siN.i — ^^pb^^c; Dan. 8, 5. 15, dagegen mmo 8, 10 
Q*ri (hl«*« im.) eufX9<i»v{a. — 3, 8. 10. 18 und ^h^^^b 's, 7 <|m(X- 

Ti^piov. — D-^np 3, 5 al. Q«re (O-in^, d. i. vielleicht thrr<^ KHk*) Wdapu« — 
tt^^lQ 3, 6 (woselbst der teztna rec liest), 7. 10. 18; aa}ißux)). 

iV. ^uale^alia. 

§65. 

Die Cardinaizalüen. 

1. Wie im Hebräischen (vergl. Gesen. § 97, 1) waren die Oar- 
dinalzahlen von 2 — 10 ursprünglich Substantiva abstracta und 
konnten sich demgemäss im Status constr actus an das gezählte 
Wort anlehnen. £in sicheres Beispiel dieser Constraction findet 
sieb noch Ezr. 7, 14 in '^iTf&S^ äie Siebenzahi meiner Bäthe ^ 
seine sieben Räthe, sowie in der Verbindung der Drdzabl mit Suffix 
Dan. 3, 22. Doch findet sich kein Beispiel fär die Verbindung 
eines solchen femininisch endenden Substantivs mit einem weih- 

« 

liehen Nomen (wie im Hebräischen z. B. 0*^102 nvbiD Gen. 7, 13), 
sondern die Unterscheidung der mit Mascolinis und der kürze- 
ren, mit Femininis rerbundenen Cardinalia Ton 1 — 10 ist überall 

durchgefahrt. Dabei ist die Nachstellung der Zahlen hinter das 

gezählte Wort, also die Auffassung derselbeu als Adjectiva (so 
immer bei ^n, rrin n?ius, und) häufiger als die appositiouelle 
Stellung vor dem Substantiv, wie z. B. )'*Db'ü TVyw^ Dan. 7, 24: 

1 Jedenfalls ist auf dieses ^y^'^ für die Frage der Abfassuugszeit des Daniel 
grSsseres Gewidat au legeD» eis anf irgend ein aaderee der oben Terzeichneten grieehi- 
sehen Weiter. Denn einen Amtanamen wird eine Spmdie immer nnr von dem 
jeweilig hemdienden oder doch irgendwie tonangdmiden YoUce fitt>emefameii. 



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120 2. Haupttheil. Formenlehre. 3. Cap. Vom Nomen. 

eine ZehnzäM, sc. Könige; vergl. 4, 13 al. 7, 17; dagegen die Nacb- 
BteUnng männUcher ZaUwÖrter von 2 — 10 : Dan. 3, 1 . 24. 25. 6, 3. 1 1 ; 
Ezr. 6, 4. 15; die des weiblichen Zahlworts Dan. 7, 6. 7. 20. 24. 

Ezr. 6, 15 ; die Voranstellung des letzteren 7, 2. 3. 5. 

In der nachfolgenden Uebersicht über die CardinRlia von - — 10 
sind die aus den biblischen Texten nicht zu belegenden Formen 
in Klammern eingeschlossen. Es werden verbunden: 





mit dem Masc. 


mit dem Femin. 


1. 








2. 


ynpi (s. u.) 




3. 


(n)«rbn 






4. 








5. 








6. 


[sin©; 






7. 


nyaa, St. c. n^a« 




8. 








9. 






[rcn] 


10. 


« « - 




'WS 

- -t 



Anni. 1. nh, rnn (nie inn; vergl. Ba€riuDan. 2, 9) für nrw mitAphaeresi» 
des X, s. § 11, 3, a. — "pl^n und •p'?"!^ beruhen offenbar auf Contraction sHtet 
Duale it'rojin, tartajin). — Uebrigens ist ",''jn aur erschlof'^eu aus der ver- 
kürzten Form "^^n in der Verbindung Trs "^"^n zwölf Dan . 4, 2ü, sowie aus der 
Analogie von "pR")?} und der aramäischen Dialekte überhaupt. — Von 
findet sieh oine^Yarbindungsform, allerdings in ganz abnormer Yerlrtkrzung, 
Dan. 3, 23 in Yin^l^i ihr» jDreimM (w Saer mit Bagea nach der Fordernng 
der Hawna, trihrend NorH fn^n mit nnr vktaeUer Bohftrfang dei n yerlangt). 
Zu erwarten wäre •pnprbn und auffallig ist nicht nur die gewaltsame Con- 
traction der beiden P, sondern auch die Anhängung der Kndung des Btat. 
constr. Plur., welche sich anderwärts im Westaramäisclien nur in der Yer- 
binduDgsform der weiblichen Cardinalia findet. Aber A\-ie man aucli die Ent- 
stehung der Form erklären möge, sie entspricht genau dem gleichbedeutenden 
«yrieehen i^Utkahün (vergl. aneh 'arb*Sknhim eto.| JRMiKefte, «yr. Gramm § 149, 
und awar amdraoklieh immer mit hartem Taw nach ji) imd dürfte aomit wohl 
auf xiehtiger Ueberiieftrang bernhen* — r«Ü Dan. S, l als Fansalform nach 
der § 17, 2 und Anm. 2 besprochenen masorethischen Theorie. — Nach Analogie 
von r53^ Ezr. 7, 14 ^re^den die übrigen Verbindungsformen der männlichen 
Zahlwörter gelautet haben : ppin (s. o.), n?a'^H oder P??"]?, PÜOP, PPTI?, P^jaw, 
P^tljp, P'^b?. Von den Verbindungsformen der weiblichen Zahlen, die ander- 
wärts im Westitfamäischen ^rasntt u. s. w. lauten, findet sich im Biblisch- 
Aramfiiflohen keine Spur. 

Anm* 2. Belege zu den Zahlen von 1—10: a) Matenlina: in Dan. 2, 31 ; 
MP^n Ezr. 6, 4 nnd nr\r Dan. 3, 24. 6, 3; n^a"^,^ 3, 25; rv^ 3, 13. 4, 18; 
8t. otnietr. Ezr. 7, 14; 7, 24. — b) Feminina: rrrn Den. 2, 9; fvn^ 



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§65. Die CardinalzableD. 



121 



6, 1. Sxr. 4, 24'j n^n Dan. 7, ö; ^'znx 7, 2^ rd £zr. 6, 15 und rtd Dan« 3, 1; 

Abiu. 3. Ab Kabenform sa d«r ««ibUeb«ii Dninbl, lohelnt Duu 

5, 16 und 29 Ktn^R za steben, nach der gewöhnlichen Annahme Stat. emphat. 
■von fi^r als einer qa^-Torm (während r^n, vergl. Lebr. Tcbtö mit Trübung des 
ü zu ö, Tiinvandelbares Qamfis hat). D5p8e Auffassung ist jefloch ohne Zweifel 
umichtig und fitnbn vielmeiir eiu abnoiuier Stat. emphat. zu "^r^Pi tertius (= der 
dritte^ wahrsch. nach dem König und der Kunigin-Mutter), welche» sich Dan. 
b, 7 genftii in denelbttk Terbindung, wie KPt^in Y. 16, findet, U^mrdies wftn 
wach Min^ lar^ 5» 29, wenn es wirklich ^acncber der Dreisabi** bedeatett, 
noch aiolit «• t. ». „Hemeber des dritten Baoga", abgeeeben Ton der liünstp 
lichtti Erklärung, deren es auf diesem Wege Y. 16 bedarf. l>ag^en haben 
ecbon die LXX Y. 16 richtig xpixo; und Y. 19 dp^ovTa xpixov. 

2. Von den Gardinalzahlen Ton 11 — 19 findet sioh nur die 
männliche Zwölfzahl 'fy^ Dan. 4, 26 und £zr. 6, 17 (beide- 
male hinter dem Substantiv). Nach diesem Beispiel traten somit 
die Einer in der Verbindungsform (wie im Hebr&ischen) vor die 
Zehnzahl; vergl. zu 'igx^ v^n 12 neben 10 hebr. yoy ^:is 
neben r»"»c:r. 

3. Die Zehner von 20 — 90 wurden, wie anderwärts im Semiti- 
schen, durch den Plural der Einer (20 durch den Plural von 10) 
dargestellt. Es finden sich jedoch nur '|■'■^t:5 20 Dan. G, 2; l'^nbpi 30 
Dan G, 8; l'^PTü 60 Dan. 3, 1. Bei der Zusammensetzung von 
Zehnern und Einern stehen die letzteren nach: 'j'^r^^^in'i t^'riTÖ 62 
Dan. 6, 1. In allen Fällen aber stehen die Zahlen über 10 hinter 
dexa gezählten Substantiv und das letztere stets im Plural. 

4. "Von höheren Zahlen kommen vor: nxisÄMwrf^ri Ezr.6, 17; 7,22 
(viermal) ; '^''iten nKB 120 Dan. 6, 2; 'i'^nX'O 200 Ezr. 6, 17; ni<t3 

400 Ezr. 6, 17; 1000 Dan. 5, 1; Stat. emph. KBbs< (lu- (bereits 
erwähnten) 1000 Dan. 5,1; Piur. "p^bK Dan. 7, 10 Qfri (für das ohne 
Zweifel nur verschriebene K'tkibh D'^bK).* Wenn Sjbii in diesen 
drei Formen regelrecht als ^a//-Form behandelt ist, so dagegen 
als S*golatfonn nach hehr. Weise in der Verbindungsform Dan« 
7, 10 (vor i'^sbK tausend Tausende). Endlich ian Myriade Dan. 
7, 10 (verkürzt aus rria*!; vergl. auch im jüngeren Hebräisdb ian 
und Mi2t*i von y^-Stamme) vor dem Plural pnn. Nach Analogie 
der Nomina auf tr\ (vergl. § 61, 4 a, E.) wird dieses K'thihh i^a^i zu 
lesen sein; das Q're fordert dafiir unnöthiger Weise 151*1 (wie von 
ni^n, entsprechend hebräischem nas"!). Uebrigens wird der Aus- 
druck ^eine Myriade von Myriaden" nicht mit Luzzatto buchstäb- 
lich von 100 Millionen, sondern allgemein von einer unermesslichen 
Anzahl zu verstehen sein. 



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122 2, HanpttheiL Formenlehre. 3. Oap. Tom Nomen. 



§ 66. 

OrdinaliA und CMmatige Zahlbegriffe. 

1. Von Osdinalien findet sich abgesehen von prior oder 
pHmus (s. die Belege § 61, 6, Beispiele am E.): ns^pp (Sing, fem.) 
eine zweite Dan. 7, 5. Das Jod ist schwerlich wurzelhaft, sondern 

vor der Afformativsylbe d?i eingeschoben, wie dies im gleichen Falle 

durchweg im Syrischen geschieht (vergl. Söldeke, Syr. Gr. § 71, 1). 

Ferner: n^n''bn eine dritte Dan. 2, 39 (8<'^n'>5n KUhibh, vergl. § 11, 1, &) 

mit Einschiebung eines i nach dem zweiten Consonanten, wie in 

hebräischem '»tö^bt? etc. Ueber die Nebenformen ^nbn Dan. 5, 7 

und «pbp 5, 16. 29 s. o. ^ 65, 1, Anm. 2. — Endlich n«3?'ia'i eine 

vierte Dan. 2, 40 und 7, 7 Q're {K*th. beidemale Stat. emph. 

Hn'jSp^'l die vierte 7, 19. 

Anm. Bei der Angabe von Jahreszahlen steht, wie gewöhnlich auch im 
Hebräischen (öfsen. § 120, 4), statt der Ordinalzahl regelmässig die Cardinal- 
zahl und zwar im Genus des Nomen re«>eTT.-r ""^'äx^sV fTTH HSpa im ersten 
Jahre des BelSasar Dan. 7, l ; vergl. Ezr. 4, 2i. 6, 3. 15; sogar bei der Datirang 
von MonttitagMi: rrnh nnbri Di*« 19 6ji mm drUtm Ta^e dea Monats 
Aäar Est. 6, 15* 

2. Von anderweitigen Zahlwörtern findet sich nur das Zahl- 
adverb mS'^rR zum zweiten Male, abermals Dan. 2, 7 (von "ir^n 
secundus mit dem Atiormativ t\\ entsprechend hebräischem und 
syrischem n'^— zur Bildung von Adverbien) und der Multiplicativ- 
ausdruck n^at: "in sieben fäl inj 3, ID, Nach Lnzzatto (Gramm. § 117) 
wäxe dies Breviloquenz für 'lö "in br für ehis sieben, da sich in 
anderen aramäischen Dialekten finde in ^9 = zwei Mal soviel; 
wahrscheinlich aber ist vielmehr Breviloquenz für n^^ÖS in 
(d. i. wohl eigentlich: eins durch oder im sieben); yergl. zu der- 
selben Ausdrucksweise im Syrischen Aöldeke, Syr. Gramm. §241. — 
DistributiT steht Di-»ä Di^ Tag für Tag £zr. 6, 9. 



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§ 67. Auverbia. 



123 



VIEBTES CAPITEL 
Die PartikeliL 

§67. 
Adverbia. 

Neben den eigentlichen, sogenannten primitiTen Adverbien 
(yergl. Gesen, § 81, /*. und § 100, 4), zu denen vor allem die Nega- 
tionen ttb und bK, die Fragepartikel n und gewisse Orts- und Zeit- 
partikeln gehören, finden sich im Biblisch* Aramäisclien, wie im 
Hebräischen, eine Reihe von SubstantiTcn und Adjectiren — mit 
und ohne Praepositiones praefixae — sowie einige Yerbalfonnen 
als AdTorbien Yerwendet. Nicht minder werden eine Keihe ad- 
Terbieller Begriffe durch die Zosammenstellnng von Präpositionen 
mit dem Demonstrativpronomen ausgedruckt. Eine Adverbial- 
Endung findet sich nur in nirrp Herum, s. o. § 66, 2. Eine l)eson- 
dere Behandlung erheischt endlich noch das ursprüngliche Sub- 
stantiv ''rst, welches in Verbindung mit Sut'iixen den Begriff sein, 
exisiiren ausdrückt, in Verbindung mit Participien aber als Copula 
dient. 

1) Die Negationen: xb 7wn, fast stets unmittelbar vor den 
negirten Begriff gestellt; so vor Imperf. Dan. 2, 43 f.; 3, 12 al. ; 
vor Particip 2, 43. 3, IG u. s. w. (vergl. jedoch 2, 27, wo durch 
vier Wörter vom Particip getrennt ist). Einige Male findet sich 
ttb vor dem Infin. mit b in der Bedeutung non est; so Dan. 6, 9: 
njjtfnb tkb *^ ivelches (Gebot) nicht abzuändern ist, nicht abgeändert 
werden darf. Vergl. £zr. 6, 8 und über den gleichen Gebrauch 
von tfo (für y^) im Hebräischen J>rtver, use of the tenses, § 202, 2. 
Rein substantivisch steht nb Dan. 4, 32 in fibs »ie nichts. — Als 
Prohibitivpartikel ündet sich bi^ ne Dan. 2, 24. 4, 16. 5, 10, überall 
unmittelbar vor dem Imperfect. 

2) Das sogen, n interrogativum. Bezüglich der Pnnktation 
desselben folgt die Masora ganz denselben Grundsätzen, wie im 
Il'^bräischen (vergl. Gcsen. § 100. 4, Anm.), also n vor Nicht- 
gutturalen mit festem Vocal (nur zu belegen durch ahn nonne Dan. 
3, 24. 4, 27. 6, 13), n vor einem Consonanten mit S*wa, und zwar 
ohne nachfolgendes Dages in by^T\ 6,21; mit nachfolgendem Dages 



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124 2. Haupttiieil. Formenlehre. 4. Cap. Die Partikeln. 



in acisin 3, 14; endlich n auch vor GutturaliB in ^t^tf^n 2, 26. . 
Weggelassen ist n vor K (zur Yenneidung des Hiatus; YWg\.Gesen, 

§ 153, 2, Note) Dan. 5, I i. 

3) Ah primitive Orts- und Zeitpartikeln können bezeichnet 
werden; nar. dort Ezr. 5, 17. 6, 1. 12; vergl. hebr. OTT. Die End- 
sylbe n— ist jedoch nicht als Locativendung (— hebr. ni3iD), son- 
dern ohne Zweifel als Abkürzung von 'psn zu betrachten, wie 
dieses Adverbium im Syrischen lautet (vergl. ausserdem im Syri- 
schen zu an als AfformatiT TOn Adverbien: fnän „hier" undjaumän 
„heute''). Femer nfirr^ pon dort Ezr. 6, 6; n3 hier (hebr. mit 
Trübung des d zu d), nur in der Verbindung Sisr^:^ bis hierher, 
soweit. — ^ also, folgenäermassen Dan. 2, 24. 25. 4, 11. 6, 7. 7, 5. 23. 
Ezr. 5, 3 (überall vor dem Yerbumntttfi sagen\ Ezr. 6, 2 vor a^^ra). — 
yh». sodann, darauf Dan. 2, 15 und sehr oft, offenbar verwandt mit 
hebr. (''TK), die Endung ajin vielleicht Distraction des Afforma- 
tivs dn\ vergl. oben nisn für tammän und die § 51, 1, Note ^ be- 
sprochenen Ortsnamen. Sehr häufig auch tT^Ma (für '^KSi; vergl. 
xnbi^b vi 11, 3, & für 'b»b) Dan. 2, 14 und sehr oft, wie i'^^x stets 
au der Spitze des Satzes (ausgen. vielleicht Dan. 7, 11). Ezr. 4, 9 
fehlt zu "j^nK vermöge eines Anakohuhs das zu erwartende Yeibal- 
complement (lins). — Vergl. eudiich "j^^s-ir von da^ seitdem Ezr. 
5, 16. — üeber «n siehe vergl. § 69, 2; über Ä5n siehe § 70. 

4) Ursprüngliche Substantiva: liy {Fortdauer) mochlisai* 
4, 28; mit Präpositionen: l^pb^b und K^^ttb^b 2, 44 in Ewigkeiten, 
ewigUeh; vergl. nby )«)^?p? 7,' iö^und »I9^?rp9 

2, 20. — n3|s Ezr. 4, 10. 11. 7, 12, höchstwahrscheinlich von dem- 
selben Stamme, wie hebr. n:^ Zeit und somit — to^ nun, jetzt, 
stets mit ^ copulativum (rs^^i), auch verkürzt n^ii Ezr. 4, 17, 
beide Formen nur am Schiuss von Ueberschriften zu Briefen und 
von unklarer Bedeutung. Eine anderweitige Verkürzung ist ^99 
nvn Dan. 2, 23. Z, 15. 4, 34. 5, 12. 15 1 6, 9. Ezr. 4, 13 f. 21. 6, 6 
(wie hebr. npiP gebraucht) ; ipx^V bis Jetzt Ezr. 5, 16. — (•'^)i2©p5n^ 
aus Wahrheit (ist es, dass . . .), re vera Dan. '2, 47. — »^"^"ra mit 
Eifer ^ eifrig ü, 17. lil (gew. bestündig; vergl. jedoch o. § 00, G). — 
Wahrscheinlich gehört hierher auch Äi^llin (mit n interrog.) Dan. 

3, 14, obschon die Bedeutung von STS unsicher ist (s. das W.-B.); 
über das Fremdwort Dhfii^ (crfi«) vergl. § G4, 3. 

5) Adjectiva: irpt^ (femin. oder Stat. emph. vonTP^) sehr, 
gewaltig Dan. 3^ 22. 7,* 7. 19; «rdto sehr 5, 9. 6, 24. 7, 28; die ur- 



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§ ü7. Adverbia, 



125 



sprüngliche Bedeutung {ein grosses, vieles) tritt besonders in der 
Stellung hififer dem Verbum hervor (so Dan. 2, 12. G, 15). — 
Ferner «3''52^ sicherlich, jawohl! Dan. 3, 24; n*«?:— sicher, gewiss. — 
I^HKiy (eig. bis zum letzten) zuletzt 4, 5 ff^re (]"^"insi, d. i. V'^nvt 
K^thibh). — n'ins («'/V' eines) zugleich 2, 35 (vergl. liebr. -jnx: Ezr. 
2. CA al.). Endlich werden hierher zu ziehen sein: die P^'ilform 
t"»tta Ezr. 7, 12 ak eine Schreibert'ormel von unsicherer Hcileutung, 
und die beiden Fremdwörter i^'^^ll^ Ezr. 7, 23 und fi(^"iBD2;( Ezr. 
5, 8 al. (vergl. § 64, 3), 

6) Verbal formen. Als ein yerstümmelter Imperativ Yom 
Stamme W\ wird su betrachten sein {sehet) siehe Dan. 7, 2. 
5 ff. 13, oder «ibK (mit Wechsel der Liquida; vergl. § 10, 2, f) 2, 31. 
4, 7. 10. 7, 8, auch in der Anrede an eine Person, also ohne Be- 

. wusstsein von der Pluralbedeutung gebraucht. — Ganz zweifel- 
hafter Erklärung ist xr:3 (vercjl. § 41, Beispiele a) Ezr. 4, 8. 5, 4. 
[}. II, überall deutlich in der Bedeutung folgender/nassen, ausser- 
dem 6, 13 in der Bedeutung demgemüss. Der üblichen Zurück- 
führung auf "i'CX:^ wie jvir sagen werden steht der Gebrauch des 3 
als Conjunction entgegen; lÄÄJS als Partie. Niph'al würde auf einen 
Hebraismus hinauskommen. 

7) Pronomen demonstrativnm mit Präpositionen: (wie 
dieses) so, also Ezr. 5, 7. Jer. 10, 11 (dagegen Dan. 2, 10. 3, 29: 
fpie diese Sache — > dem ähnHeh); mit selbständigen Präpositionen: 

*>'!)nK nach diesem, darnach Dan. 2, 29.45; n:*^ 'in^ nach diesem, 
darauf btok» 7, 6 und mit dem JPtMbh in»a 7, 7. — r-r. 
(eig. gegenüber diesem, angesichts dessen) desshalb Ezr. 4, IG, nnd 

^^g*^! darum, desshalb Dan. 2, 12. 24. 3, 7. 8. 22. Ezr. 7, 17. 
Endlich ritt'7;5ia vor diesem (vor Zeiten) Ezr. 5, 11 und n:"!! ma'^]?-';^ 
vordem, vorher Dan, 6, 11. — Mit dem Pronomen interrogativum 
ist zusammengesetzt das exdamative TXti^ wie! Dan. 3, 33 (zwei- 
mal, vor Adjectiven). 

8) ^n«, vor Suffixen 'n"»K, ohne Zweifel ursprünglich Substantiv 
(▼erwandt mit hebr. tr) und daher auch der Verbindung mit 
Kominalsuffixen fähig (s. u.), hat doch in gewissen Verbindungen 
durch den Sprachgebrauch Verbalkraft erlangt — es ist, es ffieht; 
so mit nachfolgendem Singular Dan. 2, 28. 5, 11, mit nachfolgen- 
dem Plural 3, 12. Vergl. auch 2, 30: nicht durch Weisheit, 

welche in mir ist. Mit Negation: "^t^nna^ es giebt niemanden Dan. 
2, 10; vergl. 3, 29 und *ir}K ath nachdem Subjectsnomen 2, 11. 3, 25. 



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126 2. Haupttheil. Formenlehre. 4. Cap. Die Partikeln. 

£2r. 4f 16. YergL noch: *n "^r» es giebt nienumden, der ... Dan. 
4, 32 und intjt in oh 68 der Faü i$t, dass £zr. 5, 17. In Ywbin- 

. dung mit einem Particip oder Adjecti? vertritt "»riK die Stelle der 
Copula: so Dan. 3, 17 sq. Partie. — Das pronominale Subject 

eines .solchen Numinalsatzes erscheint dami als Sui'üx an "»rifi: 
bns %r'^i<T\ (T'ni«n K'üubh) bist da fähig? Dan. l\ 26; lis^n^s ]r 
wenn ihr bereit seid 3, 15; mit der Negation: K:r^i<-i<b (i<m"^K 
K'thibh) wir sind nicht (sq. Particip) 3, 18; 'jiD'»r)''i( sb ihr seid nicht 
3, 14 (sq. Partie.)- Pleonastisch steht das Suffix der 3. Sing. masc. 
in Rüekheziehung auf das Subjectsnomen Dan. 2, 11: die Götter^ 
deren Wohnung hei dem Fleische '^nih'^^ Mb. 

§68. 

Die Präpositionen. 

Die PräpOBitionen, ursprünglich ohne Zweifel sämmtlich Sub- 
stantiva und ak solche im Status constructus an das von ihnen 
regierte Nomen oder SuMz angelehnt, zerfallen in die eng mit 
dem zugehörigen Worte verbundenen praepositiones praefixae (a« 
2 (s.u.), b, bisweilen auch— 'tt fiir-]p) und die abgetrennt stehenden, 
ein- und mehrsylbigen, Präpositionen. Die letzteren sind z. Th. 
selbst wieder mit Präfixen (so "ina, ba^b, ntb u. n^ia) oder -ya (s. u.) 
verbunden. Mit Singularsuffixen kommen vor ina, b, nib, ba^b, 
ItJ, a;*, mit ^vl^klichen oder scLciiibLucii Pluralsuftixen "^"inx, "^'^Sl, 
'tj (eig. "»bi^-Jj D-|5 (syi\ q'ddmaj^)^ r.inp. (hebr. rnr), vergl. zu diesem 
und den drei erstgenannten Gesen, § 103, 3). In der unten folgen- 
den alphabethischen Aufzählung der Präpositionen ist eine voll- 
ständige Uebersicht über die vorkommenden Bedeutungen, wie 
über die Verbindung mit Suf£xen gegeben. 

nadi Dan. 2, 29. 45; mit finffi ?, 24. 

a (vor Chateph Pathach a, z. B. tfi/TC^ Dao. 2, 41; mit su mit sn 'M^ 
contrahirt; vergl. -,-^2 2, 34; i:*:«? 2, 14 al. 

1) in (auf die Frage wo?), wo ea sich um ein Sein, ein Sichbewegen oder 
Thun in einer räumlichen oder zeitlichen Sphäre liandelt ; so z. B. riimu- 
lich 3, 1. 30. 31, 4, 1. 12 u. s. w., zeitlich 2, zö. 44. 3, ö. 5, 11 u. s. w.; ebenso 
räumlich auf die Frage wobint 2, SB. 7, 2&. Ear. 5, 12. — 2) auf, an, am 
ein Bein oder TretMi mif etwaa, ein Büliren odw Stoaaen an etwae, ein 
AntheOhaben, Atltea od«r FetUialten an etwa^ daher aveh ein Gebieten 



1 Yergl. Meli qn^iaeiiM Uquißtia» ab OftMdrerb, an welehem IKUMU Byt, Gramm. 
§ IM B die eigiUlifimllfha PlmalUItaf hemiiiebft* 



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§ 68. Die Präpositionen. 127 



|{fter etmu sa b«Miclm«ii; TergL die Wendmigwi »AugeD an den Hori* 7, S-; 

»an die And Jemandes stossen" 4, 82; nAniheil haben an etwas" Bir*4^ 16; 
„vertrauen anf jemanden-' Dan. 6, 24; „herrschen oder zum Herrscher machen 
über" 2, 38. ;5, 27. 4, 14. 6, 2. 25. Ezr. 4, 16; „bezüglich, in Betreff" Dan. 8, 
6. Ib. In die Kategorie des „Festhaltens an, des Handhabeus von etwas" 
gehört auch das sogen. S instrumentale, vergl. 2, 30. 34. 3, 4. 4, 12. 24. 27» 

6, 18. 21. Ezr. 4, 23. 5, 8. 6, 14, und lUt Atiart deuelben dai :^ pretil Essr. 
7, 17 f. — mt Bufazeu: *% San. 9, 30; 4, 6; 1^ 3» 7; isq 8» 41; -j'i'^? 3>^S* 

tn'AI (von % Tergl. § 55, 5,a) innuüen, tu Dan. 3, t» Esr. 5» 7; 

4, 15. » ttia^ Mnei« in Dan. 8, 6; tdl"^ Amnw an« 3, S6« 

)'^a cvMieAe» Dan. 7, 5; mit Snft TVrt3*i2| 7, 3 (fSm 2*0.). 

. -ira nocA Dan. 7,6 (an» "^Qi^ ai^ oder tn fier Fumpttt, daher Dan. 7, 7 *inMn 
jr<(AtfrA); mit SnflL ^ria i 86. 

a fitV"^ eig. was nicht (geschieht) dttreü al> Vmsdireibmig Ar chne Dan. 3^ 

34. 45; ohne :x Ezr. 6, 9. 7, 22. 

^1 (vor Chateph mit dem Vooal desselben, z. B. ITfns Dan. 2, 35; ttJjNS) 7, 4) 
eig. instar, nach Art von . . . , meist als Partikel der Vergleichung- (Dan. 2, 

35. 40. 4, 5. 5, 11. 7, 4. 6. 8) gebraucht; auch gemäss, nach 4, 32. Ezr. 6, 
9. 18. 7, 18. 25. Bei Zeitangaben ungefähr Dan. 4, 16. 6, l; vor Infin. mit 
Suffix auch temporell aU 6, 21. 

^ (vor Chateph mit dem Vocal desselben: JT^asrV Dan. 2, 17; •'nbitb 2, 19: doch 
aneh 3, 12 naeh % \\, a) zu, nodk — Ain, an 2, 17. 35. 3, 2. 36, 

4, 3. 6, 20 al., aveh Atneifi — in 8, 20. 6, 17 id.; bei Zeitbes^mnngen ^ftn 
— Ami 4, 26. 81 (vergl. auob €wig 8, 4 al.). In die Kategorie der 
Richtung oder Bewegung auf jemanden oder etwas hin gehört auch der 
Gebrauch des b als Nota dativi (2, 4. 19 al.; bei der Angabe des Adressaten 
eines Briefes Ezr. 7, 12; bei dem sogen, dativus couimodi Ezr. 6, 10. 

7, 19. 23), sowie die fast au.snahnislose Verwendung vor dem Infinitiv = *tt, 
um zu. Yergl. noch die Wendungen werden tu etwas Dan. 2, 35 ; hauen n» 
ehea» 4, 87. Ajom der Cbrandbedeutimg In der BkMwifff SeHehung auf 
erklären sich ailoh Beispiele, -wie Wqs^ an DanM 6, 5; an wir 6, 88; 
Br^'^"'"''? Betreff Jerusalems Ezr. 7, 14; y^iiah nach der Zahl Ezr. 6, 17. 
Fraglich ist, ob h Ezr. 8, 7 in zur Einführung eines zweiten Subjects 
(zu 'psa") dient; vergl. ähnliche Fälle im Hehr. Gesen. § 145, 2, Note. Doch 
wäre auch möglich, dass "'Sto^ von dem vorausgehenden ^p30 abhängt. 

Dem Aramäischen eigenthümlich ist der überaus häutige (Gebrauch des 
b zur Einführung des Objects und zwar ebenso -wohl vor dem Yerb (Dan. 

8, 84. 46. 8, 18. 4, 88. 81. 88. 6, 81 etc.), ivie nach demselben (8, 18. 14. 19. 
25. 46 etc.); veis^ Aber die Simrea dieiee Oelniaaohe im Bpftthebrttiaohen 
Qesen. § 154, 3, e. 

Mit Suffixen: "»b Dan. 2 0 23. t", 23; 2, 23 (als Object vor dem Verb) 
u. a.; 2, 16, 20. 24; rrh 7, 4 ffi; Ezr. 4, 14; fsV Dan. 3, 4; c:V Ezr. 

5, 3. 9. 1, 24 ; '^nh Dan. 2, 35. 3, 14. 3. Ezr. 4, 20; chi Ezr. 5, 3. 4. 9. 10. 

6, 9; Din^ Jer. 10, 11. 



i Obeebon keine Mpoettion («. Osmu. W.*B. s. h. ▼.) ist 3 doeh wegen sefaMr 
fonneUm ZnaaauneiigehQrigkeit mit ^ und \ an dieser Stelle out behandelt. 



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128 2. Haupttbeil. 1 ormeulelire. 4. Cap. Die Partikeln. 

n^\^ Mt nur in der Verbinduas ^^^"1? (bei) dir Etr. 4^ 18. 

"Q^ («ig. 1100% der Seite) g^en^ gegeniOiber Baa. 7, 25; *qp3 von BeiteHt in 

(seltener Maimüirfc, wie in *llp3 s. o.» Esr. ft» 14; nv'lgl} fixr. 5, 11). 

Die unprüngliche Bedeutung Theil von , . . tritt noch deutlieJi hervor Dan. 

2, 33. 41 f. (in Verbindung mit Suffixen; vergl. auch rt^Ji *\U ex parte Dan« 
2, 41, Vers 42 wieder aufgenommen dnrcb nria), sowie in den Wendunq-en 
Dan. 2, 25. 5, 13. 8, 8. 7, 18, avo =^ e numero. In der Eegel aber führt 
'^Xi entweder den räumlichen oder zeitlichen Ausgangspunkt ein ; so räum- 
lioh von her Dan. 4, 10. 22. 5, 2. 13; heratts atu 3, 15. 17. 7, 3. £zr.5, 14. 
7, 20; hUw^ ton Dan. 3, 86. 45. 4, 11. 83. Jer. 10, 11. In eigenthümhoher, 
jedooh nnoh dem Hetnrftiflohen gelfiuflger Brevfloqnens Dan. 4, 18: 
vom ^ft•nschen hinweg, d. h. so dati d» kein Mensch mehr biet In dieselbe 
Kategorie gehören auch die Wendungen : bitten von (yo) jemandem Dan. 3, 
16. 49. 6, 8; Gericht vollziehen an {'(Q) jemd. Ezr. 7, 26 (vergl. poenas repe- 
tere ab aliquo); sich filrehten vor Dan. 5, 19, sowie der causative Gebrauch 
(von Äer, von wegen, zufolge) 5, 19. 7, 11. Ezr. 6, 14. 7, 23, und nicht minder 
der oomparatiye 2, 39 (eig. niedrig von dir hinweg, d. h. niedriger, als du); 

6, 8. 7, 20; vergL auch 8, 80: vor allen GesehSpfen, d. i. mehr, als in allen 
Geschöpfen. — Den seitiichen An^gangspnnkt fÜirt *^ ein s. B. Dan. 2, 20, 
Ezr. 4, 15. 

Mit Suffixen: ^iv Dan. 2, 5. 8; 3, 23; Jn^^ 4» 9; ÜQ? 2, 42; fh|q 6, 3; 

insia 2, 33 Q'rc i]-U:-o K'tMbh). 

gegenüber, in der Richtung nach Dan. 8, 11. 

bis, bis zu zur EinfTihmng des räumlichen (Dan. 7, 13) oder zeitlichen 
Terminus: 2, 20. 6, 8 (bis zum Ablauf V07i . .). 15. 27. 7, 18. 25. 26. Ezr. 
4, 24. 6, 15. üeher T?, ^ ir als Conjunotion s. § 69. Zu bemerken ist noch 
die eigenthiimliche Inversion der Worte nach 1^ Ezr. 7, 22: bis Silber 100 
TaHente und hie Weiten 100 Kor n. s. w., anstatt hie (aom Maximnm von) 
100 Talente Silber n. s. w. 

^ (eiff. i. u. die Yerfaindnngen mit BmtOx) auf, Uber in ilnmlioher Hin- 
sieht Dan. 2, 10. 15 (TV^ weMbf) 28. 46. 4, 2. 7. 26. 5, 7. Bet. 5, 1. 15. 

7, 17; daher auch in Wendungen, wie „über etwas tetaen*' Dan. 2, 48. 8, 18. 

6, 2. 4; „herrschen über etwas" Ezr. 4, 20, fi, 17; „ergehen über" Dan. 4, 
21. 25; „zürnen über" Ezr. 7, 23; vergl. zu der Bedeutung über, in Betreff 
noch Dan. 2, 18. 3, 17. 6, 13. 7, 16. 19. Ezr. 4, 8. 5, 1. 22. 7, 14. Von dem 
Begriff des schützenden Deckeuü aul jemanden geht aus die Bedeutung für, 
fK Qwutiten Ear« 6, 17. Bin flkhbeflnden odw SiehToUaiahen auf einer Grand- 
lage ist «ndlioh anoh TOfgeatellt in Wendnagen, via *«Ti^ a «Mnft/e 

1 Die Herkunft dieses rilV ist unj{e«is8. Bach Qtaen. W.-B. stammt es von 
anhängen, bedeutet also eig. Verbindwig; nach Levy (chald. W.-B. s. h, v.) ist es 
componirt aus \ und der Nota aocn?. r"> (D^), während Hoffmann ZDMG. XXXII, 
753 an ciuin Phiral von ^V» denkt (so dass ri*!^ mit Aphäresis des i< für eltcäth 
Staude). Gegen die beiden letzteren wendet sich Duval Revue des Müdes juives V 
<Paiiil862), p. 106 ff., iadmn er (sehr vBwahiMhsinlieb) ak Yentünneluug von 
(yon Kin eem) «kUit. 



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§ 69. Bie Ooignnetumaii. 129 

ihm gvit Dan. 6, 84; GogfiiURts 6, 15; T«rgl. B«iipi«lft 6, 19. 7, 36* 

üir* 5, 17. 7, 18. — Andersei t« aber IQbrt by auch das Ziel einer Bewogimg, 

resp.e\vi9H feindlichpn Ai!<^riffs ein; vergl. »tcÄ nahen, hernnfsteigen, kommen, 
gehen zu (bj) jemand Dan. 7, 16. Ezr. 4, 12. 23. 5, 3j hineingehen zu jemand 
Dan. 2, 24. 6, 7; schicken an jemand Ezr. 4, 11. 17. 5, 6. 7. In der Bedeu- 
tung vMra {über etwas hinaw) steht Dan. 3, 19, zur .^infiibrving des 
Objects eines laincllkliai Angriflk imd deig^ 9, 84. 8, 19. 89. 5, 88. 

Hit Suffixen: *49 »an. 4^ 81; ^ 8, 12 Q«f^ (tfi^ IT^); -«i'^I^r 3, 2B. 
4, 13 nnd ■»HS» Ezr. 6, 11; pAs» Dan. 4, 14 Q^rt (mi» Ä*«.)» *» 
12. 18. 5, 17; ■pn^l'S Ezr. 5, 1. 3; ch^^y Ezr. 7, 24. 
'{C s'^r (eig. ÄöÄcr, o/s mit comparativem ',73, s. o.) oberhalb, oben über Dan. 6,3. 
(Stamm 005) bei Dan. 2, 11. 4, 12. 5, 21; zusammen mit 9, 18. 43. 7, 13; 
Ezr. 7, 16, auch in Wendungen, wie reden mU jemand Daii. 6, 22; Krieg 
führen mit ... 7, 21; eitwas tk/m jmmi Esr. 6, 8; endlich zeitlich 
foSktmä Dan. 8, 33. 4, 81. 7, 8. 

lÜt SofAxen: ^ Dan. 8, 82; ^ Ear. 7, 13; Dan. 2, 82; ^(frno 
Ezr. 5, 2. 

nur in Verbindung mit ^ und "Vs: bs^^ eig. gegenüber, angesiehts Dan. 

2, 31. 3,?.. 5, 1.5; in Anbetracht, wegen 5. 10. Ezr. 4, 18 (nj^ mit Suffix 
Tjbajrb Dan. 2, 31. — 5a^?»3 (mit fast bedeutungslosem "bs) al.« Präposition 
nur vor ri3':| (s. § 67, No. 6; über die Verbindung mit zu einer (Jonjunction 
▼ergl. § 69).' 

B'ijg vor, auf die Frage wot Dan. 2, 10. Bnr. 4, 88, h&nfiger auf die Frage 
wohint Dan. 2, 84« 2fi. 8, 18. 4» 8. Ö. 5, 18. Bn. 7, 19; aneh B^D^ {veigL 

hebr.*>3l^^'c) ran Seiten Dan. 2,15. 18. 6, 27 (vornach einem Verbund tim«idiX 
Ezr. 7, 14. (Ueber das gleichfalls präpodtionell gebrauchte Feminin f iy y ^O 
Dan. 6, 11 oder 'pa Ezr. 5, 11 vergl. § 67, 6). 

Mit Snffixen: •'»'i;? Dan. 2, 9. 3, 32. 4, 3. 5 und "'O^^ (in Pausa) Ezr. 4, 18; 
'p-yq Dan. 2, 6. 6, 27. — r\'on'^ 5, 23 und 6, 23 QH-f (•]'^'Qlp K'th.); "V^h^ij^ 
4,5, 6, 23; 'p-)0 5, 19. 7, 10; r^i^, 7, 7 Q're (IT'tt^ KHh.); 'p-p 7, 8; 

Tin^4,4. ' 
rvinrt wiUr hebr. tH^ und wie dieiee mit Plnralnilttzen ▼erbonden) Dan. 
7, 27 (in gleicher Verbindung steht r-'npi-'jp Jer. 10, 11; vergl. hebr. rnpa). 

Mit Suffix: •'hirnn Dan. 4, 9. 18. Dagegen dürfte ihinnrrir ll als 
Hebraismus zu betrachten sein ; vergl. indess tachtaj „unter auch im Syrischen. 

§ 69. 

Die Goiqimotioiiai. 

1. Copulativ: "j und (vor Labialea und S'wa mobile 1, vergl. 
«lüCt Dan. 2. 4, naT221 2, 6; mit zu contrahirt: "i^j'n 2, 6; vor 
Chateph mit dem Vocal desselben: n"'^Tr\ 2, 17, verg^l. jedoch 
xnbKn Ezr. G, 12 nach § 11, 3, a) zur Verbindung sowobl ein- 
zelner Wörter, wie ganzer Sätze. Im ersteren Fall kann ^ bei 
jedem neuen Gliede der Kette wiederholt werden (so bei drei Glie- 
dern Dan. 2, 6. 10. 5, 11. 14; bei Tier Gliedern 18), oder nur 

Kaufcsteh, arMiiiMhe QnmmUk* 9 



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130 2. HaupttheiL Formenlehre. 4. Csp. Die Partikeln. 

beim letzten Glied (so Dan. 2, 17. iU. 3, 7. 29 beim 3. Glied; 

4, 4. Ezr. 6, 9 beim 4.; Dan. 2, 35. 45 beim 5.; 3, 7 beim 6.; 3, 5 
beim 7.) oder endlich bei zweien von vier und mehr Gliedern (so 
beim 2. und 1.: Dan 5, 2. 6, 8; beim 2. und 6.: Daai. 5. 4. 23; 
beim 3. und 4.: Dan. 2, 37. 3, 21. 27; beim 3. und 8.: Dan. 3, 2. 3; 
beim 6. und 7.: Dan. 3, 10). Zu dem sätzeverbindenden 1 (dem 
sogen, n aiiodosis) vergl. z. B. Dan. 2, 4 („sage den Traum . . . , so 
wollen wir" etc.). Anderer Art ist das % welches zur Einführung 
von Zustandssätzen dient; vergl. 2, 49 („während Daniel im Thore 
des Königs war**). Nicht selten steht endlich 1 mit einer gewissen 
Emphase und zwar), sowohl bei der Anreihimg yon einzelnen 
Substantiven (Dan. 4, 10. 12. 20. Ezr. 6, 8. 9), wie Ton ganzen 
Sätzen (Dan. 2, 16. 18, beidemale vor Infin. mit b = und zwar um), 

^ auch Dan. 6, 23* Ezr. 5, 10. 14. 6, 5 (überall qxi Tor einem 
SnbstantiY). 

2. ComparatiV: ttr{ wie, gleiehm^ Dan. 2, 43 (*i^»hebr* 
*it^K3; Uber das pleonastisch Toransgeschickte vari siehe yergl. 
das" W.-B.). 

3. 1^ dass zur Einführung yon Subjectsatzen (Dan. 3, 18. Ezr. 
4, 13) und Objeetsätzen (Dan. 2, 8. 9. 45. 3, 27. 4, 6. 14. 5, 14) nach 
Yerbis sentiendi und declarandi; yergl. auch: t*r md was das 

betrifft, dass Dan. 2, 41. 43 (Q'ri). 4, 20. 23. Als virtuelle Object- 
sätze werden auch Sätze in directer Bede bisweilen durch i'n ein- 
geführt (vergl. das sogen, reciiative oit im N. Test.): Dan. 2, 25. 

5, 7. 6, ü. 14. 

4. Causativ: denn Dan. 2, 20. 4, 15. 31. 84. G, 27; darum 
dass, weil 2, 23. 47 (nVD'; *»'t); 6, 24. — bnj^-bs (vergl. o. § G7, G 
und § Gb u. bing) alldieweil Dan. 2, 8. 10. 40? 4i. 45. 3, 29. 4, 15. 
5, 12. 22. 6, 4."5. 11. 23. Ezr. 4, 14. 7, 14. Mit noch stärkerer 
Häufung der Partikeln i'^-'j'a ns'^ weil nun also Dan. 3, 22. — 
frb desshalh, somit Dan. 2, 6. 9. 4, 24. 

5. Adversativ: ^nb nisi, ausser Dan. 2, 11. 3, 28. 6, 6. 8; auch 
sondern 2, 30; Jedoch Ezr. 5, 12. — D^ia (s. das W.-B.) aber, jedoch 
Dan. 2, 28. 4, 12. 20. 5, 17. Ezr. ö, 13.' 

6. Temporal: frya seit, nachdem Ezr. 4, 23. 5, 12 (dagegen 
Dan. 4, 23 wohl eig.: von da an, wo, d. h. Hs du erkennen würdest; 
doch wäre auch möglich von dem aus, dass = damit) ; femer '^T^l? 
Ins (donec) Dan. 2, 9. 4, 20. 22. 29, überall mit nachfolgendem 
Imperf.; dagegen mit Perfect — so lange bis 2, 34. 4, 30. 5, 21. 
7, 4. 9. 11. 22, Eigenthümlich steht den zeitlichen terminus 



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§§ 69. 70. Die Coitjunctioiien uud luierjectionen. 131 

mit einscblieBBend, Dan. 6,25: «und (noch) waren sie nicht gelangt 
bis zum Boden der Grube, bis (als bereits) die Löwen sich ihrer 

bemächtigt hatten" (übrigens mit der auch anderen Sprachen ge- 
läufigen Inversion des Hauptsatzes und des Temporalsatzes, anstatt 
„als sie noch nicht — gelangt waren, da hatten sich u. s, w,"). 
Blosses steht für '■^T^'P Ezr. 4, 21. 5, 5. — Vergl. endlich nj 
(«= hebr. nttj«3) simulatque Dan. 3, 7. 5, 20. 6, 11. 15. 

7. Conditionell: "jn wenn (niemals siehe!) Dan. 2, 6. 3, 15.17. 
5, 10. Ezr. 4, 13. 16. 5, 17; «b in wenn nicht Dan. 2, 5. 3, 15; auch 
getrennt i<b . "jn 2, 9; absolut steht "jm und wenn es nicht der 
Fall ist Dan. 3, 18. Vergi. lerner: 

8. "jn ob zur Einführung von indirecten Fragesätzen: Ezr. 5, 17, 
vielleicht auch Dan. 4, 24: ob vielleicht Dauer sem wird etc. — Ezr* 
7, 26 steht )n dreimal disjunctiv sive — sive — sive. 

9. Concessiv: ba|?-bs obgleich Dan. 5, 22. 
10. Final: ut nach Yerbis rogandi (Dan. 2, 16) oder im- 
perandi (3, 10.29. 4,3. 5, 15 u. sehr oft) oder anderen Wendungen, 
die eine Absiebt einschliessen (Torgl. B, 15. Ezr. 4, 16. 5, 10. 6, 10. 11. 
7, 13. 21. 25). Femer in Zusammensetzungen: ti^'r^P um des- 
willen, äass Dan. 2» 30 (ebenso im Spätbebraiscben, s, das W.-B.); 
dafür Dan. 4, 14 in gleicher Bedeutung 'ftf n'niT-T9; yergL dazu 
§ 11, 2, a. E. — Vielleicht gebort hierher noch *«T^13 Dan. 4^ 28; 
doch s. o. No. 6. — Mit Negation: '^l. damit nicht Dan. 2, 18. 
3, 28. 6, 18, überall mit nachfolgendem Imperf.; in gleicher Bedeu- 
tung steht mit dem Imperfeot auch nfib Ezr. 7, 23, oder blosses 
nttb Ezr. 4, 22. 

§ 70. 

Interjeetionen. 

Als Inteijection Icann allenfalls angeführt werden die Deute- 
partikel siehe! Dan. 3, 25. 



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DRIITER HAUHTHEIL 



SYNTAX. 



ERSTES GAPITEL 
Die einaelnen Kedetlieila 

L Syatax des Verkam 

(Tampm und MM 
§ 71. 

Das PerfiMt 

1. "Das Perfectum dient zum Ausdruck vollendeter Yi^nälnngeTi^ 
Ereignisse oder Zustände, mag nun die Vollendung eine thatsäch- 
liche oder eine bloss vorgestellte sein und mögen die betreffenden 
Handlungen oder Zustände in die Zeitsphäre der Vergangenheit, 
Gegenwart oder Zukunft fallen. Doch beschränkt sich im Biblisch- 
Aramäischen der Gebrauch des Perfects fast ausschliesslich auf 
die Fälle, in denen ein der Vergattgenhett angehöriger Act oder 
Zustand als vollendet bezeichnet werden soll. Näher ist dabei zu 
unterscheiden der CrebraucH 

a) als reines Perfect, zum Ausdruck tou Handlungen oder Zu* 
s^den, die der Redende oder Schreibende als abgeschlossen vor- 
Hegende bezeichnen will; so Dan. 2, 25: ich Habe einen Mann ge^ 
funden etc. ; 2, 45: ein grosser Gott hat dm Xönige kund gethan etc., 
Tergl. 2, 9 ('prctt'n^ri); 2, 10 (htxw); 5, 14. 16. 22 f. 26 ff. 6, 8. Ezr. 
5, 12 (nn*;). Besonders häufig ist dieser Gebrauch des Perfects in 
Relativsätzen ; vergl. 2, 23 : und nun hast du mir kund gethan, was 



1 Sielie dia Aufzählung der Tempora und Modi, auf deren Gebrauch das Bib- 
]iMlfc>AnnliMlM betehxlakt ist, § 23, 2. 



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§ 71. JHm Perfect. 



133 



wir von dir gebeten haben; 2, 26. 3, 12. 15. 28. 4, 17. 21 u. s. w. — 
Ferner im Fragesatz: was hast du gethan? Dan. 4, 32. 6, 13. 21; 
im Subjectsatz nach ^ Ezr. 5, 8; ebenso im Objectsatz Dan. 3,27; 
im Temporalsatz nach ^*Tyü_ Ezr. 5, 12 u. s. w. 

Anm. In dieselbe Kategorie gehört auch der (für nnsere Anffagsung prÄ» 
sautUche) Gebrauch des Ferfects 5^"], eig. er hat in Erfahrung gebracht, er 
weiss; so Dan. 4, 6. 5, 22; vergl. Gesen. § 126, 3. Zur ausdi uckiiclien Hervor- 
bebuiig der m der Gegenwart fortdaueruden Haudluug kanu jedoch hier, wie 
uxderwfirli (vergl. § 76, 2), auch das Pttrtieip in YerUudiing mit d«iiiFroiioiiMn 
lepaifttam (Dan. 2, 8) und togar ohne daaselba (Eur. 7, 85) verwendet werden. 

b) als tempus historicum (Aorist), zur Darstellung von Hand- 
lungen oder Zuständen, die in der Vergangenheit eine kürzere oder 
längere Zeit hindurch stattfanden. So im Verbais atz (vergl. § 96) 
Dan. 2, 7. 10. 15. 24 (bTK) und sehr oft; auch in temp(3reUen Ver- 
balsätzen nach Dan. 2, 34: bis ein Stein sich losnss; 7, 22. 
Sehr häufig ist ein solches Perf. histor. auch durch 1 copulativum 
einem anderen Perf. historicum coordiiiirt und entspricht dann 
dem hebr. Imperfectum consecutivum; vergl. Dan. 2, 12. 13. 16. 
34. 35. 3, 8. 24. 28 u. ö., mit Trennung des Perfect vom 1 copula- 
tiTum durch zwischeneingeschobeue Satzglieder Dan. 2, 17. 24. 25 
u. ö. Beispiele von Perfectis historicis im Kominalsatz: Dan. 2, 12. 
13. 14. 16 und sehr oft; nach ^ 

e) zur Darstettimg tob Handlungen oder Zustanden, welche 
in der Vergangenheit beim Eintreten anderer Handlungen oder Zu* 
st&nde bereits abgeachloeaeh waren. So besonders h&ufig in Rela- 
tivsätzen ; vergl. Dan. 2, 24: äeihalb ging Daniel hinein zu Arjokh, 
welchen der König bestellt hatte etc.; 2, 14. 3, 2. 22. 5, 2. 3 u. s.w.; 
ebenso in Causalsätzen (6, 24 nach ^z) und Temporalbälzen (6, 11. 
15 nach i^S, 5, 21 nach "1"^ vergl. auch 6, 25, wo in Folge der 
Inversion von Hauptsatz und Temporalsatz das Prädicat des 
ersteren die Bedeutung eines Plusquamperfect hat: sie waren (noch) 
nicht zum Boden der Grube gelangt, ah sich die Löwen ihrer bemäch- 
tigten u. s. w.) 

2. Als modus rei repetitae und zwar von einer seit längerer Zeit 
geübten und so noch in der Gegenwart fortgesetzten Handlung 
steht das Perfect Ezr. 4, 14 ^dienfeU wir dat Salz des Mastes sahenF 
(Uffrfyc)^ falls dieser Ausdruck wirklich besagen soll: «weil wir das 
Brod des Königs essen^ in seinem Solde stehen.*^ Wahrscheinlich 
bezieht sich jedoch ttshbia vielmehr auf eine vergangene symbolische 
(resp, sprüchwdrtlich gewordene) Handlung, durch welche man der 



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134 3. Haapttheü. Syntax. 1. Oüf. Die einzelnen Bedetheile. 

Unterwerfung unter den Befehl jemandes Ausdruck gab, und dieses 
Perfect gehört dann in die Kategorie der oben behandelten eigent- 
lichen Perfecta. 

3. Zur Darstelliinj^ einer in der Zukunft vollendeten Handlung 
dient das Perfect nur Dan. 6, 6 nach yrh: wir werden keinen Anlass 
(zur Klage) an diesem Daniel finden, wenn wir (ihn) nicht gefunden 
haben werden tV» Gesetze seines Gottes, 

§ 72. 

Die form F^'ü als Aeq,iiivaleut eines Perfecti Pasalvi dal 

1. Die als Aequivalent eines Perfecti passivi Qal verwendete 

I'' 'ilform (vergl. § 29, 3) steht in synlaklischer Hinsicht ganz auf 
einer Stufe mit den übrigen Perfectis. So steht das il 

a) als n ines Perfect: DITÜ D'^TD "^S^ von mir ist Befehl gegeben 
ivnrdcn Dan. 3, W und oft; 5, 27 («Tibpri); 5, 28 (np'^'^B): Ezr. 7, 14 
(n^bc), auch durch i coordinirt mit einem anderen P^'il Dan. 5, 2ö: 
(fD'^n'i;^) oder einem Particip (Ezr. 5, 16). In einem Nominalsatz 
Bteiit P^'il als reines Perfect £zr. ^ 18. 

b) als tempns historicum in Yerbalsätzen Dan. 5, 24, 80. Ezr. 
4, 24, auch in temporellen Yerbalsätzen Dan. 5, 20 (nach aUf) ; 
7, 11 (nach nr); in snsammengesetzten Nominalsätzen 2, 19. 30* 
3, 21. Durch 1 coordinirt mit einem Perfect steht erzahlendes P^Ü 
Dan. 6, 18. Ezr. 5, 14 (ns'^h'^')); ebenso, nur getrennt TOm l: Dan. 
4, 30. 7, 4 (i'^n*;), 10. 12. 14. 22 (im Nebensatz nach <ni *t9); coordinirt 
mit einem anderen P*'il: Dan. 7, 4. 11; ebenso, doch getrennt vom 
T: 5, 24 und wohl auch 5,21, falls für das Q're r^^lD das K'thibh '»m 
zu lesen ist. 

c) im Sinne eines Plusquamperfect: Dan. 5,25 (im Relativsatz) ; 
6, 11 (im Objectsatz): Vzr. 4. 23 (im Temporalsatz). Vergl. auch 
Ezr. 5, 7. 6, 2; ita scriptum erat. 

2. Ausserdem findet sich das P^'il einmal (Dan. 7, 27 in riD'^ri']) 
zur Darstellung einer Handlung, die zwar noch zukünftig ist (vergl. 
die Imperfecta vorher und nachher), aber als eine im Bathe Gottes 
beschlossene nnd daher zweifellos eintretende auch als eine bereits 
vollendete gelten kann; vergl. zu diesem sogen. Perfeetnm prophe« 
tienm Oese», § 126, 4. 



I 

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§ 73. Bas Imper£det. 



135 



§ 73. 
Das Imperfeet 

Wie in den übrigen semitischen Dialekten dient das Imper- 
feet zum Ausdruck von noch unvollendeten, kürzere oder längere 
Zeit andauernden Handlungen oder Zuständen, mögen dieselben 
nnn in die Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft fallen; im 
letzteren falle können sie ebensowohl als gewiss bevorstehend, 
wie als nnr eventuell eintretend gedacht sein. So steht das Im- 
perfeet: 

1, Znr Barstellnng der reinen Znknnft; vergl. Dan. 2, 39: und 
nach dir wird ein anderes Reich aufkmmen; 2, 40 — 44. 4, 13 f. 22. 

6, G (nach «b); 7, 23 — 27 u. s. w.; ebenso in Relativsätzen: 2, 11. 
25. 28 (nach nti); 2, 39. 44. 3, 5. 10. 29 u. s. w.; im Objectsatze 
nach "«12, 9; ebenso im Subjectsatze 3, 18. 

2. Zur Darstellung künftiger Handlungen oder Ereignisse, 
deren Eintreten noch irgendwie bedingt gedacht ist; so 

a) in Bedingungssätzen nach ijn, wenn, sowohl in solchen Fallen, 
wo im Lateinischen der Indicativ, wie in solchen, wo der Gon- 
junctiv eintreten müsste; vergl. Ban. 2, 9: wenn ihr mir den J^atm 
nicht kund thun werdet; 3, II: und wer wenn jemand) nicht 
nieder fäüen und anbeten würde u. s. w.; 5, 16. Ezr. 4, 13: wenn 
diese Stadt gebaut werden soUte u. s. w. 

b) im indirecten Fragesätze Dan. 2, 29: deine Gedanken . . . 
stiegen auf, tvas (wohl) {/eschchen werde etc. 

c) in Temporalsätzen nacli ■''n (im Sinne des latein. Futurum 
exactum) Dan. 1, 20: bis sieben Zeiten dahingegangen sein werden; 
vergl. :P'il5r\-^^t i? 4, 22. 29, ^^nsn '^r^'Q 4, 23. Ebenso nach 'tg Ezr. 
4, 21. 5, 5: bis die Bachern Darius gelangt sein würde u. s. w. 

8. Zur Barstellung künftiger Handlungen, deren Vollziehung 
beabsichtigt, befohlen oder gewünscht^ sowie künftiger Ereignisse, 
deren Eintreten gewünscht wird. Näher ist hierbei zu unterscheiden 
der Gebrauch des Imperfeots: 

a) in Hauptsätzen a) als Jussiv: Dan. 3, 5 (^bfirt u. s.w.); 4, 11 
("75!^); 5, 7 («ab'^); Ezr. 6, 3 f. 7. 12 (wn*;) etc.; nach dem prohi- 
bitiven Dan. 2, 24. 4, IG. 5, 10; ebenso, zum Ausdruck des un- 
bedingten Verbots, nach «b Ezr. 4, 21. — [3j als Optativ: Dan. 
3, 31. 4, 24. 5, 12 (überall in Nominalsätzen); 6,9 u. s.w. — "() als 



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136 3. Haupttheil. Syntax. 1. Gap. Die einzelnen Bedetheile. 

Cohortativ oder richtiger als Voluntativ^ in der 1. Sing. Dan. 2, 24. 
5, 17; in der 1. Plui. 2, 4. 7, 36. 

b) in Nebensätzen, welche eine Absicht ausdrücken. So nach 
finalem -»^ Dan. 2, 16. 3, 10. 14. 5, 29. G, 8. 27. Ezr. 4, 15 etc. 
(überall nach Verbis des Bittens oder Befehlens) ; vergl. ausserdem 
Dan. 5, 15. 6, 2 f. Ezr. 6, 10. — Nach '^'i Dan. 3, 28. 6, 18; 
nach rvüb Ezr. 4, 22; nach nab '^'n Ezr. 7, 23; nach nniTb? (*tr) 
Dan. 2, 30.4, 14. 



4. Seltener dient das Imperfect als erzählendes Tempus, da 
als solches in der Regel das Perfect (vergl. § 71, b) oder das Par- 
ticip (vergl. § 76, d) verwendet wird. Sichere Beispiele finden sich 
nur Dan. 4, 2: einen Traum sah ich (Per f.) und er erschreckte mich 
(Imperf.) , , . und dU Gesichte meines Hauptes machten mich bestürzt 
(Imperf.) ; die Ablösung des Perfecta duicli daa ImperfL mit *] ent- 
spiioht hier ganz der Ablösung des hebr. Perfecta durch Imperf. 
conseoutiTum und es ist nicht unwahrscheinlich, dass hier die G^e- 
Wohnung an die hebr. consecutio temporum einen Einfluss ausge- 
übt hat; ähnliche Beispiele, jedoch mit Trennung des Imperfect 
Tom n (wie Daii. 4, 2b) s. 4, 8 (wiederholt Y. 17). 31. 5, 6. 7, 15. 
16 (bis). Ezr. 4, 12; desgleichen nach einem F*^ 4, 30 (wiederholt 
5, 21) ; 7, 14. Umgekehrt werden Imperfecta dieser Art durch nach- 
folgendes Perfect abgelöst Dan. 4, 33. 6, 20. 7, 28. Fast in allen 
diesen Fällen (abgesehen von a'in'^ 4, 31. 83. 6, 20. 7, 16) liegen 
Handlungen oder Ereignisse vor, die nicht momentan, sondern 
eine kürzere oder längere Zeit hindurch stattfanden, resp, wieder- 
holt wurden. Dasselbe gilt von den noch übrigen Beispielen Dan. 
4, 9 (vergl. die Wiederholung 4, 18): unter ihm schattete sich das 
Wild (Ils ]'%'1(1(»s und die Vögel des Himmels wohrittm in seinen 
Zweigen und von ihm nährte sich alles Fleisch, und 7,10, WO gleich- 
falls zwei erzähknde Imperfecta coordmirt sind. 

5. Zur Darstellung von gegenwärtigen und zugleich in die Zu- 
kunft hineinreichenden Zuständen dient das Imperfect nur Dan. 2, 10 
(bw*^) und 3, 29 (bs*^), beidemale im Relativsatz, sowie 5, 16 (bsn ''^ 
in einem Objectsa^e), vielleicht auch 6, 9. 13 (nnnril^ end- 

1 ^S"le tsich aus der Formeultlae ergitbt (ver^;!. § 23, 2), kfuut daa Biblisch- 
Arauxaiäche besondere formen weder lur duu Jussiv imd Optativ (abgesehen vou 
einer etwugen Abuclit im Q«braaeb des Imper^Bcta von Hin mit b pcSfiHrmmtivum; 
doch veigl. § 47, Beftpiele 1, 5), noch für den Cobortativ und Yoluntatir. 



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§§ 74. 75. Der Imperativ. Der Infinitiv. 



137 



lieh zur Darstellung einer Handlung, die eventuell immer aufs 
neue stattfinden kann; Dan. 6, 16: dass kein Verbot oder Gebot, 
welches der König aufstellt (Imperf.), abgeändert werden darf, 

§ 74. 

Der Imperativ. 

Der Imperativ dient nicht nur zum Ausdruck wirklicher Be- 
fehle (Dan; 2, 9. 3, 26. 4, 11 al.), sondern auch zum Ausdruck von 
Bitten (2, 4. 24), Ermahnungen (4, 24; vergl. auch 5, 17. 6, 16) 
und sogar Wünschen; letzteres in der häufigen Anrede an den 
Grosskönig n^ebe immerdar!'' 2, 4. 3, 9. 5, 10. 6, 7. 22. 

Coordhiation von Imperativen durch 1 findet sich Dan. 3, 26. 
4, 11 (bis) und 20; dagegen wird £zr. 5, 15 das Dringliche dee 
. Befehls durch die asyndetische Aneinanderreihung dreier Impera* 
tive 2uni Ausdruck gebracht. 

§ 75. 

Der Infinitiv. 

1. Der Infinitiv findet sich in der groaeen Mehrzahl der Bei- 
spiele (s. die Ausnahmen u. No. 4) mit der Praeposition b (zu, um 
zu) verbunden und dient so zum Ausdruck einer Absicht nach Verbis 

des Befehlens, Beschliessens, Wollens oder auch nach Wendungen, 
die ein Thun oder doch ein Bereit-, Fakig- oder GenÖthigtsem 
ausdrücken; vergl. Dan. 2, 9. 10. 14. 46 f. 3, 2. 4, 15. Ezr. 7, 20 
etc.; sogar als Fortsetzung eines anderen, durch die Conjunction 
mit dem Imperfect ausgedrückten Absichtssatzes Dan. 5, 15: 
damit sie diese Schrift läsen und ihre Leutung mir kundzuthun. Ueber 
die Eigenthümlichkeit des Biblisch- Aramäischen, nach weicher das 
von einem solchen finalen Intinitiv abhängige Übjectsnomen dem 
Inhnitiv voranzugehen pflegt, vergl. § 84, 1, b. Dagegen tritt das 
pronominale Object stets in Oestalt eines Verbalsuffixes an den 
Infinitiv und zwar — abgesehen vom Infin. Qal — an die Endung 
W; vergl. § 37, 3, rf. 

2. Der Infinitiv mit b kann selbst dann sum Ausdruck einer 
Absicht dienen, wenn sein Subject ein anderes ist als das des 
regierenden Verbum; vergl. Dan, 2, 13: ss^ ntchtm den Daniel und 
seine GefShrten f^yif^mb damit sie getödtet mieden (eig. um geiödtet 
zu werden). 



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138 3. Haupttheil. Syntax. 1. Cap. Die einzelxMn BodeÜieile. 

3. Der durch negirte InfinitiT mit b drückt au«, dass etwfts 
nicht zu gesohehen hat, nicht gethaa werden darf; Tergl. Dan. 
6, 16: wisse, . • . dost Jedes Verbat und Gebot, welches der K6ntg 
aufstellt, n^:tpnb vh nicht abzuändern ist (nicht ahgeandert werden 

darf); ebenso in Relativsätzen 6, 9; Ezr. 6, 8. 

4. Ohne b finden sich nur einige substantivisch gebrauchte In- 
finitive, theils absolut stehend, theils besonders in Anlehnimg an 
andere Substantiva. Vergl. Dan. 2, 25 al: !r,'::nain!ia in Sichbeeilen, 
d, h. in Eile; 4, 24 {'y "^nra durch Erbarmen gegen die Elenden) \ 
Dan. 5, 12 iT^iriÄ das Kundthun von Räthseln; vergl. zu dem Stat, 
constr. auf n— auch Ezr. 4, 22: 'tt nptsnb zur Schädigung von 
König cn)\ I.zr. 7, 16: «123? n^i'^:rn sammt der freiwilligen Gabe 
(eig. „dem Sich-freiwillig-zeigen") f!e<i Volkes. — Tn dieselbe Kate- 
gorie gehören endlich auch zwei Infinitive, welche mit 3 und einem 
iVb»M>?fl/-Suffix verbunden sind: WjaSttS gemäss seinem Wollen (seinem 
Willen) Dan. 4, 32; rt3*^pttS bei seiner Annäherung, d. i. als er sich 
der Grube näherte, Dan. 6, 21; vergl. zu dieser auch im Hebräi- 
schen sehr häufigen Umschreibung des Temporalsatzes durch 3 mit 
dem Infinitiv Gesen. § 154, 3, f» 

§ 76. 
Das Farticipium, 

1. Das Farticipium drückt im Allgemeinen, entsprechend seinem 
nominalen Charakter, eine Zustandlichkeit aus, ohne einen Hinweis 
darauf, ob dieselbe als eine yergangene, gegenwärtige oder künftige 
zu denken ist. Doch überwiegen bei den Participia actiya die Bei- 
spiele, in welchen das Particip eine in der Gegenwart andauernde 
Handlung oder tunen gegenwärtig noch fortdauernden Zustand dar- 
stellt; vergl. Dan. 2, ö; n2K TT wissend (bin) ich, d. Ii. ich weiss; 
3, 25: das Aussehen des vierten ist gleichend (^^'^) einem Göttersohne. 
Dieses Andauern einer Handlung oder eines Zustandes kann auch 
darauf beruhen, dass sie zu der Natur und dem Wesen der Person 
oder Saclie geliören, denen sie zugeschrieben werden; vergl. Dan. 
3, (i al. xrnp"^ i^^^: das lodernde Feuer; 2, 40: dieweil das Eisen alles 
zermalmend und zerschlagend ist u. s. w. Eine Dauer in der Ver- 
gangenheit oder Zukunft drückt das Farticipium selbstverständlich 
da aus, wo es als Complcment des Perfects oder Imperfects von 
mn (s. die Beispiele unter No. 2) auftritt. Doch spielt auch ab- 
gesehen daron die Verwendung des Particips als Aequivalent eines 



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I 



§ 76. Bas Favtiloipiiim. 189 

tempuB hiBtorionm im Biblisch -Aramäisehen eine sehr wichtige 
Rolle. Ah Participium fdtiiri wird zu fassen sein i'^^nr Bau* 2, 8 
(hicraiwi)^ vielleicht auch I^Bä £zr. 4, 12 (aedificaturi), 

2. Von den verschiedenen Verwendungen des Particips (über 
die Bubstantivirten Partidpia act. Qal vergl. § 58, b, 1) kommt hier 
vor allem die als Prädicat eines Nommalsatzes, resp, als Comple- 
ment von n^n im Verbalsatz, in Betracht. Näher sind dabei fol- 
gende Fälle zu unterscheiden. Das Particip kann als Prädicat stehen 

a) in einem Nominalsatz, dessen Suhject ein eigentliches Nomen 
ist. So zur Darstellung eines in der Gegenwart dauernden Actes 
oder Zustandes Dan. 2, 11 : und die Sache, welche der König fordernd 
(ist) etc.; yergl. 2, 22. 27. 40. 43 Z;. 3, 25 &. 4,6. 15. Ezr.5, 8 ti. s. w. ; 
ebenso zur Darstellung eines in der Vergangenheit kürzere oder 
längere Zeit andauernden Actes oder Zustands Dan. 3, 22: da nun 
der Befehl des Königs geschärft (war) u. s. w. ; vergl. 3, 4. 5, 5 h, 9. 
6, 6. 7, 3. 10 f. 21. Ezr. 4, 19 f. 5, 2. 6, 14. — Hierher gehören auch 
die Fälle, wo als Subjeot des Satzes das urspr. Nomen '»nst in Ver- 
bindung mit einem anderen Nomen (so Bau. 3, 17) oder mit Suf- 
fixen (2, 26. 3, 14 f. 18) dem Particip vorausgeht. 

Sehr häufig steht jedoch das Particip vor dem Suhjectsnomen 
im sogen, umgekehrten Nominalsatz; vergl. über die gleiche 
Stellung im Hebräischen Gesen. % l4Aa, 1, Anm.); so Dan. 3, 3: 
da versmnmelten sieh (eig.: waren sieh versammelnd) die Satrapen 
u. 8. w.; 3, 7 (bis); 3, 26 (*}*>)?&&); 3^ 27. 4, 4. 5,7. 8 u. s. w., überall 
in Vertretung eines tempus Mstoxicum; dagegen zur Darstelhmg 
eines gegenwärtigen Actes oder Zustandes Dan. 2, 38: überail wo 
Menschen wohnend (sind) u« s. w.; vergl. 2, 45 ete. 

Ueberaus häufig folgt dem Subjeot eines solchen umgekehrten 
Kominalsatzes noch ein zweites, dem ersten durch i coordinirtes, 
Particip nach in der Formel: nttK" «3bö (od. etc.) n:r da 

antwortete der König (od. Daniel u. s. w.) und sprach Dan. 2, 5. 8. 
2ü. f. U. 8. w. 

b) in einem Kominalsatz, dessen Subjoct ein Personalpronomen 
ist. So wiederum zur Darstellung eines in der Gegenwart dauernden 
(oder doch eventuell jederzeit wiederkehrenden) Actes oder Zu- 
stands Dan. 2, 21 : und er verändert (eig. ist verändernd) die Zeiten 
u. s. w.: vergl, 2, 8. 22. 3, 17 (im Relativsatz); 3, 25. 4, 34 (drei 
Participien nach n:i<); 6, 17. 21. Ezr. 5, 8. Auf Vergangenes bezieht 
sich ein derartiger Nominalsatz Dan. 7, 7. Dass übrigens durch 
die Voranstellung des Pronomen separatum nicht nothwendig (wie 



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140 3« HavptthdL Syntax. 1. Gap. Die «iaaeliieik fiedeÜieüe. 

B. DuL 2, 21) eine besondere Hervorhebung desselben bezweckt 
wird, zeigen Beispiele, wie 3, 17« 25 etc. 

Auch in dieser Art Ton Nominalsätzen ist jedoch die Yoran- 
ttellung des Partidps nicht minder häufig; yiehnehr offenbart sich 
schon im Biblisch-Aramäisehen der Drang, durch die gleichsam 
enklitische Beifügung des Pronomen separatum zum Particip eine 
Art Praesens zu schaffen, welches Bestreben im Syrischen, wie im 
targumischen Aramäiscli (yergl. o. § 29, 3) zur vollständigen Ver- 
schweissung der Participia activa mit dem Subject-Pronomen ge- 
führt hat; vergl. Dan. 2, 8: n5K TP ich weiss; 2, 23. 3, 16. 4, 4. 
Ezr. 4, 16; in der Schilderung vergangener Handlungen oder 
Zustände Dan. 4, 4. 6, 5. 

c) in einem Nominalsatz, dessen Subiert durch das Pronomen 
relativum vertreten wird. Vergl. Dan. 2, 40: und wie das Eispn, 
welches zerschmetternd (ist); 3, 31. 4, 34. 5, 23 (drei durch 
negirte Participia); 6, 26. £zr. 5, 4, überall in Beziehung auf 
gegenwärtig Geltendes; dagegen in Beziehung auf Vergangenes 
Dan. 5, 5: und der König sah die ffand, weiche schreibend (war); 
vergl. 3, 19. Ezr. 4, 17. 7, 19. 

d) als Aequivalent eines Tollständigen Nominal- oder Yerbal- 
satxes, indem das Subject eines vorangegangenen Nominal« oder 
Yerbalsatzes noch fortwirkt; rergl. Dan. 2, 15: nigiT] ray (bM^n) 
er höh an und sprach; ebenso 2, 19. 24 ff. und ähnlieh 4, 11; andere 
Beispiele nach Nominalsätzen 2, 22 (yr, weldies indess auch als 
Apposition gefasst werden kann); 8, 3. 6, 5. Ezr. 5, 11, mit asyn- 
detischer Anfügung mehrerer eoordinirterPartieipien DasuB, 12. — * 

.Dass in diesen Fällen das Participium vermöge einer gewissen 
Erschlaffung des Sprachtriebes nicht etwa als Apposition zu dem 
vorausgehenden Nomen, sondern als wirkliches Aequivalent des 
Verbuin tinitum zu fassen ist, lehrt die irleiche Verwendung des 
Particips nach Verbalsatzen (oder zusammengesetzten Nominiii- 
sätzen) in Fällen, wie Dan. 2, 7: t\'mT\ isy sie antworteten 

abermals und sprachen; vergl. 2, 10. 3, 9. 16. 6, 14; andere Bei- 
8i>ieie 5, 1. 5. 15. 6, 7. 13. 14^ 16. Ezr. 5, 3. 

e) als Aequivalent eines vollständigen Nominalsatzes, indem 
das Subject aus dem Zusammenhang der Rede ergänzt werden 
muss oder auch (vrie bei dem deutschen »iö«, im latein. dicunt « 
man sagt) unbestimmt gelassen wird. Vergl. Dan. 4, 4 : und seine 
Deutung thaten sie (sc. die unmittelbar zuvor erwähnten Zeichen- 
deuter) mir nicht kund; 3, 24 (plffi 1!$?); ^ 32 (*V&l)\ £zr. 4, 15 



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§76. Dai Partieipiimi. 



141 



(y*V^$ sc* dieBewolmer Jernsalems); 5, 16 (KSänri); 6, 1. 3 (f^'i). 
YergL hierzu auch die § 83, / erwahiLten Beispiele Ton Paarticipieii 
in appositioBeller Stellung. ^ 

Eine hesondere Beachtung Terdienen hierbei die Fälle» wo der- 
artige Nominals&tze mit unbestimmt gelassenem Snbject lediglich 
zur Umschreibung des PassiTS yerwendet werden, so dass der Ge- 
danke an den oder die Urheber der betreffenden Handlung TÖllig 
zurücktritt; vergl. Dan. 3, 4: "jiDb ettch sind sie saftend — 

euch wird kund gethau; 4, 22 (T^T^O dann nucli zwiscIk in in- 
geschobenen Imperfectis 'j''J?aXT3, letzteres besonders mstructiv, da 
bei dem Benetzen mit Thau gar nicht an menschliche Urheber ge- 
dacht werden kann; Y. 30 steht daher ^^^S*^, dafür); 4, 2ö. 29. 7,5* 
Ezr. 7, 24. 

f) als Complement des Perfects oder Imperfects von nin zur 
HervorliebiiDij; der Dauer oder der öfteren Wiederholung von 
Handlungen, Ereignissen oder Zuständen; vergl. Dan. 5, 19: alle 
Völker u. s. w. "fbrni iin waren zitternd und sich fürchtend vor 
ihm; ähnliche Beispiele zusammengesetzter Nominalsätze s. Dan« 
6, 4. 5; mit einem Pronomen separatum als Subject und Voran- 
stellung des Particips 2, 31. 4, 1; mit dem Imperfect oder JussiT 
von nin Dan. 6, 3 a. E. Ezr. 6, 8. 9. 7, 2ßb; mit Ersetzung des 
Substantivs durch das Pron. relativurn Ezr. 7, 25. 26a; mit Voran- 
stellung des Particips tot das Imperfect Dan. 2, 41. 

Noch häufiger tritt diese Verbindung der Participia mit nin 
in Grestalt von Verbals&tzen auf, theils in der Reihenfolge: Imper- 
fecta Subjectsnomen, Particip (so Dan. 6, 3^), theils — und so 
gewöhnlich — in einfacher Zusammenstellung Ton n;in mit dem 
Particip, indem das Subject aus dem Zusammenhang zu ergänzen 
ist. So Dan. 5, 19b: bog »as Vtyrm wen er wollend war, (den) 
war er tödiend u. s. w. = er pflegte zu tödten, wen er irgend wollte; 
ebenso mit dem Perfect 6, 11 (bis). 15. 7, 19, Ezr. 4, 24. 5, 11; 
mit Voranstellung des Particips Dan. 4, 7. 10. 26. 7, 2. 6. 8. 13 
(hier mit unbestimmtem Subject: und siehe mit den Ji ulken des 
Himmels . . . war (einer) kommend. — Beispiele für die Verbindung 
des Imperfects oder Jussivs von nin mit dem Particip: Dan. 2, 43. 
6, 27. Ezr. 6, 10. 7, 26; mit Voraus tel Iii ni: des Particips: Dan. 
2, 43. 3, 18. Ezr. 4, 12: endlich Beispiele lur die Verbindung des 
Particips mit dem Imperativ: Ezr. 4, 22. 6, 6. 

3. Die Participia passivi, welche in der Regel auf eine yoIU 
endete Handlung hinweisen, stehen doch auch, wie im Hebräischen 



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142 3. Haupttheil. Syntax. 1. Cap. Die eixizehien Bedetheile. 

(Gesen. § 134, 1 a.E.), bisweilen im Sinne eines lateinischen Gerun- 
divs, indem der Begriff des Tbatsächiichen in den des Nothwen- 
digen umgesetzt wird, z. B. b''n*^ Dan. 2, 31 al. eig. gefürchtet, 
s. V. 2i,, fürchterlich; yc'^tx^ glaubrvürdif/, zuverlässig 2, 45; so wohl 
auch -^1*13 preiswürdig 3, 28; vergl. 4, 32: alle Bewohner der Erde 
— ?vie nichts (sind sie) zu achten; einmal sogar, wo es nicht eine 
fortgesetzte Thätigkeit, sondern eine momentane Handlung gilt, 
Dan, 2, 13: und der Befehl gi?ig aus -iibtoprir) x;"a*>3n'i d. h. nicht: 
und die Weisen wurden getödtei (so Theodoiion^ Vulg., v, Lengerke, 
Kamphausen, Keil, letzterer mit spitzfindiger Unterscheidung yon 
die Weisen und alle Weisen), sondern eig. und die Weisen waren zu 
iöätende » dasa die W. getödtet würden (so richtig schon LXX, 
von den Neueren de Wette, Ewald, Kranichfeld). Die Noth wendig- 
keit dieser Fassung ergiebt sich schlagend aus Y. 24, wo Daniel 
den Aijokh you der Tödtung der Weisen abhält, indem er die Deu- 
tung des Traumes in Aussicht stellt. Zu der Verwandlung des Tom 
▼erbum imperandi abhängigen Satzes in einen coordinirten selb- 
8l»ndigen Satz yergl. Ezr. e, 1 u. § 102. Zweifelhafter Erklärung 
ist dagegen l'^bnioia Ezr. 6, 3; gewobnlieh: sind aufzurichten (die 
Fundamente?), nach anderen jedoch seien tragend oder tragfähig 
(vergl. Bertheau z. d. St). 

IL Syntax de« Momeii. 

§77. 

Das OezeMeokt 

Bezüglich der Anschauungen, nach welchen in den semitischen 
Sprachen und so auch im Biblisch-Aramäischen gewisse Begriffe 
von Haus aus als Masculina, andere (so besonders Nomina ab- 
stracta, Raumbegrift'e, Namen von Gliedern oder Werkzeugen) als 
Feminina betrachtet werden, kann hier der Kürze halber auf 
Gesen. Gr. § 107 verwiesen werden; in Betreff der Bezeichnung 
oder Nichtbezeichnung der beiden Genera durch besondere En- 
dungen 8. 0. § 50 — 52; insbesondere über die Anhängung der 
Masculinendung an Feminina und umgekehrt § 50, Anm. 1 ; § 51, 2 
und Anm. 2. 3. — Beispiele für den Gebrauch des Plur. ieminini 
Ton Adjectiven im Sinne unseres Neutrums s« Dan. 2, 22: 
Mn<^rtort| tiefe und verborgene IHn^e; 7,8: fi'l^n grosse Dinge (s. y.a. 
freche Prahlereien oder Lästerungen). 

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§§ 78. 7U. Die Numeri. Der Status emphatieus. 143 



§78. 
Die NnmerL 

1. Die im Biblisch- Aramäischen vürkommendeii Beispiele yoü 
Singularen mit CoUectivbedeutung sind: )24 Steine Ezr. G, 4; itüjfct 
homines Dan. 4, 29 al.; i^pi das Gericht (von den Beisitzern des 
Gerichts, Dan. 7, 10); Geschlecht (als Gesammtheit der Coae- 
tanen) 3, 33 al.; das junge Grün 4, 12 al.; 53 sq. Plur. Ge- 
sammtheit, alle 3, 2al. (im Stat. emphat. nöb zur Bezeichnung theils 
aller lebendigen Geschöpfe Dan. 4, 9, theils aller Dinge 2, 40); 
gjtp Geflügely Vögel L>, 38 al.; Spreu 2, 35; "»B? Lauh 4, 9; nüIP 
Kraut 4, 12 al.; 'xrSi Haar (crines) 3, 27 al.; 'li^ JR^st, b. t. 
reUqui 7, 12 al. 

2. Der Plural ist in der grossen Mehrzahl der Beispiele zum 
Ausdruck einer Vielheit von Individuen oder Dingen (als sogen, 
numerischer Plural) verwendet. Von den Gesen. § 108, 2 behan- 
delten sonstigen Verwendungen des Plurals findet sich im Biblisch- 
Aramäischen der Gehrauch 

a) als sogen. Flächenplural: "pUK JnIHtz Dan. 2, 46. S, 19 (rergl. 
hebr. ta^l^); femer pnn Brust (s. § 55, 6, a) 2, 32, und wahrschein- 
lich auch tr^ae der Himmel; vergl. jedoch § 56, a, ß, 1. 

b) zur Bezeichnung eines Zeitraums: Leben Dan. 7, 12. 
Ezr. 6, 10. 

c) zur Bezeichnung einer Zuständliohkeit: (im Sing. QUmz) 
Gesichtsfarbe Dan. 5, 6. 9f. 7, 28. 

d) als sogen. Hoheits- oder Herrschaftsplural: p3i''b5 der Höchste 

(von Gott) Dan. 7, 22. 27. 

e) als sogen. Plural des Products (vergl. Gesen. § 108, 4, Anm 1): 
fi'jrn Weizen (in Körnern) Ezr. 6, 9. 7, 22 (hebr. D'^on im Gegen- 
satz zu ntsrt, dem Weizen auf dem Felde). 

:> ) Das mit einem pluralwchcn Suffix verbundene Nomen steht 
auch in solchen Fällen, wo es der Natur der Sache nach in einer 
Mehrzahl vorhanden sein niuss, im Singular; vergl. Dan. 3, 27: 
pmp«n i:?iB das Haar ihres Hauptes (vorher p.'T'iaCJia, welchen Plural 
die Masora jedoch gleichfalls in pn^i^^ über ihren Leib verwandelt). 

§79. 

Der Status «mphatleus. 
Während im Syrischen (vergl. Söldeke Syr. Gr. g 202 A) die 
ursprüngliche Bedeutung des Status emphaticus als der Deter- 



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144 8. Haupttheil. Syntas. 1. Gap. Dia einaelnen BedetlieUe. 

miDationsforai ia solchem Grade yerblasst ist, dass sehr viele Sub- 
stanÜTa nur noch in dieser Form vorkommen, beschrankt sich ihr 
Gtobranch im Biblisoh-Aramaischen auf die Falle, in denen anch 
das Hebräische den Artikel fordert oder doch znlaast 8o 

a) bei Wiedererwäbnnng von Dingen, die schon vorher genannt 
nnd daher als bekannt voransznsetsen sind, Dan. 4^ 2: einen Tnntm 
(Dbn) sah ich ... , dann V. Bb: damit He adr ii$ Ifeutung äe$' 
Traumes (»ttbn) ansagen sollten. 

h) zur Bezeichnung von Dingen, die als einzige ihrer Art eo ipso 
determinirt sind, wie ütT^b» 6 dso;. m'^'Wt die Erde, «RWa*^ das 
Trockene, d. i. Erde, t^XS'Q'O die Sotine, »^rü der Himmel, »nBlPTD 
die Morgenröthe^ ^^T^ /fachte Äibtt der Gross könig u. s. w. 

c) ZOT Bezeichnung allgemein bekannter Stoff- nnd Gattungs- 
begriffe (vergl. 0esm. § 109, 3, Anm. 1, (), wie das Fleisch 
(die lebenden Geschöpfe) Dan. 2, 11 ; vtytoy das KrmU 4, 22; K'jtan 
der Wein 5, 1 ; K&coi rnm das Gold und Silber Ezr. 5, 14 (anders 
Dan. 2, 82ff.). 

d) bei Völkernamen; vergl. Dan. 6, 29: nsplB ffiiis Cyrus der 
Perser, und so alle Ezr. 4, Ü aufgezählton Geuüiicia (doch vergl. 
0*»W '^Tch den Medern und Persern Dan. ii, 16. 

• T - T « 

e) bei der Nennung von Personen oder Dingen, welche durch 
nachfolgendes determinirt werden, mag nun einen eigentlichen 
Relativsatz einführen oder nur (in Verbindung mit einem Substantiv) 
zur Umschreibung des Genetivs dienen (vergl. u. § 81). So Dan. 
3, 32: die Zeichen und die Wunder, welche der höchste Gott an mir 
gethan hat; Ezr. 6, 14: ^T't! ^ Pälasi (oder der Tempel) 
von Babel. — Ebenso^ wenn das Nomen durch nachfolgendes Fro- 
aomen demonstrativnm determinirt ist, wie fst^ an^bs dieses BUd 
Dan. 2, 31 n. s. w. 

f) in allen den zahlreichen Fällen, wo ein Begriff irgendwie 
durch den Context näher determinirt ist als nach der Sachlage in 
Betracht kommend oder vorauszusetzend. So besonders bei der 
Erwähnung ganzer Kategorien von Menschen, deren Vorhandensein 
nach dem Zusammenhang der Erzählung selbstverständlich ist, wie 
Dan. 2, 14: «^n3D"2l der Oberste der Leihwächter; 3, 2: der König 
N. sandte aus zu versammeln dtr Satrapen, die Pr'äfecten u. s. w.; 
Ezr. 4, 8: }(*i5C *^t:t:ü kimsaj der (zuiii Beamtenpersonal noth- 
wendig gehörende) Schreiber; aber auch in Fällen, wie 2, 4: »"lüB 
die (von dir geforderte) Deutung; 2, 8: M^*^ die (zu eurer Bettung 



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§ 80t Die Daratellusg des Genetivverhältnisseä etc.. 145 

nöthige) Zeit; 2, 13: der (bezügliche) Defehl; 6, 8: Kn^.'^nK ni» 
die Gruhe der (am königlichen Hofe gehaltenen) Löwen etc. etp. 

g) bei Nominibus im Vocativ; s. das Nähere § 82, a. 

Dagegen ist der Gebrauch des Status emphaticus m allen den 
Fällen ausgeschlossen, wo ein Nomen ■ — - sei es als Nomen proprium, 
oder durch Anlehnung an ein anderes Nomen — bereits deter- 
minirt ist oder wo es als Prädikat steht, da dieses seiner Natur 
nach fast immer undeterminirt ist (vergl. Gesen. § 110, 3). So Dan. 
2, 11: n')''j?;) . . . i<ln?^1 und die Sache ist schwer; 2, 45: Kttbri a'^lt^ 
'nrmu ycmq^ wahrhaftig ist der Traum und zuverlässig seine jDeutmff. 

§ 80. 

Die Darstellimg des Oenetivverhältnisses durcii den BogesL Status 

constructtts. 

1. Die Darstellung des GenetivrerhältnisseB durch Anlehnung 
des Nomen regens im sogen. Status constructus (über die lautUehen 
Verändernngen desselben yergl. o. § 52) an das Nomen rectum 
findet im Biblisch-Aramäisclien, wie in den übrigen semitischen 
Dialekten, in allen den manigfaltigen Fällen statt, in denen die 
Zugehörigkeit einer Person oder Sache zu einer anderen, ihre Be- 
ziehung auf eine andere oder ihr Ausgehen und somit ihre Abhängig- 
keit Ton einer andern ausgedruckt werden soll. Vergl. z. B. Dan. 
2, 10: Ksbtt t\\ü das Wort (Begehren) des K&nigs; 2, 12: baa "itt-^sn 
die Weisen Babels; % 23: "^TTOHt tbuti der GoU meiner Väter; 3, 6: 
KP'ip;^ «'^'ü "pnK idab ins Innere des Ofens des lodernden Feuers. 
"Wie diese Beispiele zeigen, wird der Status constructus durch das 
nachfolgende detcmänirte Nomen rectum zugleich mit determmirt. 
Das letztere ist in obigen Fällen der Reihe nach determinirt alsStat. 
emphaticus, als Nomen proprium, durch Suffix; im letzten Beispiel 
ist das Nomen rectum "^inx selbst wieder Nomen regens zu xn^i: und 
somit durch dieses determinirt. Vergl. dagegen: Dan. 7, 4: iinb 
ei7i Mrnschenherz; 3, 25: ein Göttersohn. Andere liierher 

gehörende Beispiele s. Dan. 2, 30. 3ö. 6, 8; dagegen 4, 5 besser 
der Geist heil. Götter^ indem 'p rnbi< wenigstens dem Begriffe nach 
determinirt ist. Drei Status constructi folgen einander Ezr. 7, 20: 
das Uebrige des Bedarfs des Hauses deines Gottes. Die Anlehnung eines 
Nomen an einen Stoffbegriff findet sich Dan. 3, 5 ; myrn Dbx das 
Büd des Goldes, d.i. das goldene Bild, und 5,2—4 (Kan^^aJTü und 
'l 'tnbK) ; über die gewöhnliche Ausdruckaweise in diesem Falle 
Tergl. § 81, e, 

KAiit»toh»M»«iiiiieii« Gzwiinatlk. 10 



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146 3. Haupttheil. Syntax. 1. Gap. Die einzelnen Eedetheile. 

Von anderweitigen Beispielen der Unterordnung vergl. noch 
Dan. 2, 13: «mats der Oberste der Leilmachier ; 2, 47: Wb» 

• -IT-- ' »•♦»tT 

pDbtt T\yc'^ ein Gott über Götter n7id ein Herr über Könige. — Ezr. 
4, iö : 'j'^sbla n^TSnp eine Schädigerin von Königen und Provinzen. 
Endlich bei Zahlwörtern: D'^&b^ tausend Tausende und j^*! ia^^ 
eine Myriade Myriaden Dan. 2, 7* 

BeiBpiele für die Anlehnung von bis ("bd), eig. Gesammtheit, an ein 
anderes Nomen s. Dan. 2, 12: bai '^is'^sn bb Weisen Babels; Esr. 
7, 16: bna mS'^'Ttt bb^ m ifer ganzen Provinz Babel; dagegen mit un- 
deierminirtem Nomen rectum Ezr. 7, 16 : Wfi bb alles Silber 
und Gold; Dan. 3, 29: tXP^'S Jegliches Volk u. b.' w. ; vergl. Ezr. 6, 12, 
doeh audi Dan. 2, 10: Pb^ i hr^b irgend einen Zauberer und 6, 8 
(rrbM-b^-^lQ). Auch in Anlehnung an das Pronomen relativum 
jeder der Dan. 6, 8. Ezr. 7, 26, oder alles was Ezr. 7, 21. 23; yergl. 
auch Dan. 2, 38: fr^D^ überall wo, 

2. Der Status absolutus kann jedoch auch zur Naherbestim- 
mung einee im Status constr. vorangehenden Eigenschaftsbegriffes 
dienen. Ein Beispiel dieser im Hebräischen (Gesen, § 112, 2) und 
Syrischen (Nöldeke Syr. Gr. § 205 A) ziemlich häufigen Verbindung 
(der sogen, nneigentlichen Annexion) ist im Biblisch-Aramäischen 
nur Dan. 7, 9:]''t:i"^ pW ein alter an Tagen, ein hochbetagter; da- 
gegen bei der Wiedererwähnung V. 22 : «^»i'J p'^I^H? der hochhetagte, 

§ 81. 

Umschreibiuig des GeaetlvrerhiUtiiisses durch 

Weit häufiger als die Anlehnung des Nomen regens im Status 
constntetus an das Nomen rectum ist die Anfügung des letzteren 

mit wie in «sbio-^n «t3'»bo der Beamte des Königs} Wie dieses 

* Bei der Erklärung dieser Umschreibung'en des GenetivTerhältnisses durch 
könnte man geneigt sein, von solchen Beispielen auszugehen, welche sich noch als 
üusserste Yerklirzungen ursprünglich volktändiger Belativsätze zti erkennen geben, wie 
B. B. Dan. 2, 38: das Maupt^ welches das Gold {ist). Immerhiu müsste man dann 
^wnMiwift<m , Ammg ikb in dsn aramliiiiflMiin DiddktMi ««Jmmh —Iii» frnhA das S^wiustMui 
TOD dem «igradifilitii ObAnkfcMr dicMs (im SytiMhm und Taiyambchen ^ vtrloMii 
habe. Das Bichtigere wird jedoch adn, von dem ursprünglichen Charakter des '^'7 
als allgemeiner Deut^wurzel ausmgdien; sie dient einfach als Hinweis auf das Nomen, 
zu welchem das vorangehende Nomen in irgendwelche nähere Beziehung gesetzt werden 
sollte. Dieser Hinwei" aber wurde nöthig, als die Sprache das Bedürfniss tni]ifand, 
das Nomen regeus m seibstandigor Determination (anstatt der Determination durch das 
Nomen reetom) TorsofQhren od« umgfekehrt seine Indetermlnation dentfidi hemv- 
tMbm» N«ohdem sn dieeem Belmf die AntofanonK aulliiegeben war» moeite die 



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§81. UmBohreibuDg des (ienetiTverhälinisges durch *t^. 147 



Beispiel zeigt, hat der durch "^"n eingeführte determmirte Genetiv 
in Folge der nur lockeren Anfügung nicht mehr die Kraft, das 
vorausgehende Nomen rectum mit zu determiniren, wie dies nach 
§ 80 bei dem Status-constructus-Yerbältniss der Fall ist. Das 
Lockere der Anfügung zeigt sich übrigens auch in der Möglichkeit 
(s. u.), zwischen das Nomen regens und den durch ''1 eingeführten 
Genetiv oiiicn anderweitigen Genetiv oder andere Satzglieder ein- 
zuschieben. Näher ist zu unterscheiden: 

a) der durch eingeführte indeterminirte Genetiv unmittelbar 
nach einem nndeterminirten Nomen; so Dan. 5, 5: läistg^ l^aap; 
Fif^er (von) einer Menschenhand; 7, 4 {AdUrflügel)\ 7, 9 {Feuer- 
flammen) \ 7, 10 (ein Feuersirom), 

b) der determinirte Genetiv unmittelbar nach einem deter* 

minirten Nomen, Dan. 2, 14; de?- Oberste der Leibwächter KSb» ^ 
(h's Königs; vergl. 2, 15. 19. 25. 49. 3, 22. 4, 12 und sehr oft, auch 
in Fällen, wie Ezr. 4, 10: in der Siadt Samarien 

(analog hebräischem in^B'^riS der Strom Euphrat, vergl. Gesen. § 114, 3 ). 

c) der durch •»'i eingeführte Genetiv zur Angabe des Stoffs, aus 
welchem etwas besteht (in Stellvertretung der vollständig mangeln- 
den Stoffadjectiva). Dass auch hier thatsächlich ein Genetivverhält- 
niss dargestellt werden soll, lehrt das § 80, a a. E. angeführte 
Beispiel T\yr)^_ Qbx Dan« 3, 5. Weit häufiger ist jedoch die Anfügung 
des Stoffs durch 'vsi ; vergL Dan. 2, 38: »arn niBMn das ffaupt des 
0oldes — das goldene Haupt; 2, 39. 5, 7. Ezr. 5, 14^ ebenso aber 
auch nach einem indeterminirten Nomen: btn&n'ii 1%Ka in einer 
Fessel van Eisen Dan. 4, 12; vergl. 7, 6f. 7. Ezr. 6, 4 (bis). Wie 
loeker in solchen Fällen die Stoffangabe mit dem dadurch be- 
stimmten Komen zusammenhängt, zeigen besonders die Beispiele 
Dan. 2, 32 £, wo die Umschreibung des Stoffadjectivs zugleich die 
Stelle des Prädicats vertritt: nt; nnn '^'n nwx^ sein Haupt (war) van 
lauterem Gold u. s. w. 



Boddnuig sum 0«neliv divdx die Eimcihidwing dnes bMondaren Dentoworts iviedor 
lieigeiteUt Verden. Bo ist diese TTmaohreibiinff des GeDetiWerhältnisses ein hervor- 

ng&ades Symptom der syntaktischen Decomposition, welcher das Aramäische in so 
vielen Punkten verfallen ist. Denn die Andeutung des syntaktischen Verhaltnissei 
der Wörter durch besonderr" an sich fast bedeutungslose Plickwörtchen pfles-t sich 
dann einzustellen, wenn das Cxeiühl für die Eectionskraft, die schon in einer bestimm- 
ten Anofdnung der W«Krte Uegt, im SchwindeiLbegrifliMi ht* So konnte es geschdun 
(reiiB^ n. § 84t 1), deae dio SpnMh« idDbst «v Einllibiiiny dw Objecto die BeOraUi» 
einer Fkl^oeition nicht TcnciimSht». 

10* 



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148 3. Haupttlieil. Syntax. 1. Cap. Die emi^elueii üedetheiie. 

d) mit EinachiebuDg eines anderweitigen Genetivs oder eines 
Attributs Tor dem mit beigefügten Substantiv Ezr. 5,* 14: die 

Gefä$se des Hauses Gottes von Gold und Silber — die goldenen nnd 

silbernen Gefässe des Hauses Gottes; Ezr. 6, 5. 8; auch nach einem 
Genetiv in Gestalt eines Suffixes Dan. 2, 34: xbrnB *>l "^nibaTb:? 
i<Bcn"^ auf seine Füsse von Eisen und Thon ^ auf seine eisernen und 
thönernen F. — Nach einem Attribut Dan. 7, 6: Cjir^*^ f'B^ 
vier Flügel eines l'oyels = vier Vogelflügel; vergl. 2, 39. Dagegen 
steht in den ähnlichen Beispielen 7, 7 und Ezr. 6, 4 das Attribut 
hinter dem Stoffbegriff. 

e) Aus dem Bestrehen, das Nomen regens in möglichster Selb- 
ständigkeit und Bestimmtheit hinzustellen (s. o. die Note zum 
Eingang des §) erklärt sich endlich auch die Eigenthümlichkeit 
des Aramäischen, nach welcher die mii*i^ eingeführte Umschreibung 
des GenetiTS schon zuTor durch Anhängung des Suffixes der 3. Person 
an das Komen regens angekündigt wird; vergl. Dan. 2, 20: TVq'O 
Itt^bif*»''! eig. sein Name (nämlich) Gottes, d. i. einfach der Name 
Goltzes; 2, 44. 3, 8. 25. 28. 29. 4, 23. 6, 25. 27. Ezr. 5, 11, sogar in 
der Anrede Dan. 3, 26 (s. § 82, e), 

§ 82. 

Das Nomen im Ausruf. 

Abgesehen von Ezr. 4, 17 (abo) nnd 5, 7 (^|5 ^lobo), in welchen 
Stellen der Ansruf in der Ueberscbrift von Briefen deutlich die Stelle 
eines vollständigen Wunschsatzes vertritt (vergL den analogen Fall 
Dan. 4, 16), kommt hier vor allem die Verwendung des determi- 
nirten Nomens als Yocativ in Betracht. Die Determination ist 
eine nothwendige, weil der oder die Angerufenen dem Redenden 
schon als irgendwie bestimmt (von anderen Personen oder Dingen 
unterschieden) vor Augen stehen müssen. Die Determination kann 
bewirkt sein 

a) durch den Status emphaticus oder die Anlehnung an einen 
solchen (nach § 80); vergl. Dan. 2, 4 und sehr oft: X3bi2 o König! 
Drei Vocative, der letzte mit i angefügt, finden sich Dan. 3,4: 
(ihr) Völker, Nationen und Zungen! Aniehnung an einen Status em- 
phaticus findet statt Dan. 6, 21: Daniel, (du) Unecht des lebendigen 
Gottes! 

b) durch den Charakter des betr. Nomen als Nomen proprium, 
Dan. 3, 14 und 26 (drei Yocatiye); 4, 6. 15. 28. 6, 7. Ezr. 6, 6 (vier 



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§ 83. Das Nomen in Apposition, 



149 



Vocative, der erste von einer Apposition, der letzte von einem Re- 
lativsatz begleitet). In die Kategorie der 2^omina propria gehört 
natürlich auch das als Äequivalent für ein Nomen proprium ver- 
wendete Personalpronomen; vergl. Dan. 2, 87. 5, 22. Ezr. 7, 25 
(überall mit einem weiteren, in Apposition nachfolgenden 
Vocativ). 

c) durch ein Suffix: Dan. 4, 16 (^^^); vergl. 3, 26; "»i "^niiar 
nje^? HiT)^^ (ihr) Knechte des höchsten Gottes (vergl. zu dem Suffix 
vor dem Genetiv § 81, « a. £.), als Apposition zu drei Nomina 
propria. 

§83, 

Das Nomen in Apposition. 

Die Apposition oder Beifügung eines Nomen zu einem anderen 
Nomen behufs der Näherbestimmung desselben kann nach jedem be- 
liebigen Casus eintreten. Steht das näher zu bestimmende Wort 
unter der Rection einer Präposition, so wird die letztere vor der 
Apposition nicht nochmals wiederholt; vergl. Dan. 2, 14: 
'y\ '"cry) dem Arjokh, dem Obersten der Leibwächter des Kijjügs; Dan. 
3, 20: b'^n^naa Männern, Männern von Kraft u. s. w. 

(gebot er . .); Ezr. 6, 2: «rc^'n^a "^Toa in der Provinz Medien. Aus 
diesen Beispielen ergiebt sich zugleich, dass sich die Apposition 
bezÜgUch der Determination oder Nichtdetermination nach dem 
zugebörigen Substantiv zu riobten bat. Näber unterscbeiden wir: 

a) die einfacbe Kominalapposition, welcbe als notbwendige 
Ergänzung des vorangehenden Nomen mit demselben einen Begriff 
bildet; Dan. 3, 8: ■j'^Si'nia?? 'j'^naa Männer^ Chaldäer = cbaldäiscbe 

Männer; Ezr. 7, 13: bxnC"; «'S!?. In beiden Fällen würde das als 

Aj^jpositiüii verwendete Substantiv auch allein stckon können. 

b) die Näherbestimmung eines Nomen proprium oder eines 
Pronomen, welches die Stelle eines Nomen proprium vertritt, 
durch die Amts- oder Würdenamen otler allgemein durch die Bei- 
fügung der Begriffskategorie, in welche es gehört; Ezr. 6, 3: Oiis 
«abtt der König KoreS; vergl. Dan. 3, 1. 4, 25. 5, 1. 6, 1, Ezr. 4, 8 
u. ö. ; Ezr. 6, 2: Mro*^^)] '^'nä^ in der Provinz Medien, Dabei kann 
die Apposition auch durch einen oder zwei Genetive ergänzt sein 
(vergl. Dan. 2, 14. 15. 7, 1. Ezr. 4, 8. 24. 7, 12) oder auch selbst 
wieder eine Apposition bei sich haben, z. B. Dan. 5, 30: BelSassar, 
der König, der Ch<üdäer. (Die gleicbfalls bierber gebörigen Bei- 



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150 3. Hauptiheil. Syntax. 1. Cap. Die einzeln«!! Bedetheile. 

spiele von Appositionen im Vocativ s. o. § 82, b uad c) Ebenso 
häutig tritt jedoch umgekehrt 

c) das Nomen proprium als appositionelle Ergänzung zu dem 
vorausgeschickten Amts- oder Würdenamen; z. B. Dan. 2, 28: dem 
König, Nebukaänesar , vergl. 2, 46. 4. 15. 5, 9. 11. 6, 10 (so wohl 
auch 3, 16, wo die Masora den Titel durch Athnach vom Nomen 
proprium trennt und letzteres somit als Vocativ fassen will). 
Als Apposition zu einem Personalpronomen Dan. 4, 15: ich, der 
Kdnig, N, (ohne das Nomen proprium 4, 31); mit einer ander- 
weitigen Apposition Dan. 5, 11: der König, N,, dein Vater. 

d) die Apposition als Näherbestimmung des Verhältnisses 
zweier Personen oder auch zur Angabe der näheren Beschaffenheit 
einer Person oder Sache; yergl. Dan. 5, 13: M|bn der König, 
mdn Vater; TCrgl. 5, 2. 2, 17 (doch audi, analog den oben lit. d 
aufgeführten Beispielen, in umgekehrter Wortstellung, z. B. Dan. 
5, 11: d^ Vater, der König; Tergl. 4, 21). — Dan. 3, 20: Männern, 
kräftigen Männern; Ezr. 6,7: das Keü, die Gesammtheii ^ tXL^B»TX\ 

e) die mehrgliedrige Apposition als Specification eines Bammel« 
begriffs; vergl. Dan. 6, 8 (vier Appositionen zu ')3 WD bs); Ezr. 4, 9. 

Als eine besondere Eigenthümlichkeit ist schliesslich noch zu 
nennen : 

f) die appositionelle Stellung des Particips in Fällen, wo 
dasselbe gleichsam ein zweites Prädicat repräsentirt ; Dan. 3, 7; 
(da waren) nieder füllend alle Volker u. s. w., anbetend das goldene 
Bild; ähnliche Beispiele 3, 27 (tnn); 6, 28. 7, 7. 19. Ezr. 4, 12 
(doch könnte hier "j^sa nach § 7G, 1 a. E. auch als Partie, futuri 
gefasst werden).* Diese Ersetzung der Coordination durch hlosse 
Juxtapposition ist ein weiteres Symptom von der syritaktischen 
Decomposition der Sprache, wie sie sich schon in der umfassenden 
Verwendung des Particips (an Stelle des Verbum finitum) im No- 
minalsatz (vergl. § 76) als der bequemsten und gleichsam lapidaren 
Erzählungsform kundglebt. 

§ 64. 

Das Nomen unter Verbalrection. 

Ausser der nächstliegenden und häufigsten Unterordnung eines 
Nomen unter das Verbum als eigentliches oder entfernteres Object 
gehört hierher die Verwendung des blossen Nomen als zweites 

* Anderer Alt iet auch Dan. 7, 3, wo "j^Sü in enger Verbindung mit dem Subject 
m denkm iat « vier grou% Tkitm, im «me tettdUiden wm andern, atiegm avf. 



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g 83. Das Komen unter Yerbalrection. 



151 



Object (sogen, doppelter Accusativ)/ sowie zur Angabe des Mittels 
(StoÖes) oder einer räumlichen Ausdehnung oder eines Zustands. 

1. Das in einem selbständigen Nomen bestehende eigentliche 
Yerbalobject kann mit oder ohne b dem regierenden Verbum eben- 
sowohl vorangehen, als nachfolgen. Nur die Pronomina personalia 
*h8n und liBH (s. die Beispiele vollständig in § IS) stehen als Ob- 
jecto immer nach dem Yerbnm, während f'^tr^d Dan« 2, 40 gegen 
die Accente als Object der nachfolgenden Yerba zu betrachten ist. 

Beispiele voxk durch h eingefOlirteii Objecten tot und nach dem Yerbnm 
a. I 68 imter Ib (zweiter and dritter Abaats). Beispiele von Otgeoten ohne ^ 

a) 7iach dem Yerbnm, nnd zwar nach dem Perfect oder Imperf. Dan. 2, 5. 
13 f. 25. 35. 41. 44. u. s. w.; nach Imper. 2, 4. 7, 5; nach Infin. 2, 26. 47. 4, 23« 
6, 8 u. s. w. (s. u. lit. h); nach Partie. 2, 2! f. 40. 7, 20 f. u. s. w. 

b) vor dem Verbum und zwar vor Perfect oder Imperf. Da«. 2, 4. 6 f . 9 
16. £zr. 4, 14 (in der fignra etymologica) u. s. w.; vor Imper. 2, 6. 9. 4, 6. 12, 
S, 17. £sr. 7, 19; vor Partie. Dan. 7, 19; Esr. 4» 12. 5, 4. 6, 1. Geradezu übw- 
'wiegend iat di« Toranstdlnng des Olgects vor den Infinitiv mit V; den 22 Bei- 
s|delen von nachgestellten Objeeten (daronter 10» urelche mit ^ eingeführt sind) 
stehen 31 Beispiele von vorauigesebioktMi Objeeten gegenüber («lavon nnr tines 

mit b; vergl, Dan. 6, '24). 

Wenn die häutige Yoransteliung des Objects schon an sich auf eine 
starke Lockerung des Bectionsverhältnisses deutet, so noch uielu' die zahlreichen 
FftUe, in welehirai tich zviatAua dem voranzgesdhiekten Object nnd dxm regie- 
renden Verb ein oder mehrere Wörter eingeschoben finden; vergl. Dan« 2, 9. 
10. 3, 16. 82. 4, 34. 7, 24. Ext. 4, 14, Dabei findet nieht nnr in der Yoran- 
steliung des Objects überhaupt, sondern in der gesammten Anordnung der 
Einschübe nach dem Object bisweilen eine merkwürdige Uebereinstimmnng' 
mit der im Deutschen üblichen Wortstellung »tÄtt. 

Die Wiederauinahme eines allzuweit entfernten Objects durch f\h scheint 
voEznliegen Dan. 5, 23 j denn das £nde dieses Verses wird mit Theod, gegen die 
Acomte zn übersetzen sein: «%» hast du nieht geehrt f — Ueber die Auslassung 
des Objects s. § 89, 1. 

2. Das durch b eingeführte entferntere Object kann gleichfalls 
ebensowohl vor (Dan. 2, 19. 8, 18 n. s. w., auch mit Suffix 3, 4. 
5, 17. 7, 14. 27}, wie nach dem regierenden Verbum stehen. Die 

scheinbar absolute Stellung der durch b eingeführten Nomina Dan. 

3, 31: ^ebukadnesar, der König, allen Völkern, Nationen und Zungen 

t Da in Folge des gänzlichen Mangels an Flexionsendnngen (vergl* § 49, 2) 
eine Diflierena des Snbjeets- nnd Objeetsnomen d«n Sedend«i nicht anm Bewnsst* 

sein kommen konnte, so wird der Tei*minu8 ^^Accosativ" besser vermieden. Am 

ehesten ist er noch auf die mit \ eingeführten Ohjcete anwendbar, da sich hier die 
Praeposition mit dem Nomen für das Sprachbcwusstsein sichtlich zu einem eigent- 
lichen Casus verschmolz. Aus 'Umselben Grund können auch die Umschreibungen 
Uea Genetivs diurch (s. § 81) alientalls als wirkliche Castus gelten. 



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152 8. Hanpttheil. Syntax. 1. Cap. Die oiiiseliieii Bedetlieile. 

etc. (TOrgL £zr. 4, 8. 5, 7, wo sogar die Namen der Briefsteller 
Tor dem Adressaten zu er^bizen sind, und Ezr. 7, 12) ist natürlich 
nach Analogie der auch hei den Griechen nnd Römern üblichen 
elliptischen Form der Briefanschriften zn erklären; yergl. z. B. 
Bom. 1, 1. 7; 1 Gor. 1, If.^ femer Adressen, wie (Heero Aitico S, 
oder einfach Cieera lyebaHo etc. 

Beispiele für die Voranstellang des durch b9 eingeführten per- 
sönlichen Zieles einer Handlung oder Bewegung s. Dan. 5, 23. Ezr. 
4, 12. 19. 5, 5. 

8. Ein zweites Object (sogen, doppelter Accnsativ) findet sich 
nach Yerbis des Wahmehmens, Für-etwas-Haltens oder Zu-etwas- 
Machens Dan. 2, 41 b: dietveil du geschaut hast '51 ^'^^'o ^^T"^? 

Eisefi vermischt mit Thon; vergl. 2, 43. 48. 1^ 20. ü, 12 (wo das erste 
Object mit b eingeführt ist); dagegen ror dem Verbum Ezr. 5, 14: 
Mfite nne ^1 den er als Statthalter eingesetzt hatte; vergl. Dan. 5, 11. 

In dieselbe Kategorie gehört natürlich die Verwendung des 
Status absolutus als Ziel oder Prodnct der Handlung in solchen 
Fällen, wo die oben genannten Classen von Verbis in passivischen 
Wendlingen auftreten; vergl. Dan. 2, 5 l'^^^rn l^'O'^T} ihr ?verdet 
' in Stücke yehuuen (eig. zu Stücl^en gemaclit) und eure Hiiuser zum 
Misthaufen gemacht werden, vergl. 3, 29. Ezr. 6, 11 ; dagegen nach 
dem Verb Dan. 5, 27 (-»©n); Ezr. 6, 3 (irw). 

In allen diesen Fällen ist, wie dies in der Natur der Sache 
liegt^ die Determinining derartiger Nomina explicatiTa durchaus 
ausgeschlossen. 

4. Zur Angabe des Mittels oder Stoffes dient der Statns abso- 
lutus Ezr. 5, 8: bb| I^m.ami') und er (der Tempel) wird gebaut 
von Quadersteinen (vergl. zu dem coUectiTon § 78, 1); dagegen 
wird welches Dan. 5, 7 und 16 vor, 5,29 nach einem Yerhum 
induendi steht, einfach als directes Object des letasteren zu fassen sein. 

5. Zur Angabe eines zeitlichen Maasses dient der Status abso* 
luttts Ezr. 5, 11 (viele Jahre lang); Dan. 4, 16: rm nrös ungeßhr 
eine Stunde lang; mit Herrorhebnng des terminus ad quem durch 
*T? 6, 8: hhtnen 30 Tagen; Tor dem Verb Dan. 6, 11. 14: nnbri ]'':13T 
drei Zeiten, d. i. drei Male. Dagegen werden die räumlichen Maass- 
angaben Ezr. 6, 3 als Frädlcate von Nominalsätzen zu fassen sein 
(seine Höhe soll sein 20 Ellen, seine Breite 60 Ellen). 

C, Anf;al)Gn der näheren Beschaffenheit (entsprechend dem 
arab. Accusaliv des Chal) liegen vor Dan. 5, 7: "übic"' «n^Dbrn ■^nbn*) 
und er soll als dritter im Königreich herrschen; vergl. V. 16. Ezr, 4, 18 



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§ 85. Das AJjectivum als Attribut u. die Umschreibungen dess. 153 

(vn&'O wohl auf M2ip\t;3 zu beziehen: als ein deutlicher, d. i. deat- 
lieb, verständlich; doch wäre auch die rein adyerbielle Verwendung 

des Particips denkbar, gleichsam ein deutliches, wie «"^aiD ein Vieles 
u. 8. w.; vergl. § 67, 5); endlich Ezr. 6, 11: und als gekreuzigter 
soll er daran geschlagen werden. In allen diesen Beispielen geht 
somit der Zustandsausdruck dem Verb um voran; vergl. dagegen 
Dan. 3, 23: sie fielen in den Ofen . . . priBDtt als gebundene; ebenso 
nach einem transitiven Verb 3, 24. 

§ 85. 

Das AdjeetlTiim als Attribut und die ümsolirelbTmgeiL desselben. 

1. Das einem Substantivum als Attribut beigefügte Adjectivum 
(einschliesslicli der Ordinalzahlen) steht ausnahmslos hinler dem 
Substantivum und hat sich ihm sowohl hinsichtlich des Gf-nus und 
Numerus (mir dass der dem Adjectiv fehlende Dual durch den 
Plural ersetzt wird), als hinsichtlich der Determination anzupassen; 
vergl. Dan. 2, 6; «'»3TB njD"''] und grosse Ehre; 2, 9 (na-jp n|tt); 2, 15 
(rftsrinr km); auch mit Einschiebun? eines Genetivs 7, 7: ^•jsv; 
^la*;) und ihm waren grosse Zähne von Eisen; 2, 39: 
}lifrj^t) ein drittes Königreich, 

Nach dpm Obigen iat 'j''3^ijr« Ezr. 7, 16 nicht mit den LXX als Apposition 
zu SX^sn^i ^rp_ zu fasset], sondern ah lose aogelägtea AequivaL«nt eines Belativ* 
Satzes — welche (etwa) frehcilUg fjrhe». 

2. Eine Reihe von Eigenschaitsbegritien wird einfach durch die 
Unterordnung deszuprädicirenden Nomens unter ein Substantivum 
umschrieben; so sämmtliche Stoffangaben (vergl. die Beispiele 
§ 80, 1 und 81 c und d), ausserdem TCrgl. Dan. 3, 33: dX( Tfdsfü 
ein ewiges Königreich; 4, 31. 7, 14. 

3. Die im Hebräischen (vergl. Gesen, § 119, 1) übliche Um- 
schreibung unseres Comparativs darch die Beifügung des ver- 
glichenen Gegenstands mit der Präposition 'ya findet sich bei einem 
AdjectiT nur Dan. 7, 20: nn'inn-^^ in Tiy\jr\ und ihr Aussehen war 
gemamger aU ihre Genossen, zugleich ein Beispiel der sogen, com- 
paratio decurtata als dasjenige ihrer G. 

4. Als Darstellungen des höchsten Grades einer Eigenschaft, 
Würde oder Ausdehnung u. s. w. können, wie im Hebräischen 
{Gesen, § 119, 2, Anm.), die Fälle betrachtet werden, wo ein 
Substantiv an das gleiche im Plural nachfolgende Nomen angelelnit 
ist; vergl. Dan. 2, 37. Ezr. 7, 12: Sjb^ der König der Könige 



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154 3« Hianpithoil« QjnUx, 1. Gap. Die emselnen Bedetheile. 

— der höchste König; Dan. 7, 18: tK^iab^P taby Ms zur äussersten 
EnfUfkeit Vergl. ausserdem die gleichfalls durch die Anlehnung 
an den Gattungsbegriff bewirkte Intensivirung des Eigenschafts- 
begriffs in tr^^SK btti Dan, 4, 14: den niedHgtten (eig. den niedrigen) 
der JUemehen etc. 

§86. 
Die Numeralia. 

Vergl. über die Stellung der Cardinalzalilen vor oder nach 
dem gezählten Substantiv § 65, 1; über die Anordnung der zu- 
sammongosctzten Zahlen §fi5, 3; über die Angabe von Jahreszahlen 
und Monatsdaten § CG, 1, Anm,; endlich über die eigenthümliche 
Inversion der Zahlen mit dem gemessenen Gegenstand bei der 
Festsetzung eines Maximums (£zr. 7, 22) § 68 unter IIP a. £. 

III. Syntax des Pronomen. 
§87. 

Das Pronomen separatun. 

1. Das Pronomen separatum dient in den meisten Fällen (s. 
die Beispiele § 76, 2, b und § 95, 2) als Subject eines einfachen 
Nominalsatzes oder auch als Permutativ eines solchen Suhjects 
behufs nachdrücklicher Hervorhebung desselben; vergl. Dan. 2,47: 
euer Gott — er ist ein Gott über Götter u. s. w., ebenso 6, 17. Ein 
solcher Nachdruck vnrd auch sonst bisweilen durch den Context 
der Rede auf das Pronomen separatum gelegt; vergl. Dan. 6, 27: 
denn er ist der lebendige Gott n. s. w.; 2, 44: und He selbst nfird 
ewiffheh bestehen (ebenso "pti^ Dan. 6, 25 sie selbst im Gegensatz zu 
ihren Kindern und Weibern). 

2. Als Subject eines zusammengesetzten Nominalsätzes muss 
das Pronomen separatum dann stehen, wenn es zugleich als Sub* 
Btrat für ein in Apposition oder im Yocativ beigefügtes Komen 
proprium zu dienen hat; vergl. Dan. 3, 10: du, o König, hast Befehl 
gegeben u. s. w.; ebenso 2, 31. 4, 1. 5, 22. Ezr. 6, 12; sogar nach 
dem Yerbum Dan. 4, 16. — Dagegen findet sieh das Pron. sepa- 
ratum als pleonastisches Complement des im Yerbum finitum 
liegenden Subjectes nur Dan. 5, 16: if^T ny^fl? n:»l und ich habe von 
dir gehört etc. und vielleicht 4, 27; doch könnte in letzter Stelle in 
die ich gebaut habe auch ein Nachdruck auf n^M beabsichtigt sein. 



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§ 8S* "BtOBoadnA «n£B» an Komen. 



155 



8. Anderwärts steht das Pronomen separatnm als melir oder 
weniger fiUilbare Verstärkung anderer Pronomina; so nach einem 
anderen Pronomen separatnm^ Dan. 2, 38: »^rri "«n nt^n vm 
du Ust das goldene Haupt; 4, 19. 5, 13 (du hisi iamel?)] £zr. 5, il: 
'X\ isn KSmM wir sind die Knechte des GoUes des Simmeis nnd der 
Erde; femer zur Verstärkung des Pronomen interrogatlTiim Dan. 
3, 15: 'an nbx x^in";^ wer ist ein Gott, welcher u. s. w. = welcher 
Gott wird u. s. w.; Ezr. 5, 4 {welches sind die Namen':) etc.; nach 
Proiiüiaen demonstrativurn Dan. 4, 27: ist das (iCn"K"i) nicht die 
grosse Balel? Nach dem Pronomen relatiyum: 7, 17. Ezr. 6, 15. 
Eigenthümlich ist die Verwendung des Pronomen separatum als 
Complement eines vorausgelienden Nominalsuffixes, ohne dass da- 
mit (wie in den Gesen. § 121, 3 angeführten hebr. Steilen) eine 
nachdrückliche Hervorhebung des Pronomen suffixum beabsichtigt 
wäre. Vielmehr dient das Pronomen separatum nur als ein (wie 
es scheint, unentbehrliches) Substrat für das beigefügte Nomen 
proprium; vergl. Dan. 7, 15: b«^?"! HiK '^tvn ri!"l2)r« es betrübte sich 
mein, Daniels, Geist; ebenso Ezr. 7,21, sowie im hebr. Dan. 8,1. 15. 

Ueber die Weglassung des Pronomen separatnm in Fällen, wo 
es als ObjectsaccusatiT stehen sollte, vergl. § 89, 1, a. £. 

§88. 

Pronomina suüxa am Nomen. 

Die pleonastische Verwendung der Nominalsuffixe Yor einem 
durch eingeführten GenetiT ist bereits o. § 81 « und 82 e erörtert. 
Dieselbe Prolepsis eines nachfolgenden Nomen durch ein Suffix im 
gleichen Grenus findet sich ausserdem auch in den Fällen, wo eine 
Präposition durch Anhängung eines Suffixes Ton dem zugehörigen 
Status emphatacns getrennt wird, so dass der letstere nun gleichsam 

. 1 Wenn imh In den oben folgenden Beupieleiii m denen aneh des HetwÜBche 
und Byrische (veiiB^ DnVer, tue of the teneee § 300, obs. 2) seUreiche Analogten 

bietet, das Fron, seper. als Aequivalent der Copola zu bezeichnen pfl^;^ ao kann 
man diea nur in dem ganz äusserlichen Sinn gelten lassen, dass das Pronomen ▼er- 
möge seiner Stelhmsf zwischen dem eigentlichen Subject und Prädicat ein Mittelglied 
bildet. Sicher unrichtig ist dagegen die Auffassung, welche in dem Pronomen der 
8. Peraon in ealohen Fällen das eigentliche FtSdioat erUUcld;, weldiein dann nodi ein 
Substantiv als Epexegeee naobfolg^ also etwa: i» bist 9», dos gcMmt Bmipt* Yiel- 
meihr empfimd das lebendige Spnchbewosstsein ein solcfaes Mtl ^(^^9 ^ 
offenbar nnr als ein emphatisches du selbst, wer irgtnd n. St w.| sn wslolbnn 
rnbK^ und als die wiiidiohen Frädioate treten. 



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156 3. Hauptthell. Syntax. 1. Cap. Die einzelnen Bedetheile. 

als Apposition zu dem vorausgehenden Pronomen tritt. Doch kann 
diese Verwendung des Suffixes nicht als eine pleonastische bezeichnet 
werden; vielmehr dient es Lier als Aequivalent eines Pronomen 
demonstrativum zur nachdrücklichen Hervorhebung des folgenden 
Nomen. Vergl. Dan. 3, 6: J?it^5[ÜT?ia in ihr, der Stunde ^ in selbiger 
Stunde; 3, 10. 4, 30. 5, 5; «;"ar ria zv selbiger Zeit Dan. 3, 7. 8. 4, 33. 
Ezr. 5, 3: xn'^s^'a t^i'o aus selbigem Königreich Dan. 7, 24; auch mit 
Wiederholung der Präposition Dan. 5, 12 (bKJJ'ja fta); 5, 30 {in 
selbiger Nacht); Ezr. 4, 11 (nach by). 

Zum Ausdruck eines Disjunctiv-Verhältnisses dient das Sut'hx 
an in Rückbeziehung auf einen Theilbegri£^ Dan. 2,42: zu einem 
Theiie (röfjrpj) wird das Königreich stark sein und anderntheüs 
{pUSiffi eig; et ex ea, sc. parte) wird es gebrechlich sein, 

§89. 

Pironomina snfflza am Yerbnm. 

1. Das als Objcctsaccusativ zu erwartende Verbalsufiix ist in 
einigen Fällen, weil durch den Context entbehrlich, ausgelassen; 
vergl. Dan. 6, 6 (nach KrnsTßn); 6, 17 (nach i)3-\). Ebenso feWt 
iüfi oder fiisr!, welche Formen nach § 18, Anm. a. E. die Stell© der 
fehlenden 3. Plur. der Yerbalsuffixe vertreten, Dan. 3, 20 (nach 
«13^»!?) und Ezr. 6, 5 (nach nnni). 

2, Die incorreote Verwendung des Verbalsuffixes anstatt der 
Beifügung des Pronomens mit einer Präposition findet sich Dan. 
5, 6: *>ri^'^t seine Farbe veränderte sich an ihm; yergl. 5, 9, wo 
dafür inib;^ i*^^ (vielleicht ist so auch 5, 6 zu lesen). 

§ 90. 

Pronomina demonstratiTa. 

1. Das adjectivisch gebrauchte Demonstrativpronomen steht 
bisweilen vor dem zugehörigen Nomen; ^o Ezr. 5, 4: «3^23 na'n 
diesen Bau; Tcrgl. Dan. 4, 15. Ebenso steht iwn voran Dan. 2, 32 
(nicht: das war das Bild, sondern: dieses Bild — sein Haupt war 
von reinem Gold; vergl. § 97, h); pj^i 2, 44. 7, 17; b» (K^th. nb«) 
Ezr. 5, 15. In allen diesen Fällen könnte man nur sehr künstlich 
eine Nominalapposition (z. B. diesen, den Bau) statoiren; vielmehr 
wird die einfache Voranstellung des adjectivisch gebrauchten De* 
monstrativs — allerdings vermöge der dem Deutewort anhaftenden 
selbständigen Bedeutung — einzuräumen sein. 



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§91. Adverbia und adverbielle BestiinmuDgen. 157 



Dagegen steht das adjectmsch gebrauchte Denionstratiynm 

immer hinter dem Nomen, wenn das letztere einen Genetiv bei sich 
hat; vergl. Knbi^TT'S dieses ff aus Gottes Ezr. 5, 17 al. 

2. Die gelegentliche Voranstellung des von einer Prüpositioa 
abhängigen Pronomen demonstrativum vor das regierende Verb 
ist analog der § 84, 1 behandelten Voranstellung des Objects; 
vergl. Dan. 3, 16: wir haben nicht nötbig, darauf ein IVort dir zu 
erwidern; ähnlich Ezr. 4, 14. 5, 17. 

3. Zum Ausdruck eines Reciprocitäts- Verhältnisses dient die 
Wiederhol!! ncf desselben Demonstrativs in «"^b dieses an dieses 

an einander Dan. 5, 6; vergl. 2, 43. 7, 3. 

IV* Syntax der Adirerbia uad PräposUioneo. 

§91. 

Adverbia und adverbielle Bestinunuiigen. 

1. Sowohl die eigentlichen Adverbia) einschliesslich der ad- 
Terbiell gebrauchten anderweitigen Wortclassen (s. die Au&ählung 
§ 67), wie die adyerbiellen Näherbestimmtingen des Orts, der Zeit, 
der Art und Weise, des Mittels s. w., können ebensowohl dem 
Verbum nachfolgen, wie vorangehen letzteres nicht selten in 
Fallen, welche im Zusammenhalt mit der im Hebräischen und 
Arabischen üblichen Wortstellung als befremdlich au bezeichnen 
und abermals für die Lockerung der Rectionsverl^tniBse im Ara- 
mäischen charakteristisch sind.^ Vergl. Dan. 5, 9: bnnrtg mr^^iü sehr 
bestürzt; ebenso 6, 15. 24 {nach dem Verb jedoch 2, 12); sogar vor 
dem Subject 7, 28. — Ortsbestimmungen vor dem Verb: 4, 12: 
aber seine?i Wurzelstock '^pn© lasset in der Erde; 4, ü. lü. 22. 

26. 28. 30. 31 [meine Augen zum Himmel erhob ich und mein Verstand 
auf mich kehrte zurück; vergl. V. 33, wo umgekehrt iby yT\*\)\ 
5, 10. 24. 6, 15 h, 25. 7, 4. 5. 10. 13. 28. Ezr. 6, 4 u. s. w. (dagegen 
nach dem Verbum z. B. 5, 5. G, 8. 18. 26. Ezr. 4, 15. 20). — Zeit- 
bestimmungen vor dem Verbum: Dan. 2, 4 ("iin p'cbrb ewiglich lebel)\ 
2. 44. 6, 20. Ezr. 4, 19 u. s. w. — Näherbestimmung cn der Art 
und Weise vor dem Verb: Ezr. 7, 17. 26 (Kjn&o^ sogar vor dem 

> Nach der Ansicht Prof. Socin'Sf die jedenfalls Beachtung verdient, sind manche 
der hier in Frage kommeadai bstawllidi«! WortstoUiQgiii weniger auf eine Eigen- 
thümliGlikeit der « n m l iiec h en VoDoHipraehe, als vietanehr «if eine rheCoiiwiie KüniMei 
der Schiiftqpracii« larfteknifDliren. 



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158 



3. H»upitheil. Syntax. 2* Cap. Der batz. 



Snbject des Nominalsatzas) ; Dan. 6, 20, wo auf die Nftherbestim* 
mung der Art und Weise die Angabe der Richtung und dann erst 

das Verbum folgt), u. 8. w. — Näherbestimmungen des Mittels 
oder Werkzeugs vor dem Verbum: Dan. 4, 24. 30. 6, 21. 7, 7, Ezr. 
7, 18 (nach dem Verb: Dan. 4, 27. Ezr. 4, 23) u. s. w. 

2. Zu den Näherbestimmungen der Art und Weise, welche dem 
Verbum ebensowohl vorangehen, als nachfolgen können (s. o. No. 1), 
gehören auch die durch 3 eingeführten Vergleichungen ; so Dan. 4, 30: 
'51 nn"! )^'^p^^ «^1^® '''^ W5 sein Haar nach Ad f er ort wuchs und 
seine' Nägel nach Vögelweise; vergl. 4, 22. 29. 80 r/. 32. 7, 4 Z;. 7, 13. 
— Ebenso steht 3 gemäss mit dem zugehörigen Substanti? Toran 
Ezr. 7, 18. 25. 

§92. 

PrapositioneiL 

lieber den Charakter der Präpositionen als ursprünglicher Sub- 
stantiYa im Status construotus TOrgl. § 68, wo auch die im Bib- 
lisdb-Aramäischen vorkommenden Bedeutungen Tollständig auf- 
gezählt sind; über die Verbindung von Präpositionen mit einem 
SufGbc zur Hervorhebung eines (mit oder ohne Wiederholung der 
Präposition) nadifolgenden Nomen s. o. § 88. 

Das Fortwirken einer Präposition findet sich Dan. 7, 20: und 
über (b:?) die zehn ffömer, welche auf seinem Haupte (waren) und 
(über) anderes (''in»') anstatt Vb?*;). 



ZWEITES CAPITEL. 
Der Satz. 

§ 93. 

TJobersieht 

Die Lehre vom Satz hat nächst den verschiedenen Arten von 
einfachen Nominalsätzen, Verbalsätzcn und zusammengesetzten 
Kominalsätzen weiter die Uebereinstimmung der Satzglieder hin- 
sichtlich des Genus und Numerus, sodann die besonderen Arten 
Yon Sätzen, endlich die Torkommenden Arten von Satzgefügen in 
Betracht am ziehen* 



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I 

§§ 9 4.95. Tratomhiedd.Kom.-tuYerbaUataes. DereinlNominalBatg. 159 



L Der Satz Im Allgemeinen* 

§ 94. 

UntersoMed des Nominal- und Verbalsataes. 

1. Jeder Satz, in welchem das Subject (SubstantiTam oder 
Pronomen) dem Pi^dicat Torangelit, heisst ein Nominalsatz 

lind zwar a) ein einfacher Nominalsatz, wenn das Prädicat wiederum 
in ciuüiu iSomen (Subst., Adj., Partie, Pronumeii) besteht. In einem 
solchen Satze kann auch das rriidicat vorangehen und derselbe 
heisst dann ein umgekehrter Nominalsatz; b) ein zusammengesetzter 
Nominalsatz, wenn das Prädicat in einem selbständigen Satzebesteht. 

2. Jeder Satz, der mit einem Verbum finitum beginnt, heisst 
ein Verbalsatz, mag nun das Subject lediglich in der betreffenden 
Verbal form enthalten oder in Gestalt eines Nomen noch ausdrück- 
lich beigefügt gpin. 

"Wie für das Arabische und Hebräische (vergl. Ge^en, § 144 a) ist obige 
scheinbar mechanische Unterscheidung auch für das Aramäische von Wichtig- 
keit, weil es thatsäohlich Tersohiedene Kategorien von Aussagen sind, welche 
dnroh die Kominalsätse einmeitfl, diiroh die YerbalBfttze andeneitt reprilaeatiit 
«erdeiij indem exetere immer ein Stairei^ Znat&ndliche», knre ein Sein, lekEtere 
ein Bewegliehefli nieasende^ ein Geaehdien nnd Bbndeln, danteUmi* 

§95. 

Der eiufaoiie NoiiiLiiaisa.tz. 

1. Wenn das Subject des ein&chen Kominalsataes ein Sub- 
stanÜTnm ist, so kann das Prädicat bestehen: 

a) in einem SnbstantiYum; yergl. Dan. 4, 34: aiie seine Thaten 
(sind) JVaJirheH und sehte Pfade (sind) Hecht; 7, 9: e^ SivM (var) 
Feuerfimmen, seine Räder loderndes Feuer; vergl. 3, 33. 4, 31. 7, 27. 
Ezr. 4, 15. Das substantivische Pnidicat bewirkt in derartigen 
Sätzen eine weit stärkere Emphase der Aussage als sie etwa ein 
entsprechendes Adjectiv auszudrücken vermöchte ; denn das Sub- 
stantiv setzt etwas mit dem Subject identisches und nennt so nicht 
blos eine Eigenschaft, sondern das eigentliche Wesen des letzteren. 

Wie als Aussagesatz, kann ein derartiger Nominalsatz auch als 
Heischesatz auftreten; vergl. Ezr. 6, 4: seine Höhe (sei) 60 Ellen, 
seine Breite 60 Ellen. 

Die Umkehrung eines derartigen Nominalsatzes findet sich 
Dan. 4, 14: Befehl Beiliger (ist) die Sache. 



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160 3. HftnpttheiL Syntax. 2. Gap. Der 8ats. 

b) in einem A^jectiy oder Zahlwort; vergL Dan. 2, 11: und die 
Sache . . . (ist) schwer; 2, 31. 4, 9. 18. 23. 7,20; mit exclamatiTem 
Prädicat 3, 33: seine Zeichen — wie gross! und seine Wunder — 
wie gewaltig! als Heischesatz (s. o. lit. a) Ezr. 6, 3: Schichten von 
Quadersteinen (seien) drei; mit Yoranstellung des Prädicats Dan. 
2,45». 4, 14. 22. 23 6, 13. 

c) in einem Partieipium; s. die Beispiele § 76, 2, a. 

d) in einem Pronomen; vergl. die umgekehrten Nominalsätze 
Dan. 2, 36 («"cbn nsn das ist der Traum) ; 4, 21 (««^n TM^\y niTä der 
Entscheid des Hochsteti ist dies)\ 5, 25 f. Kzr. 1, 11. 

e) ia einer Nalierbestimmung des Stoffs oder Mittels (der Ur- 
sache), des Besitzers oder auch in einer Orts- oder Zeitbestimmung. 
Vergl. Dan. 2, 32f.: sein Haupt (war) von reinem Golde u. s. w. (s. o. 
§ 81, c); 7, 4: und Adler flügel (waren) ihm; 4, 9: JSahrung für alles 
(war) an ihm\ 4, 7. ö, 21; 3, 33 a. E. und seine Herrschaft (ist) bei 
Geschlecht und Geschlecht; 6, 27; mit Nachstellung des Öubject8 4, 12 
(in der Aussage über etwas Künftiges): 4, 14: durch den Beschluss 
der Wächter (ist, d. h. auf ihm beruht) der Befehl, vergl. 4, 21. 

2. Wenn das Subject des einfachen Nominalsatzes ein Pro» 
nomen ist, so kann das Prädicat bestehen: 

a) in einem Substantivum; vergl. Dan. 2,37: du . , . (bist) der 
König der Könige; 2, 38 b, 6, 27. £zr. ö, 11; so auch in Fragesätzen 
Dan. 4, 27. 5, 13. 

b) in einem Partidp (s. die Beispiele § 76, 2, b). 

c) in einem Pronomen; so in dem nmgekehrien Nominalsatz 
im n}^ dieser (war) er Dan. 2, 28 (der ganze Satz zugleioh als 
Prädicat eines zusammengesetzten Nominalsatzes)« 

3. Als Nominalsätze sind auch die Zusammensetzungen mit 
dem ursprünglichen SubstantiT *^ (mit Suffixen '^nin'^K u. s. w.) 
zu betrachten, obschon das Wort in gewissen Verbindungen — * so 
besonders mit der Negation — auch als Aequiyalent einee Verbum 
gebraudit wird. Siehe die Torkommenden Beispiele vollständig 
§ 67, No. 8. 

§96. . 
Der Verbalsats. 

1. Das iu der Verbaliorm angedeutete Subject eines Verbal- 
satzes kann 

a) näher bestimmt sein durch den Context der Rede; vergi. 
Dan. 2, 7: D^'^sn W sie antworteten abermals, sc. die bereits in V. 4 



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§96. DwYerbalMte. 



161 



und 5 erwähnten Magier; 5, 4: tranken, so. die vier in V. 3 anf- 
gezählten Subjecte; 7, 16. 23 n. s. v. 

b) dnrch ein Nomen, welches als Epexegese zu dem in der 
Yerbalform liegenden Subjeot nachfolgt; Dan. 2,10: es antworteten 
äie Chatdäer (eig. sie antworteten, die Ch.) ; 3, 2G. 4, 5. 8. 5, 5. 10 h, 
28 u. 8. w. 

c) Das Subject kann jedoch auch unbestimmt gelassen oder doch 
nur aus dem Charakter der betreffenden Handlung zu erschliessen 
sein (entsprechend deutschem mun)\ vergl. Dan. 2, 13: und sie suchten 
Daniel, sc. die damit beauftragten, die Hascher; 5, 3. 23. 29. 6, 17. 
25. 7, 13. Ezr. 4, 13. 19. 

Nicht selten steht so die 3. Pluralis ohne jede Bezugnahme auf 
das wirkliche Subject der Handlung lediglich, um den Vollzug der- 
selben auszudrücken und somit als Aequivalent eines Pa'=;sivum 
(vere!;!. § TG, e über die Verwendung des Particips zu dem gleichen 
Zweck). So l>an. 2, 3Ü: damit sie die Deutung dem Könige kundthdten, 
d. i. damit die D. dem Könige kund gethan würde; vergl. 4, 13 
(]'iatD^, worauf dann wirkliche Passivconstruction folgt) ; 4, 22« 29 
(^niflW^ i ^» 23 (inic«, obschon nach V. 10 die Botschaft nur von 
einem überbracht ist); 5, 20 (n'^ni^n); 5, 21 (y^ro und Mi^ttSW, 
worauf dann wirkliches Passiv folgt); 7, 12. 26. Ezr. 6, 5. 

2. Wird ein mit selbständigem Subjeot versehener Verbalsaiz 
durch die Beifügung des Objects erweitert, so herrscht — auch 
abgesehen von der g 84, 1 behandelten häufigen Voranstellung des 
Objects vor das Yerbum — eine grosse Manigfaltigkeit in der An- 
ordnung der Satzglieder. Neben der naturgemassen Stellung: 
Verb, Subject, Object (Dan. 2, 44. 5, 26) findet sich auch die An- 
ordnung: Verb, Object, Subject (2, 35. 7, 18. Ezr. 5, 14) und sogar: 
Object, Verb, Subject (2, 15 7, 22 6. Ezr. 4, 17). 

3. In die Kategorie der Verbalsätze durften auch die durch 
oder f)bM siehe (yergl. § 67, No. 6) und ein einfaches Nomen 

gebildeten Sätze gehören, sofern diese Wörter nach der Verwischung 
ihrer ursprüngl. Bedeutung für das Sprachbewusstsein wohl die 
Bedeutung eines da ist oder da war gewonnen haben, zu welchem 
das nachfolgende Nomen als Subjectsnomen tritt; vergl. Dan. 7, 5: 
und siehe, da war ein anderes Thier u. s. w.; ebenso in V. 6 — 8. 



Kautzscb, ftraniftlsclle Grammatik. 1 1 



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162 



3. HaupttheiL Syntax. 2. Cftp. Ber Sats. 



§ 97. 

Der zusammengesetzte Nominalsatz. 

1. Das Subject eines zusammengesetzten NominaUatzes kann 
ebensowohl in einem Snbstanüv, wie in einem Pronomen personale 
besteben oder auch durch einen ganzen Satz repräsentirt werden 
(Yergl. über letzteren Fall § 104, 1). Das Prädicat dagegen kann 
bestehen : 

a) in einem Yerbum finitum, oder richtiger — da ein solches 
sein Subject bereits in sich tragt — in einem Verbalsatss; vergl. 
Dan. 2, 45: ein groster Gott hat kund gethan u. s. w.; 2, 5. 12. 13. 
16. 17. 19. 29. 30 u. s. w.; nach pronominalem Subject: 2, 44. 3, 10. 
5, 16. 22. 7, 24 u. s. w — In einem JussiT besteht der Verbalsatz 
Dan. 6, 26; Ezr. 5, 15, vergl. auch Dan. 4, 16 (Prohibitivsatz mit 
bs) und Ezr. 4, 21 (mit»b); in einem vollständigen Fragesatz Dan. 
i., 21. Als Yerbalsatz mit selbständigem Subject erscheint das 
Prädicat Ezr. 5, 12; und dieses Haus — er hat es zerstört; ebenso 
Ezr. 5, 14. 15. 

Bezüglich der Stellung des Objects herrscht auch in dem mit 
einem Verbalsatz zusammengesetzten Nominalsatz die denkbarste 
Manigfaltigkeit (vergl. o. § 96, 2). Die naturgemässe Stellung 
Subject, Verb, Object findet sich z. B. 3, 1. 30. 5, 1. 6, 1. 23. Ezr. 
5, 13; anderwärts die Stellung des Objects vor dem Verb 2, 7, 48. 
5y 18. 7, 1; mit pronominalem Subject 4, 31. 

üeber ii^n mit Particip als Prädicat eines zusammengesetzten 
Nominalsatzes vergl. § 76, 2, f.\ ebenso findet sich nin mit einem 
Adjectiv Dan. 2, 40. 42. 

b) in einem selbständigen einfachen oder zusammengesetzten 
Nominalsatz und zwar nicht selten in Verbindungen, die unserem 
Sprachgefühl (keineswegs jedoch dem semitischen 1) als mehr oder 
weniger starke Anakoluthe erscheinen. Ausser den § 87, 1 erwähn- 
ten Fällen der Wiederaufnahme des Subjects durch das Personal- 
pronomen (Dan. 2, 47. 6, 17 etc.; mit ümkehrung von Subject und 
Prädicat 2, d: fbinn nf^ry nnn — jnrj mn '"si oder 'n »n) rergl. 
Beispiele, wie Dan. 2, 28: Traum und die Oesiehte demes Hauptes 
auf deinem Lager — dieser war er; 2, 29: du, o König — deine 
Gedanken stiegen auf auf deinem Lager u. s. w.; yergl. 2, 30. 32 
(dieses Bild — sein Haupt war u. s. w.); 3, 22: Jene Männer, weiche 
u. s. w. — es tödtete sie die Flamme; 4, 17: der Baum, den du gesehen 
hast u. s. w. . . . (V, 19:) du bist es, o König u. s. w.; 5, 6: darauf 



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§ 98. Vebereinstimmung der Satzglieder eto. 163 

der König — seine Farbe veränderte sich an ihm; Tergl. noch 6, 15. 
24. 7, 12. 28. Ezr. 6, 3. 11. 7, 24. 26. 

Bisweilen ist der Zusammenhang zwischen dem Subject und 
dem Prädicatsatz ein so lockerer, dass ersteres mehr als eine Art 
Stichwort behufo nachfolgender Glossirung Toransgeschickt scheint; 
so Dan. 4, 7: und die Gesichte meines Hauptes auf meinem Lager — 
schauend war ich und siehe, da war ein Baum u. s. w.; vergl. 5, 18 
und besonders 7, 17. 20, 23 f. In letzteren Stellen sind die je an 
der Spitze des Satzes stehenden Substantiva eigentliche Stich- 
wörter, d. h. Rückverweisungen auf die V. 3ff. aufgezählten Objecte 
der Vision, denen jetzt die Deutungen beigefügt weiden sollen; 
z. B. 7, 17: Jene ff rossen Thiere .... (ihre Bedeutung ist:) vier 
Könige werden sich erheben u. s. w. 

Anm. Die im Hebräischen ziemlich häufige Hervorhebung des die Stelle 
des Prädioats Tertretend«! SalMHi durch das Bogen. Waw apodon« (walohe aller- 
dings niolit auf dieae Fälle beschränkt ist; vetgl. Gesm, §. 145^ 3 a. E.) findet 
flieh nur Dan, 7, 20: und dieses Sem — (wai dieees anbelai^) so vforen ihm 
Augen u. a. v. 

2. Ein wirkliches Anakoluth, d h. das Aufgeben der beahsich- 
tigten Constmction kann allenfalls Dan. 5, IIZ^ statuirt werden, 
WO das Subject, weil durch mehrfache Einschiebsel gleichsam in Ver- 
gessenheit gerathen, am Scblusse nochmals wiederholt ist. Dagegen 
ist Ezr. 4, 9 und 11 durch die Schreiherformel angedeutet, 
dass die massenhaft Torausgehenden Nomina eigenäich als Suhjecte 
eines vollständigen Satzes gemeint sind. — Eine Art Zeugma liegt 
▼or Dan. 5, 16, indem aus tSabl^ ein entsprechendes Prädicat auch 
zu Kd'^^ttni {und die goldene Kette soll angelegt werden auf deinen 
Kais) zu ergänzen ist. 

§ 98. 

Ueberelnstimmimg der Satzglieder, insbesondere des Snbjects nnd 
FiädioatB, himdehtlich des Genus und Numems. 

Von der allgemeinen Begel, dass sich hinsichtlich des Kumerus 
und Genus das Prädicat nach dem Subject, das Attribut, wie das 
Pronominalsuffix nach dem zugehörigen Substantiy zu richten hat, 

finden sich folgende Ausnahmen. 
1. Hinsichtlich des Numerus: 
a,) das zu mehreren Subjecten gehörige verbale Prädicat kann 
im Singular vorangehen, indem der Redende nur den zunächst 
folgenden Singular ins Auge fasst; yergl. Dan. 4, 11 (ipr vor 
M^i'in und fif'nBX); Ezr. 5, 1. 3. 6. Doch kann in solchem Falle das 



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164 



8. Haupitlieil. Syntax. 2. Gap- Der Sats* 



Prädicat selbstTerständlicli auch im Plural stehen (vergl. Dan. 2, 
35. 5, 2. 3. Ezr. 5, 2). Ebenso kann das zu mehreren Subjecten 
gehörige Subject auch im Singular nachfolgen, indem es zu dem 
nächstvorhergehenden Singular bezogen wird; Yergl. Dan. 5, 11. 
12* 6, ö. 7, 27 (überall das Verbum finitum im Singular nach 
mehreren Subjecten); Ezr. 4, 19. 20 (Particip als Prädicat mehrerer 
Subjecte im Singular). Ezr. G, 9 erklärt sich ^rpttt Minb nach der 
Auiisählung vieler Dinge durch die Rückbeziehung auf )m$n fX^ 
(vergl. jedoch die Nachträge und VerheBsenmgen zu S. 101) an 
der Spitze des Satzes. Sehr befremdlich ist dagegen der Singular 
^ftff'^ Ezr. 6, 5 auf einen vorausgehenden Plural bezogen. 
An einen distributiven Singular (und es gelange ein jedes Gefass an 
seinen Ort) wird schwerlich zu denken sein. Eher konnte man an 
eine Beziehung des •jn'^i auf die mit 'k m *^M9 verbundenen Stoff- 
namen denken {und es gelange das Gold und Silber u. s. w.); wahr* 
scheinlich liegt aber vielmehr eine Verderbniss des Textes Tor. 

b) eine scheinbare Enallage des Numerus findet statt Dan. S, 19 
K'thihh, indem der Plural isPiiDK nicht zu dem eigentlichen Subject 
Dbar, sondern zu dem von obs abhängigen Genetiv TiiB!» als dem 
liauptbegriff der Subjectkette construirt ist (vürgl. die zalilreiolieu 
Beispiele derselben Art im Hebiaisciien Gosen, § 148, 1); unnöthig 
fordert die Masora statt des Plural den Singular ("^antö«). Anderer 
Art ist Dan. 7, 10: i'iwp'^ T''^'»'!^ yyy^^ ian; der Plural 'j'naip'' erklärt 
sich hier genügend schon aus dem CoUectivcharakter des Zahlbe- 
griffs ta'^; übrigens zeigt auch die 3. Flur, tnasc. des Prädicats, dass 
eine sogen, constructio xaTa ajveoiv vorliegt (s. u. No. 2, a a £.). 
2. Hinsichtlich des Genus: 

a) einem femininischen Subject kann, wie im Hebräischen (vergl. 
Gesen, § 147 ö), das verbale Prädicat iu der 3. Sing. masc. voran- 
gehen, indem die nähere Beschaffenheit des Subjects vorläufig noch 
in suspenso gelassen wird; Ezr. 6, 2: n*^ ni^tt • • . nQlsieir}'} und 
es wurde gefunden . . . eine Rolle, 

Ebenso findet sich einmal ein nominales Prädicat (Particip) 
nach femininiscbem Subject im Masculinum, weil der Forderung 
der Uebereinstimmung von Subject und Prädicat bereits durch 
ein anderes, dem Subject nachfolgendes Prädicat genügt ist; Easr. 
5, 8: t^^TJ^ '^älW »^2?r!i2 . . . ijn ^^'^T'??? jirbeit wird 

eifrig gethan und geht von Statten durch ihre Band; vergl. ähnliche 
Beispiele von Sparsamkeit im Gebrauche der Femininform im 
Hebräischen Gesen. § U7, Anm. 1. 



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§98. UebereinBtimmuQg der Satzglieder etc. 165 



Daires^en steht Dan. 7, 10 das verbale Piädicat nach einem 
Singularis ieminini im Pluralis masculini, weil durch jenen Singular 
(iai) als Collpctivhegriff thatsächlich eine Vielzahl von Personen 
bezeichnet wird (vergl. o. No. 1, b. a. E. und Gesen. § 146, 1). 

h) nach mehreren Suhjecten von verschiedenem Geschlecht 
kann das Prädicat, auch wenn ihm unmittelbar ein Feminin vor- 
hergebt, dennoch im Masculinum als dem genus potius stehen; 
vergl. Dan. 5, 23: und du vnd deine Magnaten, deine Gemahlinnen 
und deine Kehsn^eiher waren IVein trmkend (]'^nTD) u. s. w. Dagegen 
richtet sich Dan. 7, 27 das Prädicat nach dem nächstvorhergehen- 
den Substantiv, während Dan. 5, 12 das an der Spitze einer längeren 
Reihe von Suhjecten stehende Femininum den Ausschlag giebt 
(yergL über die böchstwahrsoheinliche Teztyerderbniss in diesem 
Vers die Note zu § 40, 3).^ 

c) die § 53, 1, Anm. a a. £. besprochene Verwendung der 
Suffixe der 3. Pluralis masc. auch in der Beziehung auf Feminina 
beruht nicht (wie höchstwahrscheinlich in den gleichartigen hebräi- 
schen Beispielen; yergl. Gesen» § 121, 6, Anm. 1) auf Nachlässigkeit 
in der Unterscheidung der Genera, sondern offenhar auf dem Um- 
stand, dass der im Daniel und Ezra Torliegende Dialekt die Mas- 
culinform durchweg für beide Geschlechter verwendete (vergl. 
ausser den § 53, 1, « angeführten Beispielen noch ^lyr^rn Dan. 7, 8 
K'thihh, sowie das Pronomen separatum "firx Dan. 7, 17 K'th,). 
Wenn die Masora in allen diesen Fällen dem Kn/ilbh eine beson- 
dere Fcminiiifurm substituirt, so folgt sie dabei oiine Zweifel nur 
der Analogie des sonstigen Westaramäischeu-, wie dies nach § 23, 2 
auch bei der Unterscheidung der 3. Plur. masc. und fem. des Per- 
fects der Fall war;^ 

1 Dan« 5, 12 würe überdies aiadi die Annahme möglich, dass durch das Feminin 
als das j^enus collectivurn (vergl. OtMn. § 107| 8» d») die Torhexgehenden ta^iUchm 
Sul^ecte zusammengefasst werden. 

2 Nicht nur die Targ^me und das Samaritanische unterscheiden "«"i^ und als 
Suffix der 3. Flur, masc und fem^ sondern auch der chrisüich-palitotinische Dialekt; 
vMgl. mtldtte ZI)M0 XZn, 481. Wenn in den pcüniQmiüsdien Lraohilften nur die 
8. Pliir. C|Vi) Btt belegen ist QSKUkike ibid. XXIV, 98), eo ist damit nicht bewieeen, 
dase diesem Dialekt eÜM besondere Toxm für die 3. Plur. fem. fehlte. 

3 Fraglich ist dagegen, ob das Kefhibh T"'^'^ Dan. 4, 9 als Beweis für die Nicht- 
unterecheidung der beiden Ge^^chlechter auch in der 3. Plur. Imperf. verwendet werden 
kann. Da auch hebr. bald als Masculin, bald als Feminin gebrauclit wird, so 
könnte ausdrücklich das Masculin (l^"!^*^) gemeint sein; vielleicht aber liegt nur eine 
Yersdhreflwing tot ffir y^'J] (wie das fordert), zumal bei dar Unederholnag dee 
Venee (4, 18) H»^. für g^setit ist. 



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166 3. HaopttlifliL Synte. 2. Cap. Der Satz. 



IL Besondere Arten von Sätien. 

§ 99. 

Uebersiebt 

Die Untersclieidung von Haupt- und Nebensätzen wird in der 

semitischen Syntax besser vermieden, da der Unterschied beider 
Kategorien nicht (wie im DeutscLenj durch die verschiedene An- 
ordnung der Satzglieder zum Bewusstsein kommen konnte. Dagegen 
ist eine Eintheilung der besonderen Arten von Sätzen in isolirte 
und mit anderen Sätzen verbundene berechtigt, d. h. in solche, 
welche schon für sicli einen vollständigen Sinn geben, und solche, 
welche entweder anderen Sätzen (durch 1) coordinirt sind oder 
strenggenoinmen (wie z. B. deutlich die Subject- und Objectsätze) 
einen Bestandtheil anderer Sätze bilden. Zu den ersteren gehören 
die unabhängigen Frage- und Verneinungssätze, zu den anderen alle 
übngen Arten you Sätzen. 

1. Isolirte Sätze. 
§ 100. 

Unabhängige Fragesätze. 

Die unabhängigen Fragesätze werden entweder durch die 
Pronomina interrogatiTa und (vergl. die Beispiele § 22, 1 
und ausserdem ni^'b? warum? mit nachfolgendem Xominalsatz Dan. 
2, 15) oder durch die Fragepartikeln n (n) und «bn (vergl. § 67, 2) 
eingeleitet. Den letzteren kann ebensowohl ein Nominalsatz (Dan. 
2, 26. i, 27), wie ein Yerbalsatz nachfolgen (3»24. 6, 13; beidemale 
mitEinschiebung des Objects vor dem Yerbum). In dem zusammen- 
gesetzten Nominalsatz Dan. 6, 21 : 'y\ ^n^nniDb .... 
hat dein Gott vermocht, dich zu erretten t ist das Fragewort nicht 
an die Spitze gestellt, sondern mit dem Yerbum Terbunden, da es 
dem Zusammenhange nach zu diesem gehört. 

Ueber die Weglassung des n yor K Dan. 6, 13 zur Yermeidung 
des Hiatus yergl. § 67, 2 a. E. 

Die Bejahung eines durch mhn eingeleiteten Fragesatzes erfolgt 
Dan. 3, 24 durch Kl^af^ gewiss! (vergl. dazu § 59, g). 



I 

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§g 101.102. VememungsBätse. Dnreh Waw angereihte Sätae. 167 



§ 101. 
VernolttiuigssätKe. 

1. Ueber die gewuhuliche Stellung der Ne^»ation xb, sowie des 
proliibitiveii unmittelbar vor dem negirten Begriff vergl. § G7, 1. 
Nur Dan. 2, 27 ist der Nominalsatz alsein Ganzes durch die Voran- 
stellung des 5<b vor die vier Subjecte nesirt. DageL^en bildet 2, 30 
'!0 rrcznn einen Gegensatz zu der in der zweiten Yershälfte an- 

T ; T . T 

gedeuteten göttlichen Veranstaltung. 

2. Eine absolute Verneinung wird, wie im Hebräischen (vergl. 
Gesen. § 152, 1, Anm.) durch .... ^3 ausgedrückt. Beispiele 
dieser Art finden sich zufällig nnr in coordinirten Sätzen (z. B. 
Dan. 2, 35: finb ndiam^ri'Kb ^h^br und es wurde gar kein Ort ßr 
sie gefunden; 4, 6. 6, 5 bis), sowie 2, 10 in einem Gausalsatz. 

2. Mit anderen Terbondeiie Sätie. 

§ 102. 

Dnreh Waw angereihte Sätze. 

Indem wir anf eine erschöpfende Classification der überaus 
häufigen coordinirten Sätze verzichten (vieles hierher gehörige war 

bereits § 09, 1. 76, 2, sowie 04 IF. zu erwähnen), begnügen wir 
uns mit einer Hervorhebung der Beispiele, in welchen sich der 
Erzähler mit der einfachen Anreihung begnügt, während man eine 
deutlichere Hervorhebung der Unterordnung unter den vorher- 
gehenden Satz erwarten sollte; so Dan. 2, 13: und der Befehl ging 
aus und die Weisen sollten getödtet werden (vergl. hierzu § 76, 3) 
= dass die W. getiidtet würden : 5, 2: 'jimCV tind es sollten trinken etc. 
== damit tränken. Nach einem Imperativ dient 1 c. Imperf. zum 
Ausdruck der Absicht 2, 4. 9. 24 : ebenso nach einem Optativ 2, 7, 
während 2, 16 ein Finalsatz durch i und den Intin. mit b fortgeführt 
ist. Mit ähnlicher Prägnanz wird statt des Inhalts eines Befehls 
oder einer Absicht sogleich die Ausführung gemeldet 5, 29 : darauf 
gebot BeUassar nnd sie bekleideten den Daniel u. s. w.; vergL 2, 49. 
6, 17, 25 ; Ezr. 6, 1 ; Dan. 6, 2 : es gefiel dem Darius und er setzte \i. s. w. 
(vergl. über ähnliche Beispiele im Hebräischen Gesen. § 142, 3, a). 

J Dieses prohibitive ist dem targuniischen Aramäisch fremd und es ist daher 
fraglich, ub es nicht im Biblisch-Aramäischen, wie im Samaritaxüsoheiiy »Is Hehnismug 
za betrachtea ist. 



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168 



3. Haapttheil. Santax. 2, G»p^ Der Sata« 



Asiin. I>ie asyndetische Anreihung von Sätzen ist im Ganzen selten, ebenso 
■wie die asyndetische Nebeneinanderstellung nieliierei Substantiva (Dan. 2, 27. 
5, 11) oder A(\jectiva (2, 48). Vergl. jedoch die Verbalsätze Dan. 7, 1. Ezr. 5, 9. 16 
(in letEtem Stelle meli einem Verbiun der Bewegung, in wdolinoi FaDe aueli im 
Hebittisoheii das Asyndeton nielit imgewöhniieli, im AraUtclien sogar die 
Begel ist; veigL z. B. Gen. SO, 31. Ps. 106, 13); femw Eir. 6, 12 (%m Infinitive 
mit ^) nnd die besehreibenden Nominab&txe Dan» 8, 1» 

§ 103. 

Relativsätze. 

Die manigf altigen Arten der Relativsätze lassen sich in der 
Hauptsache auf drei Kategorien zurückfuhren: auf solche, bei denen 
sich das Yerhältniss der Belation nur aus dem Zusammenhang der 
Bede ergiebt, sodann auf solrliCj welche durch "»^ als allgemeine 
nota relationis eingeleitet werden, und drittens solche, in welchen 
(re^* 'pb, tViq, htt) die Stelle eines eigentlichen Pronomen 
relativiun vertritt.' 

1. Aus dem Zusammenhang der Bede ergiebt sich ein Belativ- 
TerhSItniss bei einigen beschreibenden Nominalsatzen. So Dan. 

3, 1: ^» Bild von Gold, seine Höhe 60 Etten^ seine Breite 6 Ellen = 
dessen Höhe 60 Ellen waren u. s. w.; vergl. 2, 4L 42 und die vier 
beschreibenden Nominalsatze 4, 9. Unter der Bection einer Prä- 
position steht ein solcher Nominalsatz Ezr. 5, 14: und sie wurden 
gegeben tni^to l^Vi^b einem S. sein Name ^ einem, dessen Name 
S. war. 

2. a) In die zweite der obLii aufgezählten Kategorien gehören 
vor allem diejenigen Sätze, in welchen "^1 als blosse nota relationis 
aui das Relativverhältniss eines nachfolgenden Nominal- oder 
Verbalsuffixes hinweist. Die vorkommenden Beispiele sind: Dan. 
2, 11 OSri'i^'Q '»n deren WoJimmg)', 2, 2(1, 4, 5. 5, 12 (OC Ksbtt '•'n 
'51 fn^BT, also mit weiterer Entfernung des i'n von seinem Comi)le- 
ment); 5, 23 (rrii'^a ?)fni2lD3 in fh'ssc?} IJanä dein Odem ist); Ezr. 
7, 15 □btt'i'i'^ü '1'^); ferner mit Suffix an Präpositionen : Dan. 

4, 5 . . . "i^^ in Coordination mit einem anderen Relativsatz); 
ö, 11. 23 (nb unter der noch fortwirkenden Bection des '^'n, welches 



1 Hittbei ist elleEdingi noehmals zu erinnern, dass auch in diesen Fällen xu- 
nächst immer nur Beutewort (nota relationis, vorgl. § 21) bleibt, dem deutschen so 

an <\ev Spitze von Hplativsätzen vergleichbar; wie ■^•rif sich ein nominaler Charakter 
des bei Lebzeiten der Sprache im äpr&chbewusst«eiu festsetzte, muss dahingestellt 
bleiben. 



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§ 103. BelaiiTiStse. 



169 



den Torhergehenden BelatiTsatz einleitet); 6, 3 (fimia • . • '^'n); 6, 17 
(mb . . . *^); mit Suffix an der nota accusatiTi Dan. 3, 12 ^inn;^ • . • '^'n; 
yergl. dagegen Ezr. 5» 14: *rari bT^ty\ in Coordination mit einem 
anderen RelatiTsatz; endlich mit Yerbalsuffiz Ezr. 5, 14: nn& '^'n 
Mto den er zum Statthalter gesetzt hat. 

h) Besondere Erwähnung verdienen noch die Fälle, in welchen 
•^^ auf ein Pronomen der 2. Person zurückweist und demgemiiss 
auch die Suffixe, welche als Complement des '»'i dienen, in der 
2. Person stehen. So Dan. 2, 37: du, o König . . . »«"ö© J^ibs ''•n 
•fb'an'^ • • • i^r^'^^b'a dem der Gott des Himmeh die Herrschaft u. s. w. 
gegehen hat; vergl. 4, 19 f^rriS'^^ unter der ßection des ^1, welches 
den vorhergehenden Satz einleitet). 

c) ein Ortsadverbium erscheint als Complement des '»'n Ezr. 6, 1 
(nw. . . . woselbst). Doch kann '^'n auch ohne ein solches Comple- 
ment auf eine örtliche oder zeitliche Relation hinweisen; rergl. 
Dan. 2, 38: K^tpsä X'^^'^ überall, wo Mensehen wohnen; 

Ezr. 6, 3; zeitlich : ])an. 3, 5. 15 zu der Zeit Y^'^m zu welcher 
ihr hören werdet u. s. w. 

3. a) Als Aequivalent eines eigentlichen Pronomen relativum 
kann den Nominativ oder Accusativ Singularis oder Pluralis 
und zwar ebensowohl generis masculiui, als feminini ropräsentiren. 
So steht es im Sinne von qui (Sing.) Dan. 2, 10. 11. 14. 25. 3, 10. 
4, 19. Ezr. 7, 25 {eufti, qui) u, s. w.; von quae (Sing.) Dau. 2, 30. 
35. 39. 44. 4, 21 u. s. w. ; von qui (Plur.) 3, 20. 22. 28. 4, 34 (eos 
qui) u. s. w. ; von quem 2, 24. 26. 3, 2. 3. 4, 17. 5, 19; von quam 
2, 11. 5, 19; von quod (Accus.) 5, 23, vergl. auch B, 19: über 
das hinaus, was u. s. w. ; von quos 3, 32. 4, 6. 5^ 2, 13 u. s. w. 

Die Beispiele des Gebrauchs von '>n niQ oder blossem nti 

im Sinne von quieunque, quodcunque etc. s. sämmtlich § 22, 2. 

b) Bezieht sich nominativisches auf ein Pronomen separatum 
der 2. Person, so hat es (analog den o. No. 2, b besprochenen 
Fällen) das Verbum in der 2. Person nach sich; vergl. Dan. 4, 19: 
du bist es, o König, der du gross und stark geworden bist u. s. w. 

c) Die mit nominativischem 17; eingeleiteten Relativsätze 
repräsentiren selbstverständlich durchweg einfache oder zusam- 
mengesetzte Nominalsätze. Das Prädicat eines einfachen Nominal- 
satzes dieser Art kann nicht nur in einem Particip (s. die Bei- 
spiele § 76, 2, c) oder einem Infinitiv mit b (vergl. dazu § 75, 3), 
sondern auch in einer Ortsbestimmung (Dan. 3, 20. 7, 7. 20. Ezr. 



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170 



3. HikupttheiL Syntax. 2. Cap. Der Satz. 



4, 24. 5, 6. 6, 6. 10; vergl. auch Fälle, wie Dan. 2, 25. 5, 13. Ezr. 

7, 23) bestehen. 

Als Priidicat eines zusammengesetzten Nommalsatzes dient 
ein mit nominatiTiscbem "»"i eingeleiteter Kelativsatz iu der I ormel 
bsnrr nr'isb'ei und sein Reich ist ein solches, welches nicht 
zerstört jverdeti wird Dan. fi, 27. 7, 14. 

Accusativischem '^'^ folgt in der Kegel ein Verbalsatz (so in 
den meisten der oben No. 3 « aufgezählten Beispiele), seltener ein 
Nominalsatz (Dan. 2, 11. 3, 17. 6, 16). 

§104. 

Subject- und Objectsätze. 

1. Zur Einführung yon Subjectsätzen findet sich überall die 
Gonjunction ^it) verwendet. Das Pradicat von Subjectsätzen 
kann entweder in einem selbständigen Satze bestehen (so Dan, 2, 
41. 43. 4, 20. 23, wo die mit '•'tl und was das betrat, dass einge- 
leiteten Subjectsätze vorangehen, die Aufschluss gebenden Prä- 
dicatsätze — allerdings in ziemlich lockerem Gefuge — nach- 
folgen) oder in einem Particip pass. mit rTje\ (Dan. 3, 18. Ezr. 4, 13 
K'nb T^'r^^ vor dem Subjectsatz) oder endlich in einem adverbieÜen 
Ausdruck» wie Dan. % 47: *k| xe^'y^ in Wahrheit ist es der Fall, 
dass euer Gott u» s. w. — Dan. 6, 16 fungirt ein mit negirtem 
Infinitiv zusammengesetzter Subjectsatz (vergl. § 75, 3) als Subject 
eines von wisse abhängigen Objectsatzes. 

2. Als Objectsätze sind ausser den durch i^ eingeführten Sätzen 
nach verbis sentiendi oder declarandi (vergl. die Beispiele § 69, 3, 
woselbst auch der Einführung directer Aussagen durch "»n nach 
Aualügie des sogen, rucitativen on gedacht ist) auch die von 
einem transitiven Verbum regierten Infinitive mit 5 (s. die Bei- 
spiele § 75, 1), im weiteren Sinne auch die von einem transitiven 
Verbum imperandi abhängigen Finalsätze zu betrachten. 

§ 105. 

Gausal-, Condltlonal-, OoneesslT-, GomparatiT-, T^poral- n. Finalsätze. 

Die noch übrigen Arten von abhängigen Sätzen haben das 
Gemeinsame, dass sie als Aequivalente adverbieller Kebenbestim- 
mungen (des Grundes, der Bedingung, des Zweckes u. s. w.) zu 
anderen Sätzen dienen und somit strenggenommen ebenso, wie die 



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§ 105. Causal-, Conditional-, Concessiv-, Comparativ- etc. Sätze. 171 

Sttbject-» und Oi)ject8ätze, einen Bestandtbeil der Satze bilden, mit 
welcben sie verbunden sind. Beweis dafür ist die Möglichkeit, der- 
artige Sätze durch die Umsetzung des Yerbum finitum in den 
Infinitiv mit einer Präposition in einfache Umstandsangaben zu 
verwandeln. Da über die zur Einführung der obengenannten Satze 
dienenden Conjuuctionen, zum Tliuil auch über die ihnen folgenden 
Tempora bereits in 09 das Nothige bemerkt ist, so können wir 
uns au dieser Stelle mit einigen Nachträgen begnügen. 

1. In den Conditionalsätzen (vergl. § 69, 7 und 73, 2,«) 
herrscht naturgemäss das Imperfect vor, da eine Bedingung in der 
Regel an eine noch bevorstehende und somit unvollendete Hand- 
lung oder ein künftiges Ereigniss geknüpft wird; so Dan. 2. 5. G. 9. 
3. 15 ("'nacn «b "in-); 5, 16. 4, 13. IG; auch 3, ist das absolut 
stehende a^b durch das vorhergehende SrC'^ zu ergänzen. Mit 
einem Nominalsatz ist "jn verbunden Dan. 3, 15. 17. Ezr. 5, 17. 

Ebenso naturgemäss, wie im ConditiontJsatz, steht das Imper- 
fect (meist im Sinne eines Jussiv) auch in dem mit ihm ver- 
bundenen Satze; so in allen oben angeführten Beispielen ausser 
2, 9 (Nominalsatz) und Ezr. 4, 16 (wo indess ttb auch im 

Sinne eines Futurum steht). Ueber die Dan. 3, 15 vorliegende 
Aposiopese vergl. u. § 106. 

2. Von Temporalsätzen ist ausser den § 69, 6 angeführten, 
durch Gonjunctionen eingeleiteten Beispielen (über das Imperfect 
in diesen Sätzen vergl. § 73, 2, c) noch der Kominalsatz Dan. 4, 28 
zu erwähnen: D&a Kn^ta TÜ^ als noch das Wort (eig. Nochsein 
des Wortes u. s. w.) m Munde des Königs war, da fiel eine Stimme 
vom Himmel u. s. w.; vergl. zu diesem Gebrauch des im 
Hebräischen Jes. 65, 24. Ps. 78, 30. — Zu der Construction von 
Dan. 6, 25 vergl. § 69, 6 und 71, 1, c; zu ISQ*^,)?«; als Aequivalent 
eines Temporalsatzes § 75, 4 a. £. 

3. In Betreff der Finalsätze ist ausser den § 69, 10 ange- 
führten Beispielen (in welchen nach § 73, 3, h die CoiijuuctKmen 
naturgemäss fast durchweg mit dem Imperfect verbunden smdj 
noch § 75, 1. 2 (Darstellung der Absicht durch den Infinitiv mit b) 
und § 100, 2 (Darstellung der Absicht durch einfach mit ] ange- 
reihte Sätze) zu vergleichen. 



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I 



172 



3. HaupttheiL Syntax. 2. Cap. Der Satz. 



g 106. 

PeriodenbaiL Aposiopese. 

1. Im Vergleich mit der fast durchgängigen Einfachheit des 
Satzgefüges im Hebräischen macht sich im Biblisch-Aramäischen 
eine gewisse Vorliebe fär länger ausgesponnene Perioden mit 
beschreibenden Parenthesen oder sonstigen eingeschachtelten 
Sätzen bemerkbar. Am häufigsten finden sich so Relativsätze in 
andere Sätze eingeschachtelt; vergl. 2, 11. 35. 37 f. (wo das Sub- 
ject n:i( nach einer langen Insertion am Schluss von Y. 38 wieder 
aufgenommen ist); 3, 15 (doppelte Einschaohtelung yon ^'^); 
4, 17 — 19, wo der Relativsatz zu MjbiijS durch die Wiederholung 
der ganzen Beschreibung aus V. 8 ff. zu einer monströsen Periode 
angeschwollen ist: 5, 7 (Relativsatz inmitten eines Objectsatzes; 
vergl. auch 6, 8. Ezr. 4, 12. 6. 11. 7, 21); Dan. 5, 23. Ezr. 5, 14. — 
Beispiele anderweitiger inserirter Sätze (z. Th. inmitten von Sätzen, 
welche selbst wieder von anderen abhängig sind) s. Dan. 2, 31. 
G, 11. Ezr. 4, 13. IG. 

2. In einem Falle hat der Eifer, mit welchem der Redende 
von einer mit einem Bedingungssätze anhehonden Periode zu der 
den Gegensatz bildenden Drohung hmstrebt, eme Aposiopese be- 
wirkt; vergl. Dan. 3, 15: ;??/;/ a/so, ?i c?)n ihr wiUi{/ seid, sobald ihr 
hören werdet u. s. w., niederzufallen und das Bild anzubeten, das 
ich gemacht habe, [so ist es gut] und wenn ihr nicht anbeten werdet, 
so sollt ihr u. s. w.; vergl. ähnliche Beispiele von Aposiopesen nach 
Bedingungssätzen im Hebräischen £xod. 32, 32 und Jud. 9, 16 ff. 



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J 



Nachträge und Berichtigungen. 

S. 8. Die Bemerkungcu über '\x£Xoaji.ay -waren bereits gedruckt, als mir Kloster- 
manws „Probleme im Aposteltexte" (Gotha 1Ö83) zugänglich wurden. Der- 
Mlba macht (L I. p. 2) geltend, bei der Bezielmng des da(j.a;( auf alfxa müBse 
man die Bedeatimg dein Bkttaeiter mit in Kauf nehmen* Aber auch bei der 
Leanng axiX8aii.a «d eine Benehimg s^mhea V* 19 nnd T. 18 nieht herzu- 
stellen. Denn wenn dai fBr den Jadaalohn «rworbene Feld mit x^up^ov 
gemeint sein solle, so erwarte man ywpiov t^i aStxto:? oder dergl., oder 
„für das von ihm verrathene Blut '. Der Mittelbegriff des „Blutgeldes" finde 
sich vielmehr Matth. 27, 6 — 8; somit sei der Vers (Act. 1, 19) Eandglosse 
eines Lesers, der sich damit auf Matthäus beziehen wollte. In Wahrheit 
aber «teokt in fiaixa^ nach Klostermamt vielmehr dae Partie, (^n) des aram. 
yä^ xoi^&ewdat and axeXd. tei aomit entweder „Todtfinfidd*^ oder „Todeiacker**. 

Bass in dxtXS. ein gewisses Quidproquo vorliegt, wollen wir nicht in 
Abrede stellen; dass aber die Bezeichnung „Blutacker'^ für einen durch 
„Blutgeld" erworbenen Ackpr undenkbar sei, vermögen wir nicht einzusehen. 
Der von dem auslauteiideu y hergeuommene Binwaud dürfte durch das von 
una angefulirte Seipa^ beseitigt sein, 

S. 10 iet XU {ji.a|x(ttvd aachintMgMd äßLoffOurdet 0ött. gel. Ana. 1884, p. 278. Naeh 
ihm gdit («.afteiw« auf IpKOn snrSlolc, deaaen Stamm 109 arableohem cr*^ 
entspreche; »T^ttM, an dem einmal naehgewieaenen yerMhwfioh^ 
-wurde oder ys^, ähntteh wie ittK'' schliesslich löii'' wurde." 

8, 11. Durch Siegfried Miscellanea II, 10 (in Hilgenfeld''s Zischr. f. wissensch. 
Theol. XXVII, 3, p. 358 f.) werde ich erinnert, dass nach ta^eiOa noch auf- 
zuführen gewesen wäre tusavva Matth. 21, 9 al. Vergl. Siegfried a. a. 0.: 
„^fi^otvvdl wird in den neutestemenü. Commentaren, soweit wir gesehen 
haben, vergl. aindi GMmmt Tj«x. K. T. 1879, p. 473 auf M| n^^i^l'n in Ps. 
118, 25 zurueligefahrt. Daes diese Stelle gemeint iet» leidet keinen Zweifel; 
aber die Form tu^a /^d lässt aich nicht mit KS 'n identiflciren. Sie ist, wie 
schon aus Elias Levita's Darlegung in seinem Sefer Tisbi (s. v. MSS^^'^rt) her- 
vorgeht, die griechisohe Wiedeigabe einer verkürzten Aussprache jenes C^ebeta- 

mfes = K3-3>Üin, wozu man vergleiche jlS^-of in Payne Smith, Thes, syr. 
T. I, 1879, p. 1639." Dazu die Note: „"Nachträglich auf Hilgenfeld, Nov» 
test. extra canon. receptnm, fasc. IV, p. 26, aufmerksam gemacht, sehe ich,, 
dass auch andere schon au jener Ableitung des (uaavvä vun der biblisch' 
hebräischen Form Anstoss genommen haben und dass Anger unter Hügen- 
feld'a Billigung anf das aram. ttaM^K verwieaen hat. Ea sohdnt demnad^ 
an d«r Sache aelbet nicht gezwafelt weiden au können.* — Yexgl. hieran 
auch J5%«n/e2i(£vangeliorum secondnm Hebraeoa etc. qnae superaont, Lipa.. 
1884^ p. 85^ der sich für die Bedentang terva no8 anf Ä, Marx beruft 



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174 Nach träge und BericbtigUBgen. 

B. 12. Zu i Cor. 16, SS iit noch xa T«rgl«ic}i«ii JEIoffermoim, Probleme iioApoitel* 
texte (p. 820— 846), nach welchem }fcapav «0« die Spendefomel beim Bruder- 
kiMi der Olirieten (« der Herr ist das Zeioben) gewesen sein iqU. Aber es 
ist doch schwer denkbar, dass rieh die altkirchlicbe Tradition Uber die Bedeu- 
tung des Wortes (vergl. die Belege in den Glotaae sacrae Hesyehii ed* Emesti, 
p. 196) so gründlich getäuscht haben sollte! 

Von Herrn Prof. Nestle in Ulm werde ich noch aufmerksam gemacht 
auf das yOTkonmen der Poimel in der dtSoXi') ««ostoXwv, ferner anf 
BidceU in Ztaehr. f. Icathol. TheoLTm, 408, Anm. 8, und ^ivld, otinmNor^ 
yicenee m {ßsL 1881), p. 110 1 Letzterer erklärt für das Original gleich- 
falls tt^ welches jedoch nicht zu übersetzen sei „unser Herr kommt", 
sondern ,,nnser Herr kam", oder hesser j,ist gekommen", da das syrische 
Verb entweder für f//.&E (Juda 14) oder Y,-/ei (Luk. 15, 27. 1 Joh. 5, 20) stehe. 
„Demgemäss erklärten Theodoret und Schol. Cod. 7 das Wort mit 6 x6pio; 
^XOe*^} Schol. Cod. 19 durch 6 x. i:apaY£YOvev, endlich Schol. Cod. 49 durch 
h X, ^tidv lixei." 

In der That wird man einr&amen mfieeen, daee der Hauptgrund, den 

man für das Präsens (im Sinn eines Futurum) ins Feld zu führen pflegt und 
bei welchem auch ich mich (8. 12) beruhigte, dass nämlich nach dem Con- 
text V n dem Kommen des Herrn zur Parusie die Eede sein müsse, auf 
eineni e .egetischen Vorurtheil beruhen kann. So dürften schliesslich doch 
Chrya.f Hieroti., Tiieodoret, Theophyl.^ Erasmus u. a. im Rechte sein, wenn 
sie troti des veriockenden Oontexte anf einem Praeteritnm bestandan. 

Wran abw BidieU a. a. 0. scbreibt »diese bialier irrig erklärte Formel 
bedeutet: domine noster yenil veri^. Apoe. 82, SO**, so yermag leb niebt 
abansehen, wie dann a^a an Stelle des zu erwartend«! 'TVt getreten sein soll« 
In der nen anfgefnndenen ^'^ayr, -ctöv ^ojoey.ot -xro-yToKcuv heisst es am 
Schluss des .schönen Gebets, welches nach demGhenuss des gesegneten Kelches 
und Brodes gesprochen werden .«oll (ich citire nach p. 100, 17 des Textes, 
welchen Hilgenfeld der 2. Aufl. von „Evangeliorum secundum Uebraeos etc. 
qnae supersmAt" beigegeben hat): tl rt< ft^ftic iffttv, ipy^h^v»* el tu o&k 
iaxlf ptexavoeC'ce). ifcopavadd, otpii^v* Ans dieser Terwendnng etgiebt sich 
nichts für die Bedeutung des Wortes, wohl aber für die Thateache, dass es 
eine geläufige Schlussformel in Oebeten war. 

S. 42, Z. 3 a. E, hes 7, 17 statt 17. 

ibid. Z. 3 Inf. lies § 6ö statt § 70. 

B. 44, § 22, No. 2 letzte Zeile: vergL zu £zr. 6, 9 noch die Nachtrage zu 8. 101, 

Z. 8 Infi 
B. 54, Z. 17 lies E«. 5, 14. 

8. 68, 40, Z. 1 sollte noT^^ in diesem Zusammenhange nicht mit aoli;eiftblt sein, 

da das Suffix selbstverständlich Kominalsuffix ist. 

S. 65, § 40, No. 4 sollte bemerkt sein, dass T^^&^ eigentlich nur der äusseren 
Form nach ein Haph'el ist, in Wahrheit aber, wie syr. 'e^kach zeigt, auf der 
missverständlichen Umsetzung eines « prostheticum (vergh '»''PilÖX Dan. 5, 8) 

• in n beruht. l>afür beweist auch, dass als Passivstamm zu HXI^ lediglich 
das ^ibp^'d, also das BefledT oder Passiv anm Qal, in Oebtaneh ist. — 
Wenig Wahrseheinliohkeit hat die Ansieht Xecy'f (Ohald. W.-B. über die 
Targmnim eto. II, 478 (), die Afel«Form sei wahxseheinlioh desshalb enge« 



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Nachträge und BerichtiguBgeii. 



175 



nommen worden, um zu unterscheiden zwischen diesem aiam. Worte und 
dem het»r. M;^ vergesten, 
B. 78, Ui, g, Zn retV» Dan. 8, 85 l)«iii«rkt mir Prot dan in d«r That n&lVa 
mit rdn graphiscbw Beibehaltimg ddt nrfpr« al* des dritten Stammeonio- 

nanten gemeint sein werde. 
8. 79, Z. 28 f. lies: vor den JuSÄtr. 

8. 89, Z. 1 ist nach noch "'•"r Dau. 5, 21 KHlk. anzuführen, falls dasselbe, wie 

nach dem P^'il T^ü höchst walu-scheinlich, '''JTÖ oder '''l\ö zu lesen ist. 
& 89, Anm. a a. E. fehlt noch 'ptr»a*<Q Dan. 7, 8 JB?^ 

B. 100| Ko. 6, Amn. is» Z. 6 ff. mag die ZmrttefcfBhrong T(m iftinq auf 'j'^nn und 
Bing, "nri alt lu miaieher auf aioh beruhen. 

S> 101, Z. 4 u. Nachdem mir in £zr. 6, 9 die Verbindung des mit dem Plur. 
fem. eines Adjectiv (zximal im Hinblick auf das Prädicat -^'■""2 syn- 
taktisch verdächtig geworden war, kam ich auf die Vermuthung, ob niclit 
in 1^1^13 vielmehr der Singular eines Adjectiv (also mit att'ormativem Nun) 
vorliege. Da aber diese Form von JPayne Smith im Thes. ayt. s. h. v. nur 
als nenayriaehe aufgeführt -wird, ao fragte ich bei Herrn Prof. NSldeke an, 
ob ihm ein altaram. Bdeg für 'tvän bekannt sei. Derselbe hatte die Güt^ 

mir darilbor folgendes an achreiben: „^I m^m ist eine speciflaoh nenqrr. Bil- 

dnng. Das Nensyr. macht anch ans don Part Peal nomina agentis mit än, 

während dies die älteren Dialekte nnr ans den sonstigsB Terbal<das8en thun: 
jlTfct nV>, nSi> etc., aber Tom Peal wahrend dn Kemper 

)jj;;k4i^ sagt (wofür — dem l/oui naeh besser U^^jp an sehreiben ist). 

Dies darf also an Sar. 6, 9 nieht herangezogen werden .... Ein Adjectiv 
"inün wfire dort a priori nicht nnmöglich, aber ich kann nicht recht daran 

glauben. Ich denke» ist regnlttror Pliual zu ]h JLm „nnd was Bedürf- 
nisse sind etc. ete., das werde gegeben** n. a. w. Der Sing, ist wohl 
nicht durch na, sondern dnroh die unmittelbar vorhergehenden Bingulare 
"^^n bewirkt.*^ Nach dieser sehr idauaiblen ErUftrnng ist auch das 

8. 164 zu £zr. 6, 9 Bemerkte zu modiAciren. 
B, 109, c, Z. 1 sollte zu '^^'nx anf de Lagaräe, ges. Abhandlungen, 8. 10 verwlt sen 
sein, wo sich de Lagarde für indogermanischen Ursprung des Wortes aus- 
spricht, 

8. 118, § 64, 3, Z. 8 Yergl. au M*i*m äe Lagarde^ ges. Abhandlungen, 8. 27, 
No. «7. 

8. 1S5 kann unter No, 7 noch beigefügt werden RJ^f^ in der Bedeutung cfoAer, 

deshalb Ezr. 4, 14 f. 6, 11. 
S. 153, Z. 16 ist nnna Dan. 2, 9 nach § 56, a, a, 2 als Adjectiv gefasst; wahr- 
scheinlich ist es jedoch vielmehr Substantiv {Lüge) und die Stelle gehört 
somit unter § 83, a. 

Von Druckfehlem merken wir noch an; Seite 25, Anm. 4, a, Z. 2 1. für n— . — 
S. 26, Z. 4 1. Homorg. — B. 80, Z. 10 1. ^TrOSt. — 8. 35, 6, Z. 2 L — 
8. 79, Z. 15 Inf. 1. ~ 8. 8«, Anm. 8, Z. 4 L — B. 93, 3, a, Z. 4 
1. i^jä. ~ S. 9«, Z. 1 1. qutl für qi^ — ibid. Z. 8 inf. 1. mä»n, & 98, Z. 3 
1. l-'m f. s-'m. — 8. 109, Z. 11 inf. 1, — 8. 115, Z. lo"in£, L — 
S. 122, 2, Z. 2 h l^ap. 



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SACHREGISTER. 



Abplattxing, sogen., der Zischlaute 2fi. 
Accente 2A, 

Accentuation der aram. Wörter im 
Griechischen 8^ 

Acc;usativ durch die Nota accus, be- 
zeichnet 42i des Objects mf. 

Activa 45a 

Adjectiv, Syntax dess. mf.; als Attri- 
but 153. 
Adverbia I23j zur Syntax 157. 
Aegyptisch- Aramäisch 14 f. 
Afformative an Nominibus 113 ff. 
Alphabeth des Ben Sira 'L 
Anakoluth, scheinbares 162; wirkliches 

Aphaeresis 2fi* 

Apocope 

Apokryphen des A. Test, ß f. 
Aposiopese 122m 
Apposition llfif. 

Aramäisch, biblisches, Verhältmss zu 
den übrigen semit. Dialekten 1 j rich- 
tige Benennung dess. 17. 

Aramäische Wörter im N. Test. 2 f. 

Aramaismen im A. Test. 2 f. 

Assimilation 2i 

AssjTische Sprache i ift- 

Asyndeton IM. 

Bedingungssätze 135* 

Eegadkephath 2^^ 

Bibliscli-Aramäisch 18j Schrift 24: All- 
gemeines über die Texte 21 ; textkriti- 
sche üeberli ferung und Bearbeitun- 
gen 22j Verhältniss zum Hebr. und 
Arabischen 2fif. 

Cardinalzahlen 119. 
Carpeuiias, Stein von, 14 f. 
Chaldäer Ifi, 
Chaldäisch, sogen., Ii 



Chateph unter Gutturalen 32; unter 

Nichtgutturalen 
Christlich - palästinischer Dialekt des 

Aram. lA. 
Comparativ 1.^3. 
Composita (nomina) 116. 
ConditionalsHtze 171. 
Conjugatiunen, sogen., 45 f. 
Coiyunctionen 12iL 
Contraction 30. 
Copula 12fif. 155 No. 

DageS forte 30j euphonicum 31j cou- 
junctivum SL 

Dage§ lene in den Begadkephath 25^ 
orthophonicum 2h. 

Daniel, Zweisprachigkeit des Buches 2 f. 

Decomposition, syntaktische, des Ara- 
mäischen IM f. lh£L 152* 

Dehnung der Vocale 34 f. ; in Pausa 39. 

Demonstrativa 43. IM f. 

Diphthonge Zfi f. 

Disjunctiwerhältniss, Ausdruck dess. 
Dual Mf.; bei Adjectivis durch den 
Plural ersetzt i.'».^. 

Elision ^ 

Enallage des Numerus, scheinbare, lfi4. 

Endungen der Gynera 83 f.; der Nu- 
meri Mff. 

Erweichung von Consonanten zu Vo- 
kalen 2a* 33 f. 

Ethpoal 45* 

Evangelien, im christlich-palästin. Dia- 
lekt m* 

Ezra, Zweisprachigkeit des Buches, 3. 

F eminina, ohne besond. Endung fi4 ; auf 

hl im Plural Sfi* 
Finalsätze 171. 
Fragepartikel 123* 



Sachregister. 



177 



Fragesätze, unabhängige IM. 
Fremdwörter in den biblisch •aram. 
Texten LLÄf. 

Gaja 25* 

Gegenton 2Si 
Geiuaren 13» 

Genetivverhältniss, durch den Stat. 
constr. dargestellt 145 ; durch 'r,^ um- 
schrieben 146. 

Geutilicia 81 f. Uä. 

Genus der Nomina fi3 f. ; zur Sjutax 
1A2 ; Uebereinstinumung des Genus der 
verschied. Satzglieder IfiS f. 

Gutturale, Eigenthümlichkeiten ders. 
31 : Verba L Guttur. 62 ff.; II. Gutt. 
64; ni. Gutt. und Res fii. 

Haph'el, Haph'il dLoj S2 f. 

Hauptfürm der Nomina 

Hebräisch, Bedeutung dess. als heil. 
Sprache 5j als Bezeichnung des pa- 
lästin. Aramäisch 5^ Löf. 

Hebraismen im Biblisch-Aram. 43. 

^ m. 

Hinzufügung von Consonanten 3fl. 

HiStaph'al 45^ Sfi. 

Hithpaal ^ 

Hithpa'lel 45» 

Hithp^el 45i 5ä:f. 

Hoph'al 4jl. öS» 

Jeruschalmi (Tax'gum) l und II, 12. 
Imperativ, SjTitax dess., 137. 
Imperfectum, Syntax dess., 135 (f. 
Infinitiv, Syntax dess., 132 f. 
Inschriften, nabatäische 15 f.; palmyre- 
nische 15. 

Insertion von Consonanten 2fi» 67| von 

Sätzen 172. 
Interjectionen 131. 
Interrogativa M. 
Intransitive Verba 5SL 
Inversion von Sätzen i 
Jonathan ben Uzziel 12. 
Josephus,jüd. Krieg 5 f.; Spurendes west- 

aram. Dialekts in seinen Schriften 12± 
Ittaph'al ifi. 

Kuthäisch, sogen., im Samar. Targum 12. 

Lautwechsel zwischen dem Biblisch- 
Aram. einerseits und dem Hebr. und 
Arab. anderseits 2£ f. ; innerhalb des 
Biblisch-Aram. 2fif. 

Ma'lula, lebender Dialekt von, Ifif. 
Mappiq 25. 

Masora zu Onkelos 3^ 

Eaa tisch, aramäiiche Grammatik. 



Masorethische Tradition, betr. das Eibl.- 

Aram. 22 f. 
Metathesis von Consonanten 2fi. 
Metheg 25. 
Methurgeman 12. 
Midraschim 13. 
Mischna 13. 
Modi ifi. 

Modus rei repetitae 133. 
Münzen, nabatäische 15. 

Nabatäische Inschriften 15 f. 

Nazir (talmud. Tractat) Sprache dess., 13. 

Nedai-im (talmud. Tractat), Sprache 

dess., 13. 
Negationen 123. 

Nomina B2 ff. (genera 83j numeri S4 ff. ; 

Haupt- und Verbindungsfonn, Stat. 

emphat. M ff. ; mit Suffixen fiS ff. ; 

verschiedene Bildungen ders. ai ff.; 

anomala 117; Syntax der N. 112 ff.; 

im Ausinif 14fi f. ; in Apposition lAä. f. ; 

unter Verbalrection 150. 
Nominalsätze 13fi ff. (mit Parücipien); 

Unterschied des N. und Yerbalsatzes 

159; einlache N. 159 f.; zusammen- 
gesetzte 162. 
Nominalsuffixe asff.; 155 f. 
Nordsemitisch L 
Numeralia 1 19. 154. 
Numeri der Nomma 8i ff.; 143; üeber- 

einstimmung der N. verschiedener 

SatzgUeder lfi3f. 
Nmi, Assimilation dess., 23 f. 

Object 15üff.; Eiiiführmig dess. durch 
*9 151 f. ; zweites Object 152; Weg- 
lassung dess. 156. 

Objectsätze 170. 

Onkelos, Targum des, 12 f.; Hebraismen 

dess. 22. 
Ordinalia 122x 

Ortsbestimmungen vor dem Verb 157. 
Ortsnamen auf ajin £5. 
Ostaramäisch L 

Pael, PaU 45. 55 f. 
Palästinisch-Aramäisch IfL 
Pa'lel 45. 

Palmyrenische Inschriften 15. 
Particip, Syntax des, 133 ff.; mit nin 

141; Part pass. 141 f. ; Part, in Appo-' 

sition 150. 
Passiva 48^ des Haph'el von tth Sfi N. ; 

zum Haph'el der ^'y 74; umschrieben 

durch das Part. 141 ; durch die 2i Plur. 

161. 

Pathach furtivum 32. 
Pausa 33 ff. 

12 



178 



Sachregister. 



P*'al, P«*el, P''ü ^ 

P«'il, conjugirtes ^ 5äf.; Syntax desa. 

Perfectum, Syntax des, 132 flf. 
Periodeubau 112^ 
Personalpronomina il ff. 
Personen des Verb 
Plural SÄ ff. 
Po'al fLä. üiL 

Prädicat des Nominalsatze!? 15D f. ; des zu- 
sammengesetzten Noininalsatzes lA2f. 

Präformative in der Nominalbildung tlQ. 

Präpositionen 12fiflF.; lÄfi. 

Pronomina 41 ff. ; als Suffixe 42j de- 
monstrativa 4H ; relativa f. ; inter- 
rogativa 44j indefinita 4£; sufftxa 
verbi Ö£L — Syntax ders. IM ff. (des 
Pron. separ. IM f.; zur Verstärkung 
anderer Pronomina 155; Nominal- 
suffixe Laüf.; Verbalsuffixe 156j de- 
monstrativa 15fif.). 

Prosthesis des k in der Nominalbildung 
LLL 

Pseudojonathan 12< 

Oaddisch (Gebet) fi. 
Qal Ml ff. 
Q^re ai No. 
Quadrilitera llß. 
Quantität der Vocale B& ff. 

Raphe 2iL 

Reciprocität, Ausdruck ders., 157. 

Eeflexiva ifi. 

Relativpronomen 43. f. 

Relativsätze IM ff. 

Re§, Eigenthümlichkeiten dess. 31^ 

Samaritanisches Targum 13 f. 
Satz, Lehre vom, 1^ ff.; besondere 
^ Arten von Sätzen IM. 
Saph'il 45, ^ 

Schärfung von Consonanten, künstliche 
3L 

8*wa, Verwandlung dess. in festen 
Vokal 3fi. 

Schrift- und Lautlehre des Bibl.-Aram. 
24 fr. 

Schwache Consonanten 33 f. 
Segolatformen 21 ff. 

Siiach, Sprüche des, hebr. und aram. L 
Stämme 41t 4^ f. 

Status absolutus 86j als zweites Object 
152; zur Angabe des Mittels oder 
Stoffes, eines zeitlichen Maasses oder 
der näheren Beschaffenheit l^f. 

Status constructus M± 145; in sogen, 
uueigentlicher Annexion 148. 



Status emphaticus 33. 33 f. ; Syntax dess . 
143 ff. 

Stellung des Objects Lälf.; des Pron. 
demonstr. vor dem Nomen 156; der 
Ortsbestimmungen vor dem Verb 1^ ; 
künstlich rhetorische derWorte 1hl No.; 
der Satzglieder im Verbalsatz ißi. 

Stoff begriffe dui'ch eingeführt, 146. 

Subject, im Nominal satz lÄSf. 162; im 
Verbalsatz IM f. ; unbestimmt ge- 
lassen ißi ■ 

Subjectsätze 170. 

Südsemitisch L 

Suffixa verbi 60^ nominum 33 ff.; Syn- 
tax ders. L5Äf. 
Superlativ, Umschreibung des, 133 f. 
Syibenbildung 33 ff. 

Syrisch, als Bezeichnung des Aram. 

überhaupt 20. 
Syro-chaldäische Sprache, sogen. 2L 

Taanith (Megille) 13. 

Talmudim 13. 

Targum, als Bezeichnung der biblisch- 

aram. Texte 2IL 
Targumim 12 f.; VocaH5?ation derselben 

13; samaritanisches zumPeutateuch 13. 
Tempora 43. 
T empor alt ätze 171. 
Tempos hi&toricum 133. ^36- 
Testament^ altes. Verdolmetschung dess. 

im Gottesdienst gf. 
Tobit, Buch, ßff. 
Ton 33 ff. 

Veränderungen im Consonantenbestand 
der Wörter 23. 

Verba, L Gutt. 62 ff. ; n. Giit,t.fi4 ; m. Gutt. 
undBeS &h; v't 33 f.; )'t Ol; "'t £3 f.; 
'^'5' vind ph^) Iii f. ; i'y und «'y ZI ff. : 
y'y 24 ff.; K'^ (r'5) Ififf.; doppelt 
schwache 82. 

Verbalsatz üia. 13üf. 

Verbalsuffixe 60^ zur Syntax ders. 156. 

Verbindungsform der Nomina 33 f. 

Verbum 43 ff.; Paradigma des starken 
V. 41 ff.; Syntax des V. 132 ff. 

Verdichtung von Consonanten 23. 

Verdohnetschung des A. Test, im Gottes- 
dienst ^f. 

Verdoppelung, sogen., der Consonanten 

aiL 

Verdünnung von a zn i ^ 
Verflüchtigung fester Vokale 33. 
Verkürzmig der Vocale 33- 
VeiTieinungssätze 167. 
Versetzung von Consonanten 3Ü. 
Vertauschung von Consonanten 23. 
Vocale, Veränderungen ders. 34 ff. ; be- 
einflusst durcli die Syibenbildung 33 ff. 



Sachregister. 



179 



Yocalbuchstaben (Schwanken zwischen 
s und n) 84. 

Waw 33 f.; copolativum etc. 129 f.; apo- 
dosis 163; zur Anreihung von Sätzen 

1ft7 

AVegwerfung von Consonanten 29j im 
Syrischen 30 f. 



Westaramäisch L ITj Reste dess. g ff. ; 

lebende Beste Ifif. 
"Wortstellung, s. Stellung. 

Zahlwörter US ff. 

Zeugma 

Zurück werfung des Tons 3S ; in Pausa 

Zustandsätze 1^ 



K Verdichtung zu * 28j Veränderungen 
desselben 33j pnostheticum III ; als 
Vocalbucb Stabe Mj, 
ißl No. 

n*X Hebraismus 42^ 

ibx und 12h. IM. 

P"«!:-« 18. 20. 

Nrx ßfif. 
"rV 125. m 

•»^ 13 f. 130. ; zur Umschreibung des 
Qenetivs ll&ff. ; im Eelativsatz IM ff. 

H als Vocalbuchstabe 84j interrog. 123 f. 
1 Schwäche dess. 33; copul. etc. 12fi. 



•» Aufweichung dess. 22 £. ; Veränderun- 
gen 33 f. 

(= DK) i2. 

a 121. 
iis 146. 

^ 127; zur Einführung des Objects mf. 
IM. 

T t 

t' ' t 

p)?0 70. 

^ Eigenthümlichkeiten dess. 31. 
vermuthlich Hebraismus für 0, 24, 



12* 



STELLENREGISTER. 



Aram. A. Test. 


Daniel Seite 


Daniel 


Seite 


Daniel Seite 


X UuDe oeiie 


2 31 


. Sfi. afi. 142 


8 23 


51. 


53. UQm 


4 33 


33. 33. 53. 33. 


32 


2fi. 100. 142. 




153. 






31. 133. 




153. 


24 




. 83. 143 


34 


.■>8. 74. 97. 100. 


Jeremia 


33 





25 


« • 


, . 145 




LH. 


34 


... 55. 23 


26 


28. 29.67.148. 


ß 2 


2a. £3. 112. 


10 11 2Üa 2L 22* 52. 


3ä 


23. 25. TiL Zä. 




143. 






Ifi7. 


66. ftQ- 93. 




24. 131. 


22 




. . . S5 


3 


... 33. 23 




32 


fifi. 13Ä. m. 


23 


• 


. 23. 33 


5 


äA 


Daniel 


33 


23. 14iL 14L 


23 


23. 


24. 133. 


ä 


80.31.89.156. 


2 4 IL lÄ, aiL Zfi. 




155. 133. 




115. 


146. 




157. 132. 


Si. IML 137. 


3fi 


03 


33 




... 53 


2 


29.30.76.108. 


148. LäJL 1^ 


4Ü 


43. 76. lüiL 

^^^^^A ff ^# • ^^^^^^^^ 


31 




. . m 




l.SQ. 1 .')2. 


167. 






33 




. . 133 


8 


31 


."i 25.28.63.117. 


41 


. . 13Ü. 12Ü 


4 2 


« • 


. . IM 


2 


.... 152 


LiÄ. IM. 1^ 


42 


.... 153 


3 


• • 


. 33. 23 


13 


52, 32. 25. ai 


ß as 


43 


... 33. 152 


4 




. ai. IM 


U 


. 25. 32. 133 


Z .... 140 


44 


. . 34.42. 14 


5 


• • 


. 23. 145 


12 


35 No. 78.82. 


a 42. IM. IM 


45 


55 


6 


• • 


. . 133 




104. 119. i^s. 


S 2iL 2iL iL ^ 


4i> 


28. 38. .')6. 98 


i_ 




. . 133 


13 


89. 124. li)5 


^ sfi. es. ai. 


42 


14B. IM. LÖ2. 


8 


• 


131. 115 


14: 


25 


lö 2Äbi8.aa.lüiL 




170. 


8 


23. ai. aöi 38. 


13 


. 34. 76. 137 


lia. LSiL lAh. 


4fi 


... 32.132 




12. 


32. 133. 


13 


83^ 121. 1.14. 


llt IfiL 


a 1 


. 58, Z4. 133 




135. 






133. 


11 12fi, IM. Iflfl 


2 


2fl.fi3. 24. 133 


13 




. 22 133 


12 


... 23. 22 


12 .... 121 


3 


• ■ • « 1 3Q 


U 


lÄ. 


129. 133 


12 


. 23, 34. Hl 


13 50. 142. 


4 


33. 33. aiL 33. 


12 


34. 


109. 132 


23 


... 53. 24 


IM. 




141. 


13 


• • 


133. 131 


21 


. . . 34. ai 


U ... 2^ UZ 


5 


. 24. 25. 133 


14 


23. 


35. 112. 


22 


43 


15 . . UTL lÄl 




44. 52. 32. 33. 




154. 




23 


. 45. 74, 135 


lü Öl. lÄi 




110. 153. 


13 


29. 3.'>. A'u 59. 


25 


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32. 31. 5Ö. 53. 


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13 


... 32.133 


21 


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... 23 


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.... 124 


22 




. 53. 141 


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. 32. es. 112 


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... 32. 63 


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13 


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24 


32.34.95. 132. 


6 


. . 134. 15Ö 


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12 


. . . 3Ü. 140 




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13 


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1£ 


29.57. 66.122. 


25 


• • 


. ai. 33 


2 


.... 133 


26 . . 124. 126 




164. 


21 


. 36. 79. 155 


15 


. . 107. 112 


21 . . m. IM 


2Ü 


. . 109. 153 


23 


• • 


. . m 


13 


. 22.132. 144 


28 44, 115, IM 


21 


. . 40,8L 33 


33 


• • 


. 24.. 153 


U 


. . 112, 156 


2fi . . . , 135 


22 


3Ö. 05.60.110. 


31 


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... 25 


13 


ÖL LiL 14. 


aö ■ 30. 36. 161 




119. 130. 162. 


22 


. 4i. 31. 112 


13 


... 31 133 



Stellenregister. 



181 



Daniel 
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29. 70. 89. 155 

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137. 



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28. 156. 164. 


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.... 114 



1 Samaelis Seite 

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2 Könige 

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IS 2fi 2 

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Jeremia 

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Psalm 
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Daniel 

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Ezra 

4. 2 2 

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Nehemia 

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24 Ifi 

Apokryphen 
Siraoh, Prolog . ifi 

4 Makkabäer 

12 2 IS 

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Hebr. A. Test 

Exodus 

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Neues Testament 
Matthäus 

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12 24 a 

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23 2 



Matthäus Seite 

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Harens 

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Lucas 

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Johannes 

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Offenbarung 

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Drook von W, Xtoagidln in L«ipsiy. 



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Verlag von F. C. W. VOÖEL in Leipzig. 



WILHELM QESENIÜS' 

HEBRÄISCHE GRAMMATIK 

xiaofa £. Rodi^er Tdllig umgearbeitet und herausgegeben 

von 

E. Kautzsch, 

der Tbeologle and Philosophie Socior, ord. Profo-sor der Theologie «n der UniTersität su Täbingan. 

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gr. 8. 1881. Preis 4 M. 

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Professor der Theologie in tiiesscu. 
Xhnster THeil. Schrifllehre. X/autlelire. ]Formenlelxre. 
mt 2 Sehxiftta&ln. gr« B. 187». • H. 



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Verlag von F. C. W. VOGEL in Leipzig. 



leldliAwil oonuneatailQa in Caranmu. Ez codd. Poris., Dresd* et Lips. edidit mdi- 
dbvuqm Inslnmt H. 0. Fleiieher. Ftoc I— YIL (den Text enfh.) 1844—1846. 
gr. 4». 56 M. 
IhdicM ad Beidliftwü Oommentariiim in Ocraumn eonfeoit Dr. Winand F«ll, 



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